Anschlag auf Berliner CSD: BKA stuft 410 Menschen in Deutschland als islamistische Gefährder ein

www.spiegel.de28.07.2026

Das BKA stuft 410 Menschen als islamistische Gefährder ein. Diese Zahl, die vom Anschlag auf den Berliner CSD ausging, ist Teil einer größeren Debatte über den Umgang mit Extremisten. Neben den islamistischen Gefährdern gibt es auch Rechtsextremisten (65) und Linksextremisten (17). Die Einstufung als Gefährder ist dynamisch und eine Einzelfallentscheidung. Der mutmaßliche CSD-Attentäter war als islamistischer Gefährder bekannt, was Forderungen nach härteren Maßnahmen und einer Überprüfung gerichtlicher Entscheidungen laut werden lässt.

Dobrindt will Fußfesseln und Präventivhaft für Gefährder

www.spiegel.de28.07.2026

Bundesinnenminister Dobrindt fordert nach dem Berliner CSD-Anschlag härtere Maßnahmen gegen "Gefährder". Dazu zählen die Ablehnung von Jugendstrafrecht und Bewährung, ein verstärkter Einsatz von elektronischen Fußfesseln sowie bundesweit einheitliche Regeln für Präventivhaft. Der Verdächtige, ein als "Gefährder" eingestufter 21-Jähriger, konnte trotz Vorstrafen und Terrorabsichten frei agieren. Demgegenüber mahnt Hamburgs Justizsenatorin Gallina eine sorgfältige Aufarbeitung vor rechtspolitischen Schlüssen an.

Storchenpopulation: Warum Hessen so eine hohe Storchendichte hat

www.zeit.de28.07.2026

Hessen hat die höchste Storchendichte Deutschlands, wobei die Zahl der Brutpaare stetig steigt. Faktoren sind natürliche Feuchtgebiete, künstliche Nisthilfen und die Anpassung an neue Nahrungsquellen wie Mülldeponien. Mildere Winter und verändertes Zugverhalten begünstigen ebenfalls die Population. Allerdings stellen verschluckte Abfälle eine ernste Gefahr dar. Der BUND fordert den Erhalt natürlicher Lebensräume.

Kriminalität: Zerstückelte Mädchenleiche: Musiker D4vd muss vor Gericht

www.zeit.de28.07.2026

Der Musiker D4vd (bürgerlich David Anthony Burke) muss sich wegen Mordverdachts vor Gericht verantworten. Ihm wird vorgeworfen, ein 14-jähriges Mädchen erstochen und die Leiche zerstückelt zu haben. Die Staatsanwaltschaft erhebt zudem Anklage wegen sexuellem Missbrauch. Burke droht eine lebenslange Haftstrafe oder die Todesstrafe. Die Anklage wurde durch belastende Details und Beweisfotos untermauert.

Nach Anschlag in Berlin: Grünen-Politikerin Gallina: Anschlag intensiv aufarbeiten

www.zeit.de28.07.2026

Nach dem Anschlag auf den Berliner CSD betont Anna Gallina, Vorsitzende der Justizministerkonferenz, die Notwendigkeit einer intensiven Aufarbeitung vor rechtspolitischen Schlussfolgerungen. Sie verweist auf bereits bestehende Instrumente der Strafverfolgung. Bundesinnenminister Dobrindt fordert hingegen härtere Maßnahmen wie Präventivhaft und elektronische Fußfesseln für Gefährder. Der mutmaßliche Täter, ein 21-Jähriger, war zuvor wegen Vorbereitung einer Gewalttat verurteilt und haftete nicht.

Queere Community: Sozialminister: Regenbogenflagge ist Kampfsymbol geworden

www.zeit.de28.07.2026

Brandenburgs Sozialminister René Wilke sieht eine Verschärfung des gesellschaftlichen Klimas für queere Menschen. Die Regenbogenflagge sei von einem Symbol der Selbstverständlichkeit zu einem politischen Kampfsymbol geworden. Aufgrund von Anfeindungen und Gewalt fühlen sich queere Menschen zunehmend unsicher. Rechtsextreme Gruppen mobilisieren gegen Veranstaltungen, was zu Zerstörungen von Flaggen führt. Wilke will die Community ideell und gegebenenfalls finanziell unterstützen. Die Amadeu Antonio Stiftung fordert Politikern auf, Präsenz bei CSDs zu zeigen, um Betroffenen Sicherheit zu geben.

Bayreuther Festspiele: Die Maschine träumt vom «Rheingold»

www.zeit.de28.07.2026

Die Bayreuther Festspiele feiern ihr 150-jähriges Bestehen mit einer neuartigen Inszenierung von Wagners "Ring des Nibelungen", die von einer eigens entwickelten Künstlichen Intelligenz bebildert wird. Die KI erzeugt visuelle Assoziationen zu Musik und Text, was gemischte Reaktionen hervorruft: Lob wird der technischen Innovation und Kosteneffizienz zuteil, Kritik richtet sich gegen das fehlende Regiekonzept. Trotz einiger Buhrufe und Applaus markiert das Projekt eine neue Auseinandersetzung des Theaters mit Digitalisierung.

Idaho: Studentenmord – Verurteilter will Geständnis zurückziehen

www.spiegel.de28.07.2026

Bryan Kohberger, verurteilt für den Mord an vier Studenten in Idaho, kündigte an, sein Schuldeingeständnis zurückzuziehen. Er begründet dies mit falschen Versprechungen. Kohberger fordert ein neues Verfahren und betont, er sei nicht besorgt über die mögliche Todesstrafe. Der Fall ereignete sich 2022 und schockierte die USA. Die Opferdaten, Beweise (DNA, Handyortung) und die Umstände der Ermittlungen sind relevante Hintergründe.

Nach Anschlag auf Berliner CSD: Kramer warnt vor Radikalisierung Jugendlicher

www.zeit.de28.07.2026

Thüringens Verfassungsschutzpräsident Stephan Kramer warnt nach dem Anschlag auf den Berliner CSD vor der zunehmenden Radikalisierung von Jugendlichen. Er sieht eine hohe Vulnerabilität junger Menschen für extremistische Bindungen und fordert präventive Hilfsangebote sowie eine bessere Ausstattung der Jugendhilfe. Zudem sollen Sicherheitsbehörden gesetzlich befähigt werden, radikalisierte Minderjährige frühzeitiger zu erfassen und andere Hilfseinrichtungen zu informieren, um gezielter gegen die Rekrutierung von Nachwuchs durch Extremisten vorgehen zu können.

Kalenderblatt: Was geschah am 28. Juli?

www.zeit.de27.07.2026

Am 28. Juli ereigneten sich bedeutende Ereignisse. 2025 verunglückte Biathletin Laura Dahlmeier tödlich. 2006 übernahm Metro Wal-Marts deutsche SB-Warenhäuser. 1996 startete Leo Kirch mit DF1 das digitale Fernsehen in Deutschland. 1976 forderte ein schweres Erdbeben in China Tausende von Opfern. 1951 verabschiedeten die UN die Genfer Flüchtlingskonvention. Geburtstage feierten 2026 Kai Schumann, 1956 Nikolaus von Bomhard, 1951 Veronika Fischer, 1941 Riccardo Muti und 1920 Rut Brandt.

Briefwahl in den USA: US-Regierung ruft Obersten Gerichtshof im Streit um Wahlreform an

www.zeit.de27.07.2026

Die US-Regierung hat den Supreme Court angerufen, um vorläufige Änderungen der Briefwahlregeln zu ermöglichen, die Präsident Donald Trump anstrebt. Ein Berufungsgericht stoppte Trumps Anordnung, nur registrierte Wähler per Briefwahl zuzulassen. Kritiker befürchten, die Reform könnte die Wahl manipulieren, da traditionell mehr Demokraten per Briefwahl abstimmen. Die Verfassung sieht vor, dass die Bundesstaaten und der Kongress Wahlregeln festlegen, nicht der Präsident. Trump zweifelt seit langem an der Sicherheit der Briefwahl, obwohl es keine Beweise für deren Unsicherheit gibt.

Brasilien: Prachtvolle Amazonas-Theater erhalten Unesco-Welterbe-Status

www.spiegel.de27.07.2026

Zwei historische Theater im brasilianischen Amazonas, das Teatro Amazonas (Manaus) und das Theatro da Paz (Belém), wurden von der UNESCO als Welterbe anerkannt. Diese prachtvollen Bauten spiegeln die Architektur Europas und Elemente des Amazonas wider und entstanden während des Kautschukbooms zwischen 1879 und 1912. Sie sind die ersten Kulturerbestätten aus der nördlichen Region Brasiliens auf der UNESCO-Liste.

USA: Trump sieht »gute Chance« für Gesprächslösung mit dem Iran

www.zeit.de27.07.2026

US-Präsident Trump sieht eine "gute Chance" für eine Gesprächslösung mit dem Iran, berichtet von "sehr freundlichen" Gesprächen, während der Iran diplomatische Bemühungen bestätigt, aber jegliche Anfrage nach neuen Verhandlungen zurückweist. Trump droht mit erneuten Angriffen, falls die Gespräche scheitern. Die USA hatten zuvor eine 13-tägige Serie von Luftangriffen beendet.

Anschlag auf CSD in Berlin: Warschauer Staatsanwaltschaft nimmt Ermittlungen auf

www.spiegel.de27.07.2026

Die Warschauer Staatsanwaltschaft ermittelt im Fall der 65-jährigen Polin, die beim Anschlag auf den Berliner CSD ums Leben kam. Die Frau war mit ihrer Tochter vor Ort, als der mutmaßliche Täter mit einem Auto in eine Menschenmenge fuhr. Die Bundesanwaltschaft bestätigte das Alter des Opfers, die Verletzung der Tochter ist unklar. Der mutmaßliche Täter wurde von Sicherheitsbehörden beobachtet und bei einem Polizeieinsatz erschossen.

Ludwigshafen: Frau lässt 22 Katzen verwahrlosen – Tiere beschlagnahmt

www.spiegel.de27.07.2026

Das Veterinäramt beschlagnahmte 22 verwahrloste Katzen aus einer Wohnung in Ludwigshafen. Die Tiere waren ohne Futter und Wasser in katastrophalen hygienischen Bedingungen gehalten worden. Die Halterin leistete Widerstand und wurde festgenommen. Sie muss nun für die Kosten aufkommen und sieht sich einem Halteverbot sowie einer Strafanzeige gegenüber. Zuvor gab es anonyme Hinweise und gescheiterte Kontrollversuche.