www.zeit.de02.06.2026
Die EU-Kommission genehmigt unter Auflagen den Verkauf von BASF's Lackesparte an Carlyle. Der Käufer muss das weltweite Polysulfid-Geschäft von Nouryon veräußern, um Wettbewerbsbedenken auszuräumen. Diese Maßnahme sichert den Wettbewerb im Markt für Dichtstoffe in der Luft- und Raumfahrt, da Polysulfide ein entscheidender Ausgangsstoff sind. BASF behält 40% an der Sparte, die mit 7,7 Milliarden Euro bewertet wurde.
www.spiegel.de02.06.2026
UniCredit baut seinen Anteil an der Commerzbank auf über 34 % aus und überschreitet damit die 30 %-Schwelle. Trotz Widerstands des Commerzbank-Managements sichert sich UniCredit die Mehrheit der Aktien. Die Bank plant weitere Käufe durch Optionen und könnte potenziell bis zu 50,8 % der Anteile erwerben. Commerzbank-Vorstand und Betriebsrat lehnen das "feindliche" Übernahmeangebot ab, das keinen Aufschlag bietet und zu massivem Stellenabbau führen könnte.
www.zeit.de02.06.2026
Die Polizei in Nürnberg warnt vor einem auffälligen Wildschwein, das in mehreren Gärten Schaden angerichtet und eine Frau verletzt hat. Das Tier wurde zuletzt im Bereich der Alfons-Strauder-Straße im Nürnberger Stadtteil Neukatzwang gesichtet. Einsatzkräfte sind vor Ort, um die Situation zu bewältigen.
www.zeit.de02.06.2026
In der Demokratischen Republik Kongo sind bisher 344 Ebola-Fälle bestätigt worden, von denen 60 tödlich verliefen. Der Ausbruch im Osten des Landes wurde vor drei Wochen öffentlich. Auch in Uganda wurden Fälle gemeldet, nicht jedoch in Kenia. Ein geplantes WM-Testspiel zwischen der DR Kongo und Chile wurde wegen der Ausbreitung abgesagt.
www.spiegel.de02.06.2026
Rumänien hat mit Rheinmetall einen Rüstungsdeal über 5,7 Milliarden Euro abgeschlossen, den größten internationalen Auftrag des Konzerns. Geliefert werden Lynx-Panzer, Flugabwehrsysteme, Munition und Marineschiffe. Die Auslieferung erfolgt bis 2030. Ein Großteil der Produktion und Wertschöpfung findet in Rumänien statt, inklusive Technologietransfer und Schaffung von Arbeitsplätzen. Dies soll die Verteidigungsfähigkeiten Rumäniens stärken und die nationale Rüstungsindustrie beleben.
www.spiegel.de02.06.2026
Im Prozess um Fabians Tod spielt das Landgericht Rostock grausame Fotos vom Tatort ab. Die Angeklagte, Gina H., wendet ihren Blick ab und schweigt zu den Vorwürfen, den Elfjährigen im Oktober 2025 mit einem Messer getötet und angezündet zu haben. Die Staatsanwaltschaft vermutet eifersüchtige Motive. Der Vater des Opfers, Matthias R., besucht Gina H. in der U-Haft und verteidigt sie. Gerichtsmedizinische Beweise wie Schuhabdrücke werden erörtert.
www.zeit.de02.06.2026
Bei einem Säureunfall in einer Brauerei in Vilshofen traten Hunderte Liter Salpetersäure aus, nachdem ein Behälter versehentlich beschädigt wurde. Acht Personen, darunter Brauereimitarbeiter, Feuerwehrleute und Unbeteiligte, erlitten leichte Atemwegsreizungen. Ein Großaufgebot von rund 300 Einsatzkräften war vor Ort, um die Säure zu neutralisieren und zu verdünnen. Anwohner wurden aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten.
www.zeit.de02.06.2026
Das Sächsische Oberverwaltungsgericht hat entschieden, dass der Christopher Street Day (CSD) Dresden mit seinem Straßenfest als Versammlung gelten darf. Zuvor hatte die Landesdirektion Sachsen nur den Umzug als Versammlung anerkannt, das mehrtägige Fest jedoch als kommerzielle Veranstaltung eingestuft. Der CSD Dresden e. V. legte erfolgreich Beschwerde ein. Diese Entscheidung betont den hohen Stellenwert der Versammlungsfreiheit und ermöglicht die Durchführung des Festes ohne zusätzliche Kosten für Sicherheit und Reinigung, wie es in den Vorjahren üblich war.
www.zeit.de02.06.2026
Nach dem Nachweis der Blauzungenkrankheit (BTV-8) im Landkreis Fulda, Hessen, wurde ganz Hessen zur Sperrzone erklärt. Die Tierseuche, übertragen durch Stechmücken, befällt Wiederkäuer und ist für den Menschen ungefährlich. EU-weit müssen um betroffene Gebiete Sperrzonen mit 150 km Radius eingerichtet werden, was strenge Handelsbeschränkungen für Tiere bedeutet. Eine Impfung wird zur Abschwächung der Symptome und Verhinderung von Todesfällen dringend empfohlen.
www.zeit.de02.06.2026
Die EU hat eine Asylreform beschlossen, die die Einrichtung von Abschiebelagern in Drittstaaten vorsieht, um Migration zu kontrollieren und die Außengrenzen zu sichern. Dies ist Teil des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS), das nach langem Streit verabschiedet wurde, um der Forderung nach stärkerer Kontrolle nachzukommen. Ziel sind schnellere Entscheidungen an den Grenzen und die Unterbringung von abgelehnten Asylsuchenden in Drittstaaten, was jedoch zweifelhaft in der Praxis ist.
www.zeit.de02.06.2026
Gespräche zwischen Israel und dem Libanon zur Beendigung des Konflikts im Libanon laufen trotz Skepsis weiter. In Washington finden Verhandlungen über einen israelischen Truppenabzug, die Stationierung der libanesischen Armee und eine Waffenruhe statt. Die Hizbollah, die Israel im Visier hat, ist nicht beteiligt und lehnt Verhandlungen sowie Entwaffnung ab. Trotz US-Vermittlung und Bemühungen um eine Waffenruhe bleiben die Aussichten ungewiss, da Israel seine Offensive fortsetzen will, solange die Hizbollah angreift.
www.spiegel.de02.06.2026
Bangladeschs Außenminister Khalilur Rahman wird neuer Präsident der UN-Vollversammlung und folgt auf Annalena Baerbock. Rahman wurde von 99 Mitgliedstaaten gewählt und übernimmt das Amt in einer Zeit, in der die UN unter Reformdruck stehen. Baerbock wurde für ihre "zupackende Führungspersönlichkeit" gelobt, zeigte sich aber frustriert über die Passivität der Vollversammlung. Rahman will sich für Reformen, Nachhaltigkeitsziele sowie Frauen und Mädchen einsetzen.
www.zeit.de02.06.2026
Donald Trump ernennt den unerfahrenen Immobilienmanager Bill Pulte zum Koordinator der US-Geheimdienste. Pulte, ein Vertrauter Trumps und als "Kampfhund" bekannt, soll die Arbeit der 18 Nachrichtendienste leiten. Kritiker halten ihn für ungeeignet, während Trump auf dessen vermeintliche Erfahrung in Sicherheitsfragen verweist. Pulte tritt die Nachfolge von Tulsi Gabbard an.
www.zeit.de02.06.2026
Im ersten Quartal 2024 wurden in Brandenburg 584 rechtsextreme Straftaten registriert, darunter häufig Delikte wie Volksverhetzung und Sachbeschädigung. Auch 14 Gewalttaten zählen zu den erfassten Fällen. Die SPD kritisiert die anhaltend hohe Zahl als reale Gefahr für die Demokratie. Im Vorjahr sank die Gesamtzahl politisch motivierter Straftaten zwar, zwei Drittel davon waren aber rechts motiviert.
www.zeit.de02.06.2026
Deutschland bewirbt sich um einen Sitz im UN-Sicherheitsrat für die Jahre 2027/2028. Außenminister Wadephul versichert vor der Abstimmung, dass Deutschland das Völkerrecht konsequent verteidigen werde. Er will damit Kritik entkräften, Deutschland habe im Gaza- oder Iran-Konflikt das Völkerrecht nicht hart genug geschützt. Deutschland tritt gegen Österreich und Portugal an, um einen von zwei Sitzen der Regionalgruppe "Westeuropa und andere" zu erhalten.