www.spiegel.de12.05.2026
Israels Parlament hat ein Gesetz zur Einrichtung eines Sondertribunals beschlossen, das die Täter des Hamas-Angriffs vom 7. Oktober 2023 verfolgen soll. Das Tribunal wird in Jerusalem angesiedelt sein. Initiativen zum Gesetz kamen von rechtsextremer Seite. Eine umstrittene Klausel könnte die Todesstrafe für Angeklagte ermöglichen, obwohl diese in Israel seit 1954 abgeschafft ist. Mehr als 1200 Menschen wurden beim Angriff getötet und über 250 als Geiseln genommen.
www.zeit.de12.05.2026
Der Kinderschutzbund Bayern lehnt ein pauschales Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige ab. Expertin Daniela Riedel argumentiert, dass dies die Entwicklung digitaler Kompetenzen verhindere und Kinder auf unsicherere Plattformen drängen könne. Statt eines Verbots müsse der Fokus auf stärkerer Verantwortung der Plattformen, besserer Medienbildung und der Begleitung von Kindern durch Eltern und Fachkräfte liegen. Ziel sei die Schaffung sicherer Online-Umgebungen, in denen junge Menschen digitale Fähigkeiten erwerben können.
www.spiegel.de12.05.2026
Im Jahr 2025 waren über 80 Millionen Menschen als Binnenvertriebene auf der Flucht, mehr als je zuvor durch Konflikte und Gewalt. Jan Egeland vom Norwegischen Flüchtlingsrat bezeichnet dies als "weltweites Versagen" im Schutz der Zivilbevölkerung. Die meisten Betroffenen gab es im Sudan, Kolumbien, Syrien, Jemen und Afghanistan. Die Zahl der durch Naturkatastrophen Vertriebenen wurde erstmals übertroffen.
www.spiegel.de12.05.2026
An einigen deutschen Shell-Autobahntankstellen ist Diesel seit Montagmittag überraschend günstig (1,849 €/Liter) aufgrund einer Fehleingabe. Die neuen Preisregeln erlauben nur eine tägliche Preisanpassung um 12 Uhr, wodurch der Fehler erst am Dienstagmittag korrigiert werden konnte. Dies führte zu einem unfreiwilligen Rabatt, da die Preise nicht sofort geändert werden durften.
www.zeit.de12.05.2026
Die Sächsische Aufbaubank (SAB) bewilligte im vergangenen Jahr rund 2,6 Milliarden Euro Fördermittel, verglichen mit 3,4 Milliarden Euro im Vorjahr. Schwerpunkte waren Infrastruktur (818 Mio. €), Wirtschaftsförderung (753 Mio. €), Bildung und Soziales (453 Mio. €) sowie Wohnungsbau (367 Mio. €). Die 1991 gegründete Förderbank Sachsens vergibt diese Gelder zur Unterstützung von Kommunen, Unternehmen und privaten Investitionen als Darlehen, Zuschüsse oder Bürgschaften.
www.zeit.de12.05.2026
Der Sächsische Landtag gedachte in einer Schweigeminute der Opfer der Amokfahrt in Leipzig und eines Doppelmordes in Neustadt. Landtagspräsident Dierks äußerte seine Betroffenheit über das Leid der Opfer und ihrer Angehörigen. Bei der Amokfahrt in Leipzig starben zwei Menschen, mehrere wurden verletzt. In Neustadt erschoss ein Mann seine Ex-Partnerin und eine Sozialpädagogin, bevor er sich selbst das Leben nahm.
www.zeit.de12.05.2026
Rund um die Feiertage Christi Himmelfahrt und Pfingsten ist die Fahrradmitnahme in den Regionalzügen RE8 und RE9 zwischen Hannover/Osnabrück und Bremerhaven nicht möglich. Grund sind erwartete hohe Fahrgastzahlen. Die Einschränkung gilt vom 14.-17. Mai und 22.-25. Mai, jeweils von 9-19 Uhr. Reisegruppen wird geraten, sich aufzuteilen und nur mit leichtem Gepäck zu reisen.
www.spiegel.de12.05.2026
Wissenschaftler warnen vor extremen Waldbränden in diesem Jahr, ausgelöst durch einen frühen Saisonstart und das bevorstehende El Niño-Phänomen. Von Januar bis April verbrannten weltweit über 150 Millionen Hektar, ein Fünftel mehr als im Negativrekord. Besonders betroffen sind Afrika und Asien. El Niño erhöht das Risiko extremer Hitze und Dürren in mehreren Regionen, was zusammen mit dem Klimawandel zu beispiellosen Katastrophen führen könnte, falls ein starker El Niño eintritt.
www.zeit.de12.05.2026
Mehrere Ölfässer mit Motoröl und Kühlflüssigkeit wurden illegal in einem Wald bei Mainhausen entsorgt. Ein Teil des Inhalts ist bereits ausgelaufen und ins Erdreich gesickert. Die Polizei sucht Zeugen für den Vorfall, bei dem eine Spezialfirma zur Säuberung und Entsorgung der kontaminierten Stoffe und des Bodens hinzugezogen wurde. Die genauen Umstände und der Zeitpunkt der illegalen Ablagerung sind noch unklar.
www.zeit.de12.05.2026
Ein Jugendlicher wurde in Straubing wegen eines mutmaßlichen sexuellen Übergriffs festgenommen. Er soll eine Frau körperlich attackiert und sexuelle Handlungen an ihr vorgenommen haben. Nach der Flucht des Verdächtigen und der Behandlung der verletzten Frau verlief eine nächtliche Fahndung, auch mit Hubschrauber, zunächst erfolglos. Zeugenhinweise führten schließlich zur Identifizierung und Festnahme des mutmaßlichen Täters am Montagabend.
www.zeit.de12.05.2026
Gerlinde Kretschmann, die scheidende "First Lady" Baden-Württembergs, hat den Krebs besiegt und gilt nach fünf Jahren als geheilt. Ihr Mann, Ministerpräsident Winfried Kretschmann, bestätigte dies in einem Interview. Er hatte die Brustkrebserkrankung seiner Frau 2021 öffentlich gemacht und kündigte damals an, den Wahlkampf reduzieren zu wollen. Nach 15 Jahren endet Kretschmanns Amtszeit als Ministerpräsident, was dem Paar mehr gemeinsame Zeit ermöglicht.
www.zeit.de12.05.2026
In Wuppertal sind zwei Wohnhäuser wegen akuter Einsturzgefahr nach dem Nachgeben von Kellerwänden evakuiert worden. Ursache ist vermutlich eine Unterspülung der Bodenplatte, möglicherweise durch eindringendes Regenwasser. Eine vielbefahrene Kreuzung wurde gesperrt, bisher wurde niemand verletzt. Die städtische Bauaufsicht wird erwartet.
www.zeit.de12.05.2026
Ein Hantavirus-Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff Hondius betrifft auch einen Passagier aus Mittelsachsen, der sich in häuslicher Quarantäne befindet. Vier weitere deutsche Passagiere, bei denen keine Symptome auftreten, wurden nach ihrer Rückkehr in verschiedenen Bundesländern medizinisch betreut. Drei Personen, darunter ein niederländisches Ehepaar und eine deutsche Passagierin, sind gestorben. Das Andesvirus, das von Nagetieren übertragen wird und auch von Mensch zu Mensch übertragbar ist, wird als Ursache vermutet.
www.zeit.de12.05.2026
Ein Spezialkräfte-Angehöriger der Bundespolizei ist bei einem Schießtraining auf dem Truppenübungsplatz Putlos tödlich verunglückt. Die genauen Umstände werden noch ermittelt, erste Hinweise deuten jedoch auf einen Unfall hin.
www.zeit.de12.05.2026
Der Rückversicherer Munich Re verzeichnete im ersten Quartal einen Gewinnsprung von über 50 % auf 1,7 Milliarden Euro. Dies ist primär auf das Ausbleiben großer Naturkatastrophen wie Waldbrände oder Stürme zurückzuführen. Die Zahlungen für Großschäden sanken dadurch erheblich. Trotz eines Gewinneinbruchs bei der Tochtergesellschaft Ergo und einem Umsatzrückgang durch den schwachen Dollar, hält Munich Re am Jahresziel von 6,3 Milliarden Euro fest.