Griechischer Finanzminister zum Chef der Euro-Gruppe gewählt

www.spiegel.de11.12.2025

Kyriakos Pierrakakis wurde zum neuen Vorsitzenden der Euro-Gruppe gewählt und folgt auf den zurückgetretenen Paschal Donohoe. Der 42-jährige griechische Finanzminister wird für die kommenden zweieinhalb Jahre die Finanzpolitik der Eurozone leiten. Seine Wahl wird als Anerkennung des Fortschritts Griechenlands nach der Schuldenkrise betrachtet. Pierrakakis ist für seine Digitalreformen bekannt und strebt an, Europa wettbewerbsfähiger zu machen. Unterstützt wurde er vor der Wahl von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil und EU-Ratspräsident António Costa.

Umweltvorgaben: Söder geht EU-Vorschlag zu Verbrenner-Aus nicht weit genug

www.zeit.de11.12.2025

CSU-Chef Markus Söder kritisiert den EU-Vorschlag zur Rücknahme des Verbrenner-Aus als unzureichend. Er fordert eine drastischere Reduktion des CO2-Ausstoßes bei Neuwagen. Die EU plant, bis 2035 eine 90-prozentige Reduktion statt vollständig emissionsfreier Neuwagen zuzulassen. Söder betont die Notwendigkeit, die Umweltschutzmaßnahmen weiter zu verschärfen, während die EU-Kommission den Vorschlag noch annehmen muss. Der Hintergrund sind zuvor beschlossene Flottengrenzwerte, die eine vollständige CO2-Reduktion anstreben.

Besuch des Oberrabbiners: Bremens Bürgermeister empfängt Israels Oberrabbiner Ber

www.zeit.de11.12.2025

Israels Oberrabbiner Kalman Meir Ber besuchte Bremen im Rahmen seiner ersten Deutschlandreise und traf sich mit Mitgliedern der Jüdischen Gemeinde sowie Bürgermeister Andreas Bovenschulte und Bürgerschaftspräsidentin Antje Grotheer. Gesprächsthemen waren die Förderung jüdischen Lebens, interreligiöser Dialog und Antisemitismusbekämpfung. Bovenschulte betonte die Bedeutung des Besuchs für das lebendige jüdische Leben in Bremen und bekräftigte die gesellschaftliche Verantwortung im Kampf gegen Hass und Hetze. Ber wurde 2024 zum aschkenasischen Oberrabbiner gewählt.

Verkehr: Auto prallt mit Linienbus zusammen – Fahrerin tot

www.zeit.de11.12.2025

Bei einem Verkehrsunfall in Doberschütz, Landkreis Nordsachsen, ist eine 64-jährige Autofahrerin ums Leben gekommen, als ihr Fahrzeug aus ungeklärter Ursache in den Gegenverkehr geriet und mit einem Linienbus kollidierte. Die Frau starb noch an der Unfallstelle, während der Busfahrer und ein Kind leichte Verletzungen erlitten. Der Bus war nicht voll besetzt. Die Staatsstraße 11 blieb aufgrund von Aufräumarbeiten gesperrt, und die Polizei ermittelt zur Unfallursache.

Bodensee: Kretschmann verteidigt Drohnenprojekt gegen Kormoran

www.zeit.de11.12.2025

Ministerpräsident Winfried Kretschmann verteidigt ein Drohnenprojekt zur Eindämmung der Kormoranpopulation am Bodensee. Angesichts des Anstiegs der Kormorane in den letzten Jahrzehnten sieht er das Einsprühen von Öl auf ihre Eier als konfliktarme Maßnahme, im Gegensatz zum Abschuss, der zu Konflikten führen könnte. Ein Pilotprojekt soll im nächsten Jahr starten. Künftig müssen laut Kretschmann verschiedene Interessen, insbesondere von Naturschützern und Fischern, in den Entscheidungsprozess einfließen, da die Ursachen für den Rückgang der Felchenbestände unklar sind.

Polizei sucht Zeugen: 86-Jährige ohne Kontrolle über Auto - Radfahrerin erfasst

www.zeit.de11.12.2025

In Mainz-Kastel verlor eine 86-jährige Autofahrerin die Kontrolle über ihr Fahrzeug und erfasste eine 69-jährige Radfahrerin, die dabei schwer verletzt wurde. Die ältere Dame hatte ihr Auto am Straßenrand geparkt und beschleunigte plötzlich, wodurch sie über den Fahrbahnrand und mehrere Hindernisse fuhr, bevor sie auf einer Schotterfläche anhielt. Die Polizei ermittelt den genauen Unfallhergang und bittet Zeugen um Hinweise.

Eurovision: Nemo gibt ESC-Pokal wegen Teilnahme Israels zurück

www.zeit.de11.12.2025

Der Schweizer ESC-Star Nemo gibt seinen Pokal für den Sieg 2024 zurück, weil Israel am nächsten Eurovision Song Contest teilnehmen wird. Er kritisiert, dass der Wettbewerb genutzt wird, um das Image eines Staates zu verbessern, dem Völkermord vorgeworfen wird. Trotz der Werte von Einheit und Inklusion, die der ESC propagiert, fühlen sich mehrere Sender aus verschiedenen Ländern zu einem Boykott entschlossen. Nemo betont, dass die besten Lieder bedeutungslos werden, wenn die Werte auf und neben der Bühne nicht übereinstimmen.

ESC 2026: Nemo protestiert gegen Israels Teilnahme und gibt Siegertrophäe zurück

www.spiegel.de11.12.2025

Der Schweizer ESC-Gewinner Nemo gibt seine Siegertrophäe aus 2024 zurück, um gegen Israels Teilnahme am Eurovision Song Contest 2026 zu protestieren. Nemo kritisiert die Europäische Rundfunkunion (EBU) für den Widerspruch zwischen den Werten des Wettbewerbs und der Zulassung Israels, während das Land im Gazakrieg als potenzieller Völkermord betrachtet wird. Mehrere Länder, darunter Island und Spanien, boykottieren den Wettbewerb, während Belgien, Schweden und Finnland eine ähnliche Entscheidung in Betracht ziehen.

KI-Architekten zur »Person des Jahres« erklärt

www.spiegel.de11.12.2025

Das "Time Magazine" kürt zur "Person des Jahres" 2023 nicht eine Einzelperson, sondern die "Architekten der künstlichen Intelligenz". Auf dem Cover sind führende Tech-Unternehmer wie Elon Musk und Sam Altman abgebildet. Das Magazin betont die wachsende Bedeutung von KI und würdigt die Personen, die diese Technologie entwickelt haben. In den Interviews wird auch auf die Schattenseiten der KI eingegangen, einschließlich der Verantwortung für tragische Ereignisse. Die Auswahl reflektiert die bedeutenden gesellschaftlichen Auswirkungen der KI.

Ikkimel: "Wenn man mit dem Tod konfrontiert wird, ändert das alles"

www.zeit.de11.12.2025

Ikkimel, eine aufstrebende Stimme im Deutschrap, begann ihre Musikkarriere nach dem Tod ihres Vaters. Ihre Texte thematisieren Sex, Drogen und Kritik am Patriarchat. Obwohl sie ursprünglich eine akademische Laufbahn anstrebte, entschied sie sich, in die Musik zu gehen, um ihre Selbstbestimmung auszudrücken. Ikkimel betont, dass ihre Kunst keine fiktive Figur darstellt und sie Frauen empowern will. Sie kritisiert den Sexismus in der Musikbranche und fordert mehr Unterstützung für weibliche Künstlerinnen.

EU-Kommission will das Verbrenner-Aus kippen

www.zeit.de11.12.2025

Die EU-Kommission plant, den Beschluss über das Verbot von Verbrennungsmotoren zurückzunehmen. Diese Entscheidung könnte die neue politische Richtung der Kommission widerspiegeln und hat bereits in mehreren Medien für Aufsehen gesorgt. Weitere Details werden in Kürze erwartet.

Bundesliga: Videoschiedsrichter ziehen von Kölner Keller auf DFB-Campus

www.zeit.de11.12.2025

Die Bundesliga-Videoschiedsrichter ziehen im Sommer 2027 vom Kölner Keller auf den DFB-Campus in Frankfurt am Main. Der DFB erwartet durch den Umzug mehr Raum, Schulungsmöglichkeiten und Transparenz. DFB-Vizepräsident Ronny Zimmermann nannte den Wechsel eine längst geplante Idee, die zu einem professionelleren Umfeld führen soll. In Frankfurt wird die Fläche von 100 auf über 600 Quadratmeter vergrößert, inklusive zusätzlicher VAR-Stationen. Ein Testbetrieb ist für die Rückrunde der Saison 2026/27 vorgesehen.

Umweltvorgaben: EU-Kommission will Rücknahme von Verbrenner-Aus vorschlagen

www.zeit.de11.12.2025

Die EU-Kommission plant, das frühere Verbot von Neuwagen mit Verbrennertechnologie abzulehnen. Laut Berichten aus Kommissionskreisen soll ein Vorschlag erarbeitet werden, der eine Zulassung solcher Fahrzeuge auch nach 2035 ermöglicht. Diese Entwicklung könnte die zukünftige Automobilindustrie und Umweltvorgaben erheblich beeinflussen.

AfD-Abgeordnete in den USA: AfD-Politiker fliegen auf Steuerzahlerkosten nach New York

www.zeit.de11.12.2025

AfD-Politiker aus Sachsen-Anhalt reisen auf Kosten der Fraktion zur Gala des New York Young Republican Club, einer Organisation mit antidemokratischen Verbindungen. Sechs Abgeordnete sind Teil der Delegation, die kritisiert wird wegen der mutmaßlich hohen Kosten, die auf 50.000 Euro geschätzt werden. Oppositionsparteien werfen der AfD Missbrauch von Steuergeldern vor und befürchten, dass die Reise der politischen Inszenierung dient und die demokratische Integrität gefährdet. Die AfD verteidigt die Reise als Teil parlamentarischer Aufgaben.

Sonntagsfrage: Umfrage: AfD legt weiter zu - Koalition ohne Mehrheit

www.zeit.de11.12.2025

In Thüringen zeigt eine Umfrage, dass die AfD mit 39 Prozent einen Rekordwert erreicht, während die Regierungskoalition aus CDU, BSW und SPD lediglich 37 Prozent erzielt und somit neun Prozentpunkte für eine Mehrheit fehlt. Die CDU bleibt stabil bei 24 Prozent, das BSW fällt auf sieben Prozent und die SPD auf sechs Prozent. Die Linke zeigt sich mit 14 Prozent stabil. Die Koalition hat 44 von 88 Sitzen und sucht Unterstützung bei der Linken.