www.spiegel.de28.07.2026
Die Unterstützung der US-Bevölkerung für den Irankrieg ist auf einen Tiefststand von nur noch einem Drittel gefallen. 69% der Befragten sehen unklare Kriegsziele. Präsident Trumps Sprecherin betont, Entscheidungen würden nicht von Umfragen abhängig gemacht, das Hauptziel bleibe die Verhinderung einer iranischen Atombombe. Der seit fünf Monaten andauernde Krieg belastet die Republikaner vor den Kongresswahlen.
www.zeit.de28.07.2026
Eine Hitzewelle beginnt am Oberrhein mit Temperaturen bis zu 33 Grad. Im Großteil Deutschlands werden 26-31 Grad erwartet, im Norden und Nordosten kühler mit 20-27 Grad und möglichen Regenschauern. Die Nacht zum Mittwoch ist die letzte Gelegenheit zum Lüften, bevor es am Mittwoch und Donnerstag noch heißer wird (bis zu 38/39 Grad). Donnerstag drohen auch Gewitter.
www.zeit.de28.07.2026
Frankreich kämpft gegen Waldbrände nahe Bordeaux, während eine neue Hitzewelle naht. Über 2.500 Einsatzkräfte, unterstützt von internationalen Kräften, darunter Deutschland, arbeiten daran, das Feuer einzudämmen. Präsident Macron lobte die Bemühungen. Mehr als 220.000 Menschen wurden evakuiert. Die Brände haben bereits rund 42.000 Hektar zerstört, was die Tourismusregion schwer trifft und zu Reisehinweisen gegen Anreisen führt. Auch in Spanien entspannt sich die Lage, doch eine neue Hitzewelle wird erwartet.
www.spiegel.de28.07.2026
Das BKA stuft 410 Menschen als islamistische Gefährder ein. Diese Zahl, die vom Anschlag auf den Berliner CSD ausging, ist Teil einer größeren Debatte über den Umgang mit Extremisten. Neben den islamistischen Gefährdern gibt es auch Rechtsextremisten (65) und Linksextremisten (17). Die Einstufung als Gefährder ist dynamisch und eine Einzelfallentscheidung. Der mutmaßliche CSD-Attentäter war als islamistischer Gefährder bekannt, was Forderungen nach härteren Maßnahmen und einer Überprüfung gerichtlicher Entscheidungen laut werden lässt.
www.spiegel.de28.07.2026
Bundesinnenminister Dobrindt fordert nach dem Berliner CSD-Anschlag härtere Maßnahmen gegen "Gefährder". Dazu zählen die Ablehnung von Jugendstrafrecht und Bewährung, ein verstärkter Einsatz von elektronischen Fußfesseln sowie bundesweit einheitliche Regeln für Präventivhaft. Der Verdächtige, ein als "Gefährder" eingestufter 21-Jähriger, konnte trotz Vorstrafen und Terrorabsichten frei agieren. Demgegenüber mahnt Hamburgs Justizsenatorin Gallina eine sorgfältige Aufarbeitung vor rechtspolitischen Schlüssen an.
www.zeit.de28.07.2026
Hessen hat die höchste Storchendichte Deutschlands, wobei die Zahl der Brutpaare stetig steigt. Faktoren sind natürliche Feuchtgebiete, künstliche Nisthilfen und die Anpassung an neue Nahrungsquellen wie Mülldeponien. Mildere Winter und verändertes Zugverhalten begünstigen ebenfalls die Population. Allerdings stellen verschluckte Abfälle eine ernste Gefahr dar. Der BUND fordert den Erhalt natürlicher Lebensräume.
www.zeit.de28.07.2026
Der Musiker D4vd (bürgerlich David Anthony Burke) muss sich wegen Mordverdachts vor Gericht verantworten. Ihm wird vorgeworfen, ein 14-jähriges Mädchen erstochen und die Leiche zerstückelt zu haben. Die Staatsanwaltschaft erhebt zudem Anklage wegen sexuellem Missbrauch. Burke droht eine lebenslange Haftstrafe oder die Todesstrafe. Die Anklage wurde durch belastende Details und Beweisfotos untermauert.
www.zeit.de28.07.2026
Nach dem Anschlag auf den Berliner CSD betont Anna Gallina, Vorsitzende der Justizministerkonferenz, die Notwendigkeit einer intensiven Aufarbeitung vor rechtspolitischen Schlussfolgerungen. Sie verweist auf bereits bestehende Instrumente der Strafverfolgung. Bundesinnenminister Dobrindt fordert hingegen härtere Maßnahmen wie Präventivhaft und elektronische Fußfesseln für Gefährder. Der mutmaßliche Täter, ein 21-Jähriger, war zuvor wegen Vorbereitung einer Gewalttat verurteilt und haftete nicht.
www.zeit.de28.07.2026
Brandenburgs Sozialminister René Wilke sieht eine Verschärfung des gesellschaftlichen Klimas für queere Menschen. Die Regenbogenflagge sei von einem Symbol der Selbstverständlichkeit zu einem politischen Kampfsymbol geworden. Aufgrund von Anfeindungen und Gewalt fühlen sich queere Menschen zunehmend unsicher. Rechtsextreme Gruppen mobilisieren gegen Veranstaltungen, was zu Zerstörungen von Flaggen führt. Wilke will die Community ideell und gegebenenfalls finanziell unterstützen. Die Amadeu Antonio Stiftung fordert Politikern auf, Präsenz bei CSDs zu zeigen, um Betroffenen Sicherheit zu geben.
www.zeit.de28.07.2026
Die Bayreuther Festspiele feiern ihr 150-jähriges Bestehen mit einer neuartigen Inszenierung von Wagners "Ring des Nibelungen", die von einer eigens entwickelten Künstlichen Intelligenz bebildert wird. Die KI erzeugt visuelle Assoziationen zu Musik und Text, was gemischte Reaktionen hervorruft: Lob wird der technischen Innovation und Kosteneffizienz zuteil, Kritik richtet sich gegen das fehlende Regiekonzept. Trotz einiger Buhrufe und Applaus markiert das Projekt eine neue Auseinandersetzung des Theaters mit Digitalisierung.
www.spiegel.de28.07.2026
Bryan Kohberger, verurteilt für den Mord an vier Studenten in Idaho, kündigte an, sein Schuldeingeständnis zurückzuziehen. Er begründet dies mit falschen Versprechungen. Kohberger fordert ein neues Verfahren und betont, er sei nicht besorgt über die mögliche Todesstrafe. Der Fall ereignete sich 2022 und schockierte die USA. Die Opferdaten, Beweise (DNA, Handyortung) und die Umstände der Ermittlungen sind relevante Hintergründe.
www.zeit.de28.07.2026
Thüringens Verfassungsschutzpräsident Stephan Kramer warnt nach dem Anschlag auf den Berliner CSD vor der zunehmenden Radikalisierung von Jugendlichen. Er sieht eine hohe Vulnerabilität junger Menschen für extremistische Bindungen und fordert präventive Hilfsangebote sowie eine bessere Ausstattung der Jugendhilfe. Zudem sollen Sicherheitsbehörden gesetzlich befähigt werden, radikalisierte Minderjährige frühzeitiger zu erfassen und andere Hilfseinrichtungen zu informieren, um gezielter gegen die Rekrutierung von Nachwuchs durch Extremisten vorgehen zu können.
www.zeit.de27.07.2026
Am 28. Juli ereigneten sich bedeutende Ereignisse. 2025 verunglückte Biathletin Laura Dahlmeier tödlich. 2006 übernahm Metro Wal-Marts deutsche SB-Warenhäuser. 1996 startete Leo Kirch mit DF1 das digitale Fernsehen in Deutschland. 1976 forderte ein schweres Erdbeben in China Tausende von Opfern. 1951 verabschiedeten die UN die Genfer Flüchtlingskonvention. Geburtstage feierten 2026 Kai Schumann, 1956 Nikolaus von Bomhard, 1951 Veronika Fischer, 1941 Riccardo Muti und 1920 Rut Brandt.
www.zeit.de27.07.2026
Die US-Regierung hat den Supreme Court angerufen, um vorläufige Änderungen der Briefwahlregeln zu ermöglichen, die Präsident Donald Trump anstrebt. Ein Berufungsgericht stoppte Trumps Anordnung, nur registrierte Wähler per Briefwahl zuzulassen. Kritiker befürchten, die Reform könnte die Wahl manipulieren, da traditionell mehr Demokraten per Briefwahl abstimmen. Die Verfassung sieht vor, dass die Bundesstaaten und der Kongress Wahlregeln festlegen, nicht der Präsident. Trump zweifelt seit langem an der Sicherheit der Briefwahl, obwohl es keine Beweise für deren Unsicherheit gibt.
www.spiegel.de27.07.2026
Zwei historische Theater im brasilianischen Amazonas, das Teatro Amazonas (Manaus) und das Theatro da Paz (Belém), wurden von der UNESCO als Welterbe anerkannt. Diese prachtvollen Bauten spiegeln die Architektur Europas und Elemente des Amazonas wider und entstanden während des Kautschukbooms zwischen 1879 und 1912. Sie sind die ersten Kulturerbestätten aus der nördlichen Region Brasiliens auf der UNESCO-Liste.