www.zeit.de09.07.2026
Die US-Regierung plant, Syrien von der Liste der Terrorunterstützer zu streichen. Außenminister Rubio informierte den Kongress über diesen Schritt, der nach 45 Tagen ohne Widerspruch wirksam wird. Die Aufhebung der Sanktionen soll Syrien den Wiederaufbau ermöglichen und den internationalen Handel ankurbeln. Präsident Trump lobte den Übergangspräsidenten Ahmed al-Scharaa als "harten Kerl" und betonte die gute Beziehung zweier Länder.
www.zeit.de09.07.2026
Der US-Demokrat Graham Platner zieht seine Kandidatur für den Senat nach schweren Vergewaltigungs- und Übergriffsvorwürfen zurück. Platner, der als Schlüsselkandidat für die Midterm-Wahlen galt, bestreitet die Anschuldigungen, bedauert aber den Druck auf seine Partei. Neue, schwerwiegende Vorwürfe einer ehemaligen Bekanntschaft veranlassten seinen Rückzug kurz vor der offiziellen Nominierung, was neue Chancen in einem entscheidenden Rennen in Maine eröffnet.
www.zeit.de09.07.2026
In Swisttal ist auf einem Wertstoffhof eine große Menge Kunststoffmüll in Brand geraten. Auf einer Fläche von 2.500 Quadratmetern brennt Müll seit der Nacht. Wegen Rauchentwicklung wurde eine Warnung an Anwohner ausgegeben, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Die Brandursache ist noch unklar, es gibt keine Verletzten. Die Feuerwehr ist im Einsatz, der voraussichtlich bis in den Vormittag dauern wird.
www.spiegel.de09.07.2026
Der demokratische US-Senatskandidat Graham Platner aus Maine hat seine Kampagne nach mehreren Skandalen beendet. Ihm wurde sexuelle Nötigung vorgeworfen, zudem gab es Berichte über ein nazistisches Tattoo und fragwürdige Online-Posts. Platner wies die Vorwürfe zurück, doch führende Demokraten forderten seinen Rückzug. Sein Ausscheiden schwächt die Chancen der Partei, die Mehrheit im Senat zu erlangen.
www.zeit.de09.07.2026
Das Landgericht Zweibrücken fällt heute das Urteil gegen einen 26-Jährigen, der einen Zugbegleiter getötet haben soll. Der Angeklagte soll den Schaffner, der ihn ohne gültigen Fahrschein zur Rede stellte, tödlich verletzt haben. Die Staatsanwaltschaft fordert zwölf Jahre Haft wegen Körperverletzung mit Todesfolge. Die Verteidigung sieht einen minderschweren Fall, während die Opferfamilie auf Mord plädiert. Der Fall verdeutlicht die steigende Gewalt gegen Bahnmitarbeiter.
www.zeit.de09.07.2026
Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung gibt am Donnerstag den Träger des Georg-Büchner-Preises 2024 bekannt. Die mit 50.000 Euro dotierte Auszeichnung, einer der bedeutendsten im deutschsprachigen Raum, wird am 24. Oktober in Darmstadt verliehen. Benannt ist der Preis nach dem Dramatiker Georg Büchner.
www.zeit.de09.07.2026
Der Gelsenkirchener Rat entscheidet heute über die Abwahl des AfD-Bürgermeisters Norbert Emmerich. Grund ist seine Beteiligung an einem Video, in dem Migranten zum Putzen aufgefordert wurden. Ein breites Bündnis kritisiert dies als rassistisch. Für die Abwahl ist eine Mehrheit von 45 Stimmen nötig, doch die ihn beantragenden Fraktionen verfügen nur über 37 Mandate. Eine geheime Abstimmung könnte die Chancen verschlechtern. Die AfD ist zweitstärkste Kraft in Gelsenkirchen.
www.zeit.de09.07.2026
Bundespräsident Steinmeier übergibt das letzte in Deutschland geförderte Stück Steinkohle ans Haus der Geschichte. Dieser symbolische Akt markiert das Ende einer Ära der deutschen Industriegeschichte. Die Kohleförderung war essenziell für Deutschlands wirtschaftliche Entwicklung und die Gründung der Europäischen Union, warf aber auch Schatten auf die Kriegsgeschichte.
www.zeit.de09.07.2026
Der Volkswagen-Aufsichtsrat berät über neue, drastische Sparpläne des Vorstands, die bis zu 100.000 Stellen weltweit betreffen und Werksschließungen beinhalten könnten. Die IG Metall und der Betriebsrat widersetzen sich mit einem bundesweiten Aktionstag. Niedersachsen, als Großaktionär, lehnt ebenfalls Werksschließungen ab. Es wird eine hitzige Debatte erwartet, da die Arbeitnehmervertreter und das Land Niedersachsen eine Mehrheit im Aufsichtsrat haben könnten, was die Zustimmung zu den Plänen in der aktuellen Form unwahrscheinlich macht.
www.zeit.de09.07.2026
Ein Prozess wegen Mordes beginnt vor dem Landgericht Landshut gegen einen Mann, der mehrfach auf seine noch-Ehefrau eingestochen haben soll, bis sie starb. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Mord mit niedrigen Beweggründen vor. Der Vorfall ereignete sich auf offener Straße, wobei die drei Kinder des Paares die Tragödie miterlebten. Der Vater soll gewalttätig gewesen sein und seine Frau kurz vor der Tat nach ihrer angekündigten Trennung und neuen Beziehung verfolgt haben.
www.zeit.de09.07.2026
Der VW-Aufsichtsrat berät heute über neue Sparpläne des Vorstands, die angeblich bis zu 100.000 Stellen weltweit gefährden könnten, darunter die Schließung von vier deutschen Werken. Die IG Metall protestiert bundesweit mit einem Aktionstag, da sie diese Pläne ablehnt. Niedersachsen, als Großaktionär, und Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat, wo sie die Mehrheit halten, dürften sich gegen Werksschließungen stellen.
www.zeit.de09.07.2026
Die Zivilprozesse um den Millionen-Einbruch in eine Sparkasse in Gelsenkirchen werden fortgesetzt. Kläger behaupten, die Bank habe mangelhafte Sicherheitsvorkehrungen getroffen, während die Bank dies abstreitet. Bei dem Einbruch Ende 2025 wurden über 3.000 Schließfächer aufgebrochen, wodurch ein Schaden in zweistelliger oder dreistelliger Millionenhöhe entstand. Die Bank beruft sich auf eine vertragliche Haftungsbeschränkung von 10.300 Euro pro Schließfach, die Kläger fordern jedoch unbegrenzten Schadensersatz.
www.spiegel.de09.07.2026
Das WM-Finale 2026 wird erstmals eine Halbzeitshow mit prominenten Künstlern wie Justin Bieber, Madonna, Shakira, BTS und Coldplay geben. FIFA-Präsident Infantino bezeichnet die Bühne als die "größte aller Zeiten". Die Show, die durch Global Citizen mitproduziert wird, soll Spenden für Kinderbildung sammeln. Bedenken bestehen hinsichtlich der tatsächlichen Dauer der Halbzeitpause, die wegen Bühnenauf- und -abbau über die üblichen elf Minuten hinausgehen könnte.
www.zeit.de09.07.2026
Außenminister Wadephul sieht die Nato trotz Donald Trumps Kritik auf dem Gipfel in Ankara "stärker als je zuvor". Trump äußerte sich verärgert über die Bündnispartner, insbesondere wegen der Haltung zum Iran und bezüglich Grönland. Wadephul bezeichnete Trumps Äußerungen als "irritierend", betonte aber Einigkeit und Kooperation. Er hob die Beschlüsse zu Rüstungsprojekten, die Unterstützung der Ukraine und die zunehmende europäische Verantwortung hervor.
www.zeit.de09.07.2026
Der sechste von 152 Castor-Behältern mit Atommüll aus dem Forschungsreaktor Jülich ist sicher im Zwischenlager Ahaus angekommen. Ein Schwerlasttransporter brachte den Behälter unter polizeilicher Begleitung und Sperrung von Autobahnabschnitten ans Ziel. Die Polizei sicherte den Transport mit Hunderten Beamten ab. Die Verlagerung der 300.000 Brennelement-Kugeln gilt als einer der größten Atommüll-Transporte der letzten Jahrzehnte. Strecken werde aus Sicherheitsgründen geheim gehalten.