Meinung: Die Lage am Morgen - Wer braucht schon eine Netflix-Serie, wenn es den Mossad gibt?

www.spiegel.de15.07.2026

Der Mossad soll einen filmreifen Plan für einen Regimewechsel im Iran mit Ex-Präsident Ahmadinejad verfolgt haben. Bundeskanzler Merz sieht sich laut Umfragen schlechten Befragungswerten und starker Konkurrenz gegenüber. Die Türkei gedenkt des zehnten Jahrestags des gescheiterten Putschversuchs, der tiefere Spuren hinterließ. Derweil setzen sich Kinder von Brad Pitt von ihrem Vater ab.

Streit um Aufsichtspflicht: Junge in Kita erstickt - Gericht spricht Tagesmütter frei

www.zeit.de15.07.2026

Das Oberlandesgericht Hamm sprach zwei Tagesmütter frei, die wegen fahrlässiger Tötung eines Jungen in einer Kita verurteilt worden waren. Der Junge erstickte, als er sich in einem Etagenbett einklemmte. Das Gericht begründete die Freisprüche mit der fehlerhaften Konstruktion des Bettes, nicht mit mangelnder Aufsichtspflicht der Tagesmütter, die auf die Sicherheit des Bettes vertrauen konnten.

Bedienstete unter Verdacht: Kokain und Pistole bei Razzien wegen JVA Rheinbach gefunden

www.zeit.de15.07.2026

Bei Razzien wegen Drogen- und Handy-Schmuggels in die JVA Rheinbach wurden in acht Privatwohnungen von JVA-Bediensteten Kokain, Amphetamine, Handys, Laptops und eine Pistole gefunden. Acht beschuldigte Beamte wurden suspendiert. Sie sollen gegen Geld unerlaubte Gegenstände an Insassen übergeben haben. Justizminister Limbach informiert heute den Landtag.

Kriminalität: Klinikarzt soll Patienten getötet haben - Mordprozess

www.zeit.de15.07.2026

Ein Arzt der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) muss sich wegen Mordes und versuchten Mordes vor Gericht verantworten. Ihm wird vorgeworfen, im Mai 2019, Juni 2020 und März 2025 zwei Patienten tödlich und eine weitere versuchtem Mord mit Medikamenten verletzt zu haben. Die MHH hatte den 49-Jährigen angezeigt und freigestellt. Die Verteidigung argumentiert, er habe im Rahmen der Palliativmedizin gehandelt.

100 Jahre alte Waldsiedlung: Hoffnung in Berlin: Papageiensiedlung bald Welterbe?

www.zeit.de15.07.2026

Die Berliner „Papageiensiedlung“ könnte bald Unesco-Welterbe werden. Die farbenfrohe Waldsiedlung Zehlendorf, erbaut im Bauhausstil zwischen 1926 und 1932, gilt als revolutionär und sollte bezahlbaren Wohnraum schaffen. Sie wurde bereits 2008 für die Welterbeliste nominiert, fiel aber durch schlechten Erhaltungszustand durch. Eine mögliche Aufnahme bringt Hoffnungen, aber auch Befürchtungen über steigende Mieten und strengere Auflagen mit sich. Die Entscheidung wird im Rahmen der Unesco-Tagung in Südkorea erwartet.

Auftritt in Berlin: Wie schlägt sich Merz bei seiner Sommer-Pressekonferenz?

www.zeit.de15.07.2026

Friedrich Merz gibt seine zweite Sommer-Pressekonferenz als Bundeskanzler. Themen sind innenpolitische Reformen, die er als Erfolg darstellt, obwohl Umfragen eine geringe Zustimmung in der Bevölkerung zeigen. Auch die bevorstehenden Landtagswahlen und außenpolitische Fragen wie der Ukraine-Krieg und die Lage im Iran werden diskutiert.

Halbfinals: Das war die WM-Nacht: Spaniens König jubelt, Tuchel überlegt

www.zeit.de15.07.2026

Spanien steht nach einem überzeugenden 2:0-Sieg gegen Frankreich im WM-Finale. König Felipe VI. gratulierte dem Team. Im zweiten Halbfinale trifft England auf Titelverteidiger Argentinien. Englands Trainer Thomas Tuchel überlegt, Lionel Messi mit Manndeckung zu stoppen. Frankreichs Präsident Macron tröstete die unterlegene Équipe.

Jahrestag der Flutkatastrophe: Breite Mehrheit für Versicherungspflicht gegen Hochwasser

www.zeit.de15.07.2026

Fünf Jahre nach der Flutkatastrophe im Ahrtal befürwortet eine deutliche Mehrheit der deutschen Hausbesitzer (81%) eine Versicherungspflicht gegen Hochwasser. Dies ist auch angesichts der Sorge (58%) vor ähnlichen Ereignissen in der eigenen Region relevant. Ursprünglich war eine solche Versicherung freiwillig, und die Debatte um eine Pflichtversicherung flammt nach Schäden auf, deren Kosten oft von der Allgemeinheit getragen werden. Trotz breiter Zustimmung sehen sich 12% der Hausbesitzer finanziell überfordert, weitere 23% möchten keine zusätzlichen Kosten tragen. Die Bundesregierung prüft noch Optionen für eine Einführung.

Iran-Krieg: US-Präsident Donald Trump droht Iran erneut mit Angriffen auf zivile Infrastruktur

www.spiegel.de15.07.2026

US-Präsident Trump droht Iran erneut mit Angriffen auf zivile Infrastruktur wie Kraftwerke und Brücken, falls Teheran nicht verhandlungsbereit ist. Dies folgt auf vorausgegangene Drohungen und aktuelle US-Militäraktionen, die iranische Angriffe auf Handelsschiffe in der Straße von Hormus verhindern sollen. Iran gibt sich unbeeindruckt und meldet eigene Angriffe auf US-Einrichtungen. Trotz eskalierender Gewalt und stockender Verhandlungen hoffen Experten auf fortgesetzte diplomatische Bemühungen.

Freizeittipp am Ammersee: Irrgarten am Ammersee – auf verschlungenen Wegen durch Rom

www.zeit.de15.07.2026

In Utting am Ammersee erwartet Besucher ein Feld-Labyrinth, das in diesem Jahr Rom und sein Kolosseum zum Thema hat. Gäste können auf 18.000 Quadratmetern auf verschlungenen Wegen durch ein detailreiches Pflanzenfeld wandern, welches römische Bauwerke wie den Titusbogen und ein Aquädukt darstellt. Zusätzlich gibt es ein Suchspiel, das tiefere Einblicke in das antike Rom bietet. Das Labyrinth ist ab dem 22. Juli bis zum 27. September geöffnet.

Gewerkschaften: IG Metall fordert Neuausrichtung in Autobranche

www.zeit.de15.07.2026

Die IG Metall sieht Deutschland als wettbewerbsfähigen Standort für die Automobilindustrie, trotz aktueller Krisen. Bezirks-Chef Daniel Friedrich betont, dass Qualität und Produktivität höhere Lohnkosten ausgleichen können. Er fordert eine strukturelle Neuausrichtung der Branche, da frühere Margen nicht mehr erzielbar sind. Friedrich kritisiert reine Sparprogramme und Standortschließungen als falsche Antworten auf die Herausforderungen der Zukunft. Die Gewerkschaft will den Wandel gemeinsam mit den Beschäftigten gestalten, um Arbeitsplätze langfristig zu sichern und die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern.

Verkehrsprojekt: Lückenschluss für neue Rader Hochbrücke

www.zeit.de15.07.2026

Das Mittelstück der neuen Rader Hochbrücke wird über den Nord-Ostsee-Kanal gehoben. Diese Maßnahme ist Teil eines 900 Millionen Euro teuren Projekts zum Neubau der alten, verschlissenen Brücke. Die neue Konstruktion soll 100 Jahre halten und die Leistungsfähigkeit der A7 erhöhen. Die Hauptgefahr stellt der Wind dar, doch gute Wetterbedingungen werden erwartet. Die erste von zwei neuen Brücken soll Ende 2026 für den Verkehr freigegeben werden.

Freizeit und Ehrenamt: Das «beste Hobby der Welt» - Zulauf bei Kinderfeuerwehren

www.zeit.de15.07.2026

Kinderfeuerwehren in Niedersachsen verzeichnen Zulauf. Mehr als 54.700 Kinder und Jugendliche sind dort aktiv, ein Zuwachs von 2,5 Prozent. Der Anteil von Mädchen steigt stetig und liegt über dem Bundesdurchschnitt. Die Aktivitäten umfassen spielerisches Lernen, Wettkämpfe und Gemeinschaftserlebnisse. Dies stärkt Kameradschaft, Verantwortungsbewusstsein und technische Fähigkeiten, was das Ehrenamt zu einem attraktiven Freizeitangebot macht.

Bademeister im Stress: Hitze, Andrang, volle Konzentration - Alltag im Freibad

www.zeit.de15.07.2026

Der Alltag von Freibad-Bademeistern ist stressig und anspruchsvoll. Neben der Aufsichtspflicht erfordert der Beruf umfassendes technisches Wissen über Wasseraufbereitung und Bädertechnik. Bei hohem Besucherandrang, besonders bei Hitze, ist ständige Konzentration gefordert, vor allem bei der Beaufsichtigung von Kindern. Eltern werden ermahnt, auf ihre Kinder zu achten, während Handy-Nutzer zur Ablenkung werden. Trotz der Belastung ist es für Bademeister wie Nadine Tuschinsky ein erfüllender Traumjob, der jedoch eine Sechs-Tage-Woche in der Saison bedeutet.

Gesprächsbedarf zum Zeugnis: Zeugnistelefone starten – Wer hilft bei brennenden Fragen?

www.zeit.de15.07.2026

Zeugnistelefone sind während der Zeugnisvergabe geschaltet, um Eltern und Schülern bei Fragen zu schlechten Noten, Nichtversetzung oder neuen Schulen zu helfen. Die Bezirksregierungen und Schulämter bieten Beratung zu rechtlichen Fragen und Möglichkeiten an. Zunächst sollte das Gespräch mit der Lehrkraft oder Schulleitung gesucht werden. Bei Unzufriedenheit ist ein schriftlicher Widerspruch nötig. Die Beratungsstellen leisten keine Seelsorge, sondern informieren über schulrechtliche Rahmenbedingungen. Der Beratungsbedarf hat zugenommen, da Eltern die Regelungen als kompliziert empfinden.