Klimakrise: Meere so warm wie noch nie um diese Jahreszeit

www.zeit.de01.07.2026

Die Weltmeere verzeichnen zum Sommerbeginn neue Rekordtemperaturen. Sowohl das EU-Klimaprogramm Copernicus als auch die University of Maine bestätigen Spitzenwerte durch unabhängige Messungen. Die ungewöhnlich warmen Ozeane, verstärkt durch das natürliche Phänomen El Niño, deuten auf eine neue Phase der Klimaerwärmung hin und erhöhen das Risiko für extreme Wetterereignisse. Die Erwärmung der Meere ist eine direkte Folge des menschengemachten Klimawandels.

Demonstrationen: Wegner fordert schärferes Versammlungsrecht für Berlin

www.zeit.de01.07.2026

Berlins CDU-Chef Kai Wegner fordert eine Verschärfung des Versammlungsrechts. Anlass ist eine Demonstration zum Aschura-Fest, bei der Kinder in eine inszenierte Verschleppung einbezogen wurden. Wegner kritisiert, dass das aktuelle Recht islamistische und antisemitische Hetze schütze. Er plädiert für die Wiedereinführung des Begriffs "öffentliche Ordnung", um solche Versammlungen im Vorfeld zu erschweren oder zu untersagen. Eine geplante Überarbeitung des Gesetzes durch CDU und SPD ist bisher am Widerstand der SPD gescheitert.

Bergsteigen: Messner-Sohn Simon will mehr Vater sein

www.zeit.de01.07.2026

Simon Messner, Sohn von Reinhold Messner, möchte als Vater präsent sein und seine Rolle anders gestalten. Er sieht eine erhöhte Gefahr beim Bergsteigen durch den Klimawandel, wie gesteigerte Steinschläge. Persönliche Verluste am Berg haben ihn zum Umdenken bewegt. Die Vaterschaft war ein Wendepunkt, der seine Zeit am Berg stark reduziert hat. Sein neuer Film "Aus dem Schatten" beleuchtet das Bergsteigen neu. Aktuell hat er keinen Kontakt zu seinem Vater.

Millionenschaden nach Feuer: Was die Gäste mit der Thermeneröffnung im «Miramar» erwartet

www.zeit.de01.07.2026

Die Salz- und Kristalltherme im Miramar-Freizeitbad öffnet nach einem Brand mit über 20 Millionen Euro Schaden wieder. Nach 18 Monaten Umbau und Modernisierung ist nun der gesamte Komplex vollständig betriebsbereit. Die Kosten für den Wiederaufbau beliefen sich auf mehr als 20 Millionen Euro, wovon neun Millionen auf die Therme entfallen. Die Tarife steigen moderat, der Tagestarif für die Therme mit Erlebnisbad kostet nun 38,90 Euro. Ein technischer Defekt verursachte das Feuer.

Berliner Nahverkehr: Azubi-D-Ticket startet in Berlin - Vorverkauf in Brandenburg

www.zeit.de01.07.2026

Auszubildende in Berlin können ab sofort ein vergünstigtes Deutschlandticket für 37,80 Euro monatlich nutzen, wobei das Land die Differenz übernimmt. Ähnliche Regelungen gelten ab August auch für Brandenburg. Das Angebot richtet sich auch an Teilnehmende an Freiwilligendiensten. Für Auszubildende in dualen Ausbildungen ist die Verfügbarkeit vom Arbeitgeber abhängig, der einen Zuschuss leisten muss.

Energiewende: Wasserstoff-Hochlauf: Technik reif, Preise noch zu hoch

www.zeit.de01.07.2026

Die Energiewende treibt den Umbau der Industrie auf Wasserstoff voran. Während die Technik reif ist, sind die Preise für grünen Wasserstoff noch zu hoch. Große Unternehmen profitieren vom geplanten Wasserstoff-Kernnetz. Mittelständische Betriebe, wie HMT, bereiten ihre Produktion vor, stoßen aber auf hohe Kosten und Lieferschwierigkeiten, die den Umstieg erschweren. Wasserstoff ist für Hochtemperaturprozesse unverzichtbar, doch seine Verfügbarkeit und Wirtschaftlichkeit bleiben zentrale Hürden.

Armenküche: Hungrig - Wo Arme satt werden

www.zeit.de01.07.2026

Die Sozialküche der Barmherzigen Brüder versorgt täglich 40-70 bedürftige Menschen, darunter Obdachlose und Geringverdiener, mit warmen Mahlzeiten. Das Essen stammt aus der Krankenhaus-Großküche und ist oft vom Vortag. Neben Essen bietet die Einrichtung auch Waschmöglichkeiten, Duschen und Kleiderkammern. Die Helfer und Bruder Elias, der die Küche seit 24 Jahren leitet, betonen die Wichtigkeit der Werke der Barmherzigkeit und des sozialen Kontakts für die Besucher.

Nach Missbrauch in Stuttgart: Toilette war schon mal Tatort - was die Polizei sagt

www.zeit.de01.07.2026

In Stuttgart ereignete sich ein weiterer Missbrauch in einer öffentlichen Toilette am Charlottenplatz. Acht Monate nach einem ähnlichen Vorfall mit einem 14-jährigen Mädchen wurde eine 16-Jährige dort von zwei Männern überfallen und missbraucht. Die Polizei geht trotz des identischen Tatorts von zwei unabhängigen Tätern aus und ermittelt in beiden Fällen.

Studie: In alten Handys schlummert eine Tonne Gold

www.zeit.de01.07.2026

Eine Studie der Deutschen Rohstoffagentur schätzt, dass in den 167 Millionen ungenutzten Althandys in Deutschland etwa eine Tonne Gold enthalten ist, zusammen mit anderen wertvollen Metallen wie Aluminium und Kupfer. Trotz des Edelmetalls ist der reine Metallwert pro Handy gering und sinkt, da heutige Smartphones weniger Gold, aber mehr Seltene Erden verbauen. Die Rückgewinnung ist technisch und wirtschaftlich herausfordernd, mit einer globalen Recyclingquote von nur 5-10%. Steigende Rücklaufquoten sind entscheidend, um dieses Potenzial zu nutzen.

Künstliche Intelligenz: USA heben Blockade von Anthropics KI-Modellen auf

www.zeit.de01.07.2026

Die US-Regierung hat die Exportbeschränkung für Anthropics KI-Modelle Mythos 5 und Fable 5 aufgehoben. Zuvor war der Zugang nur für Amerikaner gestattet, um den Missbrauch der fortschrittlichen KI zur Identifizierung von Software-Schwachstellen zu verhindern. Nach Zusicherungen von Anthropic, proaktiv Sicherheitsrisiken zu suchen und zu beheben, wird der Zugang wieder ermöglicht. Dies löst auch Sorgen in Europa, die durch ähnliche Beschränkungen von OpenAI verstärkt wurden.

Bundesregierung: Umweltminister Schneider startet Sommerreise

www.zeit.de01.07.2026

Bundesumweltminister Carsten Schneider beginnt seine Sommerreise in Mecklenburg-Vorpommern. Stationen sind das Atom-Zwischenlager Lubmin, die Insel Vilm und Sassnitz zur Information über den Zustand der Ostsee. Er gibt den Startschuss für das Bundeskompetenzzentrum Munitionsbergung, da in deutschen Meeren große Mengen Altmunition lagern. Geplant ist zudem ein Besuch bei einem Hersteller von grünem Wasserstoff und eine Radtour am Grünen Band.

Kriminalität: Gewalt gegen Polizisten in Bayern auf Höchststand

www.zeit.de01.07.2026

Gewalt gegen Polizeibeamte in Bayern hat 2025 einen neuen Höchststand erreicht, mit mehr Verletzten als je zuvor seit 2010. Dies gaben Innen- und Justizminister bekannt. Bereits Ende 2025 klagte Münchens Polizeipräsident über eine Verdoppelung verletzter Beamter innerhalb von zehn Jahren. Bayernweit wurden 2024 täglich mehr als acht Polizisten im Dienst verletzt, was fast 3.000 verletzte Beamte ergab.

Finanzen: Rechnungshofbericht zum Umgang mit Steuergeldern kommt

www.zeit.de01.07.2026

Der Thüringer Rechnungshof legt seinen Jahresbericht vor, der sich mit dem Umgang mit Steuergeldern befasst. Schwerpunkte sind die Mittelverwendung aus dem Bundes-Sondervermögen für Investitionen und Infrastruktur sowie die Landesverschuldung. Der Bericht prüft die Effizienz staatlicher Ausgaben und die Wirksamkeit von Förderprogrammen im Kontext eines über 14 Milliarden Euro schweren Landeshaushalts.

Mordprozess: Fall Fabian: Bekannte der Angeklagte sagen als Zeugen aus

www.zeit.de01.07.2026

Im Mordprozess um den siebenjährigen Fabian sagten am 16. Verhandlungstag acht Zeugen aus, darunter die Tierärztin und Bekannte der angeklagten 30-Jährigen. Auch der Arbeitgeber des Vaters, der mit der Frau liiert war, wurde befragt. Die Staatsanwaltschaft wirft der Angeklagten vor, Fabian im Oktober 2025 erstochen und den Leichnam angezündet zu haben. Die Angeklagte schweigt bisher, will sich aber äußern. Die Mutter des Opfers nimmt als Nebenklägerin teil.

Jahrestag Ministerpräsident: Entschuldigt sich Schnieder für die Flutkatastrophe 2021?

www.zeit.de01.07.2026

Rheinland-Pfalz's Ministerpräsident Gordon Schnieder, im Jahr 2021 Oppositionsführer, versprach sich für die Flutkatastrophe zu entschuldigen. Mittlerweile im Amt, steht er vor dem Jahrestag vor der Einlösung dieses Versprechens. Er kritisierte seine Vorgänger, da staatliches Versagen vor, während und nach der Flut eine Entschuldigung erfordere. Während Schweitzer und Dreyer Fehler einräumten, aber keine formale Entschuldigung aussprachen, sehen auch Betroffene im Ahrtal ein Systemversagen auf allen Ebenen. Für viele Betroffene ist eine Entschuldigung jedoch mittlerweile überflüssig, da die damaligen Verantwortlichen nicht mehr im Amt sind.