Haftstrafe für deutsche Eltern im »Horrorhaus«-Prozess in Spanien

www.spiegel.de11.05.2026

Deutsche Eltern wurden in Spanien wegen psychischer Gewalt und Vernachlässigung ihrer drei Kinder zu insgesamt zwei Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt. Sie hatten die Kinder jahrelang in einem verwahrlosten Haus isoliert. Obwohl die Staatsanwaltschaft lange Haftstrafen forderte, wurden die Eltern vom schwerwiegenderen Vorwurf der Freiheitsberaubung freigesprochen. Die Staatsanwaltschaft begründete den Schutz der Kinder vor Krankheiten, die Eltern hatten andere Gründe angegeben. Die Kinder, die unterernährt und vernachlässigt waren, werden nun von den Behörden betreut.

Bezahlung im Handel: Arbeitgeber legen Tarif-Angebot für den Handel vor

www.zeit.de11.05.2026

Die Arbeitgeber im Hamburger Einzelhandel haben ein Tariferhöhungsangebot von 3,5 Prozent über zwei Jahre vorgelegt. Die Gewerkschaft Verdi lehnt dieses als "Unverschämtheit" ab und fordert stattdessen sieben Prozent mehr Lohn, mindestens 225 Euro brutto mehr im Monat, für die rund 90.000 Beschäftigten. Die Tarifverhandlungen, die im April begannen und bereits zu Warnstreiks führten, sollen am 2. Juni fortgesetzt werden.

Schüsse in Washington, D. C.: Mutmaßlicher Schütze von Gala-Dinner plädiert auf nicht schuldig

www.zeit.de11.05.2026

Ein 31-Jähriger plädiert auf nicht schuldig in allen Anklagepunkten, darunter versuchter Mord an US-Präsident Trump. Der Vorfall ereignete sich Ende April, als der Mann in das Hilton-Hotel in Washington eindrang, wo das Korrespondentendinner stattfand. Er erreichte den Ballsaal nicht, schoss jedoch auf einen Polizisten, der dank einer Schussweste unverletzt blieb. Dem Angeklagten werden weitere Delikte wie Angriffe auf Bundesbeamte und unerlaubter Waffenbesitz vorgeworfen.

Ex-DFB-Coach: Comeback als Trainer? Joachim Löw hat bislang »das innere Feuer bei den Anfragen gefehlt«

www.spiegel.de11.05.2026

Joachim Löw dementierte Gerüchte über ein Trainer-Comeback bei Ghana, schließt sich aber nicht aus. Nach seinem Rücktritt als Bundestrainer lehnte er alle Angebote ab, da ihm das "innere Feuer" fehlte. Die Energie für eine Mannschaft frontzumanagen, sei fraglich. Ein Angebot, das ihn packt, sei unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich, besonders bei einem Nationalteam. Löw war auch mit Usbekistan im Gespräch.

Volle Autobahnen: ADAC rechnet mit besonders verkehrsreichem Mittwoch

www.zeit.de11.05.2026

Der ADAC erwartet am Mittwoch vor Christi Himmelfahrt besonders volle Autobahnen. Grund dafür ist das Zusammentreffen von Kurzurlaubern, Berufsverkehr und Lkw. Besonders die A2 und A9 in Sachsen-Anhalt sind betroffen. Auch Baustellen auf der A38 verschärfen die Lage. Für den Freitag und Samstag wird eine Entspannung erwartet, ehe am Sonntag, 17. Mai, mit starkem Rückreiseverkehr zu rechnen ist. Der ADAC prognostiziert auch für das Pfingstwochenende erhöhten Reiseverkehr.

Oktoberfest 2026: München verbietet Schampus-Duschen auf der Wiesn

www.zeit.de11.05.2026

Der Münchner Stadtrat hat entschieden, Champagner-Duschen auf dem Oktoberfest ab 2026 zu verbieten. Diese Praxis wird als Lebensmittelverschwendung angesehen und passt nicht zum Charakter des Volksfestes. Die Entscheidung soll verhindern, dass die Wiesn "zum Ballermann" verkommt, nachdem in sozialen Medien vermehrt Videos von solchen Aktionen aufgetaucht waren.

Spezialtransport: Hantavirus-Ausbruch: Kontaktperson ist wieder zu Hause

www.zeit.de11.05.2026

Eine symptomfreie Kontaktperson eines Hantavirus-Ausbruchs auf dem Kreuzfahrtschiff "Hondius" ist nach Baden-Württemberg zurückgekehrt und befindet sich in häuslicher Quarantäne. Dies geschah als Teil eines Spezialtransports mit drei weiteren Deutschen aus Eindhoven. Bisher gibt es keine Hinweise auf eine Infektion; die Quarantäne dauert mindestens sechs Wochen, wie vom RKI empfohlen, da die Inkubationszeit bis zu 45 Tage betragen kann. Die Gruppe war zuvor von Teneriffa in die Niederlande ausgeflogen worden.

Prozess: Seniorin in Worms getötet - Lebenslang für 36-Jährigen

www.zeit.de11.05.2026

Ein 36-Jähriger wurde wegen Mordes aus Habgier und Raubes mit Todesfolge zu lebenslanger Haft verurteilt. Er tötete eine 73-jährige Seniorin in Worms mit einer Vase und erstickte sie. Das Gericht wies den Verteidigungsantrag auf eine geringere Strafe wegen Drogenkonsums ab. Der Angeklagte kannte das Opfer, das ihn zum Kaffee eingeladen hatte. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Geplante Gesetzesreform: Wer den anderen Elternteil schlägt, soll den Umgang mit dem Kind verlieren können

www.spiegel.de11.05.2026

Die Bundesjustizministerin plant eine Reform des Kindschaftsrechts. Kernpunkte sind die Vereinfachung des Sorgerechts für unverheiratete Eltern und die Stärkung des Kinderschutzes. Zukünftig soll Gewalt in der Partnerschaft dazu führen können, dass ein Elternteil das Umgangsrecht mit dem Kind verliert, da miterlebte Gewalt das Kindeswohl gefährdet. Die Reform soll auch die Interessen des gewalttätigen Elternteils schützen, der durch den Umgang Kontakt zum Täter hätte.

Landgericht: Jugendbande vor Gericht – Opfer mit Tritten schwer verletzt

www.zeit.de11.05.2026

Am Landgericht Dortmund beginnt der Prozess gegen sieben mutmaßliche Mitglieder einer Jugendbande. Ihnen wird versuchter Totschlag vorgeworfen. Im August 2025 soll die Gruppe Jugendliche brutal verprügelt und dabei unter anderem Kopfverletzungen durch Tritte verursacht haben. Ein brutaler Angriff wurde angeblich gefilmt und in sozialen Medien verbreitet, was zur Festnahme der Verdächtigen führte. Ein weiterer Verdächtiger wurde kürzlich auf Grundlage von Aussagen eines Angeklagten festgenommen. Alle Angeklagten wollen sich äußern.

Unfälle: Gefährlicher Stunt sorgt für Anzeigen gegen Motorradfahrer

www.zeit.de11.05.2026

Bei einem mutmaßlichen Stunt in Bernburg wurden zwei Motorradfahrer schwer verletzt. Sie führten einen Wheelie auf der Weststraße durch, als es zu einer Kollision kam. Gegen die beiden 21-Jährigen wird wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr, fahrlässiger Körperverletzung und Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz ermittelt. Beide wurden per Hubschrauber in Spezialkliniken gebracht.

Kriminalität: Polizei vermutet Drogenlabor nach Brand in Halver

www.zeit.de11.05.2026

Nach einem Brand in einem Firmengebäude in Halver vermutet die Polizei ein Drogenlabor. Bei Löscharbeiten wurden zahlreiche Chemikalien entdeckt, deren Menge und Art auf eine Herstellung synthetischer Drogen hindeuten. Das Kommissariat für organisierte Kriminalität bittet um Hinweise zu verdächtigen Personen oder Fahrzeugen, insbesondere mit ausländischen Kennzeichen.

Wo läuft es gut, wo weniger?: Offenbach legt im Regionen-Ranking zu

www.zeit.de11.05.2026

Offenbach verzeichnet im Regionen-Ranking laut einer IW Consult-Studie deutliche Fortschritte und ist einer der größten Aufsteiger bundesweit. Die Stadt verbessert sich um 199 Plätze auf Rang 126. Das Rhein-Main-Gebiet insgesamt, mit Frankfurt und umliegenden Kreisen, zählt zu den wirtschaftlich stärksten Regionen Deutschlands. Während die wirtschaftliche Stärke und der Arbeitsmarkt punkten, gibt es Verbesserungspotenzial bei der Lebensqualität, insbesondere Sicherheit und Grünflächen in Frankfurt.

Tourismus und Umwelt: Griechenland will Massentourismus bremsen

www.zeit.de11.05.2026

Griechenland plant, den Massentourismus auf beliebten Inseln und in Ferienorten einzudämmen, um Natur und Landschaft zu schützen. Angesichts steigender Besucherzahlen und der Überlastung der Infrastruktur werden neue Regeln für den Tourismus und Hotelbau eingeführt. Betroffene Regionen werden nach Belastung eingestuft, und insbesondere auf stark frequentierten Inseln erhalten neue Hotels Kapazitätsbeschränkungen von maximal 100 Betten. Neubauten werden strengeren Auflagen unterworfen, mit größeren Grundstücksanforderungen und Bauverboten in Küstennähe. Diese Reform zielt auf ein nachhaltigeres Tourismusmodell ab.

Millionenforderung: Corona-Teststellenbetreiberin soll Millionen zurückzahlen

www.zeit.de11.05.2026

Eine Betreiberin von Corona-Teststellen in NRW muss über vier Millionen Euro zurückzahlen, weil sie die erforderliche Dokumentation der getesteten Personen nicht erbracht hat. Das Verwaltungsgericht Düsseldorf wies ihre Klage ab. Das Gericht entschied, dass die Forderungen aufgrund der Nichteinhaltung der Testverordnung nicht gerechtfertigt seien. Ein kleinerer Betrag von über 93.000 Euro darf die Kassenärztliche Vereinigung nicht zurückfordern, da dieser bereits als Verwaltungskostensatz einbehalten wurde. 48 weitere Verfahren mit erheblichem Streitwert sind anhängig.