www.zeit.de23.04.2026
Ein Krankenpfleger in Münster steht wegen versuchten Totschlags vor Gericht. Er soll einem sterbenskranken Patienten eigenmächtig eine zu hohe Dosis Morphium verabreicht haben, angeblich aus Mitleid. Der 91-jährige Patient, der an Endstadium-Darmkrebs litt, verstarb kurz darauf. Der Pfleger räumt ein, die Dosis erhöht zu haben, um Leiden zu lindern, und gibt zu, die Medikamentengabe falsch dokumentiert zu haben, um arbeitsrechtliche Folgen zu vermeiden. Ob die Morphiumgabe ursächlich für den Tod war, ist unklar.
www.zeit.de23.04.2026
Der Europäische Gerichtshof hat die EU-Genehmigung für 6 Milliarden Euro Coronahilfen an die Lufthansa für nichtig erklärt und damit ein Urteil der ersten Instanz bestätigt. Konkurrenten hatten geklagt, da die EU-Kommission die Hilfen ohne förmliches Prüfverfahren genehmigte. Hauptkritikpunkt waren die Modalitäten zur Festsetzung des Aktienpreises. Die Lufthansa hat die abgerufenen Hilfen bereits zurückgezahlt. Eine neue Untersuchung der EU-Kommission zu den deutschen Maßnahmen steht noch aus.
www.zeit.de23.04.2026
Bei einem Arbeitsunfall in einer Lederfabrik in Runkel sind vier Arbeiter gestorben. Die Obduktionen ergaben, dass eine Schwefelwasserstoff-Vergiftung die Todesursache war. Ursprünglich wurde Kohlenmonoxid vermutet. Fünf Männer wurden aus einer Grube geborgen, drei starben noch am Unfallort. Ein vierter Arbeiter erlag später im Krankenhaus seinen Verletzungen. Die Ermittlungen zum Unfallhergang und forensisch-toxikologische Untersuchungen laufen noch.
www.zeit.de23.04.2026
Der Vergabe-Mindestlohn für öffentliche Aufträge in Mecklenburg-Vorpommern ist seit April gestiegen und beträgt nun 14,68 Euro brutto pro Stunde. Diese Regelung, die 2018 eingeführt wurde, verpflichtet Unternehmen, die öffentliche Aufträge erhalten, höhere Löhne zu zahlen als der bundesweit geltende Mindestlohn (13,90 Euro). Betroffen sind unter anderem Gerüstbau-, Gartenbau- und Catering-Firmen. Die Erhöhung erfolgt regelmäßig durch die Landesregierung.
www.zeit.de23.04.2026
Der Internationale Strafgerichtshof (IStGH) hat entschieden, dass genügend Beweise vorliegen, um ein Verfahren gegen den ehemaligen philippinischen Präsidenten Rodrigo Duterte wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu eröffnen. Ihm wird Mord und versuchter Mord im Rahmen seines sogenannten "Kriegs gegen Drogen" während seiner Amtszeit (2016-2022) vorgeworfen. Die Anklage bezieht sich auch auf seine Zeit als Bürgermeister von Davao City. Menschenrechtsorganisationen schätzen, dass Zehntausende Menschen dabei getötet wurden, oft ohne Gerichtsverfahren. Duterte soll Morde angeordnet und gerechtfertigt haben.
www.zeit.de23.04.2026
Der iranische Exilpolitiker Reza Pahlavi wurde während seines Besuchs in Berlin von einer Tomate getroffen. Der Vorfall ereignete sich nach einer Veranstaltung in der Bundespressekonferenz. Ein Mann wurde daraufhin festgenommen.
www.zeit.de23.04.2026
Der neu gewählte Münchner Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) sondiert die Bildung einer neuen Stadtratskoalition. Nach Gesprächen mit mehreren Parteien traf er sich auch mit der CSU. Beide Seiten zeigten sich gesprächsbereit, räumten aber Unterschiede ein. Zuvor waren Verhandlungen der Grünen mit der Volt-Partei an Machtfragen gescheitert. Krause strebt eine stabile Koalition zur Haushaltskonsolidierung an.
www.spiegel.de23.04.2026
Ringo Starr singt auf Paul McCartneys neuem Album nach einigen Missverständnissen mit. Starr besuchte McCartney im Studio und spielte Schlagzeug, war aber enttäuscht, dass daraus nicht sofort ein Song wurde. McCartney schrieb daraufhin den Song "Home To Us". Ein weiteres Missverständnis führte dazu, dass Starr nur den Refrain sang. Nach Klärung fügten beide weitere Parts hinzu, wodurch ein Duett entstand, das von Billboard als "Beatle-esque" beschrieben wird.
www.spiegel.de23.04.2026
Paul McCartney veröffentlicht neues Album mit Ringo Starr. Ursprünglich wollte Starr nur Schlagzeug beisteuern, war aber enttäuscht, dass dies nicht zu einem Song reichte. McCartney schrieb daraufhin einen Song und bat Starr zu singen. Missverständnisse führten dazu, dass Starr nur im Refrain sang, was McCartney bedauerte. Nach Klärung fügten sie weitereParts hinzu und machten den Track zu ihrem ersten Beatles-Duett. Der Song wird als "Beatle-esque" beschrieben.
www.zeit.de23.04.2026
Der Rechnungshof hat die Vergabe von 2,5 Millionen Euro an Projekte gegen Antisemitismus als rechtswidrig eingestuft. Die Kulturverwaltung habe Verfahrensvorschriften verletzt, Auswahlkriterien seien willkürlich gewesen. Mehrere Projekte, darunter 6 mit 2 Millionen Euro, hätten nicht gefördert werden dürfen. Der Rechnungshof fordert klare Regeln und Prüfungen. Die Koalition hatte die Mittel nach dem Hamas-Massaker aufgestockt. Die oppositionellen Parteien Links und Grüne kritisieren die Vergabe wegen unklarer Kriterien und politischem Druck. Ein Untersuchungsausschuss ermittelt. Staatssekretär Friederici wurde entlassen, angeblich wegen Warnungen vor nicht rechtssicherer Vergabe.
www.zeit.de23.04.2026
Ein 17-Jähriger hat einen Zugbegleiter in der S-Bahn zwischen Dresden und Kamenz mit Pfefferspray angegriffen. Auslöser war offenbar die Aufforderung, den Zug wegen fehlenden Fahrscheins zu verlassen. Der Zugbegleiter erlitt leichte Verletzungen. Der Jugendliche flüchtete zunächst, stellte sich aber später im Krankenhaus. Die Bundespolizei hat ein Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung eingeleitet.
www.spiegel.de23.04.2026
Der Internationale Strafgerichtshof (IStGH) hat grünes Licht für einen Prozess gegen den ehemaligen philippinischen Präsidenten Rodrigo Duterte wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit gegeben. Es besteht die Annahme, dass Duterte für Morde und versuchte Morde während seines "Kriegs gegen die Drogen" verantwortlich ist, bei dem Zehntausende Menschen ums Leben kamen, oft ohne Gerichtsverfahren. Duterte, der die Vorwürfe bestreitet, wehrte sich erfolglos gegen die Zuständigkeit des IStGH und versuchte, den Prozess wegen seines Gesundheitszustands zu verhindern.
www.zeit.de23.04.2026
Markus Söder erschien im Bayerischen Landtag ohne Bart, was zu Spekulationen führte. Intern wurde bekannt, dass ein Rasur-Missgeschick der Grund war. Das positive Feedback auf sein glattes Kinn sei überraschend hoch, weshalb der Bart möglicherweise dauerhaft abbleibt.
www.zeit.de23.04.2026
Hunderte Unterstützer von Reza Pahlavi, Sohn des letzten Schahs, demonstrierten in Berlin für einen Umsturz im Iran. Sie forderten die Beendigung der Islamischen Republik und sprachen sich gegen Verhandlungen mit Teheran aus. Pahlavi, der im Exil lebt, wurde von Unions- und anderen Bundestagsaußenpolitikern empfangen. Während Monarchisten ihn als Oppositionsführer sehen, ist seine tatsächliche Unterstützung im Iran unklar. Gleichzeitig gab es auch Kritik an Pahlavi, etwa wegen seiner Haltung zu US- und israelischen Kriegsführungen.
www.zeit.de23.04.2026
In München startet ein Pilotprojekt mit einem automatisierten Linienbus von MAN Truck & Bus. Das autonome E-Fahrzeug, ausgestattet mit modernster Sensorik, wird zunächst ohne Fahrgäste im realen Straßenverkehr getestet. Ab Herbst sollen Fahrgäste einsteigen, um Feedback zu geben. Bundesverkehrsminister Schnieder betont die wegweisende Bedeutung dieses Projekts für den öffentlichen Nahverkehr in Deutschland. Ziel ist es, den ÖPNV effizienter, flexibler und nachhaltiger zu gestalten und dem Fahrermangel entgegenzuwirken.