www.zeit.de13.01.2026
Der Begriff "Sondervermögen" wurde zum Unwort des Jahres 2025 gekürt, da er als Euphemismus gilt, der die Aufnahme von Schulden verschleiert. Die Jury kritisierte, dass eine demokratische Debatte über Schuldenaufnahme fehlte. Der Ausdruck bezieht sich auf einen schuldenfinanzierten Fonds von 500 Milliarden Euro, um die Schuldenbremse zu umgehen. Auf Platz zwei landete "Zustrombegrenzungsgesetz". Die Aktion Unwort des Jahres soll auf sensiblen Sprachgebrauch aufmerksam machen, seit 1991 werden Begriffe ausgewählt.
www.zeit.de13.01.2026
Nach dem spektakulären Einbruch in eine Sparkassen-Filiale in Gelsenkirchen plant ein Anwalt, kommende Woche Klage gegen die Bank einzureichen. Er vertritt etwa 150 Geschädigte und sieht Anzeichen für eine Pflichtverletzung seitens der Bank, da der Tresorraum anscheinend schlecht gesichert war. Der Einbruch erbrachte Millionenbeute, was auch im NRW-Landtag behandelt wird. Der Sparkassenchef betont jedoch, dass die Sicherheitsmaßnahmen dem Stand der Technik entsprechen und die Zukunft der Bank nicht gefährdet sei.
www.zeit.de13.01.2026
Die Unimedizin Magdeburg hat ein neues Zentrum für Zell- und Immuntherapie gegründet, um die Forschung und Anwendung innovativer Therapien gegen Krebs, Autoimmun- und Infektionskrankheiten zu bündeln. Dekanin Daniela Dieterich betont die Bedeutung, Forschung schneller in Anwendungen zu überführen. Das Zentrum fördert auch die Qualitätssicherung neuer Zellprodukte und den wissenschaftlichen Nachwuchs. Eine enge Zusammenarbeit mit der Universitätsmedizin Halle soll die regionale Allianz für diese Therapiefelder stärken. Zell- und Immuntherapien gelten als zukunftsträchtige Ansätze in der modernen Medizin.
www.zeit.de13.01.2026
In Sömmerda haben Einbrecher die Tür einer Wohnung aufgebrochen und lediglich ein Wurstglas im Wert von unter drei Euro gestohlen. Der Schaden an der Tür kann nicht genau beziffert werden, wird aber den Wert der Beute weit übersteigen. Die Polizei ermittelt wegen eines besonders schweren Falls des Diebstahls. Der Vorfall fand bereits am Donnerstag der Vorwoche statt. Motive für den Diebstahl bleiben unklar.
www.zeit.de13.01.2026
Die USA stehen im Verdacht, ein ziviles Flugzeug bei Angriffen auf mutmaßliche Drogenboote vor Venezuela eingesetzt zu haben, was als mögliches Kriegsverbrechen gilt. Berichten zufolge wurden Waffen im Rumpf des Flugzeugs versteckt, und insgesamt wurden mehr als 100 Menschen getötet. Die US-Regierung behauptet, einen bewaffneten Konflikt mit Drogenkartellen zu führen. Ein Rechtsexperte der Luftwaffe warnte, solche Angriffe könnten gegen die Regeln bewaffneter Konflikte verstoßen. Pentagon-Sprecher betonten die Einhaltung gesetzlicher Verfahren.
www.spiegel.de13.01.2026
US-Streitkräfte haben seit September mehrere mutmaßliche Drogenboote in der Karibik angegriffen, dabei auch ein als ziviles Flugzeug getarntes Militärflugzeug eingesetzt. Dieser Einsatz forderte laut Berichten der "New York Times" elf Leben und könnte als Kriegsverbrechen gelten. Experten argumentieren, dass Angriffe mit solchen Tarnungen völkerrechtswidrig sind. Mehr als 100 Menschen sollen in insgesamt etwa 30 Attacken ums Leben gekommen sein, während die US-Regierung die Einsätze als Teil eines bewaffneten Konflikts mit Drogenkartellen rechtfertigt.
www.zeit.de13.01.2026
In Frankreich protestierten mehrere Hundert Landwirte gegen das kürzlich von 27 EU-Mitgliedsstaaten vereinbarte Freihandelsabkommen mit den Mercosur-Staaten (Brasilien, Argentinien, Paraguay, Uruguay), das nach 25 Jahren zustande kam. Die Landwirte befürchten, dass sie durch günstigere südamerikanische Produkte in ihrer Existenz bedroht sind. Das Abkommen sieht vor, dass viele Zölle entfallen, was die EU-Exporte in diese Länder um bis zu 39 Prozent steigern könnte. Das EU-Parlament muss dem Vertrag noch zustimmen.
www.zeit.de13.01.2026
In Braunschweig führte Winterwetter mit Glatteis, Tauwetter und Dachlawinen zu zahlreichen Einsätzen der Feuerwehr. Trotz des erhöhten Einsatzaufkommens gab es nur wenige Sturzunfälle und unwetterbedingte Verletzungen. Der Rettungsdienst wurde vorsorglich mit acht zusätzlichen Fahrzeugen verstärkt. Ein Schwerpunkt lag auf der Gefahrenabwehr durch herabstürzende Dachlawinen und Eiszapfen, was gelegentliche Straßensperrungen erforderlich machte. Die Feuerwehr erinnerte daran, dass Grundstücks- und Gebäudeeigentümer für die Sicherheit ihrer Immobilien zuständig sind.
www.zeit.de13.01.2026
Das Deutsche Rote Kreuz warnt vor einem Mangel an Blutreserven in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Winterwetter und eine Infektwelle führten zu abgesagten oder schwach besuchten Blutspendeterminen, wodurch die Lagerbestände auf nur etwa anderthalb Tage gesenkt wurden. Krankenhäuser benötigen dringend Blut für verschiedene Behandlungen. Der Blutspendedienst appelliert an die Bevölkerung, sich verstärkt zur Blutspende zu melden, da das DRK 78 Prozent des Blutbedarfs in der Region deckt.
www.zeit.de13.01.2026
Aufgrund von extremen Glatteis sind die Friedhöfe in Erfurt vorübergehend für Besucher geschlossen, da die Wege zu gefährlich sind. Der Winterdienst hat mit dem Räumen der Wege begonnen, sodass Trauerfeiern und Beisetzungen wie geplant stattfinden können. Eine mögliche Wiedereröffnung der Friedhöfe hängt von der weiteren Wetterentwicklung ab, da der Deutsche Wetterdienst für den Morgen gefrierenden Regen und Glatteis vorhersagt.
www.zeit.de13.01.2026
Die Autobahn 5 in Richtung Basel ist nach einem Unfall bei Bühl gesperrt, nachdem ein Fahrzeug die Spur wechselte und mit einem anderen Auto zusammenstieß. Glücklicherweise gab es keine Verletzten, aber eines der Autos fing Feuer. Die Sperrung zwischen Bühl und Achern bleibt bestehen, ihre Dauer ist noch unklar. Autofahrer werden gewarnt, die Gegend zu meiden, da sich bereits mehrere Kilometer Stau gebildet haben.
www.zeit.de13.01.2026
Wegen Glatteis ist der Betrieb am Flughafen Wien vorübergehend eingestellt. Die Eisbildung auf dem Vorfeld, den Rollwegen und Pisten sorgt für gefährliche Bedingungen. Ankommende Flüge werden umgeleitet, während Abflüge Verzögerungen erfahren. Ein Sprecher erwartet, dass die Situation bis etwa 11 Uhr andauert und betont, dass intensiv an einer Wiedereingliederung des Flugbetriebs gearbeitet wird.
www.zeit.de13.01.2026
Im Jahr 2025 lagen die Kosten durch Naturkatastrophen bei 224 Milliarden US-Dollar, deutlich weniger als 2024. Munich Re sieht steigende Temperaturen als Hauptursache für die Zunahme von Schäden. Der Bericht hebt hervor, dass die USA Glück hatten, keinen schweren Hurrikan zu erleben, während Sekundärgefahren wie Überschwemmungen und Waldbrände wuchsen und 166 Milliarden US-Dollar Schaden verursachten. Die teuerste Naturkatastrophe war ein Waldbrand in Los Angeles mit 53 Milliarden US-Dollar. Der Klimawandel verstärkt extreme Wetterereignisse, warnt Munich Re.
www.spiegel.de13.01.2026
Dieter Bohlen und Carina Walz sind nach fast 20 Jahren Beziehung nun standesamtlich verheiratet. Nach ihrer Trauung an Silvester auf den Malediven gaben sie diese Woche auch in Deutschland ihr Jawort. Bohlen teilte ein Foto von der Zeremonie im Rathaus Nenndorf, wo sie die Eheurkunde halten. Das Paar hat zwei gemeinsame Kinder. Bohlen betonte, dass ihre Ehe nun offiziell anerkannt sei und er sich glücklich fühle, dass seine Frau seinen Namen trägt.
www.spiegel.de13.01.2026
Im Rechtsstreit zwischen Ritter Sport und dem Lebensmittelproduzenten Wacker geht es um einen quadratischen Haferriegel, den Ritter Sport als Bedrohung seiner geschützten Marke sieht. Wacker hat das Produkt vorübergehend in rechteckiger Form als "Monnemer Klageriegel" umbenannt, um möglichen Schadensersatzforderungen zuvorzukommen. Ein Gericht hat bislang keine Verwechslungsgefahr festgestellt, und Ritter Sport könnte im Prozess verlieren. Gespräche über einen Vergleich blieben ohne Ergebnis, was den Rechtsstreit verlängern könnte.