www.spiegel.de02.07.2026
Kyjiw und andere ukrainische Städte waren Ziel einer massiven russischen Angriffswelle mit Drohnen und Raketen. Berichte sprechen von zerstörten Wohnhäusern und vielen Verletzten in Kyjiw. Auch Saporischschja, Pawlohrad, Sumy und Charkiw waren betroffen. Polen reagierte mit Kampfjets zur Sicherung seines Luftraums. Präsident Selenskyj hatte im Vorfeld vor einem solchen Großangriff gewarnt und zur Beachtung von Alarmsignalen aufgerufen.
www.zeit.de02.07.2026
Berlin führt als erstes Bundesland ein Mietenkataster zur Erhöhung der Transparenz auf dem Wohnungsmarkt ein. Das bundesweit einzigartige Projekt soll rund 1,7 Millionen Mietwohnungen erfassen und überhöhte Mieten aufdecken. Vermieter sind zur Dateneingabe verpflichtet, Verstöße können zu Bußgeldern führen. Kritiker des Vermieterverbands bezweifeln die Rechtkonformität und den Erfolg des Vorhabens. Befürworter sehen darin einen wichtigen Schritt für mehr Mietergerechtigkeit.
www.zeit.de02.07.2026
Niedersächsische Gewässer bergen beim Baden unbekannte Gefahren. Bauwerke wie Schleusen, Wehre und Brücken erzeugen gefährliche Strömungen und Wasserwalzen. Auch Dükereinlässe und Schiffsverkehr auf Flüssen wie der Weser stellen Risiken dar. Der NLWKN rät zur Vorsicht und empfiehlt bewachte Badestellen sowie Freibäder als sicherere Alternativen zur Abkühlung.
www.zeit.de02.07.2026
Die sachsen-anhaltische Wirtschaft, insbesondere Kammern und das Gastgewerbe, warnt vor der geplanten Abschaffung des Sonderstatus von Minijobs. Die Rentenkommission schlägt die volle Einbeziehung in die Rentenversicherung vor, um mehr Sozialversicherungspflicht und bessere Altersvorsorge zu erreichen. Die Wirtschaft befürchtet zusätzliche Belastungen und Arbeitsplatzverluste, da Minijobs zur Flexibilität und Bewältigung von Arbeitsspitzen dienen. Es wird befürchtet, dass viele Stellen wegfallen statt in reguläre Beschäftigung übergehen.
www.zeit.de02.07.2026
Der Landtag von Sachsen-Anhalt hat eine wissenschaftliche Untersuchung der Parlamentsgeschichte von 1946-1952 abgeschlossen, um eine Forschungslücke zur Nachkriegszeit zu schließen. Diese als "verzögerte Diktaturbildung" beschriebene Phase war gekennzeichnet durch eine kurzzeitige politische Offenheit nach dem NS-Regime, die jedoch durch die Aushöhlung der Verfassung und politischen Druck unterging. Die Ergebnisse sollen diese Zeit mit couragierten demokratischen Akteuren würdigen und beinhalten erstmals einen Biografienkatalog der Parlamentsmitglieder.
www.zeit.de02.07.2026
Unionsfraktionschefs aus Süd- und Ostdeutschland fordern Nachbesserungen bei der Pflegereform. Sie kritisieren die geplante Reduzierung der Rentenversicherungsbeiträge für pflegende Angehörige und verlangen die Finanzierung der Krankenversicherung von Bürgergeldempfängern aus Steuermitteln. Es wird befürchtet, dass die Reform zu Mehrbelastungen führt und bestehende Strukturen gefährdet. Auch die FDP äußert Kritik am Vorpreschen der Ministerin.
www.zeit.de02.07.2026
Eine Naturschutzinitiative in der Wetterau schützt erfolgreich die seltene Grauammer vor der frühen Mahd. Durch das Markieren von Brutplätzen und anschließendes verzögertes Mähen werden Jungvögel gerettet. Dieses kooperative Modell zwischen Naturschützern und Landwirten hat die Population signifikant erhöht und bewahrt die Art vor dem Aussterben. Das System entschädigt Landwirte für Ernteverluste und profitiert auch andere Wiesenbewohner.
www.zeit.de02.07.2026
Das bayerische Landeskommando der Bundeswehr mit Sitz in München bleibt ungeachtet von Strukturdebatten erhalten. Es behält seine bisherige Stärke von rund 80 aktiven Soldaten und 1.200 Reservisten. Bayerns Ministerpräsident Söder hatte vor einer Schwächung und negativen Auswirkungen auf die gesamtstaatliche Resilienz gewarnt. Die Rolle des Kommandos als Schnittstelle zwischen Bundeswehr und Gesellschaft sowie für zivile Behörden wird, auch angesichts der veränderten Sicherheitslage, als weiterhin wichtig erachtet.
www.zeit.de02.07.2026
Jeder Waldbrand ist einzigartig und erfordert spezifische Löschmethoden. Baumarten, Bodenbeschaffenheit, Wind und Topografie spielen eine entscheidende Rolle. Mischwälder brennen meist langsamer als Nadelwälder. Besonders aufwendig ist die Bekämpfung von Glutnestern, die oft mühsam manuell bearbeitet werden müssen. Munitionsverseuchte Gebiete erfordern spezielle Beregnungssysteme, um eine sichere Brandbekämpfung zu gewährleisten.
www.zeit.de02.07.2026
In Remscheid starb ein 42-jähriger Mann nach einem Polizeieinsatz. Er bedrohte Mädchen und die Beamten mit Pfefferspray, warf Werkzeug und wurde schließlich erschossen. Trotz Wiederbelebungsversuchen verstarb er am Einsatzort. Die Polizei Hagen ermittelt. Die Zahl der durch Polizeischüsse Getöteten in Deutschland ist 2025 gesunken, liegt aber über dem Zehnjahresdurchschnitt.
www.zeit.de02.07.2026
Ein Prozess beginnt wegen des Vorwurfs des Totschlags und versuchten Totschlags gegen einen 19-Jährigen vor dem Landgericht Kaiserslautern. Ihm wird vorgeworfen, im Februar 2026 zwei Männer nach einer Auseinandersetzung mit einem Messer attackiert zu haben. Ein 22-Jähriger starb, ein 20-Jähriger wurde schwer verletzt. Hintergrund war ein Drogengeschäft. Das Gericht muss auch prüfen, ob Jugendstrafrecht angewendet wird. Bis Ende Juli sind weitere Verhandlungstage angesetzt.
www.zeit.de02.07.2026
Im Mordprozess um den achtjährigen Fabian werden am Landgericht Rostock weitere Zeugen vernommen, darunter Bekannte und Nachbarn der Angeklagten. Die 30-Jährige ist angeklagt, den Jungen im Oktober 2025 mit Messerstichen getötet und den Leichnam angezündet zu haben. Sie schweigt bisher, plant aber eine Aussage Anfang August. Fabians Mutter nimmt als Nebenklägerin teil.
www.zeit.de02.07.2026
Infineon hat in Dresden ein neues, fünf Milliarden Euro teures Halbleiterwerk eröffnet, das die Produktionskapazität verdoppelt und 1.000 neue Jobs schafft. Die "Smart Power Fab" produziert Leistungshalbleiter für E-Autos, erneuerbare Energien und Rechenzentren auf 300-Millimeter-Wafern. Das Werk wird mit Ökostrom betrieben und nutzt Industriewasser. Digitale minister Karsten Wildberger wird zur Eröffnung den Bundeskanzler vertreten.
www.zeit.de02.07.2026
Der Prozess gegen einen Palliativmediziner wegen der Tötung von 15 schwer kranken Patienten nähert sich dem Ende. Nach monatelangem Schweigen gestand der Angeklagte, zwölf Patienten bei Hausbesuchen tödliche Medikamentenmischungen verabreicht zu haben, um ihnen Leid zu ersparen. Die Anklage wirft ihm vor, sich als "Herr über Leben und Tod" gesehen zu haben. Mehrere Brände wurden gelegt, um Spuren zu verwischen. Ermittlungen zu weiteren 76 Fällen laufen parallel. Ein psychiatrisches Gutachten attestiert volle Schuldfähigkeit. Die Plädoyers werden nun erwartet.
www.zeit.de02.07.2026
Nach Jahren der Sperrung und des Umbaus wird die Hochstraße Süd in Ludwigshafen am Rhein wieder für den Verkehr freigegeben. Die wichtige Verkehrsachse entlastet Pendler und Unternehmen in den Metropolregionen Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Hessen. Trotz hoher Kosten von 147 Millionen Euro wurde der Zeitplan eingehalten. Die zweitgrößte Stadt Rheinland-Pfalz sieht darin einen Meilenstein für die gesamte Region, insbesondere im Hinblick auf kommende Großbaustellen.