www.zeit.de22.10.2025
Eurostar hat 30 Doppeldecker-Züge des Herstellers Alstom bestellt, die 2031 in Betrieb genommen werden sollen. Die Züge, "Eurostar Celestia" genannt, bieten 540 Sitzplätze und 20 Prozent mehr Kapazität als bestehende Modelle. Sie werden auch Frankfurt anfahren. Nachhaltigkeit und Barrierefreiheit stehen im Mittelpunkt bei der Entwicklung. Eurostar plant, sein Streckennetz auszubauen und bis 2030 jährlich 30 Millionen Fahrgäste zu befördern. Dies markiert die erste Einführung doppelstöckiger Züge in Großbritannien.
www.zeit.de22.10.2025
Aktivisten besetzen seit anderthalb Jahren den Wald am Langener Waldsee, um die Rodung für die Erweiterung einer Kiesgrube zu verhindern. Trotz fehlender bergrechtlicher Zulassung und vorbereitender Arbeiten wie Kampfmittelsondierungen zeigen sie keine Anzeichen des Verlassens des Gebiets. Die Stadt Langen und das Regierungspräsidium äußern sich nur vage zur Rodung. Die Protestierenden finanzieren sich durch Spenden und betonen ihren Einsatz für den Umweltschutz. Die Polizei bewertet die Lage als weitestgehend entspannt.
www.spiegel.de22.10.2025
Der Raub von Kronjuwelen aus dem Louvre hat in Frankreich für großen Schock gesorgt, da er nicht nur materielle Verluste, sondern auch ein Gefühl des Sicherheitsversagens und des bröckelnden Nationalstolzes offenbart. Der Vorfall wirft Fragen über die Verteidigung kultureller Identität und die Effizienz der Sicherheitsmaßnahmen auf. Die Diskussion rund um diesen Vorfall wird durch das Bedürfnis der Franzosen nach einem starken Selbstbild und eine kritische Auseinandersetzung mit ihrem kulturellen Erbe verstärkt.
www.spiegel.de22.10.2025
Skandinavische Handballverbände fordern eine Regeländerung, um Spielerinnen bei der WM das Tragen heller Hosen zu ermöglichen, um ihren Komfort während der Periode zu gewährleisten. In einem Brief an den Weltverband IHF rufen Dänemark, Schweden und Norwegen dazu auf, die Vorschrift für helle Spielkleidung zu überdenken. Die Athletinnen fühlen sich dadurch unsicher. Ähnliche Forderungen gab es bereits in anderen Sportarten. Die Handball-WM findet vom 26. November bis 14. Dezember 2025 in Deutschland und den Niederlanden statt.
www.spiegel.de22.10.2025
Forscher aus Großbritannien und Deutschland haben gentechnisch veränderte Schweine entwickelt, die gegen die gefährliche Schweinepest resistent sind. Durch gezielte Änderungen im Erbgut mithilfe von CRISPR/Cas9 wurde ein essentielles Protein entfernt, das für die Virusvermehrung notwendig ist. In Tierversuchen blieben die genmodifizierten Schweine symptomfrei. Diese Methode könnte wirtschaftliche Verluste in der Tierhaltung reduzieren, jedoch fehlen in der EU derzeit rechtliche Rahmenbedingungen für den Verkauf solcher Tiere. Zukünftige Forschungen sollen auch gegen andere Krankheiten helfen.
www.zeit.de22.10.2025
In Bleialf wurde ein 26-Jähriger von Spezialeinsatzkräften der Polizei überwältigt, nachdem er seinen Vater bedroht und sich in dessen Haus verschanzt hatte. Der Mann, der an einer psychischen Erkrankung leidet, wurde leicht verletzt und in die psychiatrische Abteilung eines Krankenhauses gebracht. Die Polizei war mit vielen Kräften vor Ort, da unklar war, ob der Mann bewaffnet war. Gespräche mit ihm wurden abgelehnt, und Polizisten drangen letztendlich gewaltsam ein. Verletzte unter den Einsatzkräften gab es nicht.
www.spiegel.de22.10.2025
Wegen des aktuellen Shutdowns in den USA bangen 11.000 zivile Ortskräfte des US-Militärs in Deutschland um ihren Lohn. Die Bundesregierung plant, notfalls die Gehälter für Oktober zu übernehmen, um finanziellen Engpässen vorzubeugen. Ob dies tatsächlich notwendig wird, ist noch unklar, da frühere Shutdowns keine Auswirkungen auf die Zahlungen der US-Streitkräfte in Deutschland hatten. Betroffen sind Beschäftigte in Bereichen wie Logistik und Sicherheit an Standorten wie Ramstein und Wiesbaden.
www.spiegel.de22.10.2025
Ida Hüners, Assistenzärztin für Kinder-Herzchirurgie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, operiert schwer kranke Säuglinge und Kinder. Ihr Beruf erfordert ein sechsjähriges Medizinstudium, gefolgt von weiteren sechs Jahren Facharztausbildung. Trotz langer Arbeitszeiten und der emotionalen Belastung, ist es für sie erfüllend, nach der Operation ein lächelndes Kind zu sehen. In der aktuellen Ausgabe von DEIN SPIEGEL wird auch über junge Talente im Fußball und die Entstehung von Gesetzen berichtet, um Kindern die Welt verständlich zu machen.
www.spiegel.de22.10.2025
Wegen eines Shutdowns in den USA drohen rund 11.000 zivile Ortskräfte der US-Streitkräfte in Deutschland Gehaltsausfälle. Die Bundesregierung plant, bei Bedarf die Oktober-Gehälter zu übernehmen, um die finanzielle Belastung zu mildern. Ob dies notwendig wird, ist unklar, da frühere Shutdowns diese Mitarbeiter meist nicht betroffen haben. Die Ortskräfte sind in Bereichen wie Logistik und Sicherheit tätig und unterliegen deutschem Arbeitsrecht. Die Gewerkschaft Ver.di fordert die Regierung zur Verantwortung auf.
www.zeit.de22.10.2025
In Hamburg wurde ein 23-Jähriger festgenommen, der einen Drogenlieferdienst über QR-Codes betrieb. Bei seiner Festnahme leistete er Widerstand und verletzte zwei Polizistinnen. Er steht im Verdacht, Kokain, Marihuana und vermutlich Ecstasy verkauft zu haben. Die Polizei fand bei Durchsuchungen Drogen, Handys, ein Einhandmesser und mutmaßliches Dealgeld. Die QR-Codes führten zu Messenger-Diensten, über die Bestellungen aufgegeben werden konnten, die anschließend mit einem sogenannten Drogentaxi geliefert wurden.
www.zeit.de22.10.2025
Die Erben von Astrid Lindgren haben gegen ein kroatisches Unternehmen geklagt, das eine Limonade namens "Pipi" vertreibt. Sie sehen darin eine Markenrechtsverletzung, da die Marke mit der berühmten Figur Pippi Langstrumpf in Verbindung steht. Olle Nyman, Enkel der Autorin, betont, dass die Geschichten Lindgrens Kindern weltweit Freude bringen sollen und dass niemand den Namen Pippi kommerziell ausnutzen darf. Das Unternehmen OSTRC hatte eine Markenregistrierung in Schweden beantragt, bevor die Lindgren-Nachfahren von der Limo erfuhren.
www.zeit.de22.10.2025
Gegen den CDU-Bundestagsabgeordneten Tilman Kuban laufen Ermittlungen, seine Immunität wurde aufgehoben. Kuban, ehemaliger Chef der Jungen Union, bestreitet die Vorwürfe, die im Zusammenhang mit seiner kürzlichen Trennung von seiner Frau stehen. In Absprache mit der Fraktionsspitze legte er sein Amt als Vorsitzender der Fraktions-Arbeitsgruppe für Europäische Angelegenheiten bis zur Klärung der Situation nieder. Die CDU/CSU-Fraktion betont die Unschuldsvermutung und nimmt die Vorwürfe ernst.
www.zeit.de22.10.2025
SPD-Chef Lars Klingbeil hat sich von Friedrich Merz' "Stadtbild"-Aussage distanziert, die Migration und Kriminalität in Verbindung bringt. Er fordert eine Politik, die Brücken baut und das Zusammenleben fördert, anstatt Menschen zu spalten. Klingbeil betont die Bedeutung von Vielfalt als Stärke Deutschlands und warnt vor einer gefährlichen Diskussionskultur, die zwischen Menschen mit und ohne Migrationsgeschichte trennt. Merz hält jedoch an seiner umstrittenen Ansicht fest, ohne eine klare Erklärung abzugeben.
www.spiegel.de22.10.2025
Ein Gymnasiallehrer steht vor dem Landgericht Erfurt, weil er über Jahre hinweg seine 13-jährige Schülerin sexuell missbraucht haben soll, mit insgesamt 84 Taten zwischen 2016 und 2020. Der 63-Jährige gestand die Vorwürfe und bot einen Täter-Opfer-Ausgleich von 30.000 Euro an. Ein Vertrauenslehrer, der die Schülerin ebenfalls missbrauchte und sexuelle Bilder austauschte, befindet sich ebenfalls in Haft. Gegen ihn laufen Verfahren wegen sexuellen Missbrauchs und Verbreitung jugendpornografischer Inhalte.
www.spiegel.de22.10.2025
Eine neue Studie zeigt, dass mRNA-Coronaimpfstoffe, wie die von Pfizer und Moderna, die Immuntherapie bei Krebspatienten effektiv unterstützen können. Patienten mit fortgeschrittenem Lungen- und Hautkrebs, die innerhalb von 100 Tagen nach Therapiebeginn geimpft wurden, lebten signifikant länger. Forscher vermuten, dass die Impfstoffe das Immunsystem aktivieren und tumoresistente Krebsformen für Therapien sensibilisieren. Eine umfassende Folgestudie wird geplant, um die Kombination von mRNA-Impfstoffen mit bestehenden Krebsmedikamenten weiter zu untersuchen. Der Artikel beleuchtet außerdem politische Skepsis gegenüber mRNA-Technologien.