Verfahren um Kindesentführung: Block-Prozess: Anträge auf Verfahrensabtrennung abgelehnt

www.zeit.de16.10.2025

Im Prozess um die Entführung der Block-Kinder hat das Landgericht Hamburg Anträge auf Verfahrensabtrennung von drei Angeklagten abgelehnt. Zu den Angeklagten gehört die Unternehmerin Christina Block, die die Rückholaktion in Auftrag gegeben haben soll, was sie bestreitet. Sie und sechs weitere Personen, darunter Verwandte und ein Sicherheitsunternehmer, stehen wegen Beihilfe vor Gericht. Das Gericht argumentierte, dass eine Abtrennung zu einer doppelten Beweisaufnahme führen würde. Der Prozess wird am 29. Oktober fortgesetzt.

Notfälle: Mutprobe? 18-Jähriger springt aus fahrendem Auto

www.zeit.de16.10.2025

Ein 18-Jähriger sprang in Bad Frankenhausen aus einem fahrenden Auto und verletzte sich dabei schwer. Der Sprung erfolgte offenbar im Rahmen einer Mutprobe bei 40 km/h. Ein Lkw-Fahrer beobachtete den Vorfall, während die Polizei die genauen Umstände untersucht. Der junge Mann kam mit Prellungen und Kopfverletzungen ins Krankenhaus. Die Polizei warnte eindringlich vor solchen riskanten Mutproben, da sie lebensgefährlich sein können.

Nachrichtenpodcast: Macht die Digitalisierung den Führerschein bald billiger?

www.zeit.de16.10.2025

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder plant eine Reform der Fahrschulausbildung in Deutschland, um den Führerscheinerwerb kostengünstiger zu gestalten, unter Verwendung von Fahrsimulatoren und digitalisierten Lehrmethoden, ohne die Sicherheitsstandards zu gefährden. Gleichzeitig betont Bundeskanzler Friedrich Merz in seiner Regierungserklärung die Notwendigkeit einer starken europäischen Verteidigung, ohne aktuelle Konflikte in der Koalition anzusprechen. In den USA protestieren Journalisten gegen neue Richtlinien im Pentagon, die deren Berichterstattung einschränken.

Auch nach Waffenruhe-Abkommen: Hannover hält an Hilfsangebot für Kinder aus Gaza fest

www.zeit.de16.10.2025

Die Stadt Hannover will weiterhin bis zu 20 kranke und verletzte Kinder aus dem Gazastreifen und Israel aufnehmen, trotz eines Waffenruhe-Abkommens. Oberbürgermeister Belit Onay betont das Hilfsangebot, das mit mehreren deutschen Großstädten und dem Landesverband der Jüdischen Gemeinden initiiert wurde. Die Initiative wird auch von evangelischen Kirchen in Niedersachsen unterstützt. Eine offizielle Antwort der Bundesregierung steht noch aus, jedoch ist Hannover bereit, umgehend zu handeln, sobald ein positives Signal kommt.

Kohlendioxid-Ausstoß: Zwölf Hektar großes trockengelegtes Moor wird renaturiert

www.zeit.de16.10.2025

In Mecklenburg-Vorpommern wird das trockengelegte Moor "Forstwisch" auf einer Fläche von zwölf Hektar renaturiert, um den Kohlendioxid-Ausstoß zu reduzieren. Drainagen werden beseitigt, damit der Wasserstand in den nächsten 30 Jahren wieder auf das ursprüngliche Niveau ansteigt. Wissenschaftler schätzen, dass rund 30% des CO2-Ausstoßes in der Region von trockengelegten Mooren stammt. Das Projekt soll auch Lebensraum für Pflanzen und Tiere schaffen und den Grundwasser- sowie Überflutungsschutz verbessern. Finanziert wird die Renaturierung von Eon.

Karlsruhe: Arbeiter stürzt zwölf Meter in die Tiefe

www.zeit.de16.10.2025

Ein 26-jähriger Arbeiter ist in Karlsruhe bei der Montage eines Fertigbauteils von einem Dach gefallen und hat sich dabei mehrere Knochen gebrochen. Er stürzte zwölf Meter in die Tiefe, nachdem er zu nah an die Dachkante geraten war. Der Schwerverletzte wurde ins Krankenhaus gebracht, sein Zustand ist jedoch nicht lebensbedrohlich. Die genauen Umstände des Unfalls werden noch ermittelt.

Gaza: UN-Experten kritisieren Umgang deutscher Behörden mit Gaza-Protesten

www.zeit.de16.10.2025

Eine UN-Expertengruppe hat die deutsche Regierung wegen ihrer Behandlung propalästinensischer Proteste kritisiert. Sie bemängelt anhaltende Polizeigewalt und die Unterdrückung von Solidaritätsaktionen für Palästina. Die Fachleute fordern, dass das Recht auf friedliche Versammlungen ohne Diskriminierung gewährleistet wird und warnen, dass gewaltfreie Proteste nicht bestraft oder kriminalisiert werden dürfen. Seit Oktober 2023 sind laut den UN-Experten Solidaritätsaktionen zunehmend eingeschränkt.

Cyberkriminalität: Deutschland ist Hauptziel von Cyberangriffen in der EU

www.spiegel.de16.10.2025

Deutschland ist das Hauptziel von Cyberangriffen in der EU, mit 3,3 Prozent aller weltweiten Angriffe im ersten Halbjahr 2025. Hauptverursacher sind Hackergruppen aus Russland, China und Nordkorea, die häufig finanzielle Gewinne über Ransomware anstreben. Während Spionage-Angriffe nur vier Prozent ausmachen, bedrohen staatliche Akteure die Sicherheit. Microsoft empfiehlt zur Abwehr von Cyberangriffen die Nutzung einer Multi-Faktor-Authentifizierung, die 99,9 Prozent der Angriffe verhindern kann.

Microsofts Digital Defense Report: Deutschland ist Hauptziel von Cyberangriffen in der EU

www.spiegel.de16.10.2025

Laut Microsofts Digital Defense Report 2025 ist Deutschland das Hauptziel von Cyberangriffen in der EU, mit 3,3 Prozent aller weltweiten Angriffe. Nur die USA, Großbritannien und Israel stehen häufiger im Fokus. Die meisten Attacken zielen auf finanziellen Gewinn ab, wobei Ransomware häufig verwendet wird. Hauptverursacher sind Hackergruppen aus Russland, China und Nordkorea. Experten empfehlen zur Abwehr die Nutzung von Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA), um 99,9 Prozent der Angriffe abzuwenden.

Bundestag: AfD-Kandidat für Vizepräsidentenposten im Bundestag scheitert erneut

www.zeit.de16.10.2025

Die AfD scheiterte erneut bei der Wahl eines Vizepräsidenten im Bundestag. Ihr Kandidat Malte Kaufmann erhielt 153 Stimmen, was mehr ist als die Anzahl der AfD-Abgeordneten, jedoch nicht genug für die Wahl. Seit ihrem Bundestagseinzug 2017 hat die AfD bislang keinen Posten im Parlamentspräsidium. Auch bei der Besetzung des parlamentarischen Kontrollgremiums für Geheimdienste scheiterte sie. Die Partei bleibt somit weiterhin nicht im Parlamentspräsidium vertreten.

Kriminalstatistik: Polizei findet fast 170 Messer bei Kontrollen im Norden

www.zeit.de16.10.2025

In Schleswig-Holstein haben Polizeikontrollen seit Jahresbeginn fast 8.400 Personen überprüft, dabei wurden knapp 170 Messer sichergestellt. Die Messerangriffe stiegen 2024 um 12,3 % auf 1.187 Fälle, mit drei Toten und zahlreichen Verletzten. 43,1 % der Tatverdächtigen hatten keinen deutschen Pass. Umweltminister Goldschmidt warnte vor den zugrunde liegenden gesellschaftlichen Problemen und betonte die Bedeutung von Präventionsmaßnahmen, um Messergewalt zu reduzieren. 2025 sollen alle Fälle von Messergebrauch systematisch erfasst werden.

Caroline Wahl: "Besser, als wenn man egal gefunden wird"

www.zeit.de16.10.2025

Caroline Wahls dritter Roman "Die Assistentin" erzählt die Geschichte von Charlotte, die in einem Münchner Verlag unter einem toxischen Chef leidet. Auf der Frankfurter Buchmesse sprach sie über die polarisierten Reaktionen auf ihr Buch, das als sperriger und weniger zugänglich gilt als ihre vorherigen Werke. Trotz anfänglicher Überwältigung durch Kritik sieht Wahl die Polarisierung positiv. Sie betont außerdem, dass ihr Roman ein Happy End hat, da sie keine Freude daran hat, Geschichten schlecht enden zu lassen.

Ehemann beschuldigt: Versehen oder Mord? Prozess um überfahrene Frau

www.zeit.de16.10.2025

Im Prozess vor dem Landgericht Oldenburg wird ein 38-jähriger Mann beschuldigt, seine getrennt lebende Frau absichtlich überfahren zu haben. Die Staatsanwaltschaft erhebt Mordanklage, während der Angeklagte ein Versehen beteuert. Am 12. Mai 2025 soll er mit 70 km/h auf sie zugefahren sein, was zu ihrem Tod führte. Der Mann sitzt in Untersuchungshaft; der Fall ist kompliziert durch die Trennung und das Sorgerecht für sieben minderjährige Kinder. Das Urteil wird am 9. Dezember erwartet.

Ländervergleich: Schüler in Rheinland-Pfalz schwächeln bei Mathe und Physik

www.zeit.de16.10.2025

In Rheinland-Pfalz schneiden Neuntklässler in Mathematik und Physik schlechter ab als ihre Altersgenossen in anderen Bundesländern, wie der IQB-Bildungstrend zeigt. 2024 erreichten sie in Mathematik 466 Punkte, ausgehend von einem Bundesdurchschnitt von 474 Punkten. Ein Drittel verfehlt den Mindeststandard in Mathematik. Der Anteil von Schülern mit Migrationshintergrund in Rheinland-Pfalz liegt bei 40,4 Prozent. Die CDU kritisiert die Bildungsregierung und fordert Verbesserungen wie Sprachförderung und mehr Fachlehrkräfte.

Bildung: Vorne, aber schlechter: Neue Studie zu Neuntklässlern

www.zeit.de16.10.2025

Eine neue Studie zeigt, dass Neuntklässler in Baden-Württemberg zwar besser als der bundesweite Durchschnitt in Mathematik und Naturwissenschaften abschneiden, jedoch die Leistungen seit 2018 signifikant gesunken sind. Besonders betroffen sind sozial schwächere Schüler. Bildungsexperten warnen vor alarmierenden Entwicklungen, während Arbeitgeber um den Fachkräftenachwuchs bangen. Die Studie untersucht Testergebnisse von 48.279 Schülern und stellt fest, dass über ein Drittel den Mindeststandard in Mathematik nicht erreicht. Die Ursachen, einschließlich der Einflüsse der Corona-Pandemie, bleiben unklar.