Datum11.12.2025 19:19
Quellewww.zeit.de
TLDRCSU-Chef Markus Söder kritisiert den EU-Vorschlag zur Rücknahme des Verbrenner-Aus als unzureichend. Er fordert eine drastischere Reduktion des CO2-Ausstoßes bei Neuwagen. Die EU plant, bis 2035 eine 90-prozentige Reduktion statt vollständig emissionsfreier Neuwagen zuzulassen. Söder betont die Notwendigkeit, die Umweltschutzmaßnahmen weiter zu verschärfen, während die EU-Kommission den Vorschlag noch annehmen muss. Der Hintergrund sind zuvor beschlossene Flottengrenzwerte, die eine vollständige CO2-Reduktion anstreben.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Umweltvorgaben“. Lesen Sie jetzt „Söder geht EU-Vorschlag zu Verbrenner-Aus nicht weit genug“. Die von der EU-Kommission angekündigte Rücknahme des sogenannten Verbrenner-Aus geht nach Ansicht von CSU-Chef Markus Söder nicht weit genug. "Das ist ein sehr gutes Signal, wenn auch nur ein erster Schritt, denn nur zehn Prozent Verbrenner reicht noch nicht", sagte der bayerische Ministerpräsident der Deutschen Presse-Agentur in München. Die EU-Kommission will nach derzeitigem Stand der Planung empfehlen, auch nach 2035 Neuwagen mit Verbrennertechnologie zuzulassen, wie der Deutschen Presse-Agentur aus Kommissionskreisen bestätigt wurde. Der Vorschlag muss noch vom Kollegium der EU-Kommissarinnen und -Kommissare angenommen werden. Nach Angaben von EVP-Fraktionschef und CSU-Vize Manfred Weber geht es um eine Reduktion von 90 Prozent. "Bei Neuzulassungen ab 2035 soll nun statt 100 Prozent eine 90-prozentige Reduktion des CO2-Ausstoßes für die Flottenziele der Automobilhersteller verpflichtend werden", sagte er der "Bild"-Zeitung. Söder betonte, das EU-Parlament könne bei der konkreten Ausgestaltung des Vorschlags "sicher noch deutlich weitergehen. Trotzdem ist wichtig, dass sich die EU bewegt. Das liegt natürlich an der klaren Position von Deutschland und unserer konsequenten Haltung aus Bayern." Nach langen internen Debatten hatte sich die schwarz-rote Bundesregierung erst vor wenigen Wochen auf eine gemeinsame Linie beim geforderten Aus vom Verbrenner-Aus geeinigt. Vertreter der EU-Staaten und des Europaparlaments hatten sich 2022 eigentlich darauf geeinigt, dass Neuwagen in der EU ab 2035 im Betrieb kein klimaschädliches Kohlenstoffdioxid (CO2) mehr ausstoßen dürfen. Hintergrund sind die sogenannten Flottengrenzwerte, die eigentlich eine Reduktion des CO2-Ausstoßes von neu zugelassenen Autos bis 2035 um 100 Prozent vorsehen. © dpa-infocom, dpa:251211-930-412485/1