Unicredit und Commerzbank: Unicredit steigert Commerzbank-Anteil auf mehr als ein Drittel

www.zeit.de02.06.2026

Die italienische Unicredit hat ihre Beteiligung an der Commerzbank auf über 34 Prozent erhöht und hält damit nun mehr als ein Drittel der Anteile. Dies erfolgte nach einem früheren Einstieg, der durch den Verkauf von Bundesanteilen ermöglicht wurde. Unicredit hat ein freiwilliges Übernahmeangebot für die restlichen Aktien unterbreitet, das jedoch aufgrund des aktuellen Börsenkurses der Commerzbank-Aktien als unattraktiv gilt. Das Management und die Belegschaft der Commerzbank lehnen das Vorgehen der Unicredit als "feindliche" Übernahme ab.

Antisemitismus: Monika Fuhr bleibt Beauftragte für jüdisches Leben

www.zeit.de02.06.2026

Monika Fuhr bleibt Beauftragte für jüdisches Leben und Antisemitismusfragen in Rheinland-Pfalz. Ministerpräsident Gordon Schnieder lobte sie als wichtiges Bindeglied zwischen jüdischen Gemeinden, der Landesregierung und zivilgesellschaftlichen Akteuren. Die Fortsetzung ihrer Tätigkeit unterstreicht die Bedeutung der Förderung jüdischen Lebens und der Bekämpfung des leider auch in Rheinland-Pfalz zunehmenden Antisemitismus. Die Landesregierung bekräftigt ihr Engagement für Sicherheit und Freiheit jüdischer Menschen im Land.

Matthias Lilienthal: Neuer Intendant macht Berliner Volksbühne zum Schwimmbad

www.zeit.de02.06.2026

Matthias Lilienthal, neuer Intendant der Berliner Volksbühne, plant, das Theater vorübergehend in ein „Volksbad“ zu verwandeln. Von August bis Oktober wird ein 25-Meter-Schwimmbecken vor dem Haus aufgestellt. Dieses soll gratis und ohne Ausweispflicht zugänglich sein. Lilienthal versteht das Projekt als Erweiterung des Theaterbegriffs, um auch alltägliche Momente als theatralisch zu inszenieren. Neben dem Becken sind auch ein Imbissstand und Pommes geplant.

Gmund am Tegernsee: Millionenschaden bei Großbrand auf Bauernhof

www.zeit.de02.06.2026

Ein Großbrand auf einem Bauernhof in Gmund am Tegernsee verursachte am Dienstagmorgen einen Millionenschaden. Das Wohnhaus brannte vollständig aus, doch die Bewohner und Tiere konnten sich in Sicherheit bringen. Etwa 200 Feuerwehrleute kämpften gegen die Flammen und richteten eine Pendelwasserversorgung ein. Die Brandursache ist noch unklar, es gibt jedoch keine Hinweise auf Brandstiftung. Die Kriminalpolizei ermittelt.

Migration: Was bedeutet die EU-Vereinbarung zu Abschiebezentren?

www.zeit.de02.06.2026

Die EU hat eine Rückführungsverordnung vereinbart, die schnellere Abschiebungen abgelehnter Asylbewerber ermöglicht. Kernstück ist die Einrichtung von Abschiebezentren in Drittstaaten. Diese sollen Personen aufnehmen, die nicht in ihre Herkunftsländer zurückgeführt werden können. Ergänzend sind härtere Strafen für Ausreisepflichtige und eine Harmonisierung der Asylregeln vorgesehen. Kritiker bemängeln die Auslagerung von Verantwortung und potenzielle Menschenrechtsverletzungen, während Befürworter eine erhöhte Kontrollmöglichkeit und verbesserte Ordnung erwarten.

Verfassungsschutzbericht für Sachsen-Anhalt: Sachsen-Anhalts Verfassungsschutz warnt erneut vor Rechtsextremismus

www.zeit.de02.06.2026

Der Verfassungsschutzbericht Sachsen-Anhalts warnt vor einem Höchststand rechtsextremer Gefährder. Deren Zahl stieg 2025 um 27,5% auf ca. 5.100 Personen, was zu etwa 70% des extremistischen Potenzials ausmacht. Hauptursachen sind der hohe Mitgliederzuwachs der AfD-Landesverbände und die Beliebtheit kleinerer rechtsextremer Parteien. Zudem warnt der Bericht vor ausländischer Desinformation zur Beeinflussung der Landtagswahl 2025 und potenziellen Cyberangriffen.

Soziales: Detlef Placzek bleibt Opferbeauftragter

www.zeit.de02.06.2026

Detlef Placzek wurde nach dem Regierungswechsel in Rheinland-Pfalz als Opferbeauftragter des Landes bis 2031 wiedereingesetzt. Seit 2018 ist er eine zentrale Anlaufstelle für Opfer von Katastrophen und Straftaten. Ministerpräsident Schnieder lobte seine bisherige erfolgreiche Arbeit, während Sozialministerin Bätzing-Lichtenthäler seine einfühlsame Unterstützung für Betroffene hervorhob. Seine Erfahrung aus früheren Leitungspositionen wird als Vorteil für seine Aufgabe genannt.

Messerattacke in Hamburg-Lurup: War es versuchter Mord? Prozess gegen zwei Männer in Hamburg

www.zeit.de02.06.2026

Zwei junge Männer (27 und 19) stehen in Hamburg wegen versuchten Mordes vor Gericht. Ihnen werden gemeinschaftlicher versuchter Mord, gefährliche Körperverletzung und Diebstahl mit Waffen vorgeworfen. Sie sollen einen 19-Jährigen und seine 18-jährige Freundin verfolgt, versucht haben, ihr Handy zu stehlen, und den Mann bei dessen Schutz verletzt haben. Der 19-Jährige wurde schwer verletzt, überlebte aber nach einer Notoperation. Die Täter wollten offenbar zuvor begangene Straftaten vertuschen. Beide Angeklagten befinden sich in Untersuchungshaft.

Prozesse: Mit Waffe auf Polizisten gezielt - 74-Jähriger vor Gericht

www.zeit.de02.06.2026

Ein Prozess gegen einen 74-Jährigen, der mutmaßlich zur Reichsbürgerbewegung gehört, hat am Landgericht Hamburg begonnen. Ihm wird versuchter Mord vorgeworfen, da er im Dezember 2023 eine Pistole auf Polizisten gerichtet haben soll, die bei einer Zwangsversteigerung seines Hauses im Einsatz waren. Die Waffe versagte, und die Beamten verletzten den Mann bei ihrem Zugriff. Der Angeklagte soll die Polizisten als Repräsentanten einer von ihm nicht anerkannten Staatsgewalt betrachtet haben. Sieben weitere Verhandlungstage sind angesetzt.

Boxen: Verband macht Druck: Kabayel winkt WM-Kampf gegen Usyk

www.zeit.de02.06.2026

Der WBC-Verband drängt auf einen WM-Kampf zwischen Oleksandr Usyk und Agit Kabayel. Nach Usyks Titelverteidigung gegen Verhoeven muss er als nächstes gegen den Pflichtherausforderer Kabayel antreten. Kabayel, der den WBC-Interimstitel hält, sieht darin die Erfüllung seines Lebenstraums und könnte der erste deutsche Schwergewichts-Weltmeister seit Max Schmeling werden. Usyk hat 30 Tage Zeit, den Kampf anzunehmen, sonst droht ihm der Titelentzug.

EU-Kommission empfiehlt Rücknahme von Binnengrenzkontrollen

www.spiegel.de02.06.2026

Die EU-Kommission empfiehlt den EU-Staaten, darunter Deutschland, den Abbau von Binnengrenzkontrollen. Diese seien eine Ausnahme und ineffektiv. Stattdessen werden selektive Polizeikontrollen und technologische Lösungen wie biometrische Identifizierung vorgeschlagen. Deutschland führt seit September 2024 Grenzkontrollen durch, die bereits mehrfach verlängert wurden, zuletzt bis September 2026. Andere Länder wie die Niederlande und Österreich haben ebenfalls Kontrollen eingeführt. Die Kommission muss bei überjährigen Kontrollen Stellung nehmen. Die Asylbewerberzahlen in Deutschland sind seit 2024 gesunken.

Gasleitung beschädigt: Gasleck in Großbeeren ist repariert

www.zeit.de02.06.2026

Eine beschädigte Gasleitung in Großbeeren wurde repariert. Ein Leck war bei Bauarbeiten am Vormittag entstanden, was zur Evakuierung eines Sperrkreises und einer Kita führte. Aufgrund der Explosionsgefahr mussten Anwohner ihre Häuser verlassen. Am Nachmittag wurde Entwarnung gegeben und die Anwohner konnten zurückkehren.

»Völlig vermeidbarer« Tod eines Para-Athleten – hohe Geldstrafe für britischen Leichtathletikverband

www.spiegel.de02.06.2026

Der britische Leichtathletikverband wurde wegen fahrlässiger Tötung zu einer Geldstrafe von 350.000 Pfund verurteilt. Der Para-Athlet Abdullah Hayayei starb 2017 bei einem Trainingsunfall, als ein Wurfkäfig umkippte. Der Richter bezeichnete den Tod als "völlig vermeidbar" und bemängelte fehlende Bodenplatten und falschen Aufbau. Der frühere Sportchef erhielt eine gemeinnützige Strafe, da er von ähnlichen Vorfällen wusste.

Polizeieinsatz: Zwei Verletzte bei Auseinandersetzung in einer Bar

www.zeit.de02.06.2026

In Rendsburg kam es in den frühen Morgenstunden zu einer Auseinandersetzung in einer Bar, bei der acht Personen beteiligt waren und zwei leicht verletzt wurden. Die Polizei sperrte den Bereich weiträumig ab und leitete ein Ermittlungsverfahren wegen Bedrohung ein. Bei der Durchsuchung von Fahrzeugen der Beteiligten wurde eine Schusswaffe gefunden. Die Hintergründe des Vorfalls sind noch unklar.

Iran-Krieg: Iran bereitet Beisetzung von Chamenei vor

www.zeit.de02.06.2026

Iran bereitet die Beisetzung seines getöteten Staatsoberhaupts Ajatollah Ali Chamenei vor. Die Zeremonie soll zu Beginn des islamischen Trauermonats Muharram im Juni stattfinden, voraussichtlich in Maschhad. Nach seinem Tod bei einem israelischen Luftangriff am 28. Februar blieben offizielle Ankündigungen zur Bestattung zunächst aus. Teheran erwartet bis zu 20 Millionen Trauernde.