www.zeit.de29.04.2026
Das Amtsgericht Magdeburg erlaubt die Auswertung von SPD-Unterlagen, die bei einer Durchsuchung im Landtag Sachsen-Anhalts beschlagnahmt wurden. Die Ermittler verdächtigen die SPD-Fraktion der Untreue wegen umstrittener Zulagen an Abgeordnete. Ähnlich wurde auch bei der CDU entschieden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die SPD-Fraktionsvorsitzende und zwei ehemalige Geschäftsführer. Die SPD-Fraktion hält die Sicherstellung für unverhältnismäßig und kooperiert mit den Behörden.
www.zeit.de29.04.2026
Zur Begrüßung der 14. Nationalen Maritimen Konferenz in Emden hat Komiker Otto Waalkes einen Ottifanten mit Kapitänsmütze auf einem Banner am Rathaus verewigt. Die Stadt erwartet rund 800 Gäste, darunter Politikprominenz wie Bundeskanzler Friedrich Merz. Emden richtet das zweitägige Spitzentreffen der maritimen Branche zum zweiten Mal aus. Das Banner wird später signiert und dem Ostfriesischen Landesmuseum übergeben.
www.zeit.de29.04.2026
Die für den 9. Mai geplante Preisverleihung des "Goldenen Ochsensepp" für Sebastian Kurz, die Thomas Gottschalk moderieren sollte, wurde auf den 5. September verschoben. Grund ist Gottschalks Krebserkrankung, deren Bekanntgabe Ende November erfolgte. Er kündigte an, erst im Herbst wieder öffentlich aufzutreten. Im November wird Johannes B. Kerner Gottschalk an Bord eines Kreuzfahrtschiffes zu seinem Talk begrüßen.
www.spiegel.de29.04.2026
Das saarländische Parlament hat eine neue Präambel für seine Verfassung beschlossen, die erstmals einen "Verantwortung vor Gott" verankert. Diese Formulierung, die gemeinsam von CDU und SPD eingebracht wurde, verbindet den Gottesbezug mit dem humanistischen Erbe und soll Gläubige und Nichtgläubige einschließen. Kritiker, darunter FDP und Grüne, lehnen den Gottesbezug als Privatsache ab. Gleichzeitig wurden der Schutz jüdischen Lebens und der Kampf gegen Rassismus als Staatsziele aufgenommen. Damit zieht das Saarland mit allen anderen Bundesländern nach.
www.spiegel.de29.04.2026
Der saarländische Landtag hat eine neue Verfassungpräambel beschlossen, die erstmals einen Gottesbezug enthält: "Im Bewusstsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen". Diese Formulierung, die auf einen gemeinsamen Entwurf von CDU und SPD zurückgeht, soll Gläubige und Nichtgläubige einschließen und das moralische Fundament staatlichen Handelns stärken. Während die Mehrheit zustimmt, kritisierten FDP und Grüne den Gottesbezug als überflüssig.
www.spiegel.de29.04.2026
Ein ägyptisches Berufungsgericht verurteilte einen Hotelmanager zu einem Jahr Haft und einer Geldstrafe von rund 800 Euro. Er hatte einer alleinreisenden Journalistin die Zimmerbuchung verweigert und wurde der Diskriminierung aufgrund des Geschlechts schuldig gesprochen. Die New Woman Foundation bezeichnete dies als ersten Gerichtsurteil dieser Art in Ägypten, das Diskriminierung von Frauen bestraft.
www.spiegel.de29.04.2026
Ein Hotelmanager in Ägypten verweigerte einer alleinreisenden Journalistin ein Zimmer. Ein Berufungsgericht verurteilte ihn nun wegen Diskriminierung zu einem Jahr Haft und einer Geldstrafe. Zuvor wurde der Fall als keine Geschlechterdiskriminierung eingestuft. Frauenrechtsorganisationen begrüßten das Urteil, das Präzedenzfallcharakter haben könnte, da keine offizielle Regelung gegen alleinreisende Frauen existiert. Menschenrechtler sehen darin Versuche, Frauen zu bevormunden.
www.zeit.de29.04.2026
Das Oberste Gericht der Slowakei hat die 21-jährige Haftstrafe für Juraj Cintula, den Attentäter von Ministerpräsident Robert Fico, bestätigt. Damit ist das Urteil rechtskräftig. Cintula wurde von einem Spezialgericht wegen Terrorismus verurteilt, nachdem er vor zwei Jahren auf Fico geschossen hatte. Der 73-jährige Rentner hatte Berufung eingelegt und eine geringere Strafe gefordert, dabei stets seine Schuld bestritten und sich von der Bezeichnung "Terrorist" distanziert.
www.spiegel.de29.04.2026
König Charles' Rede vor dem US-Kongress, die erste seit 1991, wird international gelobt. Medien heben hervor, wie er diplomatisch die Differenzen zwischen den USA und Europa unter Trump ansprach, insbesondere beim Klima und der NATO. Trump agierte ungewöhnlich beherrscht, was auf seinen Respekt vor dem Königshaus zurückgeführt wird. Charles' Rede betonte Konsens, historische Prinzipien und indirekt die Bedeutung von Allianzen, ohne direkte Konfrontation.
www.spiegel.de29.04.2026
König Charles' Rede vor dem US-Kongress, eine Premiere seit 1991, wurde international gelobt. Er traf den richtigen Ton unter Präsident Trump, indem er historisch, humorvoll und prinzipientreu sprach. Ohne Konfrontation deutete er Differenzen zu Trumps Politik an, etwa beim Klima und der Nato. Trump zeigte sich ungewöhnlich diszipliniert, möglicherweise aus Respekt vor der Monarchie. Charles' Fokus auf Umweltschutz traf bei Trump auf eine Herausforderung, doch die Rede verlief ohne Eskalation.
www.zeit.de29.04.2026
NRW-Gesundheitsminister Laumann fordert Nachbesserungen am Gesundheitssparpaket der Bundesregierung. Er kritisiert die geplante Abschaffung der beitragsfreien Mitversicherung von Ehepartnern und verlangt eine gleichmäßige Umsetzung für Beamte. Die Finanzierung der Gesundheitskosten von Bürgergeldbeziehern durch den Bund sei unzureichend. Zudem warnt Laumann vor Klinik-Pleiten aufgrund geplanter Einsparungen, betont aber die Notwendigkeit, teure stationäre Behandlungen zu reduzieren und ambulante Angebote auszubauen.
www.zeit.de29.04.2026
Bei einer Polizeiaktion in mehreren bayerischen Landkreisen wurden acht Wohnungen durchsucht, darunter auch in Landshut. Sieben Männer (einer davon 16) und eine Frau stehen im Verdacht, Kinderpornografie erlangt oder hochgeladen zu haben. Zehn Handys sowie weitere digitale Geräte wurden sichergestellt und werden nun ausgewertet. Die Verdächtigen handelten laut Polizei unabhängig voneinander.
www.zeit.de29.04.2026
Der April brachte in Berlin und Brandenburg ungewöhnlich viel Regen und Sonne. Brandenburg verzeichnete dreimal so viel Niederschlag wie im März, mit bis zu 80 Liter pro Quadratmeter örtlich. Berlin lag mit 40 Liter pro Quadratmeter leicht unter seinem Mittelwert. Gleichzeitig herrschte ungewöhnlich viel Sonnenschein, mit 255 Stunden in beiden Bundesländern, was deutlich über dem langjährigen Mittel liegt. Die Durchschnittstemperaturen lagen im April leicht über dem Referenzwert.
www.zeit.de29.04.2026
Bei einem Messerangriff in Golders Green, London, wurden zwei jüdische Männer verletzt. Premierminister Keir Starmer und Bürgermeister Sadiq Khan verurteilten den Vorfall als antisemitisch. Die Anti-Terror-Einheit ermittelt. Ein 45-jähriger Mann wurde festgenommen. Der Angriff ereignete sich in einem jüdisch geprägten Viertel und ist Teil einer Serie antisemitischer Vorfälle in London.
www.zeit.de29.04.2026
Sachsen war im April das kühlste Bundesland mit einem Durchschnitt von 7,8 Grad Celsius, 0,5 Grad über dem langjährigen Mittel. Kalte Nächte mit Frost, teils bis in mittlere Lagen, verhinderten höhere Temperaturen. Der Niederschlag lag mit 30 Litern pro Quadratmeter deutlich unter dem Durchschnitt von 57 Litern. Trotz 230 Sonnenstunden gehörte Sachsen damit zu den Regionen mit am wenigsten Sonnenschein deutschlandweit.