www.zeit.de08.07.2026
Im Tarifkonflikt an den Unikliniken Baden-Württembergs gingen die Verhandlungen ohne Annäherung in die dritte Runde, begleitet von Warnstreiks. Verdi fordert 7,5% mehr Lohn, mindestens 320€ mehr für Beschäftigte und 250€ für Azubis. Die Arbeitgeber bieten eine Einmalzahlung und 4,75% über drei Jahre, verweisen auf finanzielle Schwierigkeiten. Patient*innen müssen mit Einschränkungen rechnen, Notfallversorgung bleibt gewährleistet.
www.zeit.de08.07.2026
Die NATO-Staaten kündigten auf ihrem Gipfeltreffen in Ankara Rüstungsdeals im Wert von über 50 Milliarden US-Dollar an. Ziel ist der Ausbau gemeinsamer Produktionskapazitäten.
www.spiegel.de08.07.2026
Die Nato hat der Ukraine in Ankara milliardenschwere Militärhilfen zugesagt. Für dieses Jahr belaufen sich die Gelder für Ausrüstung, Unterstützung und Ausbildung auf 70 Milliarden Euro, die auch 2027 auf diesem Niveau fortgesetzt werden sollen. Bundeskanzler Merz sieht dies als klares Signal an Russland, dass dessen Kriegsziele nicht erreicht werden. Der Gipfel könnte eine Wende im Krieg darstellen.
www.zeit.de08.07.2026
Der Cum-Ex-Kronzeuge Kai-Uwe Steck entgeht einer Haftstrafe und erhält eine Bewährungsstrafe. Der Bundesgerichtshof bestätigte das Urteil, da Steck entscheidend zur Aufklärung des komplexen Steuerbetrugs beitrug. Er deckte Strukturen und überzeugte andere zur Kooperation. Steck muss über 12 Millionen Euro zurückzahlen. Cum-Ex-Geschäfte, bei denen durch Aktientransaktionen ungerechtfertigt Steuern erstattet wurden, verursachten einen zweistelligen Milliarden-Schaden. Sein früherer Partner Hanno Berger sitzt bereits in Haft.
www.zeit.de08.07.2026
Der Bundesgerichtshof hat das Urteil gegen einen 29-Jährigen wegen Mordes und versuchten Totschlags auf einem Bremer Friedhof bestätigt. Der Mann wurde zu lebenslanger Haft verurteilt, weil er einen Wohnungslosen mit Messerstichen tötete, um einen zuvor begangenen versuchten Totschlag zu vertuschen. Ein zweiter Angeklagter erhielt eine Bewährungsstrafe. Das Urteil ist nun rechtskräftig.
www.zeit.de08.07.2026
Ein Video eines Blitzers, der falsch herum in einer Einbahnstraße von Solingen aufgestellt war, ging viral und löste Spott aus. Die Stadtverwaltung erklärte auf Facebook, die Aufstellung sei bewusst erfolgt. Wegen einer Baustelle sei die Straße zur Einbahnstraße umfunktioniert worden. Viele Fahrer missachteten dies und fuhren falsch herum, was zu gefährlichen Situationen führte. Der Blitzer sollte diese Falschfahrer überführen und die Sicherheit erhöhen.
www.zeit.de08.07.2026
Marine Le Pen kandidiert trotz einer Haftstrafe mit Fußfessel für Frankreichs Präsidentschaft. Sie legt Revision gegen das Urteil wegen Veruntreuung von EU-Geldern ein und will gemeinsam mit Parteichef Jordan Bardella Wahlkampf führen. Ob sie antreten darf, ist juristisch umstritten. Bardella unterstützt Le Pens Kandidatur. Umfragen sehen Le Pen stark. Ihr Motto ist "Für Frankreich, die Wiedergeburt".
www.zeit.de08.07.2026
Im Prozess um den Wilke-Wurst-Skandal weist der ehemalige Geschäftsführer alle Vorwürfe, einschließlich fahrlässiger Tötung, zurück. Er und zwei weitere Angeklagte werden beschuldigt, über Jahre mit Listerien verseuchte Wurst in den Handel gebracht zu haben. Der Angeklagte betont, dass ihm keine konkreten Gefahrenlagen bekannt waren und er die Verantwortung für Hygiene an Fach- und Führungsebenen delegiert habe. Der Staatsanwaltschaft zufolge erkrankten 37 Menschen, elf starben, nachdem sie die kontaminierten Produkte verzehrten.
www.zeit.de08.07.2026
Aufgrund einer möglichen Amoklage waren am Welfen-Gymnasium in Schongau sechs Rettungshubschrauber im Einsatz. Vier davon stellte die ADAC-Luftrettung. Einer diente zur Versorgung von Verletzten. Über die Anzahl und Schwere der Verletzten gab es zunächst keine genauen Angaben, die Polizei sprach von einer einstelligen Zahl.
www.zeit.de08.07.2026
Der SPD-Spitzenkandidat Krach kritisiert Pläne zur Kürzung des Elterngelds, die Familien mit geringen Einkommen und Alleinerziehende benachteiligen könnten. Er bevorzugt eine Reduzierung für Spitzenverdiener, um Kosten zu sparen, lehnt aber die geplante Verkürzung der Bezugsdauer ab. Die Bundesfamilienministerin (CDU) will die Bezugsdauer von 14 auf 12 Monate reduzieren, dafür aber die Beträge leicht anheben. Die Änderungen sollen ab November 2027 greifen, müssen aber noch von der Bundesregierung und dem Bundestag beschlossen werden.
www.zeit.de08.07.2026
Max Geschwill verlässt den Fußball-Zweitligisten Holstein Kiel und wechselt zum Drittligisten Rot-Weiss Essen. Der 25-jährige Innenverteidiger wurde in der vergangenen Saison an den 1. FC Magdeburg ausgeliehen. Die Entscheidung für den Wechsel betont die sportliche Weiterentwicklung des Spielers, wie vom Sportlichen Leiter in Kiel bestätigt.
www.spiegel.de08.07.2026
Das Landgericht Köln hat die "Berliner Zeitung" gerügt, weil sie fälschlicherweise berichtete, Jan Böhmermann habe Ulf Poschardt als "saure Froschfresse" bezeichnet. Tatsächlich nutzte Böhmermanns Kollege Olli Schulz diese Formulierung im gemeinsamen Podcast, um Poschardts Mimik zu beschreiben. Die Zeitung musste eine Richtigstellung veröffentlichen und Böhmermann eine Geldentschädigung zahlen.
www.zeit.de08.07.2026
Im Saarland lag der Abitur-Durchschnitt 2024 bei 2,43, was leicht unter dem Vorjahreswert von 2,39 liegt. Über 94 Prozent der fast 3.000 Abiturienten, darunter 86 mit einem Notendurchschnitt von 1,0, bestanden die Prüfung. Insgesamt schlossen im Saarland rund 11.000 junge Menschen die Schule ab, darunter auch Absolventen von Haupt- und Realschulabschlüssen.
www.zeit.de08.07.2026
Niedersachsens Wirtschaftsminister Tonne lobt die geplante ATACMS-Raketenproduktion von Rheinmetall in Unterlüß. Er sieht dies als Bestätigung für Niedersachsen als starken Verteidigungsindustrie-Standort mit modernen Systemen und betont die Schaffung hochwertiger Jobs. Rheinmetall kooperiert dafür mit Lockheed Martin. Der Standort Unterlüß beschäftigt aktuell rund 4.000 Menschen.
www.zeit.de08.07.2026
Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) im Sächsischen Landtag kritisiert die mangelnde Aufarbeitung der Corona-Pandemie. Trotz fast 18.000 Corona-Toten in Sachsen fehle es an Studien zur Wirksamkeit einzelner Maßnahmen und an einer zentralen Veröffentlichung von Entscheidungsgrundlagen. Das BSW fordert eine unabhängige Analyse der Auswirkungen, insbesondere auf Kinder und Jugendliche, sowie die Offenlegung von Daten, um Vertrauen in staatliches Handeln in Krisenzeiten zurückzugewinnen.