www.zeit.de04.05.2026
Die ehemalige JVA Rennelberg in Braunschweig wird verkauft. Kreative Ideen für die Nachnutzung werden bereits umgesetzt: Das Festival Theaterformen nutzt das Gelände für Aufführungen zum Thema Gerechtigkeit und Freiheit. Studierende präsentieren Visionen für das Areal, dessen Startpreis bei 3,6 Millionen Euro liegt.
www.zeit.de04.05.2026
Das Landgericht Siegen verkündet das Urteil im Fall eines Mädchens, das über sieben Jahre von seiner Mutter in Attendorn isoliert wurde. Die Mutter ist wegen Misshandlung und Freiheitsberaubung angeklagt, die Großeltern wegen Beihilfe. Das heute 12-jährige Mädchen wurde 2022 befreit und litt unter schweren Störungen. Die Mutter soll das Kind mit "böswilliger Vernachlässigung" geschädigt und dem Vater jeglichen Kontakt verweigert haben.
www.zeit.de04.05.2026
In Mecklenburg-Vorpommern breiten sich Waschbären rasant aus und stellen eine Bedrohung für heimische Arten dar, darunter Sumpfschildkröten, Amphibien und Vögel. Die invasive Art ist stark im Vormarsch, wie steigende Jagdstrecken und erhöhte Mittel für Fallen zeigen. Das Land unterstützt Jäger bei der Eindämmung, um die Artenvielfalt zu schützen.
www.zeit.de04.05.2026
Die Konjunktur im Handwerk gerät unter Druck. Sinkende Umsätze, schrumpfende Auftragspolster und geringere Auslastung sind die Folgen von explodierenden Energiepreisen und angespannten Lieferketten, verschärft durch den Iran-Krieg. Engpässe bei Materialien sind möglich. Die Geschäftslage und Zukunftserwartungen der Betriebe verschlechtern sich spürbar. Der ZDH fordert dringend Reformen, Bürokratieabbau und steuerliche Entlastungen, um die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland zu sichern.
www.zeit.de04.05.2026
Der Münchner Flughafen ist von Montagabend bis Freitagmorgen aufgrund von Bauarbeiten an der Strecke nicht per S-Bahn oder Regionalexpress erreichbar. Züge enden am Besucherpark, wo Fahrgäste auf Ersatzbusse umsteigen müssen. Der RE22 aus Nürnberg wird bereits in Freising gestoppt. Die Arbeiten sind Teil von Infrastrukturprojekten, darunter der Bau eines neuen Stellwerks am Flughafen, und ergänzen frühere und zukünftige Sperrungen auf anderen Streckenabschnitten.
www.spiegel.de04.05.2026
Der "Tatort: Könige der Nacht" thematisiert einen Mordfall, bei dem ein Ersatzforensiker als Täter entlarvt wird. Der Fall rückt eine geflüchtete Zeugin in den Mittelpunkt. Kritisiert wird der Film für seine "klobige Agenda-Politik" und die Darstellung reicher Täter, die "leidende Menschen aus Lust" quälen. Der Krimi erhielt nur 3 von 10 Punkten und geht nun in eine längere Sommerpause.
www.spiegel.de04.05.2026
Bundeskanzler Friedrich Merz zeigte sich in der Sendung "Caren Miosga" zuversichtlich bezüglich der Beziehungen zu den USA, trotz Spannungen mit Donald Trump. Er verteidigte seine direkte Kommunikation und gestand Risiken ein. Merz nahm die schlechten Umfragewerte der Regierung gelassen, schrieb sie aber auch der SPD zu. Er forderte mehr Kompromissbereitschaft von seinem Koalitionspartner. Bezüglich möglicher US-Zölle und des Truppenabzugs äußerte er sich ebenfalls.
www.zeit.de04.05.2026
Die Jugendstrafanstalt Berlin und die JVA Tegel veranstalten Blumenverkäufe. Angeboten werden Pflanzen aus eigenen Gärtnereien, die von Gefangenen unter fachlicher Anleitung gezogen wurden. Der Verkauf dient der Berufsvorbereitung und Resozialisierung der Inhaftierten. Zusätzlich gibt es in Tegel auch weitere selbstgemachte Produkte wie Feuerschalen und Möbel sowie Verpflegung vor Ort.
www.zeit.de04.05.2026
Hessenforst hat seit 2018 rund 10.000 Hektar Wald aktiv wieder aufgeforstet, weitere 20.000 Hektar verjüngen sich natürlich. Trotz Fortschritten bleiben 20% der geschädigten Flächen unzureichend bewaldet. Die Neupflanzungen mit dürretoleranten Arten wie Eiche und Douglasie sind jedoch umstritten. Der Nabu kritisiert den Einsatz nicht-heimischer Arten und fordert mehr Raum für natürliche Verjüngung zur Förderung resilienter Mischwälder.
www.zeit.de04.05.2026
Das Land Hessen stellt Lehrkräften und Schülern einen KI-Chatbot namens "telli" zur Verfügung. Dieser unterstützt beim Lernen, indem er Fragen stellt und Feedback gibt, und erleichtert Lehrern administrative Aufgaben. Während einige Schüler den Chatbot als hilfreiches Lernwerkzeug und Vorbereitung auf die Arbeitswelt schätzen, warnen andere Lehrkräfte vor unreflektierter Nutzung und der dadurch erschwerten Beurteilung von Schülerleistungen. Die dynamische Entwicklung der KI erfordert eine ständige Anpassung der Lehrpläne, birgt aber auch Chancen für neue Lernmethoden.
www.zeit.de04.05.2026
Die Zahl der Fahrraddiebstähle in Sachsen ging 2025 auf 13.133 Fälle zurück, der niedrigste Wert seit 2020. Die Schadenssumme sank auf über 20 Millionen Euro. Die Aufklärungsquote blieb bei etwa 14 Prozent. Leipzig verzeichnete die meisten Diebstähle, Dresden und Chemnitz folgten. Das LKA empfiehlt hochwertige Schlösser und das Anschließen an feste Objekte. Bei E-Bikes sollten Akkus mitgenommen oder gesichert werden. Codierung und ein Fahrradpass verbessern die Identifizierung.
www.zeit.de04.05.2026
Bayerns Moorrenaturierung hinkt hinter den Zielen hinterher. Nur drei Prozent des angepeilten Flächenziels für Wiedervernässung sind seit 2019 erreicht. Entwässerte Moore emittieren jährlich 6,7 Millionen Tonnen CO2. Kritiker fordern mehr Tempo, finanzielle Anreize für Landwirte und eine zentrale Mooragentur, um den Klimaschutz durch Moore zu stärken.
www.zeit.de04.05.2026
Ein Imagevideo für die Problem-Realschule Karolina-Burger in Ludwigshafen kostete fast 10.000 Euro. Die Finanzierung erfolgt aus dem Startchancen-Programm, das Schulen in schwierigen Lagen unterstützt. Die Initiative ging von den Schülern aus, die das Image der Schule verbessern wollten, nachdem es wegen Gewaltvorfällen zu Polizeipräsenz gekommen war. Das Bildungsministerium vermittelte lediglich ehrenamtlich tätige Trainer. Das Video soll auf der Schulhomepage veröffentlicht werden.
www.zeit.de04.05.2026
Mainz stellt Weichen für die Zukunft der Unimedizin. Ein Gutachten soll die Vor- und Nachteile eines zweiten Standorts prüfen, der neben dem maroden Hauptsitz entstehen könnte. Bis 2040 sind Investitionen von 2,2 Milliarden Euro geplant. Ein Koalitionsvertrag unterstützt die Zweistandort-Lösung. Neue Bauvorhaben sind umstritten. Die Unimedizin ist für Mainz als Biotech-Standort und als Arbeitgeber essenziell.
www.zeit.de04.05.2026
Nach seinem Suizidversuch hat der frühere Trigema-Chef Wolfgang Grupp Konsequenzen gezogen. Er gab seinen Revolver ab und hat seinen Jagdschein verloren. Grupp litt an Altersdepression und fühlte sich nutzlos. Mittlerweile nimmt er Medikamente, arbeitet weiterhin im Unternehmen mit und bereut seinen Suizidversuch zutiefst. Die überwältigende positive Resonanz auf seinen offenen Umgang mit der Krise hat ihn tief bewegt.