www.zeit.de12.01.2026
Der Forschungsreaktor FRM II der TU München ist seit fast sechs Jahren außer Betrieb, was die Forschung an Neutronenquellen erheblich hemmt. Nach Problemen mit dem Ersatzteil Zentralkanal und Verzögerungen in der Fertigung wird kein genauer Wiederanlauftermin genannt. Umweltschützer haben rechtliche Hürden gegen den Betrieb mit hoch angereichertem Uran verloren, jedoch verzögert sich der Einsatz von neuem, sicherer Brennstoff bis in die 2030er Jahre. Kritiker warnen vor den Risiken durch radioaktiven Abfall, während Betreiber betonen, dass Waffenbau spezifische Anlagen erfordere.
www.zeit.de12.01.2026
Tief "Gunda" sorgt für Unwetterwarnungen wegen Glatteis in Deutschland, insbesondere in der West- und Südhälfte. Viele Schulen in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen bleiben geschlossen, und Präsenzunterricht entfällt. Stattdessen wird Notbetreuung oder Distanzunterricht angeboten. Der ADAC empfiehlt, unnötige Autofahrten zu vermeiden. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor gefährlicher Glätte. Die Deutsche Bahn rechnet mit kleineren Einschränkungen im Zugverkehr. Bisher gab es keine glättebedingten Unfälle, aber die Situation könnte sich verschärfen.
www.zeit.de12.01.2026
FDP-Chef Henning Höne kritisiert den landesweiten Unterrichtsausfall in Nordrhein-Westfalen aufgrund einer Glätte-Warnung. Er fordert alternative Maßnahmen, wie den Ausfall der ersten Stunde oder regulären Unterricht ohne Präsenzpflicht, und warnt vor den negativen Auswirkungen auf Schüler und Familien. Schulministerin Dorothee Feller (CDU) hatte Distanzunterricht angeordnet und eine Notbetreuung eingerichtet, um die Sicherheit zu gewährleisten, während sie dazu aufruft, dass Schüler zu Hause bleiben, wenn möglich.
www.zeit.de12.01.2026
Die CSU befeuert die Debatte zur Rückkehr von Syrern in Hessen, nachdem der Bürgerkrieg in Syrien an Intensität verloren hat. Innenminister Roman Poseck (CDU) plädiert für Abschiebungen von ausreisepflichtigen Syrern, trotz Kritik von Grünen, die betonen, dass Syrien kein sicheres Land sei. In Hessen leben circa 59.682 Syrer, viele sind in das Sozialsystem integriert, während einige eine Rückkehr anstreben. Biroz Hannan, eine in Hessen lebende Kurdin, zeigt sich besorgt über die Lebensbedingungen in Syrien und die Unsicherheiten der Rückkehr.
www.zeit.de12.01.2026
Timothée Chalamet hat bei der 83. Golden Globe-Verleihung seinen ersten Globe gewonnen, nachdem er fünfmal nominiert war. Er erhielt die Auszeichnung als bester Hauptdarsteller in einer Komödie/Musical für seine Rolle in "Marty Supreme". In seiner Dankesrede betonte Chalamet die Bedeutung von Dankbarkeit, die ihm auch in Zeiten ohne Auszeichnungen half. Die Gala fand in Beverly Hills statt und wurde live vom US-Sender CBS übertragen.
www.zeit.de12.01.2026
In Berlin steht die Ausbildungsplatzabgabe zur Debatte, um den akuten Lehrstellenmangel zu bekämpfen. Die SPD und Oppositionsparteien unterstützen das Konzept, während die CDU und Wirtschaftsverbände ihm kritisch gegenüberstehen. Ein Gesetz soll 2026 beschlossen werden, das ab 2028 in Kraft treten könnte. Arbeitgeber müssten in einen Fonds einzahlen, unabhängig von der Ausbildungsbereitschaft. Kritiker befürchten, dass die Abgabe die Unternehmen belastet und keine neuen Ausbildungsplätze schafft. Der DGB drängt auf schnelles Handeln, da der Bedarf an Ausbildungsplätzen dringend ist.
www.zeit.de12.01.2026
Der Berufungsprozess gegen die Sängerin Melanie Müller wegen Vorwürfen des Hitlergrußes und Drogenbesitzes steht kurz vor dem Urteil. Müller soll beim Konzert in Leipzig im September 2022 den Hitlergruß gezeigt und andere dazu ermutigt haben. Zudem wurden Drogen in ihrer Wohnung gefunden. Müller distanzierte sich von rechtsextremen Äußerungen und erklärte, die Geste sei nicht politisch gemeint gewesen. Das Amtsgericht hatte sie zu einer Geldstrafe von insgesamt 80.000 Euro verurteilt, während die Verteidigung auf Freispruch plädierte.
www.zeit.de12.01.2026
In Baden-Württemberg testet die Polizei nun den Einsatz von Elektroschockern (Tastern) für Streifenpolizisten, um die Sicherheit im Einsatz zu erhöhen. Die Maßnahme stößt auf Kritik von Gewerkschaften und Menschenrechtlern, da Meinungen über den angemessenen Umgang mit Gewaltsituationen stark variieren. Taser könnten deeskalierend wirken, indem sie Angreifer aus sicherer Entfernung außer Gefecht setzen. Die Tests erfolgen in spezifischen Regionen; es gibt jedoch Bedenken hinsichtlich der Sicherheit und der niedrigen Hemmschwelle für deren Einsatz im Vergleich zu Schusswaffen.
www.zeit.de12.01.2026
Niedersachsens Agrarministerin Miriam Staudte (Grüne) hat ein Agrarstrukturgesetz vorgestellt, um Landwirte vor dem steigenden Preisdruck beim Kauf und der Pacht von Ackerland zu schützen. Das Gesetz, das im Landtag beraten wird, soll Preisgrenzen festlegen und den Grundstücksverkehrsausschüssen mehr Befugnisse geben. Kritiker wie das Landvolk Niedersachsen befürchten, dass die Regelungen praxisfern sind, während die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft die Initiative unterstützt. Ziel ist es, die aktive Landwirtschaft in bäuerlicher Hand zu halten und soziale Ungleichheiten zu vermeiden.
www.zeit.de12.01.2026
Nach den Weihnachtsferien beginnt für rund 808.000 Kinder und Jugendliche in Hessen der Unterricht wieder. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor gefrierendem Regen, was zu gefährlichen Bedingungen auf dem Schulweg führen könnte. Das hessische Bildungsministerium erwartet einen normalen Schulstart, rät jedoch den Eltern, die Wetterverhältnisse zu berücksichtigen. Die verlängerten Ferien in Hessen, auch "Hessenwoche" genannt, wurden bereits im Schuljahr 1954/55 eingeführt und sind auch für die kommenden Jahre bis 2029/30 festgelegt.
www.zeit.de12.01.2026
In Hessen leben derzeit fast 60.000 Syrer, was etwa einem Prozent der Bevölkerung entspricht. Rund 17.193 Syrer haben nur subsidiären Schutz, da in ihrer Heimat ernsthafter Schaden droht. Innenminister Roman Poseck plant perspektivisch, Abschiebungen nach Syrien zu ermöglichen, insbesondere für die, die temporären Schutz erhalten haben. Dennoch sollen gut integrierte Syrer in Hessen bleiben dürfen. Die Diskussion über Rückkehr und Abschiebungen wird durch die CSU angestoßen, die eine Abschiebeoffensive für 2026 fordert.
www.zeit.de12.01.2026
In Sachsen-Anhalt könnte Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) kurz vor der Landtagswahl vorzeitig zurücktreten. CDU, SPD und FDP beraten über eine Fortsetzung der schwarz-rot-gelben Koalition, die für den Wechsel an der Regierungsspitze nötig ist. Haseloff hat signalisiert, dass er für eine Übergabe offen ist, um der AfD, die in Umfragen stark steht, entgegenzuwirken. Wenn die Koalitionspartner zustimmen, könnte Christoph Schulze (CDU) Ende Januar als neuer Ministerpräsident gewählt werden.
www.zeit.de12.01.2026
Jerome Powell, der Chef der US-Notenbank Federal Reserve, berichtet von Ermittlungen des Justizministeriums gegen ihn. Diese zielen auf angebliche Falschaussagen zur Sanierung von Fed-Gebäuden ab. Powell sieht die Ermittlungen als Versuch, die Unabhängigkeit der Notenbank zu untergraben, während US-Präsident Trump Druck auf die Fed ausübt, die Zinssätze zu senken. Dokumentiert ist bereits eine Zinssenkung um 0,25 Prozentpunkte, die Trump als unzureichend kritisierte. Powell betont, seine Amtsführung weiterhin integer zu gestalten.
www.spiegel.de12.01.2026
An einem beliebten Touristenstrand in Ecuador wurden fünf menschliche Köpfe zur Abschreckung ausgestellt, begleitet von einer Drohbotschaft an Bandenmitglieder, die Schutzgelder erpressen. Dies geschah in Puerto López, wo bereits zuvor Gewaltverbrechen, einschließlich der Tötung von neun Personen, stattfanden. Ecuador hat sich aufgrund seiner Lage zwischen Kolumbien und Peru zu einem wichtigen Drogenhandels-Transitland entwickelt. Trotz staatlicher Notstandsmaßnahmen gegen die Drogenbanden bleibt die Situation angespannt, mit einer hohen Mordrate im Land.
www.zeit.de12.01.2026
In Nordrhein-Westfalen kommt es zu Warnstreiks an Hochschulen und Unikliniken, ausgelöst durch Tarifverhandlungen der Gewerkschaft Verdi für die rund 925.000 Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder. Verdi fordert sieben Prozent Gehaltserhöhung oder mindestens 300 Euro monatlich. Die Universität Münster, die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf sowie Unikliniken in Köln, Bonn und Essen sind betroffen, was zu spürbaren Einschränkungen in Bibliotheken, Hörsälen und der Patientenversorgung führen wird. Notdienste sind eingerichtet, um die Sicherheit der Patienten zu gewährleisten.