Cenk Uygur und Hasan Piker: Großbritannien verweigert US-Kommentatoren Einreise wegen Aussagen zu Israel

www.spiegel.de01.06.2026

Großbritannien hat den US-Publizisten Cenk Uygur und dem Streamer Hasan Piker die Einreise verweigert. Als Grund nannte das Innenministerium, dass ihre Anwesenheit dem öffentlichen Wohl nicht förderlich sei. Beide Männer führen dies auf ihre Kritik an Israel zurück. Piker wird unter anderem mit Äußerungen zugunsten der Hamas und der Aussage, Amerika habe den 11. September verdient, in Verbindung gebracht. Uygur vermutet, seine Kritik an Israel und die Behauptung, Israel "kontrolliere" die US-Regierung, seien ausschlaggebend gewesen.

Migration: Zahl der Asylanträge deutlich gesunken

www.zeit.de01.06.2026

Im Mai 2024 sank die Zahl der Asylanträge in Deutschland auf 5.556, der niedrigste Wert seit Pandemiezeiten und ein Rückgang von 30 % im Vergleich zum Vorjahr. Bundesinnenminister Dobrindt führt dies auf die Migrationspolitik der Regierung zurück. Migrationsforscher sehen die Ursachen jedoch primär in veränderten Bedingungen in Herkunfts- und Transitländern. Auch die gesamte Nettozuwanderung ist rückläufig.

Angriff: Jugendlicher verletzt 68-Jährigen mit Messer

www.zeit.de01.06.2026

Ein 17-Jähriger soll in Elsenfeld einen 68-Jährigen mit einem Messer im Gesicht verletzt haben. Passanten schritten ein, der Jugendliche flüchtete, wurde aber kurz darauf festgenommen. Die Verletzungen des Opfers sind nicht lebensgefährlich. Die Hintergründe der Tat sowie die Beziehung zwischen Täter und Opfer sind noch unklar. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung. Ob Haftbefehl gegen den ukrainischen Jugendlichen erlassen wird, ist noch offen.

KI-Firma: OpenAI-Rivale Anthropic will an die Börse

www.zeit.de01.06.2026

Der KI-Konkurrent von OpenAI, Anthropic, plant einen Börsengang. Das Unternehmen reichte vertraulich einen Antrag bei der US-Börsenaufsicht SEC ein, was zu einem der größten Börsengänge des Jahres werden könnte. Dies geschieht, nachdem Anthropic kürzlich eine Finanzierungsrunde mit einer Bewertung von 900 Milliarden Dollar abgeschlossen hat. Auch OpenAI und Elon Musks SpaceX/xAI werden Börsenambitionen nachgesagt, wobei SpaceX eine noch höhere Bewertung anstrebt. Unklar bleibt, ob die hohen Investitionen in KI letztlich rentabel sein werden.

Syrien: Syrischer Ex-General steht in Wien wegen Folter vor Gericht

www.zeit.de01.06.2026

In Wien beginnt ein Prozess gegen einen syrischen Ex-General und einen Polizisten wegen Folter von Regimegegnern in Raka (2011-2013). Ihnen wird vorgeworfen, die Misshandlung von 21 Inhaftierten befohlen oder nicht unterbunden zu haben. Die Zustände in den Hafträumen waren katastrophal. Ihnen drohen bis zu zehn Jahre Haft. Der Prozess nutzt das Weltrechtsprinzip zur Verfolgung mutmaßlicher syrischer Kriegsverbrechen. Geplant sind Zeugenaussagen mutmaßlicher Opfer.

Jüdisches Leben: Zahl der antisemitischen Vorfälle auf Höchststand

www.zeit.de01.06.2026

Die Zahl antisemitischer Vorfälle in Niedersachsen erreichte mit 672 Fällen einen Höchststand, bedingt durch die nachhaltige Veränderung nach dem Hamas-Angriff im Oktober 2023. Die Rias-Meldestelle verzeichnet eine deutliche Zunahme, insbesondere bei Sachbeschädigungen und der Verlagerung von Vorfällen in den öffentlichen Raum. Niedersachsens Justizministerin betont die fortwährende Verbreitung von Antisemitismus in allen Gesellschaftsschichten und die dringende Notwendigkeit staatlichen Handelns zum Schutz jüdischen Lebens.

KI-Unternehmen: Anthropic reicht Unterlagen für US-Börsengang ein

www.zeit.de01.06.2026

Das KI-Unternehmen Anthropic hat formelle Schritte für einen Börsengang in den USA eingeleitet und einen vertraulichen Antrag bei der SEC eingereicht. Nach einer jüngsten Finanzierungsrunde wurde Anthropic mit 965 Milliarden US-Dollar bewertet, was es wertvoller als OpenAI macht. Die endgültige Entscheidung für den Börsengang hängt von Marktbedingungen und weiteren Faktoren ab; Details zu Aktienanzahl und Preis sind noch nicht festgelegt.

Verbrechen in Paris: Nach Kunstraub im Louvre weist mögliche Spur nach Belgien

www.zeit.de01.06.2026

Nach dem Kunstraub im Pariser Louvre im Oktober 2025 gibt es eine neue Spur nach Belgien. Belgische Fahnder fanden auf Handys festgenommener Diebe Fotos vom Tatort. Frankreich und Belgien ermitteln gemeinsam, ob ein Zusammenhang zwischen diesen Frachtdieben und den vier Tatverdächtigen, die in Frankreich inhaftiert sind, besteht. Die gestohlenen Kronjuwelen im Wert von 88 Millionen Euro sind weiterhin verschwunden.

Bamf-Statistik: Weniger Asylerstanträge – niedrigster Stand seit 2020

www.zeit.de01.06.2026

Im Mai wurden in Deutschland mit 5.556 Asylerstanträgen so wenige Anträge gestellt wie seit 2020 nicht mehr, ein Rückgang von rund 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Während Migrationsforscher Ursachen in Herkunftsländern und Transitstaaten sehen, führt Bundesinnenminister Dobrindt die "Migrationswende" und die Politik der Regierung für diesen Rückgang verantwortlich. Ziel sei es, Migration zu ordnen und Belastungen zu reduzieren.

Charli xcx holt sich Martin Scorsese, John Cale und Marc Jacobs aufs Plattencover

www.spiegel.de01.06.2026

Charli XCX kündigt ihr neues Album "Music, Fashion, Film" für den 24. Juli an. Das Cover zeigt den Musiker John Cale, Modedesigner Marc Jacobs und Regisseur Martin Scorsese. Diese Auswahl spiegelt die Themen Musik, Mode und Film wider, die auch durch die Titelsingle "Rock Music" und die zweite Single "SS26" repräsentiert werden, die sich auf Mode und Daft Punk bezieht. Die Prominentenwahl erntete Lob, aber auch Kritik für das Fehlen anderer Kunstformen und die reine Männerdarstellung.

Tomi Reichental: Holocaustüberlebender Tomi Reichental ist tot

www.zeit.de01.06.2026

Der Holocaustüberlebende Tomi Reichental ist im Alter von 90 Jahren in Irland gestorben. Reichental wurde 1944 ins KZ Bergen-Belsen deportiert und dort 1945 befreit. Erst im Ruhestand begann er öffentlich über seine Erlebnisse zu sprechen, schrieb eine Autobiografie und wirkte an Dokumentarfilmen mit. Er wurde für sein Engagement gegen Hass und Antisemitismus vielfach geehrt.

Iran und USA: Iran unterbricht Verhandlungen mit den USA wegen Angriffen auf Libanon

www.zeit.de01.06.2026

Iran hat indirekte Verhandlungen mit den USA wegen israelischer Angriffe im Libanon ausgesetzt. Der Iran betrachtet die Waffenruhe, die auch den Libanon einschloss, als gebrochen und macht die USA und Israel für die Folgen verantwortlich. Gespräche sollen erst wieder stattfinden, wenn Israel seine Militäroperationen im Gazastreifen und Libanon beendet und sich zurückzieht. Iran und seine Verbündeten erwägen die Blockade strategischer Seewege.

Versuchtes Tötungsdelikt: Beschützer junger Frauen niedergestochen - Festnahme

www.zeit.de01.06.2026

Ein 55-Jähriger wurde in Paderborn festgenommen, weil er einen 39-jährigen Ukrainer niedergestochen haben soll. Der mutmaßliche Täter soll zuvor junge Frauen belästigt haben, woraufhin das Opfer eingriff. Aus Rache soll der 55-Jährige den Beschützer später mit einem Messer attackiert haben. Das Opfer ist außer Lebensgefahr. Die Staatsanwaltschaft beantragt einen Haftbefehl wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung.

Hoher Atemalkoholwert: Frau getreten und rassistisch beleidigt - Mann festgenommen

www.zeit.de01.06.2026

Am S-Bahnhof Landsberger Allee wurde eine 32-jährige Frau nach einer Auseinandersetzung von einem 41-jährigen Mann mehrfach getreten, während sie bereits am Boden lag. Der Täter soll sie zudem rassistisch beleidigt haben. Mit einem Atemalkoholwert von über 2 Promille wurde der Mann festgenommen, während der ursprüngliche Kontrahent der Frau flüchtete. Die Frau, die selbst über 1,6 Promille hatte, erlitt Verletzungen und wurde ins Krankenhaus gebracht. Ermittlungen laufen.

Hohe Spritpreise: Autofahrer in Deutschland stürmen Markt für Elektro-Pkw – Angebot schrumpft deutlich

www.spiegel.de01.06.2026

Hohe Spritpreise und der Irankrieg treiben die Nachfrage nach gebrauchten Elektroautos in Deutschland enorm an. Dies führt zu einem merklich schrumpfenden Angebot auf dem Markt. Die Preise für gebrauchte E-Autos sind mittlerweile vergleichbar mit denen von Verbrennern, und auch Bedenken bezüglich der Batteriehaltbarkeit entkräften sich durch aktuelle Daten. Der Gebrauchtwagenmarkt wird somit zu einer bezahlbaren Option für den Umstieg auf Elektromobilität.