www.zeit.de21.04.2026
Die Bundesregierung plant, die Möglichkeit für Arbeitgeber zur Zahlung einer steuerfreien Entlastungsprämie von bis zu 1.000 Euro für ihre Beschäftigten bis Mitte 2027 zu verlängern. Dies soll die wirtschaftlichen Folgen, wie gestiegene Preise durch den Irankrieg, abfedern. Ursprünglich war die Prämie nur für das laufende Jahr gedacht. Der Gesetzentwurf, über den der Bundestag abstimmen soll, würde dem Staat Steuereinnahmen von rund 2,8 Milliarden Euro entgehen lassen. Die Verlängerung wird von Union und SPD unterstützt.
www.zeit.de21.04.2026
In Sachsen-Anhalt ist die Armutsgefährdung 2025 auf 24,1 Prozent gesunken, ein Rückgang um 1,8 Prozentpunkte. Dennoch liegt der Wert über dem Bundesdurchschnitt von 21,2 Prozent. Armutsgefährdet sind Personen mit einem Einkommen unter 60 Prozent des mittleren Einkommens. Als Risikofaktoren gelten geringe Erwerbsbeteiligung und die Unfähigkeit, sich Alltagsgüter zu leisten. Die Daten stammen aus einer EU-weiten Erhebung.
www.spiegel.de21.04.2026
António Guterres tritt Ende des Jahres als UN-Generalsekretär ab. Die Wahl seines Nachfolgers ist eine Herkulesaufgabe in einer gespaltenen Welt mit geringerer Finanzierung. Vier Kandidaten, zwei Männer und zwei Frauen, stellen sich zur Wahl. Die Entscheidung liegt beim Sicherheitsrat, dessen fünf ständige Mitglieder das letzte Wort haben. Kritiker fordern seit Jahren eine Reform des Auswahlprozesses, um mehr Transparenz zu schaffen.
www.zeit.de21.04.2026
Die AOK NordWest verzeichnet einen Rückgang von 9,7 Prozent bei Verordnungen von Anti-Läuse-Mitteln in Schleswig-Holstein im Vorjahr. Kopfläuse betreffen primär Kinder und werden durch direkten Kopfkontakt übertragen. Sie sind zwar lästig, aber ungefährlich. Die Behandlung erfolgt mit geeigneten Mitteln und Auskämmen, wobei die Krankenkassen die Kosten übernehmen. Hausmittel und heiße Luft werden nicht empfohlen. Die Information von Kita oder Schule bei Befall ist wichtig.
www.zeit.de21.04.2026
Der Europäische Gerichtshof hat entschieden, dass Ungarns LGBTQI+-feindliches Gesetz von 2021 gegen EU-Recht verstößt. Das Gesetz verbietet die Darstellung queerer Themen in Medien und Werbung, was als Diskriminierung aufgrund der sexuellen Ausrichtung und Geschlechtsidentität gewertet wurde. Die EU-Kommission hatte geklagt, unterstützt von zahlreichen Mitgliedsstaaten. Ungarn muss das Urteil umsetzen, andernfalls drohen Sanktionen. Das Gesetz war unter Viktor Orbán eingeführt worden und schränkt die Grundrechte ein.
www.zeit.de21.04.2026
TÜV Rheinland verzeichnete 2025 ein starkes Wachstum von 9,7 % auf 2,98 Mrd. Euro Umsatz, angetrieben durch das Auslandsgeschäft (+15,4 %). Das Betriebsergebnis stieg um 19,3 %. Hauptursachen sind die hohe Nachfrage nach Elektroniktests und Produktprüfungen sowie strategische Zukäufe. Der Personalbestand wuchs auf 28.551 Mitarbeiter. Trotz vieler Geschäftsfelder machen Hauptuntersuchungen für Autos nur 16 % des Umsatzes aus. CEO Fübi blickt optimistisch, aber vorsichtiger auf 2026, angesichts globaler Unsicherheiten.
www.zeit.de21.04.2026
Der Berliner Kulturstaatssekretär Oliver Friederici wurde nach einem Streit um die Vergabe von Fördermitteln für Antisemitismus-Projekte entlassen. Sein Nachfolger ist Alexander Straßmeir. Der Vorfall betrifft die umstrittene Verteilung von Geldern für Projekte zur Bekämpfung von Antisemitismus.
www.zeit.de21.04.2026
Auch 40 Jahre nach Tschernobyl sind Wildschweine in Sachsen und Thüringen vereinzelt strahlenverseucht. Im vergangenen Jahr überschritten viele Tiere, darunter Frischlinge, die zulässigen Grenzwerte für Radiocäsium. Wildschweine fressen Hirschtrüffel, die hoch belastet sind. Jäger müssen das Fleisch untersuchen lassen, um die Entsorgung von über dem Grenzwert belastetem Wildbret sicherzustellen. Zahlen des Bundesverwaltungsamtes zeigen die Problematik.
www.zeit.de21.04.2026
Die Junge Union Bayern fordert einen integrierten Bachelor im Jurastudium als Absicherung für Studierende, die das Staatsexamen nicht bestehen. Dies steht im Gegensatz zur CSU, die dies als "Etikettenschwindel" ablehnt und die Qualität gefährdet sieht. Die JU argumentiert, dass Absolventen mit abgeschlossenen Universitätsprüfungen, aber ohne Staatsexamen, dennoch juristische Grundkenntnisse besitzen, die auf dem Arbeitsmarkt gefragt sind. Das Staatsexamen bliebe weiterhin für Volljuristen Voraussetzung.
www.zeit.de21.04.2026
Trotz der Topform der Bayern und der Schwächephase Leverkusens erwartet Coach Kompany im DFB-Pokal ein hartes Spiel. Die Bayern streben nach langer Abstinenz wieder das Finale an und kämpfen neben der Meisterschaft auch um die Champions League. Leverkusen hingegen durchlebt eine enttäuschende Saison. Kompany setzt auf einen wiedererstarkten Jamal Musiala.
www.zeit.de21.04.2026
Nach einem Messerangriff auf seine getrennt lebende Ehefrau in Wuppertal soll der 44-jährige Ehemann in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm gefährliche Körperverletzung vor. Die 31-jährige Frau wurde schwer verletzt und im Krankenhaus behandelt. Der Tatverdächtige wurde am Tatort festgenommen.
www.zeit.de21.04.2026
Die Deutsche Bahn prüft eine zweite tägliche Direktverbindung zwischen Berlin und Paris ab 2028 aufgrund hoher Nachfrage. Die bestehende Verbindung ist zu 80 Prozent ausgelastet. Ab 2027 sind auch neue Verbindungen nach Italien geplant. Eine Direktverbindung nach London wird wegen Zoll- und Sicherheitskontrollen als schwierig erachtet.
www.zeit.de21.04.2026
Bei bundesweiten Gewässerkontrollen in Sachsen-Anhalt wurden 73 Schiffe überprüft, wobei 27 Verstöße festgestellt wurden. Häufige Mängel betrafen die Abfallentsorgung und technische Defekte. Ein Sportboot sank und verursachte eine Gewässerverunreinigung mit Mineralöl. Schwerpunkt der Kontrollen sind sensible Schutzgebiete. Die Wasserschutzpolizei wird zukünftig weitere Überprüfungen durchführen, um die Einhaltung von Umweltvorschriften zu gewährleisten.
www.zeit.de21.04.2026
Ein Mann aus Walldorf fand einen Skorpion auf seinem Balkon, der sich wahrscheinlich aus einem Paket mit Auberginen eingeschlichen hatte. Die Polizei wurde gerufen und das Tier, vermutlich ein Europäischer Gelbschwanzskorpion, wurde von einer reptilienhaften Aufnahmeeinrichtung übernommen. Der Stich ist für gesunde Menschen meist harmlos. Das Tier bleibt dort bis zu sechs Monate, falls sich ein Besitzer meldet.
www.zeit.de21.04.2026
Ein Großeinsatz der Münchner Polizei wurde am Vormittag nach einem verdächtigen Hinweis ausgelöst. Eine Autofahrerin meldete zwei Personen, die einen Gegenstand auf vorbeifahrende Autos richteten, was sie als mögliche Waffe deutete. Die Personen flüchteten, woraufhin die Polizei mit einem Großaufgebot – inklusive Hubschraubern und Drohne – die Fahndung aufnahm. Bislang verlief die Suche ergebnislos, laut Polizei bestand jedoch keine konkrete Gefahr für die Bevölkerung. Die Kriminalpolizei ermittelt weiter.