Hantavirus: Präsident der Kanaren will Kreuzfahrtschiff nicht anlegen lassen

Datum06.05.2026 11:14

Quellewww.zeit.de

TLDRDie Regionalregierung der Kanarischen Inseln lehnt die Anlegung des Kreuzfahrtschiffs "Hondius" mit Hantavirus-infizierten Personen ab. Präsident Clavijo kritisiert die Entscheidung der Zentralregierung und mangelnde Informationen. Er plant ein Treffen mit Ministerpräsident Sánchez. Laut spanischem Gesundheitsministerium ist die Anlegung mit WHO und EU abgestimmt, um Passagiere medizinisch zu versorgen und in ihre Heimatländer zu überführen.

InhaltDas Kreuzfahrtschiff "Hondius", auf dem sich mehrere Hantavirus-Patienten befinden, nimmt Kurs auf Teneriffa. Doch die dortige Regierung will es nicht einlaufen lassen. Die Regionalregierung der Kanarischen Inseln hat den Plan kritisiert, ein Kreuzfahrtschiff mit mehreren mit dem Hantavirus infizierten Menschen anlegen zu lassen. Der Präsident der Inselgruppe, Fernando Clavijo, wies ein entsprechendes Vorhaben der spanischen Zentralregierung in Madrid zurück. "Ich kann nicht zulassen, dass das Schiff auf den Kanarischen Inseln einläuft", sagte Clavijo dem Radiosender Onda Cero. "Diese Entscheidung beruht nicht auf technischen Kriterien, zudem haben wir nicht genügend Informationen erhalten", fügte er hinzu.  Clavijo hält sich derzeit in Brüssel auf. Er kündigte an, sich rasch mit Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez treffen und über die Angelegenheit sprechen zu wollen. Zuvor hatte das spanische Gesundheitsministerium mitgeteilt, das Kreuzfahrtschiff Hondius dürfe die Kanaren anlaufen. Auf Teneriffa würden medizinische Teams alle Passagiere und Besatzungsmitglieder behandeln und sie anschließend in ihre jeweiligen Heimatländer überführen, hieß es. Dieses Vorgehen sei mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Europäischen Union abgestimmt worden. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.