www.spiegel.de06.05.2026
Neue Forschung deutet an, dass Mikroplastik in der Luft das Klima erwärmen könnte. Insbesondere farbige Partikel nehmen viel Sonnenenergie auf und geben diese als Wärme ab. Ihr Erwärmungspotenzial erreicht rund 16 Prozent desjenigen von Ruß. Die genauen Auswirkungen sind schwer zu beziffern und regionale Unterschiede sind groß, doch die steigende Plastikproduktion macht ein besseres Verständnis dieses potenziellen Klimafaktors dringlich.
www.spiegel.de06.05.2026
Luftgetragene Mikro- und Nanoplastikpartikel könnten das Klima stärker beeinflussen als bisher angenommen. Sie erwärmen die Atmosphäre, indem sie Sonnenlicht absorbieren und als Wärme abgeben. Farbige Partikel haben ein deutlich höheres Erwärmungspotenzial. Obwohl Russ stärker zur Erwärmung beiträgt, gibt es starke regionale Unterschiede bei der Wirksamkeit von Mikroplastik. Die Forschung betont die Notwendigkeit, diese Rolle von Plastik in der Atmosphäre besser zu verstehen, da die Kunststoffproduktion weiter steigt.
www.spiegel.de06.05.2026
Die Ukraine meldet über 100 russische Drohnenangriffe trotz einer ausgerufenen Waffenruhe, die zum Tag des Sieges über Nazideutschland gelten sollte. Russland hat die Feuerpause Angaben zufolge gebrochen, was zu Todesopfern und Verletzten führte. Die Ukraine kritisiert dies als Zeichen dafür, dass Russland keinen Frieden anstrebt und die Aufrufe zur Waffenruhe reine Rhetorik sind, während auf die Militärparade am 9. Mai Wert gelegt wird.
www.zeit.de06.05.2026
Bundesweit gab es über 50 Durchsuchungen bei Neonazis. In Berlin sind vier Personen beschuldigt, kriminellen Vereinigungen wie "Jung und Stark" angehört oder diese gebildet zu haben. Diese Gruppen, die sich seit Mitte 2024 formierten, vernetzen sich online und bei Treffen und rufen zu Gewalt gegen Gegner und vermeintliche Pädophile auf. Zuvor hatte die Berliner Polizei ähnliche Vorfälle einer Gruppe Jugendlicher gemeldet, die Pädophile in Fallen lockten und ausraubten.
www.zeit.de06.05.2026
Im Prozess um einen Messerangriff in einer Dresdner Tram sagte das 21-jährige Opfer aus. Er erlitt tiefe Schnittwunden im Gesicht, die seine Modelkarriere beendeten. Er gab an, eingeschritten zu sein, als eine Frau angegriffen wurde, woraufhin er selbst attackiert wurde. Die Staatsanwaltschaft wirft den beiden jungen Angeklagten aus Syrien gefährliche Körperverletzung vor. Ein Angeklagter gestand teilweise. Die Verhandlung findet vor einer Jugendkammer statt.
www.zeit.de06.05.2026
Die iranische Menschenrechtsaktivistin und Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi ist nach Angaben ihrer Unterstützer in ernsthafter Lebensgefahr. Sie leidet unter akuten Herzproblemen und wurde zur Intensivbehandlung verlegt. Ihre Anwälte kämpfen für ihre Freiheit und ihr Leben. Mohammadi wurde für ihren Einsatz gegen die Unterdrückung von Frauen und die Todesstrafe im Iran ausgezeichnet. Sie ist im Gefängnis Sandschan inhaftiert und wurde kürzlich zu weiterer Haft verurteilt.
www.zeit.de06.05.2026
Die Paarungszeit der Igel beginnt im Mai, was Naturschutzverbände dazu veranlasst, um die Mithilfe der Bevölkerung bei der Datenerfassung zu bitten. Vom 15. bis 25. Mai können Igel (und Maulwürfe im Mai und September) online gemeldet werden, um ihr Verhalten und ihre Verbreitung zu erforschen. Aufgrund von Gefahren wie Straßenverkehr und Nahrungsmangel gelten Igel als potenziell gefährdet. Gartenbesitzer können helfen, indem sie auf Rasenmäher und Mähroboter in den Abendstunden verzichten, um Lebensraum und Nahrung zu schaffen.
www.zeit.de06.05.2026
In Schweinfurt hat ein 34-jähriger Mann in einem Mehrfamilienhaus einen Gegenstand zur Explosion gebracht. Verletzt wurde niemand, es entstand jedoch erheblicher Sachschaden. Der Verdächtige wurde festgenommen, ein Haftbefehl wurde unter Auflagen außer Kraft gesetzt. Die Polizei ermittelt wegen Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion. Motiv und verwendetes Sprengmittel sind noch unklar. Mehrere Türen wurden beschädigt und Rauch zog durch das Gebäude.
www.zeit.de06.05.2026
Die drohenden Gebührenbescheide für Rettungsdiensteinsätze im Landkreis Dahme-Spreewald sind ausgesetzt. Nach gescheiterten Verhandlungen haben Kreis, Krankenkassen und Gesundheitsministerium die Gespräche wieder aufgenommen. Die Finanzierung des Rettungsdienstes ist ein landesweites Problem, das unter anderem "Fehlfahrten" betrifft. Ziel ist eine Lösung, die Bürger nicht zusätzlich belastet.
www.zeit.de06.05.2026
Die Organisatoren des Christopher Street Day in Dresden klagen gegen die Stadt, da die Veranstaltung nicht als Versammlung eingestuft wird. Die Landesdirektion Sachsen unterscheidet nur den Umzug als Versammlung, das mehrtägige Straßenfest hingegen als Veranstaltung. Dies bedeutet, dass der Veranstalter sämtliche Kosten für Sicherheit, Infrastruktur und Reinigung tragen muss. Die Organisatoren sehen darin einen Eingriff in die politische Meinungsbildung und beantragen ein Eilverfahren, da die aktuellen Auflagen eine Durchführung unmöglich machen.
www.zeit.de06.05.2026
Ursula Mecklenbrauck wurde vom NRW-Landtag zur ersten unabhängigen Polizeibeauftragten gewählt. Sie soll ab 1. Oktober Anlaufstelle für Bürger und Polizisten bei Beschwerden über Polizeiverhalten sein. Die CDU und Grünen trugen den Vorschlag, FDP und AfD stimmten dagegen, die SPD enthielt sich. Kritiker, wie die Polizeigewerkschaft, sehen im Gesetz zur Einrichtung des Amtes einen Verstoß gegen die Gewaltenteilung, da eigene Ermittlungen parallel zu strafrechtlichen Verfahren möglich seien.
www.zeit.de06.05.2026
Ein 48-jähriger Autofahrer überschlug sich mutmaßlich auf der A5 bei Bühl und fuhr anschließend zwölf Kilometer auf drei Reifen weiter. Polizisten stoppten den schwerbeschädigten Wagen, nachdem Zeugen sie informiert hatten. Ursache war vermutlich zu schnelles Fahren bei Starkregen und Aquaplaning. Der Fahrer blieb unverletzt, stand aber wohl unter Schock. Es gab keine Hinweise auf Alkohol oder Drogen. Ermittelt wird wegen unangepasster Geschwindigkeit.
www.zeit.de06.05.2026
Die tschechische Ultra-Rechtspartei Freedom and Direct Democracy (SPD) will den Sudetendeutschen Tag in Brünn stoppen. Laut einem Parlamentsentwurf sollen die Veranstalter ihrer Aufforderung nachkommen, das Treffen abzusagen. Kritiker sehen darin eine Infragestellung der Nachkriegsordnung und eine Relativierung der NS-Verbrechen. Befürworter hingegen hoffen auf Versöhnung. Das Treffen, das erstmals in Tschechien stattfinden soll, wurde von der Volksgruppe der Sudetendeutschen organsiert, die nach dem Zweiten Weltkrieg vertrieben wurden.
www.zeit.de06.05.2026
Die Regionalregierung der Kanarischen Inseln lehnt die Anlegung des Kreuzfahrtschiffs "Hondius" mit Hantavirus-infizierten Personen ab. Präsident Clavijo kritisiert die Entscheidung der Zentralregierung und mangelnde Informationen. Er plant ein Treffen mit Ministerpräsident Sánchez. Laut spanischem Gesundheitsministerium ist die Anlegung mit WHO und EU abgestimmt, um Passagiere medizinisch zu versorgen und in ihre Heimatländer zu überführen.
www.zeit.de06.05.2026
Brandenburg und NRW fordern ein schnelles Verbot von Einweg-Vapes. Sie argumentieren, die Geräte stellten eine Umweltgefahr dar, da sie schwer zu entsorgen seien und Brände sowie Umweltverschmutzung verursachen könnten. Die beiden Bundesländer wollen am Freitag einen Antrag einbringen, um die Bundesregierung zum zügigen Handeln aufzufordern. Der Bundesrat befürwortet ein Verbot bereits, die Umsetzung ist jedoch weiterhin offen. Einweg-Vapes sind trotz weniger Schadstoffe als Tabakzigaretten gesundheitlich bedenklich.