Weinbau: Sachsens Winzer trotzen Bundestrend – Ernte wieder stabil

www.zeit.de21.04.2026

Sachsens Winzer verzeichneten 2025 eine stabile Weinernte mit guten Mengen und Qualitäten, trotz eines bundesweiten Rückgangs. Die Ernte lag bei 29.500 Hektoliter und erreichte wieder das Niveau von 2023, was zur Erholung von Frostschäden beitrug. Frosthilfen waren zwar nicht kompensierend, aber Frostversicherungen und der Verkauf alter Jahrgänge waren entscheidend. Neue Anpflanzungen zeigen Verzögerungen, während Ertragsanlagen stabil blieben. Der Ausblick für 2026 ist gemischt, Sorge bereiten Trockenheit und Spätfrost, doch der langsamere Austrieb der Reben birgt Hoffnung.

Umfrage: So trifft der Iran-Krieg die Südwest-Wirtschaft

www.zeit.de21.04.2026

Eine Umfrage unter 372 Unternehmen in Baden-Württemberg zeigt, dass 85 % vom Iran-Konflikt betroffen sind, hauptsächlich durch gestiegene Frachtkosten. Die Kosten für einen Seecontainer von China nach Deutschland sind um 300 Euro gestiegen. Geopolitische Krisen belasten Lieferketten und Kostenstrukturen. Unternehmen intensivieren Risikomanagement und lagern vorsorglich ein, während Investitionen zurückgestellt werden.

Frauenleiden: Leiden am Chamäleon der Gynäkologie

www.zeit.de21.04.2026

Endometriose, oft als "Chamäleon der Gynäkologie" bezeichnet, betrifft jede zehnte Frau und bleibt oft unerkannt. Diese Erkrankung, bei der gebärmutterschleimhautähnliches Gewebe außerhalb der Gebärmutter wächst, verursacht starke Schmerzen und kann unerfüllten Kinderwunsch bedingen. Obwohl die Zahl der Diagnosen steigt, vergehen im Durchschnitt 7,5 Jahre bis zur gesicherten Diagnose. Die erhöhte Sichtbarkeit durch soziale Medien und politische Initiativen wird begrüßt, um die Krankheitslast der Betroffenen zu reduzieren.

Justiz: Streit um Rundfunkbeitrag - Was heute dazu erwartet wird

www.zeit.de21.04.2026

Ein Verwaltungsgericht in Baden-Württemberg entscheidet heute über Klagen gegen den Rundfunkbeitrag. Sieben Kläger bemängeln die angebliche Einseitigkeit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Gerichte zweifeln jedoch, ob sie das riesige Programmangebot auf Ausgewogenheit prüfen können. Ein früheres Urteil ließ eine solche Prüfung zu, wenn Meinungsvielfalt "gröblich verfehlt" wird. Wahrscheinlich wird das Gericht zugunsten der Sender entscheiden, da die Vielfalt des Angebots wohl gegeben ist.

Jahresbericht von Amnesty International: Deutschland schweigt laut Amnesty beim Bruch des Völkerrechts

www.zeit.de21.04.2026

Amnesty International wirft Deutschland im Jahresbericht vor, das Völkerrecht zu ignorieren und Wirtschafts- sowie Sicherheitsinteressen zu priorisieren. Die Organisation kritisiert eine "Appeasement-Politik" gegenüber den USA und fordert die Bundesregierung auf, die Zivilgesellschaft zu stärken und rechtsstaatliche Grundsätze zu achten. Der Bericht beleuchtet weltweit autoritäre Praktiken, betont aber auch positive Beispiele zivilgesellschaftlichen Protests.

Die Lage im Überblick: US-Seeblockade bleibt Hindernis für Verhandlungen mit Iran

www.zeit.de21.04.2026

Die Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA sind wegen der US-Seeblockade der iranischen Häfen und Schiffe fraglich. Teheran fordert deren Aufhebung als Vorbedingung für Gespräche, während Präsident Trump darauf beharrt, bis zu einer Einigung an der Blockade festzuhalten. Eine US-Delegation soll bald nach Pakistan reisen. Die EU-Außenminister beraten über Möglichkeiten zur Deeskalation.

iPhone-Konzern: Chefwechsel bei Apple: Hardware-Boss übernimmt von Tim Cook

www.zeit.de21.04.2026

Apple ernennt John Ternus, bisher verantwortlich für Hardware, zum neuen CEO und löst Tim Cook ab, der Aufsichtsratsvorsitzender wird. Ternus, ein Technologie-Spezialist, leitet die Strategie des Unternehmens in der KI-Ära, während Cook weiterhin politische Beziehungen pflegen wird. Diese Personalie signalisiert Apples Fokus auf technische Innovation, auch angesichts des Erfolgs bei der Marktführerschaft von iPhones.

Koalitionsverhandlungen: Wie sich die Berliner Koalition auf Rheinland-Pfalz auswirkt

www.zeit.de21.04.2026

Die Koalitionsverhandlungen in Rheinland-Pfalz zeichnen sich durch eine deutlich zivilisiertere Kultur aus als die Verhandlungen der Großen Koalition in Berlin. Politikwissenschaftlerin Claudia Ritzi betont, dass die Parteien in Mainz bewusst einen respektvollen Umgang und geringe öffentliche Auseinandersetzungen pflegen. Dies steht im Kontrast zu den transparenten Debatten und Informationslecks in Berlin, was auf ein starkes Selbstverständnis der Partner im Land zurückzuführen ist.

Bahnstrecke Hamburg-Sylt: Treffen auf Sylt: Ministerpräsident und DB-Chefin erwartet

www.zeit.de21.04.2026

Ein Treffen auf Sylt, an dem Ministerpräsidentin Evelyn Palla und DB-Chefin Daniel Günther teilnehmen, soll die Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit der Bahnstrecke Hamburg-Sylt verbessern. Pendler leiden unter Verspätungen und Zugausfällen, was zu erheblichen persönlichen und beruflichen Belastungen führt. Diskutiert werden auch der zweigleisige Ausbau der Strecke und die Informationspolitik der Bahn.

Kriminalität: Millionen-Coup bei Sicherheitsfirma? Drei Männer vor Gericht

www.zeit.de21.04.2026

Drei Männer müssen sich ab Dienstag vor dem Berliner Landgericht verantworten. Ihnen wird vorgeworfen, vor vier Monaten 5,6 Millionen Euro aus dem Tresor einer Geldtransportfirma gestohlen zu haben. Zwei der Angeklagten sollen Mitarbeiter des Unternehmens gewesen sein und beim Verpacken des Geldes geholfen haben. Ein dritter Verdächtiger soll bei der Flucht mit einem Fahrzeug beteiligt gewesen sein. Die Staatsanwaltschaft fordert die Einziehung von über 5,5 Millionen Euro. Der Prozess ist bis Ende April angesetzt.

Auftakt: Prozess um lebensgefährliche Attacke mit Giftspritze

www.zeit.de21.04.2026

Ein Prozess beginnt heute vor dem Landgericht Paderborn gegen einen 41-Jährigen, der des versuchten Mordes an seiner Ex-Partnerin beschuldigt wird. Er soll ihr während einer Autofahrt eine Giftspritze mit Pflanzenschutzmittel injiziert haben, wodurch sie bewusstlos wurde. Eine Spaziergängerin konnte ihr Leben durch Erste Hilfe retten. Die Tat soll im Anschluss an einen Anwaltstermin wegen Unterhaltsfragen geschehen sein.

Landtag: Höhere Hürde für U-Ausschuss - wie das kommen soll

www.zeit.de21.04.2026

Nach starkem AfD-Ergebnis in Rheinland-Pfalz wollen CDU, SPD und Grüne die Hürde für Untersuchungsausschüsse von einem Fünftel auf ein Viertel der Landtagsstimmen erhöhen. Dies erfordert eine Verfassungsänderung, die im alten Landtag mit Zweidrittelmehrheit beschlossen werden soll. Ziel ist es, die AfD, die mit 24 Sitzen potenziell eigene Ausschüsse einsetzen könnte, einzudämmen und Missbrauch für politische Zwecke zu verhindern.

Vermisstensuche: Vermisste 18-Jährige braucht dringend medizinische Hilfe

www.zeit.de21.04.2026

Eine 18-Jährige wird seit Montagnachmittag im Bereich des Dietrich-Bonhoeffer-Klinikums in Neubrandenburg vermisst. Sie ist etwa 1,70 Meter groß, hat blonde Haare, einen blauen Fleck an der Stirn und trug zuletzt eine hellblaue Sweatshirt-Jacke, eine weiße Weste, eine schwarze Hose und helle Sneaker. Sie hat eine schwarz-rote Reisetasche und zwei Silberketten dabei. Die Frau benötigt dringend medizinische Hilfe. Bisherige Suchmaßnahmen waren erfolglos, die Polizei bittet um Hinweise.

Kash Patel: FBI-Chef verklagt »The Atlantic« – und fordert 250 Millionen Dollar

www.spiegel.de21.04.2026

Kash Patel verklagt "The Atlantic" auf 250 Millionen US-Dollar wegen eines diffamierenden Artikels. Der FBI-Chef wirft dem Magazin vor, unwahre Anschuldigungen über Alkoholkonsum und Abwesenheiten veröffentlicht zu haben, um seinen Ruf zu schädigen. Der Artikel stützt sich auf anonyme Quellen. "The Atlantic" verteidigt seine Berichterstattung und kündigt energische Gegenwehr an.

Kash Patel: FBI-Chef verklagt »The Atlantic« – und fordert 250 Millionen Dollar Entschädigung

www.spiegel.de21.04.2026

FBI-Chef Kash Patel verklagt "The Atlantic" auf 250 Millionen Dollar Schadensersatz. Er wirft dem Magazin Verleumdung wegen eines Artikels vor, der seine angebliche Trunkenheit und ungeklärte Abwesenheiten am Arbeitsplatz thematisierte. Patel bezeichnet den Artikel als "diffamierenden, böswilligen und verleumderischen Angriff" und kritisiert die Nutzung anonymer Quellen. "The Atlantic" verteidigt seine Berichterstattung und kündigt eine energische Abwehr der Klage an.