www.zeit.de06.06.2026
Die Zahl politisch motivierter Straftaten in Deutschland erreichte 2025 mit mindestens 85.000 einen Höchstwert, was einer Verdopplung seit 2015 entspricht. Die Gewaltbereitschaft bleibt hoch, mit 4.156 Gewalttaten, von denen die Mehrheit rechtsextremen Tätern zugeordnet wird. Die Daten stammen aus 15 Bundesländern und könnten noch höher ausfallen, da Rheinland-Pfalz fehlt.
www.zeit.de06.06.2026
Der Tänzerinnen-Brunnen von Georg Kolbe, NS-Raubgut, wurde für vier Millionen Euro an eine US-Privatsammlung versteigert. Das Georg Kolbe Museum gab das Werk an die Erben der Familie Stahl zurück, die es nun auktionieren ließen. Die Familie Stahl wurde während des NS-Regimes gezwungen, ihr Haus, auf dessen Grundstück der Brunnen stand, unter Wert zu verkaufen.
www.zeit.de06.06.2026
Bei einem Auffahrunfall auf der A2 bei Hohe Börde fuhr ein Autotransporter auf ein Stauende auf. Der 34-jährige Fahrer des Autotransporters wurde schwer verletzt und in eine Klinik gebracht, nachdem er in seiner Fahrerkabine eingeklemmt war. Der Fahrer des vorderen Lastwagens blieb unverletzt. Der Unfall führte zu einer mehrstündigen Sperrung der Autobahn Richtung Berlin und einem Sachschaden im hohen fünfstelligen Bereich.
www.zeit.de06.06.2026
Ein 21-jähriger Motorradfahrer rammte einen Streifenwagen, nachdem er vor der Polizei geflohen war. Er hatte mehr als 2,5 Promille Alkohol im Blut, fuhr ohne Führerschein und mit gefälschten Kennzeichen. Anrufer hatten die Polizei über seine auffällige Fahrweise informiert. Bei der Kontrolle prallte der Motorradfahrer gegen das neben ihm geparkte Polizeifahrzeug. Es gab keine Verletzten.
www.spiegel.de06.06.2026
Friedrich Merz kann die CDU im Osten kaum mobilisieren, da die Unzufriedenheit mit seiner Regierung hoch ist. In Sachsen-Anhalt verzichtet die Landes-CDU auf seine Unterstützung. In Mecklenburg-Vorpommern, wo die CDU bei zehn Prozent liegt, muss er dennoch Ran. In Aue-Bad Schlema könnte ein Neonazi Oberbürgermeister werden. Die Bundeswehr präsentiert sich als attraktiver Arbeitgeber, während der DFB bei gesellschaftlich relevanten Themen unpolitisch bleibt.
www.zeit.de06.06.2026
Trotz einer von den USA unterstützten Waffenruhe kommt es im Libanon wegen anhaltender Kämpfe zwischen Hisbollah und Israel. Die Hisbollah fordert einen umfassenden Waffenstillstand, was Israel ablehnt. Gleichzeitig bietet die Linkspartei in Deutschland Schulungen zur Kriegsdienstverweigerung an, angesichts der Debatte über einen möglichen neuen Wehrdienst und einer verbreiteten Ablehnung verpflichtender Dienste bei jungen Menschen.
www.zeit.de06.06.2026
Die Zahl der Organspenden in Schleswig-Holstein ist gestiegen. Von Januar bis Mai wurden 47 Organe entnommen, mehr als im Vorjahr. Die Zahl der Organspender erhöhte sich auf 13. Dennoch stehen weiterhin 392 Patienten auf der Warteliste. Bundesweit zeigt sich ebenfalls eine positive Entwicklung bei Spenden und Transplantationen.
www.zeit.de06.06.2026
Hamburg hat bundesweit die meisten Organspender pro Kopf. Im Jahr 2026 verzeichnete die Hansestadt 35,0 Organspender je Million Einwohner, weit über dem Bundesdurchschnitt. In Hamburg warten aktuell 158 Menschen auf eine Organspende, vor allem Nieren. Der Tag der Organspende am 6. Juni soll aufklären und zur Entscheidung motivieren. Hamburgs Sozialsenatorin unterstützt die Widerspruchslösung, welche jüngst auch im Bundestag diskutiert wird.
www.zeit.de06.06.2026
In Thüringen warten 281 Menschen auf ein Spenderorgan. Obwohl die Anzahl der Organspenden im Freistaat rückläufig ist und unter dem Bundestrend liegt, ist die Zahl der Transplantationen gestiegen. Hauptsächlich werden Nieren, gefolgt von Lebern und Herzen, benötigt. Das Universitätsklinikum Jena hebt die Bedeutung der Organspende hervor und ist bundesweit eine wichtige Anlaufstelle für Lungentransplantationen.
www.zeit.de06.06.2026
Sachsen veranstaltet erstmals eine Woche der Baukultur vom 22. bis 26. Juni. Im Fokus stehen Themen wie gutes Planen, ressourcenschonendes Bauen, Holzbau und Kreislaufwirtschaft, die für Städte und Gemeinden relevant sind. Die Veranstaltungen, darunter Fachgespräche, Stadtspaziergänge und Ausstellungen, sollen die Bedeutung von Baukultur für das Wohlbefinden und die Funktionalität von Orten hervorheben. Vergeben werden auch der Sächsische Staatspreis für Baukultur und der Preis für Ländliches Bauen.
www.zeit.de06.06.2026
Im Nordosten Deutschlands warten 209 Menschen auf ein Spenderorgan, hauptsächlich Nieren. Obwohl die Zahl der entnommenen Organe in Mecklenburg-Vorpommern gestiegen ist, ist die Zahl der Spender gering. Die Gesundheitsministerin plädiert für eine Widerspruchslösung zur Erhöhung der Spendenbereitschaft. Bundesweit steigen sowohl Organspender als auch transplantierte Organe.
www.zeit.de06.06.2026
Das Seriencamp in Köln präsentiert bis zum 11. Juni neue Serienformate, darunter Welt- und Deutschlandpremieren. Gezeigt werden unter anderem die Fortsetzung von "Club der roten Bänder" sowie deutsche Produktionen wie "All Heroes Are Bastards" und "Das Manko". Das Festival bietet auch Einblicke in aktuelle TV-Trends und dient als Branchentreffen.
www.zeit.de06.06.2026
Anwohner der Berliner Kurfürstenstraße protestieren gegen Prostitution, Drogenhandel und Verwahrlosung. Sie fordern ein Sperrgebiet nahe Kitas und Schulen. Die CDU will Straßenprostitution stadtweit verbieten, stößt aber auf Widerstand von SPD, Linken und Grünen. Diese plädieren für Hilfsangebote und bessere Regulierung statt Verdrängung, da Verbote die Probleme lediglich verlagern würden. Die Umsetzung eines Verbots durch den Senat ist umstritten und erfordert Abstimmung.
www.zeit.de06.06.2026
Ein 15-jähriger Mopedfahrer ist in Pasewalk lebensgefährlich verletzt worden, als er mit einem Auto kollidierte. Der Jugendliche übersah offenbar an einer Kreuzung das Auto eines 39-Jährigen. Ein Rettungshubschrauber brachte ihn ins Krankenhaus. Der Autofahrer wurde leicht verletzt. Die Polizei ermittelt nun den genauen Unfallhergang. Die Bundesstraße war zeitweise gesperrt.
www.zeit.de06.06.2026
Die Justizministerkonferenz will Schutzlücken im Sexualstrafrecht schließen. Hamburgs Justizsenatorin Gallina schlägt ein "Nur Ja heißt Ja"-Modell vor, da das bisherige "Nein heißt Nein" Opfer in Schockstarre nicht ausreichend schütze. Zudem sollen Verjährungsfristen verlängert werden, um späte Taten und solche mit sedierten Opfern besser verfolgen zu können. Auch die Nichtanzeige geplanter schwerer Sexualstraftaten soll künftig strafbar werden.