www.spiegel.de16.01.2026
In Hessen sind 14 Prozent der Schulen unvollständig besetzt, was etwa 253 Schulen betrifft. Das geht aus einer Auswertung des Kultusministeriums hervor und stellt einen Anstieg von rund zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr dar. Besonders bitter ist die Situation an einer Grundschule in Wetzlar, die seit über sieben Jahren ohne vollständige Leitung auskommen muss. Das Ministerium verspricht, den schulischen Betrieb durch organisatorische Maßnahmen aufrechtzuerhalten und erwartet, viele Stellen zeitnah zu besetzen. Der Lehrermangel betrifft auch andere Bundesländer.
www.zeit.de16.01.2026
Ein Bündnis aus Politik, Medien, Kirchen und Kunst plant am 21. Mai einen Aktionstag unter dem Motto "Zusammenhalt in Vielfalt", der mit dem Unesco-Welttag der kulturellen Vielfalt zusammenfällt. Geplant sind Konzerte, Lesungen und Diskussionen, um Respekt, Toleranz und Demokratie zu fördern. Kulturstaatsminister Wolfram Weimer betont die Bedeutung kultureller Vielfalt für die deutsche Identität. Auch Kirchenvertreter und der Deutsche Städtetag unterstützen die Aktion, die von Rundfunk Berlin-Brandenburg medienpartnerschaftlich begleitet wird.
www.zeit.de16.01.2026
Die IHK-Umfrage zeigt, dass die Konjunkturerholung in Niedersachsen weiterhin aussteht. Die Geschäftslage und das Konjunkturklima bleiben schwach, mit über 25% der Unternehmen, die ihre Lage als schlecht bewerten. Nur 12% rechnen mit einer positiven Entwicklung. Es gibt jedoch eine leichte Belebung in der Industrie, hauptsächlich durch steigende Staatsausgaben für Rüstung und Infrastruktur. Für ein nachhaltiges Wachstum fordert die IHK spürbare Erleichterungen bei Steuern und Bürokratie.
www.zeit.de16.01.2026
Der Autozulieferer Valeo baut 134 Stellen in Ebern, Bayern, ab, hauptsächlich in Forschung und Entwicklung. 97 Stellen werden komplett gestrichen, 37 nach Erlangen verlagert. Dies erfolgt im Kontext einer allgemeinen Krisensituation in der Automobilbranche, verschärft durch den Wandel zur E-Mobilität und zunehmenden asiatischen Wettbewerb. Auch andere Standorte sind betroffen, darunter Bad Neustadt und Bad Rodach, wo insgesamt mehrere hundert Arbeitsplätze wegfallen. Die IG Metall kritisiert die langjährigen strukturellen Probleme im Unternehmen.
www.zeit.de16.01.2026
Ein polnisches Güterschiff, das im Jungfernsee bei Potsdam festgefahren war, ist wieder manövrierfähig. Nach zwei gescheiterten Versuchen zur Befreiung wurde das Schiff um 100 Tonnen Fracht erleichtert, was schließlich zur erfolgreichen Wiederherstellung der Beweglichkeit führte. Ursprünglich hatte das Schiff 744 Tonnen Split geladen und war aufgrund eines Missgeschicks außerhalb der Fahrrinne auf eine Untiefe geraten. Die Besatzung blieb während der gesamten Zeit vor Ort.
www.zeit.de16.01.2026
Die nordrhein-westfälische Landesregierung investiert rund eine Milliarde Euro in den Sport, insbesondere für die Modernisierung und den Neubau von Sportstätten und Schwimmbädern. Ministerpräsident Hendrik Wüst kündigte an, dass je 200 Millionen Euro für Sportstätten, Schwimmbäder und Vereine bereitgestellt werden. Diese Investitionen unterstützen die Bewerbung NRWs für die Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044. Bürgerentscheide sind für die Mitwirkung der Kommunen geplant, während Wüst die Spiele als die größten aller Zeiten anpreist.
www.zeit.de16.01.2026
Eine Popularklage gegen das neue bayerische Ladenschlussgesetz wurde eingereicht, um dessen moderate Lockerungen zu überprüfen. Sieben Kläger, darunter Gewerkschaftsvertreter, kritisieren die Erlaubnis für digitale Kleinstsupermärkte, sonntags durchgängig zu öffnen, sowie die Ladenöffnungen in Tourismusorten an 40 Sonn- und Feiertagen. Die Kläger argumentieren, dass dies wesentliche Grundrechte beeinträchtigt und die Arbeitsbedingungen im Einzelhandel verschlechtert. Das neue Gesetz trat im Sommer 2025 in Kraft, nachdem Bayern zuvor einem Bundesgesetz von 1956 folgte.
www.zeit.de16.01.2026
Bei einer Landtagsitzung in Thüringen enthielten sich fünf BSW-Abgeordnete bei einem Antrag der AfD zur Amtsführung von Innenminister Georg Maier (SPD), während die Mehrheit dagegen stimmte. Die AfD warf Maier Versagen bei der Aufsicht über interne Ermittler vor. Maier wies die Vorwürfe zurück und kritisierte die AfD für ihre Forderung nach politischer Einflussnahme auf die Strafverfolgung. Der Antrag erhielt keine Mehrheit, und Maier setzt sich für ein Verbotsverfahren gegen die rechtsextreme AfD-Fraktion ein.
www.zeit.de16.01.2026
Ugandas Präsident Yoweri Museveni wurde laut ersten Auszählungen bei den Präsidentschaftswahlen mit 76 Prozent der Stimmen wiedergewählt. Herausforderer Bobi Wine erhielt rund 20 Prozent, behauptet jedoch, dass Wahlbetrug stattgefunden habe. Nach der Wahl wurde Wine unter Hausarrest gestellt, während Sicherheitskräfte seine Residenz umstellten. Seine Partei, die National Unity Platform, berichtete von unrechtmäßigen Sicherheitsmaßnahmen. Wine rief seine Unterstützer zu Protesten auf. Die Situation entwickelt sich weiterhin.
www.zeit.de16.01.2026
In einem Dresdener Lokal wurden am Donnerstagabend nach einem Streit mit zwei Männern Reizgas versprüht, wodurch fünf Personen leicht verletzt wurden. Der Betreiber hatte die Männer aufgrund ihres aggressiven Verhaltens auffordert, das Lokal zu verlassen. Daraufhin setzte einer der Männer das Reizgas ein und flüchtete mit dem Komplizen. Die Polizei hat Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung aufgenommen.
www.zeit.de16.01.2026
In Sachsen wächst die Forderung nach einem Abschiebestopp für abgelehnte Asylbewerber in den Iran aufgrund der Gewalt der iranischen Führung gegen Protestierende. Der Sächsische Flüchtlingsrat und die Grünen unterstützen diese Initiative, da Abschiebungen als lebensbedrohlich erachtet werden. Angela Müller vom Flüchtlingsrat fordert einen sofortigen Stopp und Schutz für regimekritische Iraner in Deutschland. Auch Hessen und Schleswig-Holstein haben ähnliche Maßnahmen ergriffen. Die Politiker betonen die Notwendigkeit, sich mit der iranischen Demokratie- und Frauenbewegung solidarisch zu zeigen.
www.zeit.de16.01.2026
In einem Ort im Landkreis Eichsfeld müssen Geflügelhalter erneut strenge Maßnahmen aufgrund eines Ausbruchs der Geflügelpest im benachbarten Göttingen einhalten. Hühner und andere Geflügelarten müssen in geschlossenen Ställen gehalten werden, Transporte und Geflügelausstellungen sind untersagt. Tierhalter sind verpflichtet, ihre Bestände täglich zu überwachen und Auffälligkeiten zu melden. Obwohl die Situation in Thüringen sich beruhigt hat, besteht weiterhin kein Anlass zur Entwarnung.
www.zeit.de16.01.2026
Brandenburgs Gesundheitsministerium hat die Corona-Maßnahmen verteidigt, weist jedoch auf Schwächen hin. Referatsleiter Ulrich Widders betont, dass präventive Maßnahmen wichtig waren, aber lange Lockdowns die Akzeptanz verringerten und Grenzschließungen ineffektiv waren. Die Maßnahmen führten zu sozialen Einschränkungen und psychischen Belastungen, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen. Die Enquete-Kommission soll Empfehlungen zur Verbesserung des Gesundheitssystems und zur Minimierung staatlicher Eingriffe in die Freiheitsrechte erarbeiten.
www.zeit.de16.01.2026
In Sachsen-Anhalt erhalten die Krankenhäuser im Jahr 2026 mehr finanzielle Mittel für die Behandlung von über 500.000 Patientinnen und Patienten. Der neue Landesbasisfallwert beträgt 4.562,06 Euro, was eine Erhöhung um 142,02 Euro im Vergleich zu 2025 darstellt. Dies ergibt voraussichtlich 64 Millionen Euro zusätzlich für die Kliniken und bietet Planungssicherheit für Krankenhäuser und Krankenkassen. Der Wert ist entscheidend für die Abrechnung von Krankenhausleistungen und die Kostenschätzung der Krankenkassen.
www.zeit.de16.01.2026
Eine Frau aus Oberbayern muss wegen der illegalen Haltung eines wilden Erpels unter einem Trampolin eine Geldstrafe von 6.000 Euro zahlen. Das Amtsgericht Rosenheim bestätigte einen Strafbefehl wegen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz sowie Jagd- und Naturschutzrecht. Wildtiere dürfen nicht ohne Genehmigung gehalten werden. Der Erpel lebte mehr als ein Jahr unter schlechten Bedingungen und musste nach einer tierärztlichen Untersuchung eingeschläfert werden.