Gesundheitsvorsorge: Wie der Grippe-Ausbruch besser vorhergesagt werden soll

Datum22.07.2026 12:34

Quellewww.zeit.de

TLDRIn Hessen wird ein neues Projekt gestartet, um Grippe-Ausbrüche und andere saisonale Atemwegserkrankungen besser vorhersagen zu können. Das Landesamt für Gesundheit und Pflege koordiniert die Initiative, die Daten aus verschiedenen Quellen sammelt, darunter Infektionsmeldungen und epidemiologische Überwachungssysteme. Ziel ist es, durch ein "Dashboard" Gesundheitsämtern, Krankenhäusern und Ärzten Frühwarnungen bereitzustellen, um gezielte Reaktionen zu ermöglichen. Das Projekt, an dem auch die Universitätsmedizin Frankfurt beteiligt ist, soll bis Mitte 2027 einsatzbereit sein.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Gesundheitsvorsorge“. Lesen Sie jetzt „Wie der Grippe-Ausbruch besser vorhergesagt werden soll“. Eine systematische Auswertung von Daten zu Krankheitsausbrüchen soll Gesundheitsämtern, Krankenhäusern und Medizinern in Hessen helfen, früh richtig zu reagieren. Koordiniert wird das Projekt vom Landesamt für Gesundheit und Pflege, wie das Amt mitteilte. Auch die Universitätsmedizin Frankfurt ist beteiligt. Es geht um die Prognose saisonaler Atmungs-Erkrankungen wie etwa Grippe.  Herangezogen werden sollen Daten aus unterschiedlichen Quellen, etwa zu gemeldeten Infektionen und aus dem epidemiologischen Überwachungssystem Sentinel-Surveillance, das stichprobenartig Daten zu bestimmten Krankheiten oder Gesundheitsereignissen in Hessen sammelt.  Daraus soll berechnet werden, wie sich die Infektionszahlen bis 21 Tage in die Zukunft entwickeln. Auch Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) sollen verwendet werden, ebenso wie Daten des Intensivregisters der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI). Die Informationen sollen den Gesundheitsämtern, Krankenhäusern und niedergelassene Ärztinnen und Ärzten in einem Dashboard zur Verfügung gestellt werden.  "Ein Tool, das saisonale Krankheitsausbrüche systematisch erfasst und auswertet, stärkt unsere Fähigkeit, früh zu reagieren, Ressourcen gezielt einzusetzen und damit Versorgungsstrukturen leistungsfähig zu erhalten", sagte die Präsidentin des Landesamts, Regine Bresler.  Eine erste Projektphase läuft bis Ende Dezember dieses Jahres. Bis dahin sollen die Daten geprüft und die technischen Grundlagen geschaffen werden. Workshops mit den Gesundheitsämtern sollen durchgeführt und erste Testzugänge angelegt werden. "Live gehen soll das Tool dann spätestens im ersten Halbjahr 2027", hieß es in der Mitteilung. © dpa-infocom, dpa:260722-930-421401/1