www.spiegel.de24.07.2026
China hat als Reaktion auf EU-Sanktionen gegen Russland Exportkontrollen gegen 14 europäische Unternehmen verhängt. Peking begründet diesen Schritt mit der Wahrung nationaler Sicherheit und Interessen, da einige chinesische Firmen auf der Sanktionsliste der EU standen, die Russland mit Gütern für militärische Zwecke unterstützt haben sollen. Betroffen sind unter anderem deutsche Rüstungsfirmen. Die EU-Kommission analysiert die chinesischen Maßnahmen und plant, um Klärung zu bitten.
www.spiegel.de24.07.2026
Die Uno äußert tiefe Besorgnis über tausende Seeleute, die seit Beginn des Konflikts zwischen den USA und Iran in der Straße von Hormus festsitzen. Sie sind einer humanitären Krise ausgesetzt, mit Mangel an Wasser, Nahrung und medizinischer Versorgung. Einige Schiffe wurden von ihren Eignern verlassen. Die lange Isolation und die gefährliche Lage bedrohen die Gesundheit der Seeleute. Die Uno fordert dringend Maßnahmen und ruft die Konfliktparteien zur Rettung der Betroffenen auf.
www.zeit.de24.07.2026
Ein Architekturbüro aus Stuttgart gewann den Wettbewerb für die Gedenkstätte Stalag 326. Sie soll an über 300.000 Kriegsgefangene erinnern, die von 1941 bis 1945 in dem Lager in Schloß Holte-Stukenbrock Zwangsarbeit leisten mussten. Das siegreiche Konzept überzeugte durch den Erhalt des bestehenden Areals und eine schlichte Gestaltung. Das Projekt wird mit 60 Millionen Euro finanziert, wobei der Bund 25 Millionen Euro beisteuert.
www.zeit.de24.07.2026
Das Bundesverfassungsgericht hat entschieden, dass Deutschland Aufnahmeprogramme für Afghanen nicht pauschal einstellen darf. Individuelle Umstände müssen berücksichtigt werden. Eine afghanische Klägerin, die sich mit ihren Söhnen um Visa bemüht, schöpft dadurch neue Hoffnung. Die Klage, unterstützt von GFF und Kabul Luftbrücke, wurde an das Oberverwaltungsgericht zurückverwiesen. Dies ist angesichts der aktuellen Sicherheitslage in Afghanistan und der verschärften Abschiebepolitik Pakistans bedeutsam.
www.spiegel.de24.07.2026
Polens größte Oppositionspartei PiS erlebt eine Spaltung. Über 30 Abgeordnete, die mit der Ausrichtung der Partei unzufrieden sind, verlassen sie nach einem Richtungsstreit. Der Konflikt dreht sich um die Kandidatur eines Hardliners für 2027, die Ex-Regierungschef Morawiecki ablehnt. Er fordert eine Rückkehr zur Mitte-Rechts-Ausrichtung. Die PiS regierte Polen von 2015 bis 2023.
www.zeit.de24.07.2026
Das Urteil wegen Mordes am Buxtehuder Baggersee ist rechtskräftig. Der Bundesgerichtshof bestätigte die lebenslange Haftstrafe für den Angeklagten, der 2002 in Folge eines Streits sein Opfer heimtückisch erschoss. Ein Geständnis im Jahr 2023 brachte den "Cold Case" ins Rollen, auch wenn der Angeklagte es später widerrief. Gegen mutmaßliche Komplizen läuft ein separates Verfahren.
www.zeit.de24.07.2026
Der Trend zu Barfußschuhen wächst laut dem Bundesverband Schuh- und Lederwarenindustrie. Diese Schuhe mit dünnen, flexiblen Sohlen und breiten Zehenboxen ahmen das natürliche Laufgefühl nach. Dies wird mit einem wachsenden Gesundheitsbewusstsein und dem Wunsch nach Selbstoptimierung bei jungen Menschen erklärt. Die Messe "Barefoot" in Offenbach zeigt diverse Modelle, während Kinder-Barfußschuhe ein Hauptwachstumstreiber bleiben.
www.zeit.de24.07.2026
Bundeskanzler Merz tauscht mehrere Ministerien und die CDU-Parteiführung aus. Gesundheitsministerin Warken wird Kanzleramtschefin, Linnemann folgt ihr als Gesundheitsminister. Die Nachfolge von Verkehrsminister Schnieder ist unklar, da ein designierter Nachfolger kurzfristig absagte, was Spekulationen und Kritik am Vorgehen Merz' hervorruft. Weitere Kabinettsumbildungen werden angekündigt.
www.zeit.de24.07.2026
Der Batteriehersteller Varta hat wegen fehlender Finanzspritzen der Eigentümer, Porsche und Michael Tojner, Insolvenz angemeldet. Vier Anträge wurden beim Amtsgericht Stuttgart eingereicht und werden geprüft. Das Unternehmen steht vor der Zerschlagung. Gläubiger planen die Übernahme des profitablen Haushaltsbatterien-Geschäfts, während Tojner Interesse am Mikrobatterien-Segment bekundet hat.
www.zeit.de24.07.2026
Um den invasiven Japankäfer zu bekämpfen, erlaubt das Regierungspräsidium Darmstadt erstmals in Hessen die Verbrennung von Pflanzenabfällen in Trebur. Die Gemeinde hatte im Juni und Sommer 2025 Japankäfer entdeckt, was zur Einrichtung einer Sperrzone führte. Die Verbrennung erfolgt unter Aufsicht der Feuerwehr, um die Ausbreitung des Käfers zu verhindern, der über 400 Pflanzenarten schädigen kann.
www.spiegel.de24.07.2026
Die EU-Kommission hat vorläufige Ermittlungen gegen TikTok eingeleitet, da die Plattform die Sicherheit von Kindern und Jugendlichen nach Ansicht der Brüsseler Behörde nicht ausreichend gewährleistet. Kritisiert werden niedrige Schutzstandards, die minderjährige Nutzer öffentlich und für Fremde zugänglich machen. Sollten keine Änderungen vorgenommen werden, drohen TikTok erhebliche Geldstrafen. Dies ist Teil des EU-weiten Bestrebens, große Online-Plattformen stärker zu regulieren.
www.zeit.de24.07.2026
Rechtsverteidiger Sergio Lopez verlässt den SV Darmstadt 98 nach zwei Jahren und kehrt in seine Heimat Spanien zurück. Der 27-Jährige wechselt zum FC Granada, einem spanischen Zweitligisten. Lopez äußerte sich emotional über seinen Abschied aus Darmstadt. Er war 2024 ablösefrei gekommen und absolvierte 63 Spiele für die "Lilien". Darmstadt hat mit Christopher Lannert bereits einen Nachfolger für seine Position verpflichtet.
www.zeit.de24.07.2026
Eine Restauratorin untersucht die 117 Jahre alten Dinosaurier-Skulpturen im Tierpark Hagenbeck, beginnend mit dem Allosaurus. Ziel ist die Erhaltung der denkmalgeschützten Modelle, die seit Generationen Besucher anziehen. Die Expertin erfasst Schäden, analysiert Materialien und prüft die Standfestigkeit, um den Aufwand und die Kosten einer Restaurierung zu ermitteln. Ein Instandhaltungskonzept und Abstimmungen mit dem Denkmalschutzamt sollen über das weitere Vorgehen entscheiden.
www.zeit.de24.07.2026
Ein Wohnhaus in Hamburg Altona wurde wegen massiver Risse an tragenden Teilen, die auf Einsturzgefahr hindeuten, von der Behörde gesperrt. 14 Bewohner wurden evakuiert und das Gebäude abgestützt. Die Nutzung des betroffenen Hauses sowie eines Nachbargebäudes wurde untersagt. Die Unterkunft der Bewohner ist Sache des Vermieters, kurzfristige Unterbringungsmöglichkeiten sind verfügbar, falls nötig.