Bedienstete unter Verdacht: Kokain und Pistole bei Razzien wegen JVA Rheinbach gefunden

Datum15.07.2026 05:00

Quellewww.zeit.de

TLDRBei Razzien wegen Drogen- und Handy-Schmuggels in die JVA Rheinbach wurden in acht Privatwohnungen von JVA-Bediensteten Kokain, Amphetamine, Handys, Laptops und eine Pistole gefunden. Acht beschuldigte Beamte wurden suspendiert. Sie sollen gegen Geld unerlaubte Gegenstände an Insassen übergeben haben. Justizminister Limbach informiert heute den Landtag.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Bedienstete unter Verdacht“. Lesen Sie jetzt „Kokain und Pistole bei Razzien wegen JVA Rheinbach gefunden“. Bei Razzien wegen mutmaßlichen Drogenschmuggels in die Justizvollzugsanstalt (JVA) Rheinbach bei Bonn haben Ermittler nach dpa-Informationen in Privatwohnungen unter anderem Kokain und Amphetamine gefunden. Die acht beschuldigten JVA-Bediensteten wurden laut Ministerium suspendiert und haben von der Gefängnisleitung Hausverbot bekommen. Nach dpa-Informationen wurden in der JVA Rheinbach vor allem Daten gesichert. In insgesamt acht Wohnungen beschlagnahmten die Ermittler Dutzende Beweismittel, vor allem Handys, Laptops und Schriftsätze. Außerdem entdeckten die Polizisten 15 Gramm Kokain und eine geringe Menge Amphetamin sowie eine alte Pistole, Patronen und Magazine. Justizminister Benjamin Limbach (Grüne) soll heute den Rechtsausschuss des nordrhein-westfälischen Landtags bei einer Sondersitzung (9 Uhr) über den Ermittlungsstand informieren. Die Sitzung hatten die Oppositionsfraktionen von SPD und FDP gemeinsam beantragt. Am Dienstagmorgen waren ab 7.30 Uhr zeitgleich die JVA und Wohnungen in Köln, Euskirchen, Reinbach und Siegburg sowie in den Landkreisen Mayen-Koblenz und Neuwied durchsucht worden. Etwa 60 Einsatzkräfte waren laut Polizei beteiligt. Konkret sollen die JVA-Beamten laut Minister Limbach gegen Geld Handys und Drogen in das Gefängnis geschmuggelt und Insassen übergeben haben. Die verbotenen Gegenstände waren den Gefängnismitarbeitern laut den Ermittlungen draußen von Angehörigen oder Freunden übergeben worden. © dpa-infocom, dpa:260715-930-386259/1