www.spiegel.de29.04.2026
Die Inflationsrate in Deutschland stieg im April auf 2,9 Prozent, hauptsächlich bedingt durch höhere Energiepreise infolge des Irankriegs. Trotz des Anstiegs bleibt sie unter drei Prozent, was die Europäische Zentralbank (EZB) beruhigen könnte und eine baldige Zinserhöhung unwahrscheinlich macht. Die Kerninflation sank leicht. Die EZB wird die Lage im Juni neu bewerten, wobei die Entwicklung im Irankrieg entscheidend sein wird.
www.zeit.de29.04.2026
Die Inflationsrate in Deutschland ist im April auf 2,9 Prozent gestiegen, getrieben von höheren Energiepreisen infolge des Irankriegs. Dies ist der höchste Wert seit Jahresbeginn und übertrifft die Inflationsrate im März (2,7 Prozent). Experten hatten einen Anstieg auf 3,0 Prozent prognostiziert.
www.spiegel.de29.04.2026
Finanzminister Klingbeil plant milliardenschwere Einsparungen für den Bundeshaushalt 2027. Rund vier Milliarden Euro sollen bei der Rente eingespart werden, Details klärt eine Rentenkommission. Eine einprozentige Kürzung über alle Ministerien hinweg wird weitere vier Milliarden Euro ausmachen. Zusätzliche Einnahmen von 1,4 Milliarden Euro werden durch eine Plastikabgabe erwartet, während Steuern auf Genussmittel und Maßnahmen gegen Steuerkriminalität je zwei Milliarden Euro einbringen sollen. Diese Maßnahmen sollen eine Finanzierungslücke von 111 Milliarden Euro schließen.
www.zeit.de29.04.2026
Die Staatsanwaltschaft fordert lebenslange Haft für einen polnischen Staatsbürger, der einen Polizisten bei einer Verfolgungsjagd in Südbrandenburg getötet haben soll. Die Anklage lautet auf Mord zur Vertuschung von Autodiebstählen. Die Verteidigung plädiert auf ein Rennen mit Todesfolge und fordert maximal acht Jahre und sechs Monate Haft, einschließlich bereits verbüßter Strafen. Das Urteil wird für den 6. Mai erwartet. Der Fall sorgte bundesweit für Bestürzung.
www.zeit.de29.04.2026
Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) sucht den Dialog mit dem VW-Vorstand, um die Zukunft des insolventen Automobilzulieferers Bohai zu sichern. Bohai stellt Aluminium-Gussteile her und beschäftigt fast 700 Mitarbeiter. Ein Hauptauftraggeber zieht ab Herbst Teile ab, was die Region wirtschaftlich gefährdet. Schulze betont die Wichtigkeit der Arbeitsplatzerhaltung und hebt seinen Zugang zu wichtigen Kontakten hervor, um die Situation zu lösen.
www.zeit.de29.04.2026
Politisch motivierte Gewalt in NRW ist 2025 stark angestiegen, insbesondere aus dem linken Spektrum. Das Innenministerium verzeichnete einen Zuwachs von über 17 Prozent auf 506 Fälle. Linksextreme Gewalt stieg um 44 Prozent auf 153 Fälle, rechtsextreme Gewalt um 19 Prozent auf 190 Fälle. Zahlreiche Fälle konnten keinem Täter zugeordnet werden.
www.zeit.de29.04.2026
In NRW steigen die Auszubildendenzahlen in der Pflege seit 2020 deutlich und auch die Zahl der Beschäftigten nimmt zu. Trotzdem bleibt der Fachkräftebedarf hoch, da der Druck aus Einrichtungen größer ist als die Kapazitäten. Ausbildungsabbrüche sind zwar vorhanden, aber im Vergleich zu anderen Berufen nicht besorgniserregend. Investitionen und die Abschaffung von Schulgeld fördern die Berufswahl. Die Alterung der Bevölkerung und der Anstieg von Demenzerkrankungen werden den Bedarf weiter hochhalten. Zuwanderung spielt eine wichtige Rolle bei der Deckung des Bedarfs.
www.zeit.de29.04.2026
Erste Thüringer Kommunen wie Eisenach, Meiningen und Jena sind Vorreiter bei der Wärmeplanung für die Energiewende. Ziel ist die Umstellung auf erneuerbare Energien. Thüringen hat ein gutes Fernwärmenetz, aber die Wärmeversorgung basiert zu 97% auf fossilen Brennstoffen. Die Wärmewende erfordert hohe Investitionen von ca. 17 Milliarden Euro. Das Land unterstützt Kommunen finanziell. Diverse Projekte, darunter Geothermie in Erfurt und Flussthermie in Jena, sind geplant. Bis Ende 2024 müssen 38 weitere Kommunen ihre Planung abschließen.
www.zeit.de29.04.2026
Das Landgericht Würzburg hat drei mutmaßliche Drogenkuriere wegen Beihilfe zum bandenmäßigen Kokainschmuggel zu Haftstrafen verurteilt. Die Angeklagten, zwei Franzosen und ein Schweizer, sollen für den Transport von 1,4 Tonnen Kokains nach Deutschland mitverantwortlich sein. Funde von rund 300 Kilogramm Kokain in Unterfranken führten zur Festnahme. Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig.
www.zeit.de29.04.2026
Die Inflation in Deutschland stieg im April auf 2,9 Prozent, hauptsächlich bedingt durch höhere Energiepreise infolge des Iran-Kriegs. Haushaltsenergie und Sprit verteuerten sich um 10,1 Prozent. Experten befürchten weitere Preissteigerungen bei anderen Waren und Dienstleistungen, da Unternehmen Produktionskosten weitergeben. Viele Verbraucher schränken sich bereits ein. Eine befristete Senkung der Kraftstoffsteuern soll Abhilfe schaffen, wird aber von Ökonomen kritisch gesehen.
www.zeit.de29.04.2026
Das Saarland verzeichnete im April die meisten Sonnenstunden aller Bundesländer, mit 270 Stunden, was deutlich über dem langjährigen Mittel liegt. Auch bei der Temperatur war das Saarland Spitzenreiter, mit durchschnittlich 11,1 Grad Celsius. Die Niederschlagsmenge hingegen war gering, mit nur 20 Litern pro Quadratmeter, was das Saarland zu einer der trockensten Regionen machte.
www.zeit.de29.04.2026
Der April in Nordrhein-Westfalen war ungewöhnlich sonnig mit 245 Stunden und 9,8 Grad Celsius Durchschnittstemperatur, deutlich über dem langjährigen Mittelwert. Gleichzeitig war der Monat mit nur etwa 30 Litern Niederschlag pro Quadratmeter viel zu trocken. Dies entspricht nur der Hälfte des üblichen Regens, was auch für die meisten anderen Regionen Deutschlands gilt.
www.spiegel.de29.04.2026
Ab dem 1. Mai senkt die Bundesregierung die Energiesteuern auf Benzin und Diesel vorübergehend um 16,7 Cent pro Liter. Die Reduzierung gilt bis Ende Juni. Preise können sofort sinken, aber nicht um den vollen Betrag. Kein Grund zum frühen Aufstehen. Sprit wird voraussichtlich nicht so günstig wie vor dem Krieg. Engpässe sind unwahrscheinlich. Die Maßnahme kostet den Staat etwa 1,6 Milliarden Euro.
www.zeit.de29.04.2026
Das deutsche Minenjagdboot "Fulda" wird nächste Woche ins Mittelmeer verlegt. Dies dient als Vorbereitung für einen möglichen Einsatz in der Straße von Hormus. Die Verlegung wurde vom Verteidigungsministerium bestätigt und von Verteidigungsminister Pistorius angekündigt. Deutschland ist bereit, sich an einem internationalen Militäreinsatz zur Sicherung der Schifffahrt zu beteiligen, sofern bestimmte Voraussetzungen wie eine völkerrechtliche Grundlage und ein Bundestagsmandat erfüllt sind. Ein internationales Bündnis plant einen solchen Einsatz nach Ende der Kampfhandlungen, während gleichzeitig diplomatische Bemühungen laufen, um einen Konflikt zu vermeiden.
www.zeit.de29.04.2026
Der Naturschutzbund (Nabu) fordert Gartenbesitzer auf, den Mai zum "mähfreien Mai" zu erklären. Durch das Aussetzen des Rasenmähens können heimische Wildblumen wie Löwenzahn und Klee wachsen und Insekten mit Nektar und Pollen versorgen. Dies schafft wichtige Nahrungsquellen und Rückzugsorte für Bienen, Schmetterlinge und andere Tiere, die in kurz geschorenen Rasenflächen fehlen. Der Nabu empfiehlt auch reduzierte, abschnittsweisen Mahd über den Mai hinaus für nachhaltige Lebensräume.