www.spiegel.de17.10.2025
Die ESA hat eine Simulation durchgeführt, um die Auswirkungen eines Super-Sonnensturms, ähnlich dem Carrington-Ereignis von 1859, zu testen. Ergebnisse zeigen, dass moderne Satellitensysteme extrem verwundbar sind und bereits nach acht Minuten massive Ausfälle wie GPS-Störungen und Blackouts auftreten könnten. Bei einem solchen Ereignis würden Satelliten stark beschädigt oder kollidieren. Die ESA plant die Mission “Vigil”, um ab 2031 Warnungen vor solaren Superstürmen zu liefern, da solche Ereignisse laut Experten überfällig sind.
www.zeit.de17.10.2025
Der Iran plant die Mobilisierung von 80.000 neuen Sittenwächtern in Teheran, um die Kopftuchpflicht und islamische Kleiderordnung durchzusetzen. Diese Maßnahme soll gesellschaftliche Gleichgültigkeit und Säkularismus bekämpfen. Nach den Protesten 2022 und der Frauenbewegung stärken Hardliner die Repressionen, obwohl ein neues Kopftuchgesetz aufgrund von Befürchtungen vor weiteren Protesten ausgesetzt wurde. Der Tod der Kurdin Jina Mahsa Amini, die wegen eines Verstoßes gegen die Kopftuchpflicht starb, hatte zuvor landesweite Proteste ausgelöst.
www.zeit.de17.10.2025
Ein achtjähriges Kind starb in Bollschweil durch Messerwunden und stumpfe Gewalt, verursacht von seinem 58-jährigen Vater. Dieser drang gewaltsam in das Haus seiner Ex-Frau ein und nahm das Kind in seine Gewalt. Trotz eines Polizeischusses auf den Täter war das Kind bereits tot, als die Beamten eingreifen konnten. Der Vater befindet sich wegen des Verdachts auf vorsätzlichen Totschlag in Untersuchungshaft. Hinweise auf vorherige häusliche Gewalt liegen nicht vor. Ermittlungen zur genauen Tatmotivation dauern an.
www.zeit.de17.10.2025
Ein Mann lief in Friedrichshafen plötzlich vor einen fahrenden Stadtbus, was eine Vollbremsung des Fahrers zur Folge hatte. Dabei erlitten vier Businsassen und der 52-jährige Fußgänger leichte Verletzungen. Alle Verletzten wurden in eine Klinik gebracht. Die Polizei sucht nun Zeugen des Vorfalls, der am Donnerstag stattfand.
www.zeit.de17.10.2025
André Schulz, der ehemalige Bundesvorsitzende der Polizeigewerkschaft BDK, wurde vom Hamburger Landgericht wegen schweren Betrugs zu eineinhalb Jahren Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt. Er hatte einen Teilzeitantrag bei der Polizei Hamburg eingereicht, jedoch nie die Absicht gehabt, diese Arbeit auszuführen. Stattdessen nutzte er die Zeit für seine Rolle bei der Gewerkschaft. Er muss zudem 75.000 Euro zurückzahlen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, die Verteidigung plant eine Revision.
www.zeit.de17.10.2025
Eintracht Frankfurts Rechtsverteidiger Rasmus Kristensen steht vor der Rückkehr in die Startelf für das Bundesliga-Spiel gegen den SC Freiburg. Trainer Dino Toppmöller betonte, dass Kristensen die Defensive stabilisieren könnte, die in dieser Saison 16 Gegentore kassierte. Toppmöller sprach über die Notwendigkeit, die Mentalität im Verteidigen zu verbessern und mehr Schärfe in die Zweikämpfe zu bringen, um erfolgreicher zu spielen.
www.spiegel.de17.10.2025
Eine Umfrage unter Teilnehmern der propalästinensischen Demonstration in Berlin zeigt, dass die meisten Befragten dem linken Spektrum angehören und mit der Umsetzung der Demokratie in Deutschland unzufrieden sind. Trotz hoher Bildungsabschlüsse hat die Mehrheit wenig Vertrauen in die Bundesregierung, beschäftigt sich jedoch aktiv mit politischen Themen. Die Protestierenden nutzen hauptsächlich soziale Medien zur Informationsbeschaffung und betonen die Wichtigkeit des Schutzes jüdischen Lebens in Deutschland, was auf ein Bewusstsein für die historische Verantwortung hinweist.
www.zeit.de17.10.2025
Nordrhein-Westfalen fordert vom Bund mehr Unterstützung im Kampf gegen Schrottimmobilien und organisierten Sozialleistungsbetrug. Ein Entschließungsantrag für den Bundesrat beinhaltet Vorschläge wie erweiterte Vorkaufsrechte für Kommunen und die Möglichkeit für Polizei und Feuerwehr, Jobcenter über unbewohnbare Immobilien zu informieren. Minister Liminski betont die Notwendigkeit, Zahlungen an Sozialleistungsempfänger in solchen Objekten zu überprüfen. Zudem wird ein bundesweites Lagebild für Sozialbetrug gefordert. Die Maßnahmen sollen die Ausbeutung von Menschen und das Vertrauen in den Sozialstaat stärken.
www.spiegel.de17.10.2025
Die Bürgergeld-Reform, die von Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas vorgestellt wurde, bringt laut dem Ministerium keine nennenswerten Einsparungen, obwohl Union und Kanzler Merz von Milliardenbeträgen sprachen. Die angestrebten Einsparungen für 2026 und 2027 betragen zusammen 155 Millionen Euro, könnten jedoch durch Kosten in ähnlicher Höhe ausgeglichen werden. Die Reform umfasst schärfere Leistungskürzungen und Priorität für Arbeitsvermittlung. Der Kabinettsentwurf wird derzeit mit dem Kanzleramt abgestimmt und soll im Bundestag noch vor Weihnachten diskutiert werden.
www.spiegel.de17.10.2025
Nordrhein-Westfalen (NRW) plant, gegen Sozialbetrug im Zusammenhang mit Armutsmigration aus Südosteuropa vorzugehen, insbesondere durch Maßnahmen gegen die Ausbeutung von Mietern in „Schrottimmobilien“. Ein Antrag im Bundesrat fordert rechtliche Stärkung der Kommunen, Verbesserungen im Datenaustausch zwischen Behörden und striktere Zugangsvoraussetzungen für EU-Bürger zum Bürgergeld. Ministerpräsident Wüst betont, dass diese Maßnahmen dazu beitragen sollen, den systematischen Missbrauch von Sozialleistungen und die Ausbeutung der Migranten zu stoppen.
www.zeit.de17.10.2025
Der Bundesrat hat in Berlin mehrere wichtige Beschlüsse gefasst. Ab dem 14. Juni 2026 müssen Honigprodukte die Herkunftsländer auf Etiketten auflisten. Zudem sollen durch vereinfachte Baugenehmigungen und Nachverdichtungen bezahlbare Wohnungen gefördert werden. Die Ausbildung für Pflegeassistenten wird bundesweit vereinheitlicht und soll attraktiver werden. Einbürgerungen für gut integrierte Ausländer sind künftig nach fünf Jahren möglich. Darüber hinaus will Baden-Württemberg Preisschwankungen an Tankstellen verringern und der Bundesrat warnt vor finanziellen Einbußen durch geplante Steuerentlastungen.
www.zeit.de17.10.2025
Im Mordprozess um zwei am Rodder Maar gefundene Leichen wurde der angeklagte Mann zu lebenslanger Haft verurteilt, zusammen mit einer bereits zuvor verurteilten 51-jährigen Mittäterin. Das Landgericht Koblenz stellte die besondere Schwere der Schuld fest, was eine Entlassung nach 15 Jahren nahezu ausschließt. Die Tat wurde aus Habgier und heimtückisch begangen; die Opfer, ein 28- und ein 61-Jähriger, wurden im Anwesen der Frau getötet und anschließend verbrannt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
www.zeit.de17.10.2025
In der CDU gibt es eine Debatte über den Umgang mit der AfD, insbesondere vor einer Klausurtagung der Parteiführung. Einige ostdeutsche Parteikollegen plädieren für eine Überprüfung der bisherigen Brandmauer-Politik, um sachliche Anträge zuzulassen, auch wenn sie von der AfD unterstützt werden. Die Parteiführung, einschließlich Bundeskanzler Merz, bekräftigt jedoch, dass die Brandmauer zur AfD bestehen bleibt, insbesondere vor den anstehenden Landtagswahlen. Dies spiegelt den innerparteilichen Konflikt über die strategische Ausrichtung der Union wider.
www.zeit.de17.10.2025
Eine 84-jährige Seniorin in München ist nach einem Sturz aus ihrem elektrischen Krankenstuhl gestorben. Die genauen Umstände des Unfalls, der Anfang Oktober geschah, sind unklar. Nach dem Sturz kehrte sie selbst in ihre Wohnung zurück, wurde jedoch drei Tage später von einem Bekannten in schlechtem Zustand gefunden und ins Krankenhaus gebracht, wo sie verstarb. Die Polizei führt Ermittlungen durch und sucht Zeugen.
www.zeit.de17.10.2025
Ein dringlich tatverdächtiger Bekannter eines 37-Jährigen, der am 14. Oktober nach einem lebensgefährlichen Angriff in Bad Salzuflen mit schweren Stichverletzungen gefunden wurde, wurde in Straßburg festgenommen. Die Polizei hatte zuvor öffentlich nach ihm gefahndet wegen versuchten Tötungsdelikts. Der verletzte Mann konnte das Krankenhaus inzwischen verlassen. Motiv und Hintergründe der Tat sind noch unklar. Eine Mordkommission ermittelt in dem Fall.