www.zeit.de22.04.2026
Die NPD ("Die Heimat") plant eine Versammlung zum 1. Mai in Braunschweig. Etwa 200 Teilnehmende werden erwartet. Die Route führt vom Bahnhofsvorplatz durch die Stadt. Diese Veranstaltung findet kurz nach einem Treffen von "Reichsbürgern" statt, zu dem es einen Gegenprotest gab. Eine Gegendemonstration zur NPD-Veranstaltung ist bisher nicht angemeldet, wird aber erwartet.
www.zeit.de22.04.2026
Das Bundesverwaltungsgericht zweifelt an der Zulässigkeit der Klage eines Fährunternehmens gegen das geplante Autobahnkreuz Kehdingen (A20/A26). Das Gericht sieht keine ausreichende Verbindung zur Existenzbedrohung des Unternehmens durch das Kreuz, im Gegensatz zu einem Elbtunnel. Eine Entscheidung am 6. Mai könnte den Bau des Kreuzes, und damit auch des Tunnels, erleichtern. Der Bau der A20 verzögert sich seit Jahren durch Klagen.
www.zeit.de22.04.2026
Die EU-Staaten haben ein 90-Milliarden-Euro-Hilfspaket für die Ukraine freigegeben. Dies wurde unter anderem von der zyprischen EU-Ratspräsidentschaft mitgeteilt.
www.zeit.de22.04.2026
Die Polizei beschlagnahmte 1,7 Tonnen Lachgas in einer Münchner Gaststätte. Der Betreiber wurde wegen Verstoßes gegen das Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz (NpSG) angezeigt. Seit April dürfen Lachgas-Kartuschen nicht mehr online oder an Automaten verkauft werden, nur kleine Mengen sind erlaubt und die Abgabe an Minderjährige ist verboten. Dies soll vor allem Jugendliche schützen. Der Konsum birgt Risiken wie Schwindel, Bewusstlosigkeit und Nervenschäden.
www.zeit.de22.04.2026
An der Universität Münster wird die europaweit erste Islamisch-Theologische Fakultät eröffnet. Die akademische Lehre beginnt im Wintersemester 2026/2027. Der Rektor betont die akademische und gesellschaftliche Bedeutung für Muslime in Deutschland. Die Fakultät erhält eigenes Promotionsrecht und wird durch das Land NRW finanziert. Sie wird auf einem neuen Campus untergebracht und teilt sich Einrichtungen wie Bibliothek und Mensa mit anderen Religionswissenschaften.
www.zeit.de22.04.2026
Angeklagter im Prozess um Tod eines Polizisten räumt Drogenkonsum ein. Der 27-Jährige beschreibt, wie er am Tattag Mephedron, Amphetamine und Kokain konsumierte. Dies beeinträchtigte seine Steuerungsfähigkeit erheblich. Er war in Autodiebstahl verwickelt, um seinen Drogenbedarf zu decken. Bei einer Verfolgungsjagd erfasste er einen Polizisten tödlich. Er beteuerte Bedauern über das verursachte Leid. Ein Urteil wird am 6. Mai erwartet.
www.spiegel.de22.04.2026
Die Linksextremistin Lina E. soll nach Verbüßung von zwei Dritteln ihrer Haftstrafe vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen werden. Das Oberlandesgericht Dresden hat ihrem Antrag stattgegeben, doch der Generalbundesanwalt legt Beschwerde ein. E. wurde wegen gefährlicher Körperverletzung und Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung zu über fünf Jahren Haft verurteilt und war an Angriffen auf Rechtsextreme beteiligt.
www.zeit.de22.04.2026
Ungarn hat seine Blockade des 90-Milliarden-Euro-Hilfspakets für die Ukraine aufgegeben. Dies ermöglicht ein wichtiges Darlehen der EU. Auch neue Sanktionen gegen Russland können nun auf den Weg gebracht werden und sollen bis Donnerstag formell beschlossen sein.
www.spiegel.de22.04.2026
Der Iran hat laut eigenen Angaben zwei Handelsschiffe, die MSC Francesca und die Epaminondas, in der Straße von Hormus beschlagnahmt. Die Revolutionswächter begründeten die Aktion mit angeblichen Verstößen gegen Genehmigungen und manipulierten Navigationssystemen, die die Sicherheit gefährdet hätten. Ein drittes Schiff, die Euphoria, wurde ebenfalls angegriffen. Die Straße von Hormus ist eine strategisch wichtige Region für den globalen Ölhandel, und es kommt dort regelmäßig zu Vorfällen.
www.zeit.de22.04.2026
Bei der „Blitzerwoche“ in Sachsen wurden 7.876 Tempoverstöße und vier Drogendelikte festgestellt. Die Polizei beteiligt sich an der europäischen "Roadpol"-Aktion, verzichtet aber auf einen 24-stündigen „Blitzermarathon“. Kritiker fordern mehr ganzjährige Kontrollen, während der ADAC die Aktion zur Verkehrssicherheit positiv bewertet. Parallel dazu führen Grundschulkinder mit der Polizei die Aktion „Blitz für Kids“ durch, um Temposündern eine „gelbe Karte“ zu geben.
www.zeit.de22.04.2026
Versicherungsschäden durch Wohnungseinbrüche stiegen 2025 um zehn Prozent auf rund 380 Millionen Euro. Die Versicherer verzeichneten etwa 100.000 Fälle, mehr als die Polizei, da auch Sachschäden ohne Diebstahl gemeldet werden. Die durchschnittliche Schadenssumme pro Einbruch lag bei ca. 3.850 Euro. Gestohlen werden vor allem Schmuck und Elektronik. Der GDV empfiehlt einfache Schutzmaßnahmen wie abschließbare Fenstergriffe und Zeitschaltuhren. Knapp die Hälfte aller Einbruchversuche scheitern.
www.zeit.de22.04.2026
Auf der A9 bei Helmbrechts hat sich ein Auto nach einem Spurwechselüberschlag überschlagen und ist auf dem Dach liegen geblieben. Drei Menschen wurden verletzt, darunter die beiden Fahrer und die Beifahrerin des jüngeren Fahrers. Ein 61-Jähriger übersah beim Spurwechsel ein Fahrzeug, was zur Kollision führte. Der Schaden wird auf 120.000 Euro geschätzt. Gegen den mutmaßlichen Verursacher wird wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt.
www.zeit.de22.04.2026
Das Festival "Nordischer Klang" startet zum 35. Mal am 8. Mai in Greifswald. Zehn Tage lang werden rund 100 Künstler aus nordischen Ländern wie den Färöern, Dänemark, Finnland, Island und Estland ein breites musikalisches Spektrum von Jazz bis Klassik präsentieren. Eröffnet wird das Festival von der färöischen Sängerin Jazzygold. Neben Konzerten ist auch eine Actioncomedy-Theateraufführung geplant.
www.zeit.de22.04.2026
Hessische Bauern fordern angesichts steigender Spritpreise einen höheren Anteil von Rapsöl in Biodiesel. Verbandspräsident Karsten Schmal erklärte, dies reduziere die Abhängigkeit von Importen und stärke die Versorgungssicherheit. Derzeit werden sechs bis sieben Prozent Rapsöl beigemischt, was auf zehn Prozent erhöht werden könnte. Raps sei vielseitig nutzbar, auch als proteinreiches Tierfutter. Die Erhöhung sei technisch möglich und nur eine politische Entscheidung. Landwirte könnten die Anbaufläche bei Bedarf ausweiten.
www.zeit.de22.04.2026
Die Immobilienpreise in Deutschland nähern sich Rekordhöhen aus der Niedrigzinsphase von 2022. Im Q4 2025 stiegen die Preise um 4,2 Prozent, in Metropolen sogar um 4,7 Prozent. Mieten zogen ebenfalls an und werden weiter steigen. Der Iran-Krieg erhöht die Unsicherheit, treibt die Inflation und könnte zu höheren Kreditzinsen führen, was die Nachfrage dämpft, trotz eines gestiegenen Kreditvolumens 2025.