Datum04.05.2026 04:00
Quellewww.zeit.de
TLDRNach seinem Suizidversuch hat der frühere Trigema-Chef Wolfgang Grupp Konsequenzen gezogen. Er gab seinen Revolver ab und hat seinen Jagdschein verloren. Grupp litt an Altersdepression und fühlte sich nutzlos. Mittlerweile nimmt er Medikamente, arbeitet weiterhin im Unternehmen mit und bereut seinen Suizidversuch zutiefst. Die überwältigende positive Resonanz auf seinen offenen Umgang mit der Krise hat ihn tief bewegt.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Auch der Jagdschein ist weg“. Lesen Sie jetzt „Grupp gibt Waffe ab – Konsequenzen nach Suizidversuch“. Nach seinem Suizidversuch hat der frühere Trigema-Chef Wolfgang Grupp Konsequenzen gezogen. "Mein Revolver, den ich aus Sicherheitsgründen hatte, ist nicht mehr da", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. "Mein Sohn hat ihn unter Verschluss." Auch seinen Jagdschein habe er nicht mehr. Der 84-Jährige hatte Mitte vergangenen Jahres einen Suizidversuch öffentlich gemacht. Er habe an Altersdepression gelitten und sich Gedanken darüber gemacht, ob er überhaupt noch gebraucht werde, hieß es in einem Brief an seine ehemaligen Mitarbeiter. Er bedauere sehr, was geschehen sei und würde es gerne ungeschehen machen, hatte der Unternehmer geschrieben. Er habe den Schritt sofort bereut und sprach von einer belastenden Phase nach der Übergabe des Unternehmens, in der er sich vorgemacht habe, nicht mehr gebraucht zu werden, sagte Grupp. Er nehme inzwischen Medikamente und arbeite weiterhin im Unternehmen mit – wenn auch mit geringerer Belastung. Die Verantwortung liege heute bei seinen Kindern. Mehr als 2.000 Zuschriften habe er nach dem Suizidversuch erhalten, viele davon von Menschen, die sich in ähnlichen Situationen befunden hätten. "Das hat mich sehr bewegt." © dpa-infocom, dpa:260504-930-29277/1