www.zeit.de10.08.2026
Ein 21-Jähriger wurde auf einem fahrenden Güterzug im Güterbahnhof Horka als blinder Passagier entdeckt. Ein Zeuge alarmierte die Polizei, die den Mann zwischen zwei Waggons fand. Er gab an, kein Geld für ein Ticket zu haben und bereits öfter so gereist zu sein, um Eltern in Rheinland-Pfalz zu besuchen. Der Mann zeigte Anzeichen von Sucht. Gegen ihn wurde ein Strafverfahren wegen Gefährdung des Bahnverkehrs eingeleitet.
www.zeit.de10.08.2026
Der Versand der Wahlbenachrichtigungen für die Berliner Wahlen am 20. September hat begonnen. Rund 2,75 Millionen Wahlberechtigte erhalten bis 30. August Unterlagen für die Wahl zum Abgeordnetenhaus und zu den Bezirksverordnetenversammlungen. Briefwahl kann nun online, per E-Mail oder persönlich beantragt werden. Anträge sind bis 18. September möglich, die Stimmzettel müssen bis zum Wahltag um 18 Uhr vorliegen.
www.zeit.de10.08.2026
Die GDL hat den für heute bei der Saarbahn angekündigten Streik abgesagt. Stattdessen sind Streiks für Dienstag und Mittwoch angekündigt, die genauen Zeiten werden kurzfristig bekannt gegeben. Nach dem Ende des zehnten Warnstreiks am Freitagabend und dem Schulbeginn heute, herrscht Unverständnis über die kurzfristigen Absagen bei der Saarbahn. Für Dienstag wird ein Ersatzkonzept mit Bussen und eingeschränktem TramTrain-Einsatz vorbereitet.
www.zeit.de10.08.2026
2025 wurden 29.270 Kinder unter 15 Jahren im Straßenverkehr verletzt oder getötet, ein Anstieg von sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Schnitt verunglückte alle 18 Minuten ein Kind. 34 Prozent verunglückten mit dem Fahrrad, gefolgt von Autos (31 Prozent). Die Zahl der getöteten Kinder in Autos stieg signifikant an. Nach einem Rückgang während der Pandemie steigen die Unfallzahlen bei Kindern wieder.
www.zeit.de10.08.2026
Die Londoner Polizei beschlagnahmte 90 Luxusautos im Wert von über neun Millionen Euro. Die Aktion richtete sich gegen rücksichtsloses und gefährliches Fahren sowie unversicherte Fahrzeuge, besonders in touristischen Gegenden. Ein seltener Ferrari wurde ebenfalls sichergestellt. Die Polizei sendet damit ein klares Signal gegen solche Vergehen auf den Straßen.
www.zeit.de10.08.2026
Die Polizei untersucht auf einem Gehöft in Brandenburg an der Havel Funde von Knochen, um deren Herkunft zu klären. Parallel dazu wurde bei Aufräumarbeiten in einem Schuppen Sprengstoff entdeckt, der von Entschärfern kontrolliert gesprengt wurde. Wegen des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.
www.zeit.de10.08.2026
Wegen anhaltender Trockenheit wurde für Bio-Bauern in Baden-Württemberg der Katastrophenfall im Sinne des europäischen Ökorechts ausgerufen. Sie dürfen nun unter Auflagen konventionelles Futter kaufen, um den akuten Futtermangel zu beheben. Betroffen sind vor allem Heu, Silage und Feldfutter. Landwirte können Unterstützung beantragen. Weitere Hilfsmaßnahmen, wie die Nutzung von Brachflächen für Futteranbau und die Prüfung von Transportkostenzuschüssen, sind in Vorbereitung.
www.zeit.de10.08.2026
Am Flughafen Sydney kam es beinahe zu einer Flugzeugkollision zwischen einer Jetstar-Maschine und einer Qatar Airways Boeing 777. Ein Jetstar-Crewmitglied wurde verletzt. Ein Fluglotse und ein Bodenmitarbeiter wurden suspendiert. Die Flugsicherheitsbehörde ATSB ermittelt. Dies ist der zweite gefährliche Zwischenfall dieser Art innerhalb kurzer Zeit. Der Chef der Flugsicherung musste sich der Verkehrsministerin erklären.
www.zeit.de10.08.2026
Hamburgs Schulbehörde fordert neue Lehrkräfte auf, Haltung gegen Hetze zu zeigen und Demokratie aktiv zu verteidigen. Bildungsstaatsrätin von Fintel betonte bei der Vereidigung von 427 Anwärtern, dass Neutralität gegenüber Diskriminierung und Menschenfeindlichkeit nicht gefragt sei. Trotz des Beutelsbacher Konsenses, der Meinungsüberwältigung verbietet, müsse die Grenze des Sagbaren klar gezogen werden. Das Interesse an Lehrerstellen in Hamburg ist hoch.
www.spiegel.de10.08.2026
Extreme Hitze und Dürre in Europa werden laut einer Studie der Triodos Bank das EU-Wachstum bis 2026 um etwa ein Prozent (180 Milliarden Euro) schmälern. Hauptursachen sind geringere Arbeitsproduktivität und ein Rückgang der Agrarproduktion. Frankreich, Italien, Spanien und Belgien sind am stärksten betroffen.
www.zeit.de10.08.2026
Der russischen liberalen Partei Jabloko droht der Ausschluss von der Parlamentswahl im September. Das Oberste Gericht verhandelt über eine Klage der kremltreuen Partei Rodina, die Jabloko Gesetzesverstöße vorwirft. Jabloko kritisiert den Ukraine-Krieg, wurde aber von der Wahlleitung zugelassen. Die Partei befürchtet, dass die Anklagen und die fehlende Unterstützung für den Krieg als Vorwand für den Ausschluss dienen könnten.
www.zeit.de10.08.2026
Der Deutsche Bauernverband fordert angesichts zunehmender Hitzewellen und Dürreperioden durch den Klimawandel mehr und schnellere staatliche Hilfen. Generalsekretärin Stefanie Sabet betont die steigenden Risiken für Ernteausfälle und die Notwendigkeit eines umfassenden Instrumentenkastens zur Anpassung der Landwirtschaft an die veränderten klimatischen Bedingungen. Die Betriebe seien vielfältigen Herausforderungen ausgesetzt und benötigten verstärkte Unterstützung der Bundesregierung.
www.spiegel.de10.08.2026
Deutschlands Bevölkerungsanteil junger Menschen (15-24 Jahre) ist mit 10 Prozent auf einem historischen Tiefstand. Ostdeutsche Bundesländer wie Brandenburg weisen mit unter 9 Prozent die niedrigsten Werte auf. Dieser Trend hält seit den frühen 2020ern an. Ohne Zuwanderung wäre der Anteil noch geringer; Menschen mit Einwanderungsgeschichte tragen stärker zur Gruppe junger Menschen bei. Deutschland liegt damit unter dem EU-Durchschnitt.
www.spiegel.de10.08.2026
Bei einem schweren ukrainischen Drohnenangriff auf Tatarstan wurden mindestens 12 Menschen getötet und 39 verletzt. Ein Angriff auf die Region Belgorod forderte mindestens sechs Tote. Dies sind einige der schwersten Angriffe auf russischem Gebiet seit Kriegsbeginn 2022. Russland meldete die Zerstörung von 456 ukrainischen Drohnen, während es selbst ukrainische Städte wie Odessa und Charkiw beschoss.
www.zeit.de10.08.2026
Der Hohe Vertreter des Friedensrats, Nikolaj Mladenow, sieht den Gaza-Fahrplan als einzigen Ausweg aus der Gewaltspirale. Dieser sieht die Einstellung der Kämpfe, eine palästinensische Übergangsverwaltung mit internationaler Unterstützung und die Entwaffnung der Hamas vor. Während Israel den Plan ablehnt, solange die Hamas nicht entwaffnet ist, hält die Hamas daran fest. Der Plan soll eine Wiederholung des Massakers vom 7. Oktober verhindern. Bauarbeiten für eine internationale Stabilisierungstruppe in Rafah sollen bald beginnen.