Waffenbestand der Bundeswehr: Bundesregierung räumt »Herausforderungen« bei Waffenreparaturen ein

www.zeit.de05.06.2026

Die Bundesregierung hat "Herausforderungen" bei Waffenreparaturen der Bundeswehr eingeräumt, wie ein interner Bericht laut Medienberichten nahelegt. Engpässe bei Ersatzteilen und gestiegene Übungszahlen, auch durch Lieferungen an die Ukraine, erschweren die Instandhaltung. Das Verteidigungsministerium betont jedoch, die Bündnisverpflichtungen seien nicht gefährdet und die Einsatzbereitschaft verbessere sich.

Schwimm- und Freizeitbäder: 25 Millionen vom Bund für Schwimmbäder in Schleswig-Holstein

www.zeit.de05.06.2026

Schleswig-Holstein erhält 25 Millionen Euro vom Bund für die Sanierung und den Neubau von Schwimmbädern. Zehn Projekte in verschiedenen Kommunen und für den Landessportverband werden gefördert, darunter Hallen- und Strandbäder. Die Mittel stammen aus einem Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität. Diese Investition soll die Schwimmsportinfrastruktur im Land stärken, insbesondere in Regionen mit hohem Bedarf.

Bauen: CDU für 15.000 Euro Baukindergeld - und scheitert im Landtag

www.zeit.de05.06.2026

Die CDU forderte im Landtag 15.000 Euro Baukindergeld pro Kind für den Ersterwerb einer selbstgenutzten Immobilie. Fraktionschef Peters begründete dies mit hohen Baupreisen und Zinsen, die den Traum vom Eigenheim für junge Familien unerreichbar machten. Die Regierungsfraktionen (SPD, Linke) lehnten den Antrag ab und setzten Mehrheiten für ihren Fokus auf sozialem Wohnungsbau durch. Die Grünen unterstützten eine Vereinfachung des sozialen Wohnungsbaus. Der Landeshaushalt steht unter Druck, was als Grund für die Ablehnung genannt wurde.

»Nius«: BVG stoppt Werbung für Julian Reichelts rechtspopulistisches Portal

www.spiegel.de05.06.2026

Die BVG hat die Werbekampagne des rechtspopulistischen Portals "Nius" im Berliner Nahverkehr gestoppt. Auslöser war ein neues Motiv, das nach Ansicht der BVG die Grenzen der Meinungsfreiheit überschreitet. Zuvor hatte es massive Proteste gegen die provokanten Plakate gegeben, die von einer Mehrheit der Berliner abgelehnt wurden. "Nius" kündigte rechtliche Schritte wegen des Anzeigenstopps an und löste damit erneut eine Debatte aus.

Sechsstelliger Sachschaden: Wohnhaus in Flammen - Frau soll Dokumente verbrannt haben

www.zeit.de05.06.2026

In Moosthenning brennt ein Einfamilienhaus nach dem Verbrennen von Dokumenten. Eine 56-jährige Frau erlitt leichte Verletzungen und soll die Tat begangen haben. Der Sachschaden wird auf einen mittleren sechsstelligen Betrag geschätzt. Die genauen Motive sind unklar. Die Frau wird wegen schwerer Brandstiftung und versuchten Tötungsdelikts ermittelt und in einer Fachklinik untergebracht.

Ukraine: Europäer planen Treffen mit Selenskyj nach Angebot an Putin

www.spiegel.de05.06.2026

Europäische Staats- und Regierungschefs wollen sich in Kürze mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj treffen, nachdem dieser direkte Friedensgespräche mit Russlands Präsident Wladimir Putin angeboten hat. Die Bundesregierung unterstützt Selenskyjs Vorstoß, der auch die Einbeziehung Europas und der USA vorsieht. Frankreich, Großbritannien und Deutschland sehen sich als wichtige Unterstützer der Ukraine und drängen auf einen Friedensplan. Russland lehnt direkte Gespräche unter Beteiligung Dritter ab.

ICE will Todesfälle von kürzlich freigelassenen Menschen offenbar nicht mehr melden

www.spiegel.de05.06.2026

Die US-Einwanderungsbehörde ICE will laut "Washington Post" die Meldung von Todesfällen einschränken. Zukünftig sollen nur noch Todesfälle in direktem Gewahrsam erfasst werden. Eine Regelung von 2021, die auch Tode innerhalb von 30 Tagen nach Entlassung berücksichtigte, entfällt. Kritiker befürchten, dass dies die Aufklärung von Missständen erschweren könnte, insbesondere angesichts der bereits hohen Zahl von 18 Todesfällen in ICE-Gewahrsam in diesem Jahr.

Migration: Ministerium: Deutlich mehr Abschiebungen vollzogen

www.zeit.de05.06.2026

In Thüringen wurden in den ersten vier Monaten des Jahres 213 Menschen abgeschoben, deutlich mehr als im Vorjahr. Migrationsministerin Beate Meißner (CDU) betonte die Notwendigkeit von Ordnung und Steuerung in der Migrationspolitik, insbesondere bei Rückführungen von Personen ohne Aufenthaltsrecht, vor allem bei Straffälligkeit. Thüringen hat zudem eine Abschiebungshafteinrichtung in Arnstadt eingerichtet, in der seit August mehr als 100 Personen untergebracht waren.

Meinung: A20 in Niedersachsen: Start der Bauarbeiten für umstrittene Moorautobahn

www.spiegel.de05.06.2026

In Niedersachsen begannen die Bauarbeiten für die umstrittene Küstenautobahn A20. Trotz Sanierungsstaus bei bestehenden Straßen und Brücken wird ein neues Autobahnstück über kohlenstoffspeicherndes Moorgebiet gebaut. Kritiker bemängeln die hohen Kosten, die Umweltschäden und die widersprüchlichen Prioritäten angesichts der Klimakrise und des Investitionsstaus. Befürworter sehen logistische Vorteile für Wirtschaft und Energiewende. Das Projekt ist historisch belastet und aktuell stark umstritten.

Krieg in Osteuropa: Ukrainische Drohne explodiert im rumänischen Hafen Constanta

www.zeit.de05.06.2026

Eine ukrainische Seedrohne explodierte im rumänischen Hafen Constanta. Laut Kiew wurde sie durch russische Störsignale unsteuerbar. Das rumänische Verteidigungsministerium bestätigte, dass niemand verletzt wurde. Die Drohne explodierte, als das Militär sie entschärfen wollte. Es entstanden Schäden an einer Lagerhalle und einem Schiff. In der Vergangenheit gab es bereits Vorfälle mit russischen Drohnen in Rumänien.

Berlins Bürgermeister Wegner mit eigenem Truck beim CSD in Berlin

www.spiegel.de05.06.2026

Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner nimmt dieses Jahr prominent am CSD teil, mit einem eigens designten, doppelstöckigen Truck unter dem Motto "Regenbogenhauptstadt Berlin". Dies ist ein sichtbares Zeichen für Vielfalt und Gleichstellung. Die Teilnahme ist Teil einer Kampagne, die das Land Berlin mit rund 375.000 Euro finanziert. Wegners Engagement wird von den CSD-Veranstaltern positiv aufgenommen, insbesondere im Hinblick auf Berlins Bewerbung für den WorldPride 2032.

ISS: Luftleck im russischen Segment versetzt Raumstation in Alarmzustand

www.spiegel.de05.06.2026

Ein Luftleck im russischen Segment der ISS hat die Nasa dazu veranlasst, die Crew in die Raumkapseln zu evakuieren. Dies ist eine Vorsichtsmaßnahme, während russische Kosmonauten versuchen, die undichte Stelle zu reparieren. Die mehr als 25 Jahre alte Raumstation hat in der Vergangenheit bereits ähnliche Probleme und Pannen erlebt, darunter auch eine vorzeitige Rückkehr einer Crew wegen eines medizinischen Problems.

Marode Infrastruktur: Bonner Nordbrücke hat für Schnieder «absolute Priorität»

www.zeit.de05.06.2026

Bundesverkehrsminister Schnieder bezeichnet die Bonner Nordbrücke, die wegen gravierender Schäden gesperrt wurde, als "absolute Priorität". Die Brücke ist eine entscheidende Ost-West-Verbindung mit hohem Verkehrsaufkommen. Sowohl Bund als auch Autobahn GmbH sehen die Instandsetzung als wichtigstes Projekt. Ob die Brücke wieder nutzbar sein wird, ist derzeit unklar. Technische Untersuchungen sollen Klarheit bringen, Sicherheit hat jedoch oberste Priorität.

Landesgesetze: Entwurf für Antidiskriminierungsgesetz eingereicht

www.zeit.de05.06.2026

Ein Gesetzentwurf für ein schleswig-holsteinisches Antidiskriminierungsgesetz wurde von CDU und Grünen eingereicht. Ziel ist es, Betroffenen den Nachweis von Diskriminierung zu erleichtern, indem nur noch überwiegend wahrscheinliche Tatsachen bewiesen werden müssen. Eine Beweislastumkehr lehnt die CDU ab. Das Gesetz gilt für öffentliche Stellen des Landes, jedoch nicht für Gemeinden, Justiz und Polizei unter bestimmten Bedingungen. Die Grünen loben die Ausweitung des Schutzes, die Polizeigewerkschaft kritisiert den bürokratischen Mehraufwand.

Kriminalität: Terroranschlag geplant – mehr als fünf Jahre Haft für Syrer

www.zeit.de05.06.2026

Ein 22-jähriger Syrer wurde wegen der Planung eines Terroranschlags zu fünf Jahren und vier Monaten Haft verurteilt. Er wollte aus radikal-islamistischer Gesinnung mit einem Messer und einem Sprengstoffgürtel jüdische Menschen und "Ungläubige" töten. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass er kurz vor der Tat stand. Seine Radikalisierung erfolgte schnell, beeinflusst durch IS-Propaganda. Er hat die Anschuldigungen teilweise gestanden und um Entschuldigung gebeten.