www.zeit.de26.04.2026
Die digitale Führung "Fulda im Hexenwahn" verzeichnet großes Interesse mit über 1.500 Downloads. Sie thematisiert das Schicksal von Merga Bien, einem prominenten Opfer der Hexenverfolgung in Fulda, wo zwischen 1600 und 1606 etwa 270 Frauen und drei Männer hingerichtet wurden. Das Projekt ehrt die Opfer und hält ihre Erinnerung wach, indem es ihre Geschichten lebendig werden lässt.
www.zeit.de26.04.2026
Theo Waigel, ehemaliger Bundesfinanzminister, erhält den "Freiheitspreis der Medien" für sein politisches Lebenswerk und seine Prägung der europäischen Integration, insbesondere des Euro. Die Auszeichnung, die auf dem Ludwig-Erhard-Gipfel am Tegernsee verliehen wird, würdigt seine Rolle als Architekt der Wirtschafts- und Währungsunion. Der Gipfel selbst war zuletzt wegen Vorwürfen des Einflusskaufs in die Kritik geraten.
www.zeit.de26.04.2026
Rheinland-pfälzische Kommunen kämpfen mit einem Rekorddefizit von 1,3 Milliarden Euro, angetrieben durch steigende Sozial-, Kita- und Personalkosten. Der Landkreistag fordert Pauschalisierung bei Sozialleistungen zur Bürokratieentlastung, gestaffelte Kita-Gebühren und flexible Personalsstandards. Eine Bedarfsanalyse für den ÖPNV und eine dynamische Berücksichtigung von Tarifsteigerungen bei der staatlichen Finanzzuweisung sind weitere Forderungen. Die Kommunen hoffen auf Verbesserungen durch den anstehenden Machtwechsel und ein neues Kommunales Finanzausgleichsgesetz 2028, während 43 Klagen anhängig sind.
www.zeit.de26.04.2026
Die Hochrheinstrecke ist wegen Elektrifizierungsarbeiten bis voraussichtlich Juli 2027 gesperrt. Reisende zwischen Basel und Erzingen müssen auf Ersatzbusse umsteigen. Das Projekt für 434 Millionen Euro beinhaltet den Bau neuer Oberleitungen, barrierefreier Haltestellen und den Umbau bestehender Bahnhöfe, um moderne Elektrozüge einzusetzen und den Takt zu verdichten.
www.zeit.de26.04.2026
Angesichts steigender Reisekosten rücken sachsen-anhaltische Seen als attraktive Urlaubsziele für die Badesaison näher. Entstanden aus ehemaligen Tagebauen oder als traditionelle Gewässer, bieten Seen wie der Goitzschesee, Geiseltalsee und Arendsee vielfältige Freizeitmöglichkeiten. Die Wasserqualität ist meist gut. Die DLRG warnt jedoch vor Badeunfällen in unbewachten Bereichen. Die offizielle Badesaison läuft von Mitte Mai bis Mitte September.
www.zeit.de26.04.2026
Freiburg wählt heute seinen neuen Oberbürgermeister. Acht Kandidaten, darunter der amtierende Martin Horn, der eine zweite Amtszeit anstrebt, und Herausforderin Monika Stein, treten an. Sollte keiner die absolute Mehrheit erreichen, findet eine Stichwahl statt, bei der nur die beiden stärksten Kandidaten antreten dürfen – eine Neuerung in Baden-Württemberg. Die Wahllokale sind bis 18 Uhr geöffnet.
www.zeit.de26.04.2026
Sachsens Seen, oft aus renaturierten Braunkohletagebauen entstanden, bieten attraktive Badespaß-Möglichkeiten vor Ort. Regionen wie das Leipziger Neuseeland und die Lausitzer Seenlandschaft locken mit vielfältigen Wassersportangeboten, gut ausgebauten Uferwegen und teils autark nutzbaren Ferienhäusern. Die Wasserqualität ist meist gut, Badegäste sollten jedoch auf ausgewiesene Bereiche und Beaufsichtigung achten.
www.zeit.de26.04.2026
Die sächsische Regierung tagt dreitägig in Dresden, um den Doppelhaushalt 2027/2028, die Verwaltungsmodernisierung und die Entlastung von Kommunen sowie Wirtschaft zu beraten. Ein zentrales Thema ist die Schließung eines Haushaltsdefizits von 2,9 Milliarden Euro, das unter anderem durch Personalabbau in der Verwaltung mit mindestens 6.131 Stellen bis 2040 angegangen werden soll. Da die Minderheitskoalition auf Oppositionstimmen angewiesen ist, folgt nach der Klausur ein parlamentarisches Verfahren.
www.zeit.de26.04.2026
Eine Studie von DICE und ZEW zeigt, dass die 12-Uhr-Regel für Spritpreise in Deutschland zu höheren Gewinnen für Mineralölkonzerne geführt hat, insbesondere bei Benzin. Die Gewinnmargen stiegen im Schnitt um 6 Cent pro Liter. Bei Diesel ist der Effekt weniger eindeutig. Kleinere Anbieter und Tankstellen in Süddeutschland waren am stärksten betroffen. Die Studie analysierte Preisdaten vor und nach der Reform am 1. April und verglich Nettopreise mit Großhandelspreisen.
www.zeit.de26.04.2026
In Hessen bereiten sich Abiturienten auf Prüfungen vor, wobei Bedenken hinsichtlich digitaler Täuschungsversuche wie Scan-Brillen oder KI-gestützten Ohrhörern bestehen. Das Kultusministerium betont die Folgen bei Erwischtwerden, von Wiederholungen bis zum Nichtbestehen der gesamten Prüfung. Schulen setzen auf präventive Maßnahmen und Verweise auf Prüfungsordnungen. Störsender sind unzulässig. Experten empfehlen stattdessen eine Stärkung der Medienkompetenz und eine Reduzierung der Täuschungsanfälligkeit von Klausuren.
www.zeit.de26.04.2026
40 Jahre nach Tschernobyl ist die Strahlenbelastung in Deutschland gering. Besonders Süddeutschland, darunter Baden-Württemberg, war von Fallouts betroffen. Cäsium-137 ist ein relevanter radioaktiver Stoff, der sich in Waldböden anreichert. Wildschweinfleisch kann Grenzwerte überschreiten, weshalb eine Überwachung erfolgt. Wildpilze sind meist unbedenklich, Speisepilze aus dem Supermarkt sowie Zuchtpilze ebenfalls. Eine Verzehrempfehlung für Wildpilze wird aus Vorsicht gegeben.
www.zeit.de26.04.2026
Die Asiatische Tigermücke breitet sich in Baden-Württemberg aus und kann Tropenkrankheiten wie Chikungunya und Denguefieber übertragen. Um ihre Vermehrung einzudämmen, ist es wichtig, Brutstätten zu vermeiden. Typische Brutorte sind Regentonnen, Blumentopfuntersetzer oder Spielzeug, wo sich schon kleine Wassermengen sammeln. Gefäße sollten geleert oder abgedichtet werden. BTI-Tabletten, die für Menschen und Tiere ungefährlich sind, können ebenfalls zur Larvenbekämpfung eingesetzt werden.
www.zeit.de26.04.2026
40 Jahre nach Tschernobyl ist die zusätzliche Strahlenbelastung durch den Unfall in Deutschland gering und gesundheitlich unbedenklich. Insbesondere Cäsium-137 ist weiterhin relevant, hauptsächlich in Pilzen und Wild, speziell Wildschweinen in Süddeutschland. Supermarktprodukte unterliegen strengen Grenzwerten, so dass hier keine gesundheitliche Sorge bestehen muss.
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Ein gestrandeter Buckelwal vor Poel soll per Lastkahn in die Nordsee geschleppt werden. Das private Initiative-Konzept wurde vom Umweltministerium geduldet. Der Transport ist auf dreieinhalb Tage angesetzt. Ein zwölf Tonnen schwerer Walbull soll mit einer Barge über eine spezielle Rinne auf den Kahn gelotst werden. Die Aktion könnte Dienstag oder Mittwoch starten. Ein Tracker soll den Wal begleiten, funktioniert aber unter Wasser nicht. Big Bags werden als Barriere platziert, um ein weiteres Vordringen in Flachwasserzonen zu verhindern. Der Wal wurde erstmals Anfang März in der Ostsee gesichtet und verbrachte viel Zeit in Flachwasser, möglicherweise wegen Krankheit.
www.zeit.de26.04.2026
Im heutigen Hessen fanden zwischen 1580 und 1680 etwa 1.800 Hexenprozesse statt, die meist mit einer Verurteilung endeten. Autor Matthias Lothhammer erklärt, dass Frauen zu Sündenböcken für Missernten, Tiersterben oder Krankheiten gemacht wurden. Die Verfolgung fand oft in Krisenzeiten wie der Pest statt. Verurteilte Hexen erwartete meist der Tod auf dem Scheiterhaufen.