www.zeit.de22.07.2026
Sachsen weist mit 544 Pkw pro 1.000 Einwohner die geringste Autodichte unter deutschen Flächenländern auf, sowohl im Vergleich zum Vorjahr als auch zum deutschen Durchschnitt von 593. Nur Stadtstaaten haben weniger Pkw. Der Erzgebirgskreis hat die höchste Dichte innerhalb Sachsens, während Leipzig die niedrigste aufweist. Dies spiegelt den Trend wider, dass in Ballungsräumen mit gutem Nahverkehr Autos seltener benötigt werden.
www.zeit.de22.07.2026
Im ersten Halbjahr 2026 erhielten rund 170 Thüringer Vereine und Initiativen über 700.000 Euro aus Lottomitteln. Diese Gelder stammen aus Überschüssen der Staatslotterie und fördern gemeinnützige Projekte in Bereichen wie Kultur, Sport und Katastrophenschutz. Die Mittel ermöglichen Anschaffungen, Veranstaltungen und Investitionen, die die soziale Infrastruktur des Freistaates stärken. Die Gelder wurden regionsübergreifend vergeben und sind zweckgebunden.
www.zeit.de22.07.2026
Der SC Freiburg reist ohne Torwart Noah Atubolu ins Trainingslager, da dieser den Verein verlassen und potenziell in die Premier League wechseln möchte. Atubolu verhandelt laut Medienberichten mit englischen Clubs. Freiburg hat bereits Mio Backhaus als neue Nummer eins verpflichtet. Die Entscheidung, Atubolu in Freiburg trainieren zu lassen, wurde gemeinsam getroffen, um seine Vereinswechselgespräche zu erleichtern. Trainer Julian Schuster nimmt 30 Spieler mit nach Schruns, während einige WM-Teilnehmer noch Urlaub haben. Der Verein bestreitet zwei Testspiele in Österreich und startet die Saison am 23. August.
www.zeit.de22.07.2026
Die Zahl der erwerbstätigen Menschen mit Schwerbehinderung in Deutschland stieg 2024 um 1,5 Prozent auf 1,14 Millionen. Dennoch liegt ihre Erwerbstätigenquote mit 50,9 % deutlich hinter der Gesamtbevölkerung (77,2 %). Die Arbeitslosenquote von 12 % ist fast doppelt so hoch wie im Durchschnitt. Trotz bestehender Beschäftigungsverpflichtungen für Unternehmen erfüllten 2024 nur 39 % ihre Quote vollständig. Experten sehen diesbezüglich Nachholbedarf und ungenutztes Fachkräftepotenzial.
www.zeit.de22.07.2026
Die Bundesregierung plant, das Amt des Bundesopferbeauftragten gesetzlich zu verankern, um Opfern extremistischer und terroristischer Anschläge dauerhaft zur Seite zu stehen. Das Kabinett hat einen entsprechenden Entwurf beschlossen. Das Amt, das seit 2018 existiert und aktuell von Roland Weber ausgeübt wird, soll als Ehrenamt mit einer jährlichen Aufwandsentschädigung von 72.000 Euro fortgeführt werden.
www.zeit.de22.07.2026
Die Ernte 2026 in Rheinland-Pfalz fällt trotz Trockenheit gut aus, besonders bei Wintergerste, Weizen und Raps. Allerdings leiden Landwirte unter niedrigen Erzeugerpreisen, die im Kontrast zu stark gestiegenen Kosten für Treibstoff, Dünger und Arbeit stehen. Dies führt zu wirtschaftlicher Anspannung trotz guter Erträge und Qualitäten. Die Verbände fordern faire Wettbewerbsbedingungen und politische Stabilität.
www.zeit.de22.07.2026
Bayreuth hat an Straßenschildern, die nach Richard Wagner und seiner Frau Cosima benannt sind, Hinweise auf deren Antisemitismus angebracht. Dies gilt auch für Straßen, die nach umstrittenen Persönlichkeiten wie Hindenburg und Bismarck benannt sind. Die Stadt entschied sich bewusst gegen die Tilgung der Namen, um stattdessen zusätzliche historische Einordnungen zu ermöglichen. Oberbürgermeister Zippel betont die Notwendigkeit, beide Seiten – Wagners künstlerisches Erbe und seine judenfeindliche Haltung – anzuerkennen.
www.zeit.de22.07.2026
Ein ehemaliger Bauunternehmer gestand vor dem Landgericht Frankfurt einen millionenschweren Sozialabgaben-Betrug. Ihm wird vorgeworfen, über 5,5 Millionen Euro an Sozialversicherungsbeiträgen nicht abgeführt zu haben. Ein früheres Urteil wurde vom BGH wegen Rechtsfehlern aufgehoben, da die Schadenshöhe geschätzt worden war. Der Mann soll Teil einer Bande gewesen sein, die über Scheinfirmen und Schwarzarbeit die Abgaben hinterzog. Die Urteilsverkündung ist für August geplant.
www.zeit.de22.07.2026
In Rastatt wurde eine 74-jährige Frau bei einem Streit um einen Parkplatz vor einem Krankenhaus schwer verletzt. Eine unbekannte Frau soll an ihrem Rollator gerüttelt haben, wodurch die Seniorin stürzte. Die 74-Jährige wollte den Parkplatz für eine andere Person freihalten. Die Polizei ermittelt wegen Körperverletzung und sucht Zeugen.
www.zeit.de22.07.2026
In Niedersachsen ist die Anzahl der zugelassenen Autos weiter gestiegen und liegt mit 625 Fahrzeugen pro 1.000 Einwohner über dem Bundesdurchschnitt. Wolfsburg weist die höchste Autodichte auf, während ländliche Regionen generell mehr private Fahrzeuge melden als städtische. Der Trend einer steigenden Autodichte setzt sich deutschlandweit fort.
www.zeit.de22.07.2026
In Hessen wird ein neues Projekt gestartet, um Grippe-Ausbrüche und andere saisonale Atemwegserkrankungen besser vorhersagen zu können. Das Landesamt für Gesundheit und Pflege koordiniert die Initiative, die Daten aus verschiedenen Quellen sammelt, darunter Infektionsmeldungen und epidemiologische Überwachungssysteme. Ziel ist es, durch ein "Dashboard" Gesundheitsämtern, Krankenhäusern und Ärzten Frühwarnungen bereitzustellen, um gezielte Reaktionen zu ermöglichen. Das Projekt, an dem auch die Universitätsmedizin Frankfurt beteiligt ist, soll bis Mitte 2027 einsatzbereit sein.
www.zeit.de22.07.2026
Die Haftbedingungen für den mutmaßlichen sechsfachen Mörder von Stade wurden vor seinem Tod in der Zelle gelockert. Eine Psychologin empfahl die schrittweise Aufhebung der besonderen Beobachtung. Ermittler gehen von Suizid aus; es gibt keine Hinweise auf ein Verbrechen oder Fehler der Justizvollzugsanstalt. Der Mann tötete Ende Juni sechs Menschen in einer Mutter-Kind-Einrichtung, vermutlich im Zuge eines Sorgerechtsstreits. Die Mordermittlungen wurden eingestellt, aber Ermittlungen gegen seine Partnerin und die Fahrerin des Fluchtwagens laufen weiter.
www.zeit.de22.07.2026
Mehrere Personen sollen in Deutschland mit Online-Trading-Betrug über eine Million Euro ergaunert haben. Das Cybercrime-Zentrum Baden-Württemberg klagt eine 61-jährige Schwedin wegen Beihilfe an. Die Bande nutzte professionelle Plattformen, um Investoren zu täuschen, die fiktive Gewinne sahen, aber kein Geld ausgezahlt bekamen. Die mutmaßliche Mittäterin soll über Firmenkonten die Geldflüsse abgewickelt und dafür hohe Summen erhalten haben. Sie wurde ausgeliefert und befindet sich in Untersuchungshaft.
www.zeit.de22.07.2026
Im Kongo sind fast 1.000 Menschen an Ebola gestorben. Über 2.400 weitere sind erkrankt. Die Ausbreitung ist in der Provinz Ituri am schlimmsten. Die Krankheit wird durch Körperflüssigkeiten übertragen. Seit Juli werden zwei antivirale Therapien getestet, da es weder Impfstoffe noch spezielle Heilmittel gibt.
www.zeit.de22.07.2026
Ein Textilhändler aus Hamburg unterlag im Rechtsstreit um Maskenlieferungen während der Pandemie vor dem Landgericht Bonn. Der Händler hatte auf Basis von E-Mails mit dem damaligen Gesundheitsminister Jens Spahn auf einen Kaufvertrag über 287 Millionen Euro geklagt. Das Gericht wies die Klage ab, da kein rechtsverbindlicher Kaufvertrag zustande kam und Ansprüche verjährt seien. Eine Berufung ist möglich.