Google: EU verhängt 890 Millionen Euro Strafe gegen Google

www.zeit.de23.07.2026

Die EU verhängt eine Strafe von 890 Millionen Euro gegen Google wegen Verletzung von Wettbewerbsregeln. Google soll eigene Dienste in Suchergebnissen bevorzugt und App-Entwickler benachteiligt haben. Der Konzern kritisiert, dass dies zu Qualitätseinbußen führt. Die Entscheidung birgt das Risiko eines erneuten Konflikts mit US-Präsident Trump, der die Digitalgesetze der EU kritisiert. Google hat 60 Tage Zeit, die Auflagen umzusetzen.

Lebensgefährlich: Warnung vor «Blackout-Challenge» nach erneuten Vorfällen

www.zeit.de23.07.2026

Die Polizei warnt eindringlich vor der lebensgefährlichen "Blackout-Challenge", bei der durch Würgen kurzzeitige Bewusstlosigkeit provoziert wird. Nach erneuten Vorfällen, bei denen Kinder und Jugendliche sich würgten oder in den Schwitzkasten nahmen, ist besondere Vorsicht geboten. Diese Mutprobe, die über soziale Medien verbreitet wird, kann zu schweren Verletzungen oder sogar zum Tod führen. Eltern, Schulen und Erzieher werden aufgefordert, Kinder über die Gefahren aufzuklären und sie vor Gruppenzwang zu schützen.

Kulturleben: Festival zeigt Werke von Rompreis-Trägern in Weimar

www.zeit.de23.07.2026

Das Festival "Wo die Citronen glüh'n" präsentiert in Weimar Werke von 22 Trägern des renommierten Rompreises. Diese deutschen Künstler erhalten ein Stipendium an der Deutschen Akademie Rom Villa Massimo. Die Ausstellung umfasst Arbeiten aus Architektur, Kunst, Literatur und Komposition und ist an verschiedenen Orten in Weimar zu sehen, inklusive Konzerten und Lesungen. Beteiligt sind bekannte Namen wie Thomas Brussig und Alicja Kwade. Das Festival läuft bis in den Herbst.

Darsteller in Erfolgsfilm: «Zur Sache, Schätzchen»-Schauspieler Werner Enke gestorben

www.zeit.de23.07.2026

Der renommierte Schauspieler Werner Enke ist im Alter von 85 Jahren in München gestorben. Enke wurde insbesondere durch seine Hauptrolle und Autorenschaft in den Kinoerfolgen "Zur Sache, Schätzchen" (1968) und "Nicht fummeln, Liebling" (1970) bekannt. Sein pseudophilosophischer Charakter Martin in "Zur Sache, Schätzchen" war ein großer Publikumserfolg und lief zwei Jahre lang. Enke war auch Regisseur, Theaterautor und Maler.

Migration: Brandenburg will Abschiebungen nach Afghanistan ausweiten

www.zeit.de23.07.2026

Brandenburg plant, Abschiebungen nach Afghanistan auszuweiten, über Straftäter hinaus auch Personen, die keine Bleibeperspektive haben. Dies ermöglicht das Bundesinnenministerium. Ein „Chancencenter“ soll Migranten helfen, sich eine Perspektive zu erarbeiten. Nach einem tödlichen Angriff in Trier und ähnlichen Überlegungen von Bundesinnenminister Dobrindt, werden Abschiebungen nun verstärkt. Der Flüchtlingsrat Brandenburg fordert ein Abschiebeverbot.

Bahnhof: Bahnmitarbeiter am Rostocker Hauptbahnhof angegriffen

www.zeit.de23.07.2026

Ein 29-jähriger Mann soll am Rostocker Hauptbahnhof einen Bahnmitarbeiter attackiert haben. Der Tatverdächtige schubste, schlug und trat das Opfer während dessen Reinigungsarbeiten. Zudem bedrohte und beleidigte er den Mitarbeiter. Der Geschädigte begab sich in ärztliche Behandlung. Die Bundespolizei hat Ermittlungen wegen Körperverletzung, Bedrohung und Beleidigung eingeleitet. Der Hintergrund der Tat ist bisher unklar.

Auszeichnungen: Sächsischer Literaturpreis für Heike Geißler

www.zeit.de23.07.2026

Die Schriftstellerin Heike Geißler erhält den mit 10.000 Euro dotierten Sächsischen Literaturpreis 2026. Eine Jury würdigt die 49-Jährige für ihre präzise Analyse der Gegenwart und gesellschaftlichen Verhältnisse in Essays und Romanen. Kulturministerin Barbara Klepsch lobt Geißler als Autorin, die komplexe Beobachtungen in literarische Form übersetzt und zum Nachdenken anregt. Der Preis wird im Herbst in Leipzig verliehen, wo Geißler lebt.

Verwaltungsgericht Münster: Urteil: Ja zu Krematorium in Ochtrup

www.zeit.de23.07.2026

Das Verwaltungsgericht Münster hat die Baugenehmigung für ein Krematorium in Ochtrup bestätigt. Befürchtungen eines benachbarten Unternehmens bezüglich Lärmbelästigung durch LKW seien unbegründet, da die Grenzwerte eingehalten würden. Die Klage gegen die Baugenehmigung wurde abgewiesen, eine Berufung wurde nicht zugelassen. Vorherige Entscheidungen des Oberverwaltungsgerichts und des Bundesverwaltungsgerichts bestätigten bereits die Rechtmäßigkeit des Bebauungsplans.

Erneuerbare Energien: Windkraftausbau stockt - Genehmigungen auf Rekordniveau

www.zeit.de23.07.2026

Der Ausbau der Windenergie in Sachsen-Anhalt stockt, da weniger neue Anlagen ans Netz gehen, obwohl Rekordgenehmigungen vorliegen. Dies liegt an der langen Zeitspanne zwischen Genehmigung und Inbetriebnahme sowie der Stilllegung älterer Anlagen für Repowering. Bundesweit wächst die Windkraft, aber das Tempo reicht nicht aus, um Ziele zu erreichen. Photovoltaik überholt Windkraft in Sachsen-Anhalt bei der installierten Leistung.

Easyjet: Flugzeug muss wegen Schlägerei an Bord umdrehen

www.spiegel.de23.07.2026

Ein Easyjet-Flug von Teneriffa nach Liverpool musste 30 Minuten nach dem Start umkehren. Rund zwölf Passagiere hatten eine Schlägerei angefangen, die die Sicherheit an Bord gefährdete. Die Besatzung informierte den Tower und forderte Polizeipräsenz bei der Landung. Die spanischen Fluglotsen kritisierten die zunehmende Häufigkeit solcher Vorfälle. Easyjet bestätigte den Vorfall und betonte seine Null-Toleranz-Politik gegenüber aggressivem Verhalten. Die Reise wurde nach dem Zwischenfall fortgesetzt.

Gewalttat: Mann aus Starnberg tot – Haftbefehl gegen 37-Jährigen

www.zeit.de23.07.2026

Ein seit Mitte Juli vermisster Mann aus Starnberg wurde tot aufgefunden. Ein 37-Jähriger sitzt unter Mordverdacht in Untersuchungshaft. Als mögliches Motiv wird Habgier im Zusammenhang mit einer Geschäftsbeziehung zwischen Opfer und Tatverdächtigem vermutet. Die Leiche des 51-Jährigen wurde im Landkreis Garmisch-Partenkirchen entdeckt, nachdem sein Auto in Freimann gefunden worden war und die Polizei intensiv gesucht hatte. Der Verdächtige ist polizeibekannt.

Gefälschte Vignetten-Shops: Polizei warnt vor Betrug beim Kauf von Online-Vignetten

www.zeit.de23.07.2026

Die Polizei warnt vor gefälschten Online-Vignetten-Shops. Betrüger locken mit unrealistisch günstigen Angeboten und täuschend echten Webseiten. Käufer zahlen für wertlose Formulare, wobei keine echte Vignette registriert wird. Dies führt zum Verlust des Geldes und oft zu Bußgeldern. Die Polizei rät, offizielle Anbieter direkt anzusteuern, Werbelinks zu meiden und misstrauisch bei stark reduzierten Preisen zu sein. Betroffene sollten Bankkarten sperren, Belege sichern und Anzeige erstatten.

Jugendhilfe: Linke halten Ausbau der Jugendhilfe für geboten

www.zeit.de23.07.2026

Die Linken fordern einen Ausbau der sächsischen Jugendhilfe aufgrund gestiegener Belastungen für junge Menschen wie Kriegsangst und Inflation. Sie schlagen eine Erhöhung der Jugendpauschale von 14,50 auf mindestens 17,50 Euro pro Kopf und Jahr vor. Dies sei eine Investition in soziale Angebote und Chancengerechtigkeit, da viele junge Menschen von diesen abhängig seien und psychische Belastungen zunähmen. Die Partei kritisiert zudem Sozialabbau auf Bundesebene.

Hohe Spritpreise: Ruf aus SPD nach Preisdeckel für Benzin und Diesel

www.zeit.de23.07.2026

Trotz Absage der Ministerin fordert die SPD-Bundestagsfraktion einen Spritpreisdeckel nach luxemburgischem Vorbild zur Entlastung von Pendlerinnen und Pendlern. Sebastian Roloff sieht Anzeichen für Marktversagen, da die Preise stark schwanken und Menschen auf Autos angewiesen sind. Auch ein dauerhaft bezahlbares Deutschlandticket wird gefordert. Wirtschaftsministerin Reiche lehnt erneute staatliche Entlastungen aufgrund der Haushaltslage ab, schließt aber Maßnahmen bei weiterem Preisverfall nicht aus.

Nach Teil-Legalisierung: Mehr Menschen kommen wegen Cannabis ins Krankenhaus

www.zeit.de23.07.2026

Nach der Teil-Legalisierung von Cannabis in Deutschland ist die Zahl der Krankenhausaufnahmen wegen akuter Vergiftungen und Psychosen moderat gestiegen. Wissenschaftler vermuten, dass dies auf den gestiegenen Konsum von hochpotentem medizinischem Cannabis zurückzuführen ist, das leichter erhältlich ist. Sowohl Erwachsene als auch Jugendliche sind betroffen. Diese Entwicklung wirft Bedenken hinsichtlich möglicher Langzeitfolgen auf.