www.spiegel.de16.04.2026
Die Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) ermittelt gegen mehrere Jugendliche wegen des Verdachts des Missbrauchs zweier Mädchen in Fürstenwalde. Die Tat soll sich am vergangenen Mittwochabend im Stadtpark ereignet haben. Täter und Opfer sollen sich gekannt haben. Derzeit laufen Ermittlungen, bei denen Opfer und Zeugen vernommen sowie Handys ausgewertet werden. Ein dringender Tatverdacht gegen namentlich bekannte Personen besteht bisher nicht.
www.zeit.de16.04.2026
Greenpeace lehnt die Teilnahme an einer neuen Rettungsaktion für einen gestrandeten Buckelwal in der Ostsee ab. Die Organisation begründet dies mit geringen Erfolgsaussichten und hohem Verletzungsrisiko für das bereits kranke und geschwächte Tier, basierend auf wissenschaftlichen Gutachten. Greenpeace möchte stattdessen seinen Fokus auf den generellen Meeresschutz und den Schutz von Walen als Lebensraum legen.
www.zeit.de16.04.2026
Die EU-Kommission hat einem deutschen Industriestrompreis in Höhe von 3,8 Milliarden Euro zugestimmt. Dies ermöglicht Deutschland, seine Industrie mit vergünstigtem Strom zu unterstützen. Die Zustimmung von Brüssel ist eine wichtige Voraussetzung für die Umsetzung dieser Maßnahme, die Industriebetrieben finanzielle Entlastung verschaffen soll.
www.spiegel.de16.04.2026
Israelischer Premierminister Netanyahu soll laut Berichten mit Libanons Präsident Aoun telefonieren. Dies wäre das erste bekannte Gespräch zwischen den beiden, angestoßen durch eine Aussage von Ex-Präsident Trump. Zuvor gab es erstmals seit Jahrzehnten direkte Gespräche auf politischer Ebene in Washington. Israel strebt Entwaffnung der Hisbollah und dauerhaften Frieden an, Libanon fordert Waffenruhe und Abzug israelischer Truppen. Die Lage bleibt angespannt, da die Kämpfe weitergehen.
www.zeit.de16.04.2026
Der Ideenwettbewerb "Revierpionier" verzeichnete mit 598 Einreichungen einen neuen Rekord. Bürger reicherten den Strukturwandel im mitteldeutschen Braunkohlerevier mit vielfältigen Projekten an. Die meisten Ideen fielen in die Kategorien "Reviergestalten" und "Zukunftgestalten". Die Jury wird Ende Junipreisträger küren, die am 22. August in Zerbst geehrt werden.
www.zeit.de16.04.2026
In Leipzig hat die Polizei 27 Wohnungen wegen Verdachts auf Kinderpornografie durchsucht und über 120 Datenträger sichergestellt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen 25 Männer im Alter von 22 bis 72 Jahren. Ihnen werden verschiedenste Sexualdelikte zum Nachteil von Kindern vorgeworfen. Es gab keine Festnahmen. Die Auswertung der gesicherten Datenträger läuft noch.
www.zeit.de16.04.2026
Der Bundestag debattierte einen Entwurf für einen Tankrabatt zur Entlastung bei gestiegenen Kraftstoffpreisen. Union und SPD sehen darin eine schnelle Hilfe, während Grüne und Linke die Wirksamkeit bezweifeln und eine Übergewinnsteuer für Mineralölkonzerne fordern. Bedenken bestehen, dass die Senkung nicht vollständig an Verbraucher weitergegeben wird. Die Bundesregierung prüft eine europäische Übergewinnsteuer.
www.zeit.de16.04.2026
Die Inflation im Euroraum stieg im März auf 2,6 Prozent, der höchste Wert seit Juli 2024. Ursache sind gestiegene Energiepreise infolge des Iran-Kriegs. Dies übertrifft das mittelfristige Ziel der EZB von zwei Prozent. Während die Kerninflation leicht sank, stiegen die Energiepreise um 5,1 Prozent. Experten befürchten eine breitere Auswirkung des Ölpreisschocks.
www.zeit.de16.04.2026
Telefonbetrüger haben Thüringen im vergangenen Jahr um Millionen gebracht, oft werden ältere Menschen (durchschnittlich 70 Jahre) um ihre Ersparnisse betrogen. Gängige Maschen sind Unfälle von Angehörigen oder angebliche Bank- und Polizeianrufe zur Wertsicherung. Um sich zu schützen, rät die Polizei: Fordert jemand am Telefon Wertsachen, ist das Betrug. Banken oder die Polizei fragen niemals telefonisch nach Bargeld. Prävention und Aufklärung sind entscheidend.
www.zeit.de16.04.2026
Ein Fahrgast fand in der Münchner S-Bahn einen Rucksack mit Bargeld in dreizehn verschiedenen Währungen, umgerechnet 5.260 Euro. Der Rucksack wurde der Bundespolizei übergeben. Der Besitzer, ein 45-jähriger Paraguayer, konnte ermittelt werden, ist aber bisher nicht erreichbar. Der Rucksack wurde dem Fundbüro am Ostbahnhof übergeben.
www.zeit.de16.04.2026
Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat das bayerische Familiengeld als nicht vereinbar mit Europarecht eingestuft. Die Leistung, die inzwischen abgeschafft wurde, diskriminierte Arbeitnehmer aus anderen EU-Staaten, da die Höhe vom Wohnort des Kindes abhing. Der EuGH begründete, dass pauschale Familienleistungen nicht territorial unterschiedlich gestaltet sein dürfen. Diese Entscheidung folgt einem ähnlichen Urteil zu österreichischen Regelungen.
www.spiegel.de16.04.2026
Die Zahl der Elterngeldbeziehenden in Deutschland sinkt seit 2021, was mit Rückgängen bei den Geburten korreliert. Gleichzeitig steigt die Nutzung von Elterngeld Plus, einer länger zahlbaren Teilzeitvariante, auf einen Höchststand. Frauen beziehen weiterhin deutlich mehr Elterngeld als Männer, deren Anteil leicht zunimmt, angeführt von Sachsen. Seit April 2025 gilt eine neue Einkommensgrenze für den Anspruch.
www.zeit.de16.04.2026
Ein Taxifahrer erhält über 100.000 Euro sichergestelltes Bargeld nicht zurück, obwohl die Ermittlungen gegen ihn wegen Drogenkriminalität eingestellt wurden. Das Verwaltungsgericht Mainz entschied, dass der Mann die Herkunft und den Verwendungszweck der Summe nicht plausibel erklären konnte. Angesichts seines geringen Einkommens als angestellter Taxifahrer und fehlender Aufzeichnungen, die die Legalität des Geldes belegen, urteilte das Gericht, dass er nicht der rechtmäßige Eigentümer sei.
www.zeit.de16.04.2026
Im Prozess wegen mehrfacher Brandstiftung beschuldigen sich zwei Fotografen gegenseitig. Sie sollen Waldflächen und Lagerhallen in Brand gesetzt und die Aufnahmen an Medien verkauft haben. Der jüngere Angeklagte gestand eine Tat, während der ältere einer Verständigung mit dem Gericht zugestimmt hat. Der Sachschaden wird auf eine sechsstellige Summe geschätzt. Die Männer wurden im September 2025 nach einem Brand festgenommen.
www.zeit.de16.04.2026
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat für das Alzheimer-Mittel Donanemab, wie bereits für Lecanemab, keinen belegten Zusatznutzen gegenüber älteren Behandlungen festgestellt. Beide sind für frühe Alzheimer-Stadien zugelassen, aber nur für wenige Patienten geeignet. Herstellerdaten reichten nicht aus, um einen Vorteil bei leichter Demenz oder kognitiver Störung zu belegen. Dies beeinflusst die Preisverhandlungen mit Krankenkassen und könnte zum Rückzug vom Markt führen. Zukünftige Daten könnten die Bewertung jedoch ändern.