Datum22.04.2026 13:03
Quellewww.zeit.de
TLDRAn der Universität Münster wird die europaweit erste Islamisch-Theologische Fakultät eröffnet. Die akademische Lehre beginnt im Wintersemester 2026/2027. Der Rektor betont die akademische und gesellschaftliche Bedeutung für Muslime in Deutschland. Die Fakultät erhält eigenes Promotionsrecht und wird durch das Land NRW finanziert. Sie wird auf einem neuen Campus untergebracht und teilt sich Einrichtungen wie Bibliothek und Mensa mit anderen Religionswissenschaften.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Religionswissenschaften“. Lesen Sie jetzt „Europaweit erste Islamisch-Theologische Fakultät in Münster“. An der Universität Münster nimmt zum 1. Juli eine Islamisch-Theologische Fakultät ihre Arbeit auf. Wie Rektor Johannes Wessels mitteilte, handelt es sich dabei um die erste Einrichtung dieser Art in Europa. Das akademische Leben beginnt demnach nach der Besetzung aller Gremien im Wintersemester 2026/2027. Laut Gründungsdekan Mouhanad Khorchide hat der Schritt eine große Bedeutung für die muslimische Community. "Das ist ein Zeichen der Anerkennung der Muslime, weil es jetzt auch eine Auseinandersetzung mit ihnen im akademischen Kontext gibt", sagte Khorchide bei einer Pressekonferenz. Bislang gab es in Münster das Zentrum für Islamische Theologie (ZIT), das dem Fachbereich für Philologie zugeordnet war. Hier wurden bereits Religionslehrer für die Schulen ausgebildet. Mit der Neugründung hat die islamische Theologie jetzt auch die Möglichkeit, sich ein eigenes Promotionsrecht für die Vergabe von Doktortiteln zu geben. Auch können die Prüfungskommissionen eigenständig besetzt werden. Die Finanzierung von jetzt acht Professorenstellen unter anderem für islamische Geschichte, Ethik und Philosophie durch das Land Nordrhein-Westfalen ist nach Angabe von Wessels gesichert. Räumlich wird die neue Fakultät auf einem derzeit in Bau befindlichen neuen Campus der Theologien angesiedelt. Die Islamwissenschaftler teilen sich dann eine gemeinsame Bibliothek und eine Mensa mit den Vertretern der anderen an der Uni Münster vertretenen Religionswissenschaftler, wie den Katholiken und Protestanten. © dpa-infocom, dpa:260422-930-978263/1