Anschlag auf Weihnachtsmarkt: Nach dem Anschlag: Weg aus Magdeburg und Leben mit Rollator

www.zeit.de06.05.2026

Zeugen im Prozess gegen den Todesfahrer vom Magdeburger Weihnachtsmarkt schildern ihre Traumata. Eine schwer verletzte Frau ist nun auf einen Rollator angewiesen und leidet unter psychischen Folgen. Ein junger Ersthelfer zog weg und kämpft mit Albträumen. Der Anschlag forderte sechs Todesopfer und über 300 Verletzte. Der Angeklagte rastete mit einem Auto auf dem Markt und wird des mehrfachen Mordes beschuldigt. Auch indirekt Betroffene leiden an psychischen Beschwerden und meiden Menschenmengen.

Zehnjähriger Sohn am Steuer, Mutter stirbt bei Unfall in Hessen

www.spiegel.de06.05.2026

Ein zehnjähriger Junge verlor in Alsbach-Hähnlein die Kontrolle über einen Kleintransporter, als er diesen mit Einverständnis seiner Mutter umparken sollte. Die 39-jährige Mutter wurde beim Versuch einzuschreiten vom Fahrzeug erfasst und tödlich verletzt. Der Kleintransporter durchbrach ein Hoftor und prallte gegen ein weiteres Auto. Das Kind blieb körperlich unverletzt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt den genauen Hergang und prüft technische Mängel, ein Strafverfahren gegen den nicht strafmündigen Jungen ist ausgeschlossen.

Luftverkehr: Nahost-Krise - Lufthansa Technik rechnet mit Ausfällen

www.zeit.de06.05.2026

Die Lufthansa Technik erwartet wegen der Nahost-Krise mögliche Ausfälle, deren Ausmaß vom Konfliktverlauf abhängt. Finanzvorstand Christian Leifeld zufolge sind bisher keine signifikanten Auswirkungen auf das Ergebnis zu verzeichnen, jedoch reduzieren erste Airlines ihre Kapazitäten. Dies könnte das Wachstum des Wartungsunternehmens beeinflussen. Dagegen verzeichnete Lufthansa Technik im ersten Quartal trotz Umsatzsteigerung einen Gewinnrückgang aufgrund von Materialengpässen, höheren Kosten und einem ungünstigen Dollarkurs. Das Unternehmen trifft Vorkehrungen und setzt auf Kostendisziplin.

Kabinettssitzung: Libanon-Einsatz der Marine wird ein letztes Mal verlängert

www.zeit.de06.05.2026

Das Bundeskabinett hat den Einsatz der Deutschen Marine vor dem Libanon bis 30. Juni 2027 verlängert. Dies markiert den letzten Teil des über 20 Jahre andauernden Einsatzes zur Unterbindung des Waffenschmuggels und zur Ausbildung libanesischer Streitkräfte. Mit der Beendigung der gesamten UNIFIL-Mission im August 2025 durch den UN-Sicherheitsrat wird die Bundeswehr schrittweise abziehen. Die libanesische Armee soll anschließend die Kontrolle übernehmen.

Kriminalität: Ermittlungen nach tödlicher Gewalttat an 14-Jährigem

www.zeit.de06.05.2026

In Memmingen wird nach der tödlichen Gewalttat an einem 14-Jährigen ermittelt, dessen Leiche in einem leeren Gebäude gefunden wurde. Der mutmaßliche Täter, ein 37-jähriger abgelehnter Asylbewerber mit unklarer Nationalität, starb nach einem Festnahmeversuch, bei dem er auf Polizisten schoss. Die Obduktionsergebnisse des Verdächtigen könnten neue Erkenntnisse bringen. Eine Flüchtlingsunterkunft wurde als Teil der Beweismittelsuche durchsucht.

Klima: Mikroplastik in der Luft erwärmt die Atmosphäre

www.spiegel.de06.05.2026

Luftgetragene Mikro- und Nanoplastikpartikel könnten das Klima stärker beeinflussen als bisher angenommen. Sie erwärmen die Atmosphäre, indem sie Sonnenlicht absorbieren und als Wärme abgeben. Farbige Partikel haben ein deutlich höheres Erwärmungspotenzial. Obwohl Russ stärker zur Erwärmung beiträgt, gibt es starke regionale Unterschiede bei der Wirksamkeit von Mikroplastik. Die Forschung betont die Notwendigkeit, diese Rolle von Plastik in der Atmosphäre besser zu verstehen, da die Kunststoffproduktion weiter steigt.

Neue Studie: Mikroplastik in der Luft erwärmt die Atmosphäre

www.spiegel.de06.05.2026

Neue Forschung deutet an, dass Mikroplastik in der Luft das Klima erwärmen könnte. Insbesondere farbige Partikel nehmen viel Sonnenenergie auf und geben diese als Wärme ab. Ihr Erwärmungspotenzial erreicht rund 16 Prozent desjenigen von Ruß. Die genauen Auswirkungen sind schwer zu beziffern und regionale Unterschiede sind groß, doch die steigende Plastikproduktion macht ein besseres Verständnis dieses potenziellen Klimafaktors dringlich.

Ukraine meldet trotz Waffenruhe über 100 Drohnenangriffe

www.spiegel.de06.05.2026

Die Ukraine meldet über 100 russische Drohnenangriffe trotz einer ausgerufenen Waffenruhe, die zum Tag des Sieges über Nazideutschland gelten sollte. Russland hat die Feuerpause Angaben zufolge gebrochen, was zu Todesopfern und Verletzten führte. Die Ukraine kritisiert dies als Zeichen dafür, dass Russland keinen Frieden anstrebt und die Aufrufe zur Waffenruhe reine Rhetorik sind, während auf die Militärparade am 9. Mai Wert gelegt wird.

Staatsschutz: Durchsuchungen bei Neonazis - Vier Beschuldigte in Berlin

www.zeit.de06.05.2026

Bundesweit gab es über 50 Durchsuchungen bei Neonazis. In Berlin sind vier Personen beschuldigt, kriminellen Vereinigungen wie "Jung und Stark" angehört oder diese gebildet zu haben. Diese Gruppen, die sich seit Mitte 2024 formierten, vernetzen sich online und bei Treffen und rufen zu Gewalt gegen Gegner und vermeintliche Pädophile auf. Zuvor hatte die Berliner Polizei ähnliche Vorfälle einer Gruppe Jugendlicher gemeldet, die Pädophile in Fallen lockten und ausraubten.

Kriminalität: Opfer sagt im Prozess um Messerangriff in Dresdner Tram aus

www.zeit.de06.05.2026

Im Prozess um einen Messerangriff in einer Dresdner Tram sagte das 21-jährige Opfer aus. Er erlitt tiefe Schnittwunden im Gesicht, die seine Modelkarriere beendeten. Er gab an, eingeschritten zu sein, als eine Frau angegriffen wurde, woraufhin er selbst attackiert wurde. Die Staatsanwaltschaft wirft den beiden jungen Angeklagten aus Syrien gefährliche Körperverletzung vor. Ein Angeklagter gestand teilweise. Die Verhandlung findet vor einer Jugendkammer statt.

Menschenrechte: Stiftung: Kämpfen um Leben von Nobelpreisträgerin Mohammadi

www.zeit.de06.05.2026

Die iranische Menschenrechtsaktivistin und Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi ist nach Angaben ihrer Unterstützer in ernsthafter Lebensgefahr. Sie leidet unter akuten Herzproblemen und wurde zur Intensivbehandlung verlegt. Ihre Anwälte kämpfen für ihre Freiheit und ihr Leben. Mohammadi wurde für ihren Einsatz gegen die Unterdrückung von Frauen und die Todesstrafe im Iran ausgezeichnet. Sie ist im Gefängnis Sandschan inhaftiert und wurde kürzlich zu weiterer Haft verurteilt.

Stachelige Gartenbewohner: Igel bitte melden! - Paarungszeit der Stacheltiere beginnt

www.zeit.de06.05.2026

Die Paarungszeit der Igel beginnt im Mai, was Naturschutzverbände dazu veranlasst, um die Mithilfe der Bevölkerung bei der Datenerfassung zu bitten. Vom 15. bis 25. Mai können Igel (und Maulwürfe im Mai und September) online gemeldet werden, um ihr Verhalten und ihre Verbreitung zu erforschen. Aufgrund von Gefahren wie Straßenverkehr und Nahrungsmangel gelten Igel als potenziell gefährdet. Gartenbesitzer können helfen, indem sie auf Rasenmäher und Mähroboter in den Abendstunden verzichten, um Lebensraum und Nahrung zu schaffen.

Gegenstand explodiert: Explosion in Haus in Schweinfurt - Motiv unklar

www.zeit.de06.05.2026

In Schweinfurt hat ein 34-jähriger Mann in einem Mehrfamilienhaus einen Gegenstand zur Explosion gebracht. Verletzt wurde niemand, es entstand jedoch erheblicher Sachschaden. Der Verdächtige wurde festgenommen, ein Haftbefehl wurde unter Auflagen außer Kraft gesetzt. Die Polizei ermittelt wegen Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion. Motiv und verwendetes Sprengmittel sind noch unklar. Mehrere Türen wurden beschädigt und Rauch zog durch das Gebäude.

Notruf: Gebühren für Rettungswagen in Dahme-Spreewald auf Eis

www.zeit.de06.05.2026

Die drohenden Gebührenbescheide für Rettungsdiensteinsätze im Landkreis Dahme-Spreewald sind ausgesetzt. Nach gescheiterten Verhandlungen haben Kreis, Krankenkassen und Gesundheitsministerium die Gespräche wieder aufgenommen. Die Finanzierung des Rettungsdienstes ist ein landesweites Problem, das unter anderem "Fehlfahrten" betrifft. Ziel ist eine Lösung, die Bürger nicht zusätzlich belastet.

Christopher Street Day: Streit um Dresdner CSD: Organisatoren ziehen vor Gericht

www.zeit.de06.05.2026

Die Organisatoren des Christopher Street Day in Dresden klagen gegen die Stadt, da die Veranstaltung nicht als Versammlung eingestuft wird. Die Landesdirektion Sachsen unterscheidet nur den Umzug als Versammlung, das mehrtägige Straßenfest hingegen als Veranstaltung. Dies bedeutet, dass der Veranstalter sämtliche Kosten für Sicherheit, Infrastruktur und Reinigung tragen muss. Die Organisatoren sehen darin einen Eingriff in die politische Meinungsbildung und beantragen ein Eilverfahren, da die aktuellen Auflagen eine Durchführung unmöglich machen.