www.zeit.de15.04.2026
In Friedrichshafen wurden zwei Mädchen auf einem E-Scooter von einem Auto erfasst und leicht verletzt. Der Autofahrer fuhr nach der Kollision davon, sucht die Polizei nach ihm wegen Verdachts der Unfallflucht. Die 10 und 13 Jahre alten Mädchen verstießen gegen die Regeln, da E-Scooter erst ab 14 Jahren und nur allein genutzt werden dürfen. In einem ähnlichen Vorfall in Freiberg am Neckar konnten zwei Mädchen einem Lastwagen auf dem Gehweg ausweichen.
www.zeit.de15.04.2026
In Thale steht die kleinste Disco Sachsen-Anhalts: eine umgebaute Seilbahnkabine an der Talstation. Für zwei Euro können Gäste für wenige Minuten in der knapp zwei mal zwei Meter großen Kabine feiern. Es stehen 15 Musikgenres zur Auswahl, dazu Disco- und Stroboskoplicht. Die "Disco-Kabine" bietet Platz für etwa vier Personen und lockt nach einem erfolgreichen Soft-Opening bereits Schaulustige an.
www.zeit.de15.04.2026
Das Polizeipräsidium Westhessen landete mit seiner Schlagerparodie "110 Gefühle" einen viralen Hit im Netz. Über eine Million Klicks und zahlreiche positive Reaktionen zeugen vom Erfolg des Videos, das ältere Menschen humorvoll vor Trickbetrug warnen soll. Ziel ist es, durch humorvolle Inhalte, wie auch ein erfolgreiches Handy-am-Steuer-Video und Polizei-Influencer, eine breitere Zielgruppe zu erreichen und die Polizeiarbeit online präsenter zu machen.
www.zeit.de15.04.2026
Die „Globale Sumud-Flottille“ mit rund tausend Aktivisten ist erneut von Barcelona aus in Richtung Gaza aufgebrochen. Ziel ist es, die israelische Seeblockade zu durchbrechen und Hilfsgüter zu liefern. Die Aktion soll die Aufmerksamkeit auf die Lage in Gaza lenken und den „Völkermord stoppen“. Die Flotte wird von Schiffen von Open Arms und Greenpeace begleitet. Ein ähnlicher Versuch scheiterte bereits 2025.
www.spiegel.de15.04.2026
Péter Magyar, künftiger ungarischer Regierungschef, fordert Präsident Tamás Sulyok zum Rücktritt auf und erklärt ihn als seines Amtes unwürdig. Magyar droht mit Verfassungsänderungen, sollte Sulyok nicht freiwillig gehen. Seine Tisza-Partei errang eine Zweidrittelmehrheit und besiegte Orbán. Unterdessen erhielt Magyar Lob von US-Präsident Trump. Magyar, ein ehemaliger Orbán-Anhänger, fordert einen "vollständigen Regimewechsel".
www.spiegel.de15.04.2026
Nachdem offizielle Rettungsversuche für den gestrandeten Buckelwal in der Wismarbucht eingestellt wurden, hat Umweltminister Backhaus grünes Licht für eine private Initiative gegeben. Diese plant, den verletzten Wal zu bergen und in die Nordsee oder den Atlantik zu transportieren. Zuvor wurde eine Rettung aufgrund des schlechten Gesundheitszustandes des Tieres als aussichtslos betrachtet. Der Wal verbleibt seit Wochen an derselben Stelle und zeigt keine Reaktion mehr auf Annäherungen.
www.zeit.de15.04.2026
Das Verwaltungsgericht Köln hat entschieden, dass Abschleppkosten in NRW derzeit rechtswidrig sind. Ein Formfehler bei Erlass einer Verordnung führt zum Wegfall der Rechtsgrundlage. Die betroffenen Kläger erhalten ihr Geld zurück, jedoch ist das Urteil nicht rechtskräftig und kann angefochten werden. Eine Gesetzesänderung durch die Landesregierung könnte die Rechtslage rückwirkend korrigieren.
www.zeit.de15.04.2026
Die EU-Kommission droht Meta mit Zwangsmaßnahmen, da der Konzern mit WhatsApp nur seinem eigenen KI-Assistenten Zugang gewährt und damit Wettbewerbsrecht verletzen könnte. Dies biete Konkurrenten faktisch keinen Zugang. Trotz angekündigter Änderungen von Meta sieht die EU weiterhin ein „de facto Zugangverbot“. Die Untersuchung läuft seit Dezember 2025.
www.spiegel.de15.04.2026
Die Ankerkraut-Gründer Anne und Stefan Lemcke haben ihre Anteile am Gewürzunternehmen von Nestlé zurückgekauft. Vier Jahre nach dem Verkauf wollen sie Ankerkraut wieder unabhängig weiterentwickeln und sich auf die ursprüngliche Identität konzentrieren. Die Rückkehr wird als Chance für mehr unternehmerischen Spielraum gesehen. Der Nestlé-Deal hatte 2022 einen Shitstorm ausgelöst, da Nestlé kritisiert wird. Ankerkraut wurde 2013 gegründet und erlangte Bekanntheit durch "Höhle der Löwen".
www.zeit.de15.04.2026
Die Berliner Grünen bereiten sich auf ihren größten Parteitag aller Zeiten vor, um ihre Landesliste für die Wahl am 20. September zu bestimmen. Tausende Mitglieder werden erwartet, darunter aktuell rund 18.000. Angeführt wird die Liste voraussichtlich von Bettina Jarasch und Werner Graf. Der aufwändige Parteitag kostet 350.000 Euro und soll die Vielfalt der Mitglieder widerspiegeln.
www.zeit.de15.04.2026
Die Staatsanwaltschaft Wiesbaden ermittelt wegen des Verdachts sexueller Belästigung gegen den entlassenen hessischen Wirtschaftsstaatssekretär Umut Sönmez (SPD). Eine Strafanzeige einer Frau löste die Ermittlung aus. Sönmez weist die Vorwürfe zurück und begrüßt die Ernennung zur Aufklärung. Wirtschaftsminister Mansoori entließ Sönmez, die genauen Gründe bleiben unklar. Die Opposition fordert Aufklärung im Landtag. Der Fall belastet auch die SPD.
www.zeit.de15.04.2026
Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister hat eine private Rettungsaktion für einen gestrandeten Buckelwal bei Wismar genehmigt. Das Konzept sieht vor, das lebende Tier zu bergen und in die Nordsee oder den Atlantik zu transportieren.
www.zeit.de15.04.2026
Der Insolvenzverwalter der Signa-Gruppe fordert 4,9 Millionen Euro vom ehemaligen österreichischen Kanzler und Ex-Signa-Berater Alfred Gusenbauer zurück. Demnach soll Gusenbauer die Honorare 2022/23 ohne nachvollziehbare Leistungen erhalten haben, obwohl der Signa-Beirat seit Jahren nicht mehr tagte. Gusenbauer bestreitet dies und verweist auf seine Verdienste als "öffentliches Aushängeschild" und strategischer Berater mit weitreichenden Netzwerken. Der Prozess läuft vor dem Wiener Handelsgericht.
www.zeit.de15.04.2026
Der Traditionsbetrieb Halberstädter, bekannt für seine Würstchen, geriet wegen steigender Kosten und einem rückläufigen Markt in eine Krise. Durch ein Schutzschirmverfahren und die Einführung neuer Produkte wie Suppen und Geflügelwürste sowie die Expansion in neue Märkte will das Unternehmen die Schwierigkeiten überwinden. Eine gesonderte Produktionslinie für den Halal-Sektor und die Beibehaltung aller 150 Mitarbeiter unterstreichen die Neuausrichtung.
www.zeit.de15.04.2026
Die bayerischen Bahnhofsmissionen verzeichneten 2025 über eine Million Hilfsleistungen, zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Der Unterstützungsbedarf wächst und wird komplexer, da viele Hilfesuchende von Armut, Krankheit und Isolation betroffen sind. Insbesondere die Zahl psychisch auffälliger und körperlich erkrankter Menschen steigt. Die Münchner Bahnhofsmission war mit 330.000 Kontakten die meistfrequentierte Einrichtung.