Datum22.04.2026 12:51
Quellewww.zeit.de
TLDRHessische Bauern fordern angesichts steigender Spritpreise einen höheren Anteil von Rapsöl in Biodiesel. Verbandspräsident Karsten Schmal erklärte, dies reduziere die Abhängigkeit von Importen und stärke die Versorgungssicherheit. Derzeit werden sechs bis sieben Prozent Rapsöl beigemischt, was auf zehn Prozent erhöht werden könnte. Raps sei vielseitig nutzbar, auch als proteinreiches Tierfutter. Die Erhöhung sei technisch möglich und nur eine politische Entscheidung. Landwirte könnten die Anbaufläche bei Bedarf ausweiten.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Energie vom Feld“. Lesen Sie jetzt „Hessische Bauern plädieren für mehr Rapsöl im Biodiesel“. Angesichts stark gestiegener Spritpreise im Zuge des Iran-Kriegs plädieren die hessischen Bauern für einen stärkeren Einsatz von Rapsöl bei Biodiesel. "Jeder Liter Biodiesel aus heimischem Raps reduziert unsere Abhängigkeit von importierten fossilen Energien und stärkt unsere Versorgungssicherheit", erklärte der Präsident des Hessischen Bauernverbands, Karsten Schmal, in Büdingen. Raps sei eine vielfältig verwendbare Pflanze - neben Speiseöl für die menschliche Ernährung sei der sogenannte Rapskuchen als Restprodukt auch als hochwertiges Eiweißfutter für Tiere verwendbar. Für Biodiesel würden dem Kraftstoff derzeit etwa sechs bis sieben Prozent Rapsöl beigemischt, sagte Schmal. "Das könnte man auch auf zehn Prozent hochsetzen." Moderne Motoren würden dies ohne weiteres vertragen - es handele sich aber um eine politische Entscheidung. Wenn Rohöl knapp werde, könne man so Alternativen schaffen, "und die Landwirte könnten ja auch die Anbaufläche höher setzen im nächsten Jahr, das wäre kein Problem." © dpa-infocom, dpa:260422-930-978172/1