Keir Starmer: Die Mandelson-Affäre verstärkt den politischen Druck auf Premierminister in Großbritannien

www.spiegel.de20.04.2026

Premierminister Keir Starmer hat die Ernennung des Epstein-Vertrauten Peter Mandelson zum Botschafter in den USA als Fehler bezeichnet und die Verantwortung übernommen. Er entschuldigte sich bei den Opfern Epsteins und gab an, von Mandelsons gescheiterter Sicherheitsüberprüfung erst später erfahren zu haben. Die Opposition, allen voran die konservative Parteichefin Kemi Badenoch, wirft Starmer vor, die Verantwortung auf Mitarbeiter abzuwälzen und fordert seinen Rücktritt. Der zuständige Top-Diplomat Olly Robbins trat bereits zurück.

Auto kommt auf Gegenfahrbahn: Unfall mit einer Toten und acht Verletzten

www.zeit.de20.04.2026

Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Gegenfahrbahn kam eine 70-jährige Autofahrerin ums Leben. Sie kollidierte frontal mit einem entgegenkommenden Wagen, dessen Fahrerin schwer verletzt wurde. Ein nachfolgender Großraum-Taxi fuhr auf den Kleinwagen auf. Insgesamt wurden neben der Toten acht weitere Personen, darunter die Fahrerin des zweiten Autos und die Insassen des Taxis, verletzt und ins Krankenhaus gebracht.

Besoldungsstruktur der Beamten: Brandenburg muss Millionen-Nachzahlungen an Beamte leisten

www.zeit.de20.04.2026

Brandenburg muss Millionen-Nachzahlungen an Beamte leisten, da die Besoldungsstruktur von 2008 bis 2020 verfassungswidrig war. Laut Finanzminister Keller belasten die jährlichen Nachzahlungen den Landeshaushalt mit 300 bis 600 Millionen Euro, hinzu kommen einmalige Zahlungen für Altfälle von 400 bis 700 Millionen Euro. Ein neues Besoldungsgesetz ist notwendig, um die Verfassungskonformität herzustellen und Tariferhöhungen rückwirkend zu integrieren.

Preissteigerungen: Bundesregierung will Entlastungsprämie ausweiten

www.zeit.de20.04.2026

Die Bundesregierung plant, die steuerfreie Entlastungsprämie von 1.000 Euro für Arbeitnehmer bis Juni 2027 zu verlängern. Dieser Schritt soll die Bürger angesichts anhaltender Preissteigerungen, insbesondere im Energiesektor, weiter unterstützen. Die Maßnahme würde dem Staat voraussichtlich Steuermindereinnahmen von rund 2,8 Milliarden Euro verursachen. Bundestag wird hierüber am Mittwoch abstimmen.

Münchner Stadtrat: Krause: Sondierung mit SPD, FDP und Freien Wählern läuft gut

www.zeit.de20.04.2026

Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) zeigt sich optimistisch nach Sondierungsgesprächen mit SPD, FDP und Freien Wählern zur Bildung einer Münchner Rathaus-Koalition. Nach gescheiterten Verhandlungen mit Volt, Rosa Liste, SPD und Grünen, bei denen es um die Verteilung von Referaten ging, laufen nun neue Gespräche. Ziel ist eine stabile Koalition, die Haushaltskonsolidierung mitverantworten kann.

Reformdebatte: Merz: Gesetzliche Rente wird nur noch Basisabsicherung sein

www.zeit.de20.04.2026

Friedrich Merz erklärt, die gesetzliche Rente werde künftig nur noch Basisabsicherung bieten und den Lebensstandard nicht mehr sichern. Er fordert verstärkte kapitalgedeckte betriebliche und private Altersvorsorge. Die schwarz-rote Koalition plant eine Rentenreform, unterstützt durch eine Expertenkommission. Ziel ist auch, Sozialversicherungsbeiträge sowie Beitragssteigerungen in der Krankenversicherung zu stoppen, wofür bereits neue private Vorsorgemöglichkeiten beschlossen wurden.

Der »Schöne Klaus«: Podcast »Im Verhör SPEZIAL«, die bösen Jungs vom Kiez, Teil 1

www.spiegel.de20.04.2026

Der Podcast "Im Verhör SPEZIAL: Die bösen Jungs vom Kiez" thematisiert das Leben von Zuhältern auf dem Hamburger Kiez in den 1980er Jahren. Ein Beispiel ist Klaus Barkowsky, bekannt als "Schöner Klaus", der als erfolgreicher Zuhälter reich wurde, bis er angeschossen wurde. Der Podcast beleuchtet das System, den Luxus und die dunkle Seite des Rotlichtmilieus anhand von Archivmaterial und Interviews.

Hamburg in den Achtzigern: Die bösen Jungs vom Kiez, Teil 1 - Der »Schöne Klaus«

www.spiegel.de20.04.2026

Der Artikel thematisiert Klaus Barkowskys Aufstieg zum Zuhälter auf dem Hamburger Kiez in den 1980er Jahren. Mit seinem Aussehen und Charme rekrutierte er Frauen für die "Nutella-Bande", verdiente täglich bis zu 10.000 Mark und lebte im Luxus. Sein Leben fand ein jähes Ende durch einen Anschlag, doch er überlebte, schied aus dem Milieu aus, heiratete eine Millionärin und wurde Künstler. Der Artikel ist Teil eines SPIEGEL TV-Podcasts über das Hamburger Rotlichtmilieu der Achtziger.

Verteidigung: Pistorius fordert mehr Einsatz Deutschlands für europäische Sicherheit

www.zeit.de20.04.2026

Verteidigungsminister Boris Pistorius fordert von Deutschland mehr Einsatz für Europas Sicherheit. Aufgrund seiner Größe und Wirtschaftskraft trage Deutschland besondere Verantwortung. Er kritisierte mangelndes Tempo bei Projekten wie der Drohnenentwicklung und betonte die Notwendigkeit schneller Serienproduktion von Rüstungsgütern, da sich Bedrohungen rasant entwickelten. Wirtschaft und Sicherheit seien eng verknüpft.

Brauchtum: Zürich: Explodierender Schneemann verheißt guten Sommer

www.zeit.de20.04.2026

Beim Zürcher Sechseläuten wurde traditionell ein Schneemann samt Knallkörpern, der "Böögg", verbrannt. Die Legende besagt, dass eine schnelle Explosion des Kopfes einen guten Sommer ankündigt. In diesem Jahr dauerte es 12 Minuten und 48 Sekunden. Der Brauch, der auf mittelalterliche Zunftaktivitäten zurückgeht, ist seit 1892 fester Bestandteil des Festes und symbolisiert das Ende des Winters, obwohl die Wettervorhersage nicht immer verlässlich ist.

Wahlwerbung: AfD-Wahlwerbung mit seinem Namen: Heino zieht vor Gericht

www.zeit.de20.04.2026

Schlagersänger Heino klagt gegen die AfD und deren Politiker Felix Teichner. Grund ist ein Instagram-Beitrag, der Heino als Wähler von Teichner vor der Landratswahl in der Uckermark bezeichnete. Heinos Manager nannte dies eine "Unverschämtheit" und beantragte eine einstweilige Verfügung. Teichner wies die Kritik an seiner Wahlwerbung zurück. Ob es zu einer mündlichen Verhandlung kommt, ist noch unklar. Teichner unterlag bei der Wahl der CDU-Kandidatin.

Europol-Ermittler spüren im Internet 45 verschleppte ukrainische Kinder auf

www.spiegel.de20.04.2026

Bei einem Europol-Hackathon wurden 45 mutmaßlich verschleppte ukrainische Kinder aufgespürt. Spezialisten analysierten öffentlich zugängliche Informationen, um die Kinder zu lokalisieren, die vermutlich in besetzte Gebiete, nach Russland oder Belarus gebracht wurden. Die Ergebnisse wurden den ukrainischen Behörden übergeben. Seit Kriegsbeginn 2022 wird die Verschleppung von über 19.500 Kindern geschätzt. Der Internationale Strafgerichtshof ermittelt gegen russische Verantwortliche wegen möglicher Kriegsverbrechen.

Europol-Ermittler spüren im Internet 45 verschleppte ukrainische Kinder auf

www.spiegel.de20.04.2026

Europol-Experten identifizierten im Rahmen eines "Hackathons" 45 mutmaßlich verschleppte ukrainische Kinder. Die Suche basierte auf öffentlich zugänglichen Informationen und ist Teil internationaler Ermittlungen wegen Kriegsverbrechen. Tausende Kinder sollen seit Kriegsbeginn deportiert worden sein, einige in Umerziehungslager. Der Internationale Strafgerichtshof ermittelt gegen russische Spitzenpolitiker.

Meinung: News des Tages: Kriminalitätsstatistik, Julian Reichelt und »Nius«, Friedrich Merz auf der Hannover Messe

www.spiegel.de20.04.2026

Die Kriminalstatistik für 2025 zeigt einen Rückgang der Gesamtkriminalität, aber einen Anstieg bei Vergewaltigungen und digitaler Gewalt. Innenminister Dobrindt führt dies auf gesunkene Migrationszahlen zurück. Das neue Portal "Nius" von Julian Reichelt wird als polarisierend und AfD-freundlich kritisiert. Friedrich Merz verteidigte auf der Hannover Messe die deutsche Wirtschaftspolitik, während BDI-Präsident vor düsteren Aussichten warnte. Ex-Präsident Karzai äußert sich zur Lage Afghanistans und ruft zur Zusammenarbeit auf.

Landgericht Bremen: Sechseinhalb Jahre Haft nach tödlichem Schuss auf Partnerin

www.zeit.de20.04.2026

Das Landgericht Bremen verurteilte einen 68-Jährigen wegen Totschlags in einem minderschweren Fall zu sechseinhalb Jahren Haft. Er erschoss seine Partnerin mit einer Pistole. Zwar konnte nicht ausgeschlossen werden, dass das Opfer selbst um Tötung bat, jedoch ging das Gericht davon aus, dass der Mann den psychischen Zustand seiner Partnerin erkennen musste und somit keine Tötung auf Verlangen vorlag. Ein früheres Urteil wegen Totschlags war vom Bundesgerichtshof aufgehoben worden, was zur erneuten Verhandlung führte.