Philippinen: Internationaler Strafgerichtshof lässt Anklagen gegen Duterte zu

Datum23.04.2026 12:32

Quellewww.zeit.de

TLDRDer Internationale Strafgerichtshof (IStGH) hat entschieden, dass genügend Beweise vorliegen, um ein Verfahren gegen den ehemaligen philippinischen Präsidenten Rodrigo Duterte wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu eröffnen. Ihm wird Mord und versuchter Mord im Rahmen seines sogenannten "Kriegs gegen Drogen" während seiner Amtszeit (2016-2022) vorgeworfen. Die Anklage bezieht sich auch auf seine Zeit als Bürgermeister von Davao City. Menschenrechtsorganisationen schätzen, dass Zehntausende Menschen dabei getötet wurden, oft ohne Gerichtsverfahren. Duterte soll Morde angeordnet und gerechtfertigt haben.

InhaltDem früheren philippinischen Präsidenten Rodrigo Duterte werden Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorgeworfen. Der IStGH sieht genügend Beweise für einen Prozess. Der Internationale Strafgerichtshof sieht genug Beweise, um einen Prozess gegen den Ex-Präsidenten der Philippinen, Rodrigo Duterte, zu eröffnen. "Es gibt hinreichende Gründe zur Annahme, dass Herr Duterte für Verbrechen gegen die Menschlichkeit wie Mord und versuchten Mord verantwortlich ist", teilten die Richter mit. Die Beweislage reiche für die Eröffnung des Hauptverfahrensfahrens aus. Wann der Prozess starten wird, ist noch nicht bekannt. Duterte war von 2016 bis 2022 Präsident der Philippinen. Die Anklage bezieht sich auch auf seine vorige Zeit als Bürgermeister der Millionenstadt Davao City. Menschenrechtsorganisationen schätzen, dass durch seinen erbarmungslosen Kampf gegen Drogenkriminalität bis zu 30.000 Menschen getötet worden sind. Duterte soll der Anklage zufolge nicht nur selbst getötet, sondern Morde auch angeordnet, geplant, finanziert und öffentlich gerechtfertigt haben. Verdächtige sollen oft ohne Prozess regelrecht hingerichtet worden sein. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.