www.zeit.de29.04.2026
NRW-Gesundheitsminister Laumann fordert Nachbesserungen am Gesundheitssparpaket der Bundesregierung. Er kritisiert die geplante Abschaffung der beitragsfreien Mitversicherung von Ehepartnern und verlangt eine gleichmäßige Umsetzung für Beamte. Die Finanzierung der Gesundheitskosten von Bürgergeldbeziehern durch den Bund sei unzureichend. Zudem warnt Laumann vor Klinik-Pleiten aufgrund geplanter Einsparungen, betont aber die Notwendigkeit, teure stationäre Behandlungen zu reduzieren und ambulante Angebote auszubauen.
www.zeit.de29.04.2026
Bei einer Polizeiaktion in mehreren bayerischen Landkreisen wurden acht Wohnungen durchsucht, darunter auch in Landshut. Sieben Männer (einer davon 16) und eine Frau stehen im Verdacht, Kinderpornografie erlangt oder hochgeladen zu haben. Zehn Handys sowie weitere digitale Geräte wurden sichergestellt und werden nun ausgewertet. Die Verdächtigen handelten laut Polizei unabhängig voneinander.
www.zeit.de29.04.2026
Der April brachte in Berlin und Brandenburg ungewöhnlich viel Regen und Sonne. Brandenburg verzeichnete dreimal so viel Niederschlag wie im März, mit bis zu 80 Liter pro Quadratmeter örtlich. Berlin lag mit 40 Liter pro Quadratmeter leicht unter seinem Mittelwert. Gleichzeitig herrschte ungewöhnlich viel Sonnenschein, mit 255 Stunden in beiden Bundesländern, was deutlich über dem langjährigen Mittel liegt. Die Durchschnittstemperaturen lagen im April leicht über dem Referenzwert.
www.zeit.de29.04.2026
Bei einem Messerangriff in Golders Green, London, wurden zwei jüdische Männer verletzt. Premierminister Keir Starmer und Bürgermeister Sadiq Khan verurteilten den Vorfall als antisemitisch. Die Anti-Terror-Einheit ermittelt. Ein 45-jähriger Mann wurde festgenommen. Der Angriff ereignete sich in einem jüdisch geprägten Viertel und ist Teil einer Serie antisemitischer Vorfälle in London.
www.zeit.de29.04.2026
Sachsen war im April das kühlste Bundesland mit einem Durchschnitt von 7,8 Grad Celsius, 0,5 Grad über dem langjährigen Mittel. Kalte Nächte mit Frost, teils bis in mittlere Lagen, verhinderten höhere Temperaturen. Der Niederschlag lag mit 30 Litern pro Quadratmeter deutlich unter dem Durchschnitt von 57 Litern. Trotz 230 Sonnenstunden gehörte Sachsen damit zu den Regionen mit am wenigsten Sonnenschein deutschlandweit.
www.zeit.de29.04.2026
Der April 2024 war in Sachsen-Anhalt extrem sonnenreich mit 245 Stunden, rund 100 Stunden über dem langjährigen Mittel. Die Durchschnittstemperatur lag mit 8,7°C über dem Durchschnitt. Die Niederschlagsmenge war mit 45 Litern pro Quadratmeter durchschnittlich, im Gegensatz zu westlicheren Regionen Deutschlands, die deutlich trockener waren. Insgesamt war der April deutschlandweit trockener als im langjährigen Mittel.
www.zeit.de29.04.2026
Rheinland-Pfalz plant, die Hürden für Untersuchungsausschüsse im Landtag zu erhöhen. CDU, SPD und Grüne wollen Missbrauch verhindern und eine Blockade durch die AfD vermeiden, die künftig über eine eigene Mehrheit verfügen könnte. Die AfD kritisiert dies als Reaktion auf ihr Wahlergebnis und ohne Sachgrundlage. Die nötige Stimmenzahl steigt von 20 auf 25 Prozent. Eine namentliche Abstimmung ist beantragt.
www.zeit.de29.04.2026
In Kaarst schossen Polizisten auf einen psychisch auffälligen 26-Jährigen, der offenbar mit einem Messer bewaffnet war. Angehörige alarmierten die Polizei wegen Drohungen und Selbstverletzung. Der Mann wurde in die Beine getroffen, nachdem er die Wohnung verlassen hatte. Warnschüsse und Reizgas wurden eingesetzt. Der 26-Jährige kam ins Krankenhaus, sein Leben ist nicht in Gefahr. Die Ermittlungen, inklusive der Auswertung von Videoaufnahmen, führt das Polizeipräsidium Düsseldorf.
www.zeit.de29.04.2026
Der April in Norddeutschland war außergewöhnlich sonnig und warm mit durchschnittlich 8,2 Grad Celsius und 250 Sonnenstunden, deutlich über dem langjährigen Mittel. Der Niederschlag lag fast 50 Prozent unter dem üblichen Wert. Bundesweit war das Wetter ähnlich, nur im Osten und Nordosten gab es durchschnittlich viel Regen.
www.zeit.de29.04.2026
Das Bundesverwaltungsgericht bestätigte das Verbot der rechtsextremen Artgemeinschaft. Die Gruppierung, die sich als heidnische Religionsgemeinschaft versteht, wurde 2023 als verfassungsfeindlich eingestuft. Sie wies die Klage der Artgemeinschaft ab, die sich auf Religionsfreiheit berief. Das Gericht begründete dies mit der rassistischen Ideologie, antisemitischen Haltung und der Missachtung der Menschenwürde, die gegen das Grundgesetz verstoßen. Die Artgemeinschaft ist zudem mit der rechtsextremen Szene vernetzt und pflegt eine aggressive Haltung.
www.zeit.de29.04.2026
Die Entscheidung des Regierenden Bürgermeisters Kai Wegner, Finanzsenator Stefan Evers auch die Leitung der Kulturverwaltung zu übertragen, wird scharf kritisiert. SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach und Linke-Fraktionschef Tobias Schulze werfen Wegner vor, Kultur zu vernachlässigen und unter "Notverwaltung" zu stellen. Evers hatte zuvor die größten Einsparungen im Kulturetat veranlasst. Die Besetzung erfolgt nach dem Rücktritt von Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson wegen rechtswidriger Förderungen.
www.zeit.de29.04.2026
Steuerfahnder haben in NRW und Bayern 21 Objekte durchsucht. Hintergrund sind Ermittlungen gegen einen Dienstleister, der Unternehmen Briefkastenadressen in Gewerbesteueroasen wie Monheim verschafft haben soll. Mehr als 100 Beamte waren beteiligt. Es besteht der Verdacht, dass Unternehmen nur zum Schein dorthin abwanderten, um Steuern zu hinterziehen. Monheim hatte den Gewerbesteuersatz drastisch gesenkt und damit die Abwanderung von Firmen ausgelöst. NRW-Finanzminister Optendrenk betonte das Vorgehen gegen Steuerbetrug.
www.zeit.de29.04.2026
Ein Urteil des Landgerichts Frankenthal bestätigt, dass eine frühere Nachbarabsprache kein rechtlich bindendes Wegerecht zur Garage darstellt, wenn dieses nicht im Grundbuch eingetragen ist. Ein Käufer eines Grundstücks ist nicht an solche mündlichen Vereinbarungen gebunden. Ein Notwegerecht zur Garage greift nur unter strengen Voraussetzungen, die hier nicht erfüllt waren, da das Grundstück weiterhin über ein Hoftor erreichbar ist. Entscheidend ist die Eintragung im Grundbuch.
www.zeit.de29.04.2026
Ein 68-jähriger Mann wurde wegen Totschlags zu fünf Jahren und drei Monaten Haft verurteilt, nachdem er im Juli letzten Jahres in Zwickau nach einem Streit einen 36-jährigen Ukrainer mit einem Messer ins Herz gestochen hatte. Das Gericht berücksichtigte die starke Alkoholisierung des Angeklagten und wertete den Fall als minder schweren Fall. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
www.zeit.de29.04.2026
Ein Wolf wurde auf der Bundesstraße zwischen Dorndorf und Vacha von einem Auto erfasst und verstarb noch am Unfallort. Das Tier war plötzlich auf die Fahrbahn gelaufen. Der Fahrer des Autos blieb unverletzt, es entstand jedoch ein Sachschaden von mehreren Tausend Euro.