Datum23.07.2026 12:42
Quellewww.zeit.de
TLDRDie Polizei warnt eindringlich vor der lebensgefährlichen "Blackout-Challenge", bei der durch Würgen kurzzeitige Bewusstlosigkeit provoziert wird. Nach erneuten Vorfällen, bei denen Kinder und Jugendliche sich würgten oder in den Schwitzkasten nahmen, ist besondere Vorsicht geboten. Diese Mutprobe, die über soziale Medien verbreitet wird, kann zu schweren Verletzungen oder sogar zum Tod führen. Eltern, Schulen und Erzieher werden aufgefordert, Kinder über die Gefahren aufzuklären und sie vor Gruppenzwang zu schützen.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Lebensgefährlich“. Lesen Sie jetzt „Warnung vor "Blackout-Challenge" nach erneuten Vorfällen“. Aus Anlass erneuter Vorfälle warnt die Polizei wiederholt vor einer als "Blackout-Challenge" bekannten gefährlichen Mutprobe. Eine Mutter habe bei der Polizei in Stralsund Anzeige erstattet, weil ihre beiden minderjährigen Kinder unabhängig voneinander von gleichaltrigen Kindern gewürgt beziehungsweise in den Schwitzkasten genommen worden sein sollen. Laut Polizei besteht der Verdacht eines Zusammenhangs mit der "Blackout-Challenge", bei der versucht wird, etwa durch Würgen eine kurzzeitige Bewusstlosigkeit zu erreichen. Jüngst hatte schon das Schweriner Bildungsministerium vor gefährlichen Mutproben gewarnt, zu denen über soziale Medien im Internet aufgerufen wird und die vor allem Kinder und Jugendliche zum Mitmachen verleiten können. Zuvor hatte es nach Polizeiangaben auf einem Schulhof im Landkreis Ludwigslust-Parchim einen entsprechenden Vorfall gegeben. Demnach ließ sich ein 12-Jähriger von einem 13-Jährigen bis zur Bewusstlosigkeit würgen. Als die Bewusstlosigkeit eintrat, fiel der 12-Jährige den Angaben zufolge zu Boden und schlug mit dem Kopf auf. Er kam in ein Krankenhaus. Die Polizei warnte nun erneut, dass derartige Aktionen innerhalb kürzester Zeit zu schweren Verletzungen, bleibenden gesundheitlichen Schäden oder sogar zum Tod führen können. Sie appellierte eindringlich an Eltern, Schulen, Vereine sowie alle Erziehungsverantwortlichen, mit Kindern und Jugendlichen über die erheblichen Gefahren solcher Mutproben zu sprechen. Kinder sollten für die Risiken sensibilisiert und dazu ermutigt werden, sich nicht von Gruppendruck oder vermeintlichen Trends in sozialen Netzwerken beeinflussen zu lassen. Sollten Eltern oder Erziehungsverantwortliche feststellen, dass Kinder an derartigen Challenges teilnehmen oder andere dazu auffordern, empfiehlt die Polizei, das Gespräch zu suchen und gegebenenfalls Schule oder Polizei zu informieren. © dpa-infocom, dpa:260723-930-426475/1