Onlinebank: BaFin schränkt Geschäfte von N26 massiv ein

www.spiegel.de15.12.2025

Die BaFin hat gegen die Onlinebank N26 wegen schwerwiegender Mängel im Risikomanagement und in der Organisation des Kreditgeschäfts umfassende Maßnahmen angeordnet. Dazu gehören die Einsetzung eines Sonderbeauftragten, zusätzliche Eigenmittelanforderungen und das Verbot von Neugeschäften mit Hypothekenkrediten in den Niederlanden. Die Bank wird zudem in ihrer Verbriefung von Hypothekenforderungen eingeschränkt. Diese Anordnungen basieren auf Ergebnissen einer Sonderprüfung aus 2024. N26 arbeitet an der Umsetzung der Maßnahmen und hat bereits personelle Veränderungen vorgenommen.

Flucht aus Psychiatrie: Flucht von Amoktäter - Ermittlung gegen mehrere Helfer

www.zeit.de15.12.2025

Ein ehemaliger Amokläufer, der 2009 bei einem Schulangriff neun Schüler und einen Lehrer verletzte, floh während eines genehmigten Ausgangs aus einer Psychiatrie in Erlangen nach Kolumbien. Die Staatsanwaltschaft Ansbach ermittelt gegen mehrere Personen wegen Verdachts auf Gefangenenbefreiung, da die Flucht gut geplant war. Der 34-Jährige wurde schließlich in Kolumbien gefasst; die Rückführung kostete 195.000 Euro. Er war ursprünglich zu neun Jahren Jugendhaft und unbefristeter Unterbringung in der Psychiatrie verurteilt worden.

Kurswechsel in Prag: Neue Babis-Regierung in Tschechien ist komplett

www.zeit.de15.12.2025

Die neue tschechische Regierung unter dem rechtspopulistischen Ministerpräsidenten Andrej Babis wurde vereidigt und übernimmt acht Ressorts. Babis plant einen Kurswechsel in der Ukrainepolitik, lehnt finanzielle Unterstützung ab und kritisiert die aktuellen Wege zur Waffenlieferung. Die neuen Minister kamen von den Parteien ANO, SPD und der Autofahrerpartei Motoristen. Babis steht wegen seines Interessenkonflikts in der Kritik, plant aber, seine Firmenholding in einen Treuhandfonds zu übergeben. Die Vertrauensfrage im Parlament wird am 13. Januar gestellt.

Statistisches Bundesamt: Jugendämter verzeichnen neuen Höchststand bei Kindeswohlgefährdungen

www.zeit.de15.12.2025

Die Zahl der erfassten Kindeswohlgefährdungen in Deutschland hat 2024 mit rund 72.800 Fällen einen Höchststand erreicht, was einem Anstieg um 31 Prozent im Vergleich zu 2019 entspricht. Hauptursachen sind Vernachlässigung (58 %) und psychische Misshandlung (37 %). Die Jugendämter prüften 2024 etwa 239.400 Verdachtsfälle. Die Mehrheit der Hinweise kam von Polizei, Justiz und der Bevölkerung. Rund 52 % der betroffenen Kinder waren unter neun Jahren, und häufig wuchsen sie bei einem oder beiden Elternteilen auf.

Statistisches Bundesamt: Zahl der Kindeswohlgefährdungen erreicht neuen Höchstwert

www.spiegel.de15.12.2025

Die Zahl der Kindeswohlgefährdungen in Deutschland hat mit rund 72.800 Fällen im Jahr 2024 einen neuen Höchstwert erreicht, was einem Anstieg von 31 Prozent seit 2019 entspricht. Die häufigsten Gefährdungen sind Vernachlässigungen (58 Prozent) und psychische Misshandlungen (37 Prozent). Im Durchschnitt waren die betroffenen Kinder 8,3 Jahre alt. Die Jugendämter prüften etwa 239.400 Verdachtsfälle, wobei die meisten Hinweise von Polizei und Justiz stammten. Eine Kindeswohlgefährdung liegt bei erheblichem Risiko für das Wohl eines Kindes vor.

Bondi Beach: Medien: Sydneys Held war Obstverkäufer und zweifacher Vater

www.zeit.de15.12.2025

Ahmed Al Ahmed, ein 43-jähriger Obstverkäufer und zweifacher Vater aus Sydney, wurde zum Held, als er bei einem Anschlag auf ein jüdisches Fest am Bondi Beach einen Angreifer überwältigte. Dabei erlitt er Schusswunden in der Schulter und benötigt mehrere Operationen. In sozialen Medien wurde sein mutiger Einsatz vielfach geteilt, und eine Spendenaktion brachte über 550.000 Dollar ein. Seine Familie, die aus Syrien geflüchtet ist, äußert Stolz auf seinen heldenhaften Einsatz.

Bildungspolitik: Prien will frühe Bildung fördern und Leistungsniveau wieder heben

www.zeit.de15.12.2025

Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) will die frühkindliche Bildung in Deutschland verbessern, um die Leistungsfähigkeit des Bildungssystems und der Volkswirtschaft zu steigern. Sie betont die Dringlichkeit von Qualitätssteigerungen in Kitas, besonders in den Bereichen Sprache und soziale Entwicklung. Prien plant, finanzielle Mittel nur unter der Auflage bestimmter Qualitätsstandards zu vergeben und sieht die Notwendigkeit eines gesunden Wettbewerbs zwischen Kitas. Zudem kritisiert sie die Ungleichheit im Bildungssystem, vor allem bei Kindern aus benachteiligten Verhältnissen.

Saugroboter-Vorreiter iRobot ist zahlungsunfähig

www.spiegel.de15.12.2025

Die US-Firma iRobot, Pionier der Saugroboterindustrie, hat Insolvenz angemeldet, da sie der Konkurrenz aus Fernost nicht standhalten konnte. Ein chinesischer Auftragsfertiger, Picea Robotics, plant die Übernahme und will den Betrieb fortführen. Aktionäre sollen nichts erhalten, während der Insolvenzantrag im Februar abgeschlossen werden soll. Zuvor scheiterte ein Übernahmeversuch durch Amazon aufgrund von Bedenken der EU-Kommission hinsichtlich des Wettbewerbs. iRobot litt zudem unter hohen ausstehenden Zahlungen an den Hauptauftragnehmer.

Finanzamt: Weihnachtsfrieden: Finanzämter verzichten auf Zwangsgeld

www.zeit.de15.12.2025

In Sachsen-Anhalt verzichten die Finanzämter während des "Weihnachtsfriedens" vom 19. bis 31. Dezember auf Zwangsgeldmaßnahmen, Vollstreckungen sowie die Ankündigung von Betriebs- und Lohnsteuerprüfungen. Dies wurde vom Finanzministerium in Magdeburg bekanntgegeben. Während dieser Zeit werden jedoch weiterhin Steuerbescheide versendet, um Erstattungen sicherzustellen.

Kriminalität: Vandalismus nach Drittligaspiel – Züge stark beschädigt

www.zeit.de15.12.2025

Nach dem Drittligaspiel zwischen dem FC Ingolstadt 04 und dem TSV 1860 München verursachten Fußballfans erheblichen Vandalismus in Regionalzügen. Unbekannte verunstalteten Zugwände, Sitze und Fenster mit Graffiti und Aufklebern, während sie nach München zurückkehrten. Der Schaden wird auf einen niedrigen vierstelligen Betrag geschätzt, zuvor waren bereits ähnliche Beschädigungen mit einem Schaden von 500 Euro auf der Hinfahrt festgestellt worden. Die Bundespolizei hat Anzeige erstattet.

Statistisches Bundesamt: Jugendämter verzeichnen neuen Höchststand bei Kindeswohlgefährdungen

www.zeit.de15.12.2025

Die Zahl der Kindeswohlgefährdungen in Deutschland hat 2024 einen Höchststand erreicht, mit rund 72.800 Fällen, was einem Anstieg von 31 Prozent im Vergleich zu 2019 entspricht. Die Jugendämter meldeten eine Steigerung von 17.300 Fällen. Im Vorjahresvergleich ergibt sich ein Anstieg von etwa acht Prozent gegenüber einer geschätzten Fallzahl von 67.300 für 2023. Die Gefährdungen umfassen Vernachlässigung, Misshandlungen und sexuelle Gewalt.

Kriminalität: Nach Schüssen an Bar - Haftbefehl gegen Türsteher

www.zeit.de15.12.2025

In Düsseldorf wurde gegen einen 49-jährigen Türsteher Haftbefehl erlassen wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung nach einem Schussvorfall in einer Bar. Ein 54-jähriger Vater schwebt in akuter Lebensgefahr, während sein 19-jähriger Sohn stabil ist. Der Streit entstand, weil der Sohn den Zutritt zum Lokal verwehrt bekam. Der Türsteher feuerte mehrere Schüsse auf die beiden ab.

Wohnen: Mehr Zwangsräumungen im Norden

www.zeit.de15.12.2025

Im Norden Deutschlands sind die Zwangsräumungen gestiegen, insbesondere in Schleswig-Holstein und Hamburg. 2023 verzeichnete Schleswig-Holstein 1.207 Zwangsräumungen, eine Steigerung um mehr als neun Prozent. In Hamburg gab es einen Anstieg um knapp 20 Prozent auf 1.091. Insgesamt stiegen die Zwangsräumungen in Deutschland um sieben Prozent. Die Linke sieht darin eine soziale Katastrophe und fordert ein Verbot von Zwangsräumungen sowie den Bau von mehr Sozialwohnungen mit bezahlbaren Mieten, um Mietschulden und Wohnarmut zu bekämpfen.

Bundesbildungsministerin Prien erklärt Investitionen in Kitas zur »Schicksalsfrage für Deutschland«

www.spiegel.de15.12.2025

Bundesbildungsministerin Karin Prien bezeichnet Investitionen in Kitas als "Schicksalsfrage für Deutschland". Sie warnt davor, angesichts sinkender Kinderzahlen Mittel für Kitas einzusparen. Prien fordert eine grundlegende Verbesserung der frühkindlichen Bildung und hebt die Notwendigkeit hervor, Fachkräfte im Erziehungsbereich zu halten. Zukunftsorientierte Bildungsinvestitionen könnten Milliarden an Wirtschaftsleistung generieren. Ein Kita-Qualitätsgesetz, das Anforderungen an die Mittelvergabe stellt, ist für 2026 geplant. Ziel ist die Förderung von Kindern mit schlechten Startchancen und die Steigerung der Bildungsleistungen in Kernfächern.

Bundesbildungsministerin Prien erklärt Investitionen in Kitas zur »Schicksalsfrage für Deutschland«

www.spiegel.de15.12.2025

Bundesbildungsministerin Karin Prien bezeichnet Investitionen in Kitas als "Schicksalsfrage für Deutschland". Sie warnt vor Einsparungen aufgrund sinkender Kinderzahlen und fordert, diese Mittel stattdessen für die Verbesserung der frühkindlichen Bildung zu nutzen. Studien zeigen, dass bessere Bildungsleistungen langfristig die Wirtschaftsleistung steigern können. Prien plant im Rahmen des Kita-Qualitätsgesetzes, Bundesmittel nur bei Einhaltung konkreter Vorgaben bereitzustellen. Ein Gesetz zur Förderung von Qualität in Kitas soll 2027 in Kraft treten.