www.spiegel.de28.04.2026
Sabastian Sawe glaubt, bald unter 1 Stunde 58 Minuten laufen zu können. Nach seinem Weltrekord in London, wo er die 2-Stunden-Marke durchbrach, peilt er einen erneuten Rekordlauf an, möglicherweise in Berlin. Sein Trainer sieht noch Potenzial: Es war erst sein vierter Marathon. Sawe setzt sich zudem für sauberen Sport ein, nachdem er und sein Team ein strenges Dopingkontrollprogramm vereinbart haben, mit Unterstützung von Adidas.
www.zeit.de28.04.2026
Der Unicef-Bericht warnt vor einem gravierenden Fachkräftemangel in Afghanistan bis 2030, da die Taliban Frauen vom Bildungs- und Arbeitsmarkt ausschließen. Rund 25.000 Lehrerinnen und Ärztinnen könnten bis dahin fehlen. Dies betrifft mindestens eine Million Mädchen, deren Schulbildung eingeschränkt ist. Der wirtschaftliche Schaden wird auf jährlich 84 Millionen Dollar geschätzt. Unicef fordert die Aufhebung der Beschränkungen für Frauen und Mädchen.
www.spiegel.de28.04.2026
Meryl Streep äußert sich kritisch zu aktuellen Hollywood-Castingmethoden. Sie habe Mitleid mit jungen Kolleginnen, da diese nicht nur schauspielerisches Talent, sondern auch eine große Social-Media-Präsenz vorweisen müssten. Streep kritisiert den Aufstieg von Online-Castings und die daraus resultierende Vergleichbarkeit, die eine faire Beurteilung erschwere. Sie vergleicht den Prozess mit Tinder, da schnell entschieden werde.
www.zeit.de28.04.2026
Die Union fordert ein drittes Entlastungspaket für Autofahrer angesichts anhaltend hoher Benzin- und Ölpreise. Sepp Müller (CDU) schlägt gezielte Hilfen für Mittelstand, Logistik und Pendler vor, sollte die Blockade der Straße von Hormus andauern. Die Bundesregierung hat bereits zwei Entlastungspakete auf den Weg gebracht, darunter die Zwölf-Uhr-Regel und den Tankrabatt. Müller leitet eine Arbeitsgruppe zur Untersuchung der Auswirkungen von Konflikten auf die Preise.
www.zeit.de28.04.2026
Aldi Süd plant, bis Ende 2027 mehr als 1.200 Stellen abzubauen. Dies betrifft hauptsächlich die internationale IT- und Digitalsparte Aldi DX sowie den internationalen Einkauf. Das Unternehmen begründet dies mit einer Optimierung von Prozessen und Strukturen. Ein Freiwilligenprogramm soll zum Abbau beitragen. Bereits Anfang des Jahres wurden Stellen in der Deutschlandzentrale gestrichen.
www.zeit.de28.04.2026
Taylor Swift plant, ihre Stimme und ihr Aussehen als Marken eintragen zu lassen, um sich vor KI-generierten Deepfakes zu schützen. Die Anträge beim US-Patentamt umfassen Audioaufnahmen und ein Foto, die über ihre Firma TAS Rights Management verwaltet werden. Ziel ist es, Missbrauch für Werbung, politische Aussagen und pornografische Inhalte zu verhindern. Diese Massnahme könnte einen zusätzlichen Schutz über bestehende Persönlichkeitsrechte hinaus bieten.
www.zeit.de28.04.2026
Die Bundesregierung hat offenbar erneut Straftäter nach Afghanistan abgeschoben. Ein Charterflug vom Flughafen Leipzig/Halle brachte rund 25 afghanische Männer, darunter mutmaßliche Täter verschiedener Delikte, in ihre Heimat. Diese Abschiebungen basieren auf einem Abkommen mit der Taliban-Regierung, das trotz fehlender offizieller diplomatischer Beziehungen zur umstrittenen Herrschaft der Islamisten kontrovers diskutiert wird.
www.zeit.de28.04.2026
Dank hoher Ölpreise hat BP im ersten Quartal seinen bereinigten Nettogewinn auf 3,2 Milliarden US-Dollar mehr als verdoppelt. Höhere Ölförderung im Golf von Mexiko kompensierte Störungen im Nahen Osten. BP leidet weniger unter kriegsbedingten Produktionskürzungen als Konkurrenten. Die neuen Zahlen stärken Konzernchefin Meg O'Neill, die vor der Aufgabe steht, Schulden abzubauen und die Unternehmensstruktur zu verschlanken.
www.zeit.de28.04.2026
An einem Kieswerk in Altmärkische-Höhe wurde am Montagnachmittag eine leblose Person im Wasser entdeckt. Die Identität und Todesursache sind noch unklar; die Polizei ermittelt. Ein Brand ereignete sich bereits am Wochenende am selben Ort. Ob die Vorfälle zusammenhängen, wird untersucht.
www.zeit.de28.04.2026
Ein seit neun Jahren gesuchter Mann wurde in Küssaberg festgenommen. Der 42-Jährige wird von der Republik Moldau wegen versuchten Mordes im Jahr 2017 gesucht. Er soll zwei Mordanschläge verübt haben. Nach seiner Feststellung durch die Bundespolizei und Vorführung vor einem Haftrichter kam er in Untersuchungshaft. Eine Auslieferung wird nun geprüft.
www.zeit.de28.04.2026
Auf der A20 in Richtung Lübeck ist ein Tiny House von einem Anhänger gefallen und auf die Fahrbahn geraten. Ein Transporter verlor das kleine Wohnhaus gegen 4.30 Uhr vor der Abfahrt Pasewalk-Süd. Verletzt wurde niemand, der Schaden wird auf etwa 10.000 Euro geschätzt. Die Ursache ist unklar. Eine Fahrspur ist gesperrt, der Verkehr wird umgeleitet.
www.zeit.de28.04.2026
Der SPD-Spitzenkandidat Jochen Ott fordert eine Debatte über die Einkommens- und Vermögensverteilung in Deutschland. Eine Mehrheit der Deutschen (81%) empfindet die Verteilung als ungerecht. Über zwei Drittel (64%) befürworten eine Rückkehr zur Vermögensteuer, 61% eine höhere Erbschaftsteuer. Ott argumentiert, dass Millionäre und Milliardäre mehr beitragen müssten, anstatt berufstätige Familien weiter zu belasten. Er warnt vor den Folgen einer stärkeren Belastung der Mitte.
www.zeit.de28.04.2026
Das Statistische Bundesamt meldet für 2025 einen historischen Tiefstand bei Geburten seit 1946. Rund 654.300 Kinder wurden geboren, ein Rückgang von 3,4 Prozent. Das Geburtendefizit ist das größte der Nachkriegszeit. Der Rückgang ist in Ostdeutschland stärker als in Westdeutschland, nur Hamburg verzeichnet einen leichten Anstieg. Auch andere europäische Länder verzeichnen weniger Neugeborene, während einige eine Stabilisierung zeigen. Die Geburtenzahl wird voraussichtlich unter dem Niveau von 2021 bleiben.
www.zeit.de28.04.2026
Die Geburtenzahl in Deutschland sank 2023 auf 654.300 Kinder, den niedrigsten Stand seit 1946. Dies ist der vierte Rückgang in Folge. Die Sterbefälle von 1,01 Millionen überstiegen die Geburten um 352.000, das größte Geburtendefizit der Nachkriegszeit. Gründe sind eine kleinere gebärfähige Altersgruppe und sinkende durchschnittliche Kinderzahl pro Frau. Osteuropa verzeichnet einen stärkeren Rückgang als der Westen, mit Ausnahme Hamburgs.
www.zeit.de28.04.2026
Die Zahl der Alleinverdiener-Paare in Deutschland sinkt. Laut Statistischem Bundesamt verdiente 2023 nur noch 25,2 Prozent der Paare im erwerbsfähigen Alter (15-64 Jahre) ein einzelner Partner, verglichen mit 32,5 Prozent im Jahr 2015. Gleichzeitig steigt der Anteil der Paare, bei denen beide Partner mehr als geringfügig arbeiten, von 59,8 Prozent (2015) auf 68,8 Prozent (2023). Auch die Zahl der Paare mit keiner oder nur geringfügiger Erwerbstätigkeit ging zurück.