www.spiegel.de16.06.2026
Ärzte ohne Grenzen (MSF) hat 18 Mitarbeiter im Tschad entlassen, nachdem sudanesische Flüchtlinge sexuelle Ausbeutung und Missbrauchsvorwürfe erhoben hatten. Die Vorfälle wurden Ende 2024 bekannt. Interne Untersuchungen ergaben schwerwiegendes Fehlverhalten, wobei der Zugang zu Hilfe an sexuelle Handlungen gekoppelt worden sein soll. MSF bedauert den Schaden und sichert eine Stärkung der Präventionssysteme zu. Die Betroffenen waren hauptsächlich Frauen und Mädchen in Flüchtlingslagern. Viele sind aufgrund des Bürgerkriegs im Sudan geflohen.
www.zeit.de16.06.2026
In Hessen fördern zahlreiche Bücherschränke den freien Zugang zu Literatur. Diese öffentlichen Mini-Bibliotheken, oft umfunktionierte Telefonzellen oder bunte Schränke, bereichern das soziale Leben und bieten jederzeit Leseangebote. Standorte sind online über Stadtwebseiten und Plattformen auffindbar. Die Bücherschränke, die seit 2009 in Frankfurt existieren und auch in kleineren Gemeinden Anklang finden, fördern Wissen, Unterhaltung und Gesundheit. Sie ermöglichen einen niederschwelligen Zugang zu Büchern für alle und werden von verschiedenen Paten betreut, wobei Fairness als Hauptnutzungsregel gilt.
www.zeit.de16.06.2026
Ein 19-jähriger Motorradfahrer wurde nach einem Unfall auf der L3108 im Odenwald schwer verletzt. Er kam in einem Kurvenbereich aus ungeklärter Ursache von der Fahrbahn ab. Rettungsdienste, darunter ein Notarzt und ein Rettungshubschrauber, waren im Einsatz. Es gab keine weiteren Beteiligten.
www.zeit.de16.06.2026
Die Bundesanwaltschaft vermutet, dass mutmaßliche Hamas-Anhänger konkrete Anschlagspläne in Europa hatten. Bei einem Verdächtigen wurde ein Bekennervideo für einen Anschlag um den 7. Oktober 2025 gefunden. Neun Männer wurden seit Herbst festgenommen, denen Waffenlagerung und Unterstützung der Hamas vorgeworfen wird. Die Waffen sollten für Anschläge auf israelische und jüdische Einrichtungen genutzt werden. Ein Gericht urteilte zuvor, dass die Hamas eine terroristische Vereinigung im Ausland ist.
www.zeit.de16.06.2026
Uruguay startete mit einem enttäuschenden 1:1 gegen Saudi-Arabien in die WM, nachdem sie bereits gegen Spanien punkteten. Nach Rückstand durch Al-Amri sicherte Maxi Araujo den Punkt. Die Leistung, besonders die der Starspieler Valverde und Nunez, wurde kritisiert. Saudi-Arabien zeigte nach der WM 2022 erneut eine starke Leistung.
www.zeit.de16.06.2026
Vor dem WM-Spiel des Iran gegen England gab es in den USA Proteste. Symbole wie alte iranische Flaggen und Schilder, die die Nationalmannschaft nicht als Vertreter des Volkes darstellten, waren zu sehen. Die Teilnahme des Irans war politisch aufgeladen, unter anderem wegen der Spannungen mit Israel und den USA. Viele iranische Fans im Ausland zeigten Sympathie für die protestierende Bevölkerung und unterschieden klar zwischen Menschen und Regime.
www.spiegel.de16.06.2026
Der WM-Videoschiedsrichter Shaun Evans weist eine umstrittene Handgeste entschieden zurück. Er erklärte, sie sei eine unbewusste Zuckung gewesen und keine absichtliche Botschaft. Die Geste, die in sozialen Medien als rechtsextremes Symbol gedeutet wurde, habe er nicht wissentlich gezeigt. Evans bedauert die entstandene Fehlinterpretation, die nicht seine Persönlichkeit widerspiegele. Die FIFA hat sich bisher nicht geäußert, was mögliche Konsequenzen offenlässt.
www.zeit.de16.06.2026
Isar Aerospace hat den vierten Testflug seiner Rakete Spectrum wegen einer Fehlfunktion in den Fluidsystemen verschoben. Das bayerische Start-up plant, Satelliten in erdnahe Umlaufbahnen zu bringen. Trotz wiederholter Verschiebungen und eines gescheiterten Erstfluges ist die Nachfrage groß; das Unternehmen ist bis 2028 mit Hunderten Millionen US-Dollar ausgebucht. Isar Aerospace will Europa unabhängiger von US- und russischen Anbietern machen und hat bereits über 500 Millionen Euro Kapital eingesammelt.
www.spiegel.de16.06.2026
Außenminister Wadephul knüpft eine deutsche Beteiligung an einer Minenräumung in der Straße von Hormus an klare Bedingungen. Eine deutsche Teilnahme sei erst möglich, wenn keine Kampfhandlungen stattfinden und beide Seiten (Iran und Oman) zustimmen. Zudem seien völkerrechtliche und deutsche Rechtsgrundlagen sowie ein Bundestagsmandat erforderlich. Deutschland hat sich prinzipiell zur Unterstützung einer defensiven Mission bereit erklärt, allerdings fehlten derzeit noch die Voraussetzungen für ein unmittelbares Mandat. Ein mögliches Abkommen zwischen den USA und Iran wird als Hintergrund genannt, das auch das iranische Atomprogramm thematisieren müsse.
www.zeit.de16.06.2026
Bei einem Absturz eines US-Bombers vom Typ B-52 in Kalifornien werden acht Todesfälle befürchtet. Der Vorfall ereignete sich kurz nach dem Start des Flugzeugs, teilte die Edwards Air Force Base mit. Das US-Militär rechnet angesichts der Umstände nicht mit Überlebenden.
www.spiegel.de16.06.2026
Ein B-52-Langstreckenbomber der US-Luftwaffe ist kurz nach dem Start von der Edwards Air Force Base in Kalifornien abgestürzt. Acht Personen waren an Bord, und es wird davon ausgegangen, dass niemand den Absturz überlebt hat. Die B-52-Flugzeuge, die seit 1955 im Einsatz sind und auch Atomwaffen transportieren können, stürzten im US-Bundesstaat Kalifornien ab. Die genaue Ursache und ob Waffen an Bord waren, werden untersucht. Der Stützpunkt wurde vorübergehend geschlossen.
www.zeit.de16.06.2026
Der Generalbundesanwalt hält die Anklage gegen die frühere RAF-Terroristin Daniela Klette aufrecht, trotz ihrer jüngsten Verurteilung. Ziel ist, individuelle Schuld aufzuklären und den Sachverhalt für die Aufarbeitung der deutschen Geschichte darzustellen. Klette wird versuchter Mord und Beteiligung an Anschlägen während ihrer RAF-Zeit vorgeworfen. Die genannte jüngste Verurteilung bezieht sich auf Raubüberfälle nach der RAF-Ära.
www.zeit.de16.06.2026
In Rostock-Schmarl kam es zu einem Polizeieinsatz, nachdem unbekannte Täter Reizgas in einem Einkaufszentrum versprüht hatten. Daraufhin klagten 19 Personen über Atembeschwerden. Ein Supermarkt und die angrenzende Passage wurden evakuiert und belüftet. Die Betroffenen wurden vor Ort medizinisch versorgt, niemand musste ins Krankenhaus. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung.
www.zeit.de16.06.2026
Das ungarische Parlament hat die Verfassung geändert und die Amtszeit von Regierungschefs auf maximal acht Jahre begrenzt. Diese Änderung, die Péter Magyar als Wahlversprechen einlöste, schließt den ehemaligen Ministerpräsidenten Viktor Orbán von einer erneuten Kandidatur aus. Magyar nutzte seine Zweidrittelmehrheit, um die Machtkonzentration zu begrenzen. Parallel dazu steht die Auflösung des umstrittenen "Amtes für den Schutz der nationalen Souveränität" bevor.
www.zeit.de16.06.2026
Die Bundesanwaltschaft hat neun mutmaßliche Hamas-Anhänger festgenommen, die Waffen für die Terrororganisation beschafft haben sollen. Ermittlungen ergaben, dass die Hamas konkret einen Anschlag in Europa plante. Ein sichergestelltes Bekennervideo kündigte einen Anschlag rund um den Jahrestag des Angriffs auf Israel (7. Oktober 2025) an. Die Bundesanwaltschaft verfolgt diese Taten, da sie für Terrorismus zuständig ist.