www.zeit.de28.04.2026
Ein seit neun Jahren gesuchter Mann wurde in Küssaberg festgenommen. Der 42-Jährige wird von der Republik Moldau wegen versuchten Mordes im Jahr 2017 gesucht. Er soll zwei Mordanschläge verübt haben. Nach seiner Feststellung durch die Bundespolizei und Vorführung vor einem Haftrichter kam er in Untersuchungshaft. Eine Auslieferung wird nun geprüft.
www.zeit.de28.04.2026
Auf der A20 in Richtung Lübeck ist ein Tiny House von einem Anhänger gefallen und auf die Fahrbahn geraten. Ein Transporter verlor das kleine Wohnhaus gegen 4.30 Uhr vor der Abfahrt Pasewalk-Süd. Verletzt wurde niemand, der Schaden wird auf etwa 10.000 Euro geschätzt. Die Ursache ist unklar. Eine Fahrspur ist gesperrt, der Verkehr wird umgeleitet.
www.zeit.de28.04.2026
Der SPD-Spitzenkandidat Jochen Ott fordert eine Debatte über die Einkommens- und Vermögensverteilung in Deutschland. Eine Mehrheit der Deutschen (81%) empfindet die Verteilung als ungerecht. Über zwei Drittel (64%) befürworten eine Rückkehr zur Vermögensteuer, 61% eine höhere Erbschaftsteuer. Ott argumentiert, dass Millionäre und Milliardäre mehr beitragen müssten, anstatt berufstätige Familien weiter zu belasten. Er warnt vor den Folgen einer stärkeren Belastung der Mitte.
www.zeit.de28.04.2026
Das Statistische Bundesamt meldet für 2025 einen historischen Tiefstand bei Geburten seit 1946. Rund 654.300 Kinder wurden geboren, ein Rückgang von 3,4 Prozent. Das Geburtendefizit ist das größte der Nachkriegszeit. Der Rückgang ist in Ostdeutschland stärker als in Westdeutschland, nur Hamburg verzeichnet einen leichten Anstieg. Auch andere europäische Länder verzeichnen weniger Neugeborene, während einige eine Stabilisierung zeigen. Die Geburtenzahl wird voraussichtlich unter dem Niveau von 2021 bleiben.
www.zeit.de28.04.2026
Die Geburtenzahl in Deutschland sank 2023 auf 654.300 Kinder, den niedrigsten Stand seit 1946. Dies ist der vierte Rückgang in Folge. Die Sterbefälle von 1,01 Millionen überstiegen die Geburten um 352.000, das größte Geburtendefizit der Nachkriegszeit. Gründe sind eine kleinere gebärfähige Altersgruppe und sinkende durchschnittliche Kinderzahl pro Frau. Osteuropa verzeichnet einen stärkeren Rückgang als der Westen, mit Ausnahme Hamburgs.
www.zeit.de28.04.2026
Die Zahl der Alleinverdiener-Paare in Deutschland sinkt. Laut Statistischem Bundesamt verdiente 2023 nur noch 25,2 Prozent der Paare im erwerbsfähigen Alter (15-64 Jahre) ein einzelner Partner, verglichen mit 32,5 Prozent im Jahr 2015. Gleichzeitig steigt der Anteil der Paare, bei denen beide Partner mehr als geringfügig arbeiten, von 59,8 Prozent (2015) auf 68,8 Prozent (2023). Auch die Zahl der Paare mit keiner oder nur geringfügiger Erwerbstätigkeit ging zurück.
www.zeit.de28.04.2026
Deutsche Bühnen experimentieren wieder mit Marathon-Theaterabenden von Stunden Dauer. Beispiele wie "Wallenstein" (sieben Stunden) oder "Peer Gynt" (acht Stunden) zeigen ein neues Interesse an ausladenden Live-Events. Nach pandemiebedingten, kürzeren Inszenierungen wagen sich Theater wieder an längere, anspruchsvollere Formate, die ein engagiertes Publikum belohnen. Diese Entwicklung knüpft an Traditionen des Regietheaters an.
www.zeit.de28.04.2026
Nach dem Rücktritt von Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson wegen rechtswidriger Fördermittelberichten zufolge Thomas Heilmann (CDU) der Favorit für die Nachfolge. Der frühere Justizsenator und Bundestagsabgeordnete Heilmann wird von Medien, gestützt auf ungenannte Quellen, als heißer Kandidat gehandelt. Wedl-Wilson trat wegen eines beanstandeten Berichts des Landesrechnungshofs zurück.
www.zeit.de28.04.2026
Die Bundesregierung hat erneut Straftäter nach Afghanistan abgeschoben. Ein Charterflug mit rund 25 Männern startete vom Flughafen Halle/Leipzig. Die Betroffenen waren in verschiedenen Bundesländern wegen Delikten wie Diebstahl, Drogenhandel und sogar Gruppenvergewaltigung inhaftiert und wurden direkt aus der Haft zum Flughafen gebracht. Dies ist Teil einer fortlaufenden Praxis der Rückführung von Straftätern, die in Afghanistan keine Aufenthaltsberechtigung mehr besitzen.
www.zeit.de28.04.2026
Die geplante Reform der Handball Champions League sorgt für Unmut bei deutschen Vereinen. Die Ausweitung auf 24 Teams soll mehr Startplätze ermöglichen, doch die genauen Kriterien für die Qualifikation und die Anzahl der deutschen Plätze sind komplex und unklar. Vereine wie der SC Magdeburg und die Füchse Berlin kritisieren mangelnde Planungssicherheit und empfinden die Regelungen als "schlechte Komödie". Befürchtet wird, dass die stärkste Liga der Welt nicht die ihr zustehenden Startplätze erhält.
www.spiegel.de28.04.2026
Der Schauspieler Nathan Chasing Horse, bekannt aus "Der mit dem Wolf tanzt", wurde in Las Vegas zu mindestens 37 Jahren Haft verurteilt. Er wurde wegen des sexuellen Missbrauchs mehrerer Minderjähriger schuldig gesprochen. Chasing Horse soll zudem eine Sekte als "Medizinmann" angeführt haben. Er bestreitet die Vorwürfe.
www.zeit.de28.04.2026
Monate nach dem Verschwinden eines 18-Jährigen aus Unterfranken geht die Polizei von einer Gewalttat aus und geht davon aus, dass er nicht mehr lebt. Ein Mann aus dem familiären Umfeld des Vermissten wurde festgenommen und wird vernommen. In seinem Wohnort Dittelbrunn laufen aufwendige Spurensicherungsmaßnahmen auf mehreren Grundstücken. Der 18-Jährige war zuletzt im Oktober 2025 gesehen worden.
www.zeit.de28.04.2026
Unicef warnt, dass Afghanistan bis 2030 durch den Ausschluss von Frauen vom Bildungs- und Arbeitsmarkt ein Defizit von rund 25.000 Lehrerinnen und Ärztinnen erfahren könnte. Dies entspricht einem Viertel der Fachkräfte dieser Sektoren von 2021. Die UN rufen die Taliban auf, die Beschränkungen für Bildung und Beschäftigung von Frauen aufzuheben, um wesentliche Dienstleistungen aufrechtzuerhalten und zukünftige Fachkräftelücken zu vermeiden.
www.zeit.de28.04.2026
Nach einem tödlichen Brand in Rinchnach, bei dem ein 26-Jähriger ums Leben kam, gibt es laut Polizei keine Hinweise auf Brandstiftung. Die Ermittlungen, an denen auch das Landeskriminalamt beteiligt ist, laufen weiter. Das Feuer brach im Zimmer des Opfers aus. Ein Feuerwehrmann wurde leicht verletzt, eine weitere Bewohnerin unverletzt. Das Haus ist unbewohnbar, der Schaden beläuft sich auf ca. 150.000 Euro.
www.zeit.de28.04.2026
Ein Buckelwal ist in der Ostsee gestrandet und Helfer versuchen nun, ihn lebend in die Nordsee zu transportieren. Nach Wochen der Strandung wird das zwölf Tonnen schwere Tier mittels eines Gurts durch eine Rinne auf einen Kahn gelockt. Dort soll es mit Wasser versorgt werden, bevor die Reise beginnt. Die Genehmigung des Umweltministeriums steht noch aus.