Weltgesundheitsorganisation: Ausbruch des Hantavirus geht zu Ende

www.spiegel.de29.06.2026

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gibt Entwarnung bezüglich des Hantavirus-Ausbruchs im Zusammenhang mit der "Hondius"-Kreuzfahrt. Nach Aussagen von WHO-Chef Ghebreyesus nähert sich der Ausbruch dem Ende. Alle Kontaktpersonen der identifizierten Fälle in Südafrika, Spanien und den Niederlanden haben ihre Nachbeobachtungszeiten abgeschlossen, ohne dass weitere Erkrankungen auftraten. Insgesamt gab es 13 Fälle, darunter drei Todesfälle. Das Schiff, auf dem sich auch die einzig Mensch zu Mensch übertragbare Hantavirus-Variante Andes fand, hatte eine Kreuzfahrt in Argentinien begonnen.

Konflikt der Nachbarländer: Pakistan greift Ziele in Afghanistan an – mehrere Tote

www.spiegel.de29.06.2026

Pakistan hat Ziele in mehreren afghanischen Provinzen angegriffen, mit Luft- und Bodenangriffen. Laut Pakistan wurden 25 "Terroristen" getötet und Waffen zerstört. Die Taliban berichten von zahlreichen zivilen Opfern. Die Angriffe seien eine Reaktion auf einen Anschlag in Karatschi und Gewalt in Grenzregionen. Islamabad wirft Kabul vor, Terroristen zu beherbergen, was Kabul bestreitet. Die Beziehungen sind seit einem Anschlag im vergangenen Herbst angespannt.

Folgen des Stromausfalls: Hotelkosten nach großem Stromausfall fast komplett erstattet

www.zeit.de29.06.2026

Fast ein halbes Jahr nach dem Stromausfall im Berliner Südwesten sind Hotelkosten für Betroffene weitgehend erstattet. Von 2.685 behandelten Anträgen wurden die meisten positiv entschieden. Der Stromausfall, verursacht durch einen Brandanschlag, legte über 100.000 Menschen tagelang lahm, viele suchten Zuflucht in Hotels. Das Bezirksamt setzte eine Arbeitsgruppe zur Bewältigung der Anträge ein, die sorgfältig und zeitnah bearbeitet wurden.

Frauengesundheit: Darum geben Kommunen Zehntausende Euro für Tampons aus

www.zeit.de29.06.2026

Kommunen im Südwesten stellen zunehmend kostenlose Menstruationsprodukte in Schulen und öffentlichen Einrichtungen bereit, um gesundheitliche Chancen und soziale Teilhabe zu fördern. Die Ausgaben variieren stark, wobei Städte wie Freiburg und Heidelberg zehntausende Euro jährlich investieren. Trotz positiver Resonanz und guter Akzeptanz sind die Angebote freiwillige Leistungen, deren Fortführung angesichts finanzieller Herausforderungen unsicher ist.

Senioren: Wo Pflegebedürftige zusammen spielen, backen und lachen

www.zeit.de29.06.2026

Tagespflegeeinrichtungen wie der ASB „Am Birnengarten“ in Magdeburg gewinnen an Bedeutung für pflegebedürftige Senioren. Diese Angebote fördern soziale Kontakte, geistige und körperliche Aktivität und entlasten pflegende Angehörige. Statistiken zeigen einen Anstieg der Nachfrage und des Angebots. Senioren schätzen die Gesellschaft, Abwechslung und gute Betreuung, die ihnen hilft, länger selbstständig zu Hause zu leben.

Nicht heimisch: Ökologische Gefahr? Invasive Stauden-Lupine breitet sich aus

www.zeit.de29.06.2026

Die Nordamerikanische Stauden-Lupine breitet sich unkontrolliert in der Eifel aus und stellt eine ökologische Gefahr dar. Sie gefährdet insbesondere artenreiche Magerwiesen und -weiden, indem sie heimische Pflanzen verdrängt. Ursprünglich im 19. Jahrhundert als Zierpflanze eingeführt, reichert sie den Boden mit Stickstoff an und vermehrt sich stark über Samen und Ausläufer. Dies führt dazu, dass konkurrenzschwache heimische Kräuter und Wildblumen kaum eine Chance haben.

Bildung: Etwas weniger Routine-Abfragen für Schulen

www.zeit.de29.06.2026

In Thüringen gibt es aktuell nur 16 statt 17 Routine-Abfragen für Schulen im Vergleich zum Schuljahr 2015/16. Dies steht im Widerspruch zur Wahrnehmung einer stetigen Zunahme. Das Bildungsministerium prüft regelmäßig die Notwendigkeit von Erhebungen, wie z. B. zur Anzahl von Deutsch-als-Zweitsprache-Lernern oder Schulwechseln. Statistische Abfragen dienen der Steuerung des Schulsystems. Eine ähnliche Reduzierung wie in Nordrhein-Westfalen ist nicht geplant, da die Anzahl der Anfragen bereits gering sei.

Frankenschnellweg: Wie geht es nach dem Bürgerentscheid weiter?

www.zeit.de29.06.2026

Nach einem Bürgerentscheid stimmt Nürnberg dem Ausbau des Frankenschnellwegs zu. Fast 53% der Wähler lehnten den Bürgerentscheid ab und befürworteten die stauanfällige Verkehrsachse. Die Stadt kann nun Ausschreibungen freigeben und mit dem Projekt beginnen, das einen Tunnel, Lärmschutzwände und eine dritte Spur vorsieht. Die geschätzten Kosten belaufen sich auf eine Milliarde Euro. Gegner kritisieren das Projekt als zu teuer und ineffektiv gegen Staus.

Sicherheit im Schwimmbad: Hightech gegen Ertrinken: KI unterstützt Bademeister

www.zeit.de29.06.2026

Einige hessische Schwimmbäder setzen KI zur Verbesserung der Sicherheit ein. Kameras überwachen das Wasser und eine KI identifiziert potenzielle Gefahren, die Bademeister über Smartwatches informiert. Dieses Hightech-System, bereits im Auebad Kassel und im Kleinfeldchen-Bad Wiesbaden im Einsatz, unterstützt das Personal und erhöht die Sicherheit, ersetzt aber nicht die menschliche Aufsicht. Weitere Bäder sollen nachrüsten.

Mit DJ-Pult und Baguette: DJ Baguette bringt Bäckerei im Südwesten zum Tanzen

www.zeit.de29.06.2026

Der französische DJ Dorian Gamon, alias "DJ Baguette", sorgte in einer Bäckerei in Neckarsulm für Tanzstimmung. Er legt erstmals in Deutschland auf, um das Handwerk zu unterstützen und junge Leute zum lokalen Brotkauf zu ermutigen. Kunden in der Bäckerei feierten ausgelassen, die Aktion auf Initiative der Bäckerei-Inhaberin Antonia Kuhn kam gut an.

Verkehrsunfälle: Kind von Lkw angefahren und schwer verletzt

www.zeit.de29.06.2026

Ein zwölfjähriges Kind wurde in Einbeck von einem Lastwagen angefahren und schwer verletzt. Der 55-jährige Lkw-Fahrer übersah das Kind beim Zurücksetzen. Lebensgefahr besteht nicht. Das Kind wurde ins Krankenhaus gebracht, und die Polizei ermittelt wegen fahrlässiger Körperverletzung gegen den Fahrer.

Verkehr: Experiment: Das Auto öfter mal stehen lassen

www.zeit.de29.06.2026

Ein Mobilitätsexperiment in ländlichen Regionen testet, ob Alternativen zum Auto wie E-Bikes und das Deutschlandticket angenommen werden. Teilnehmern wird dies für mehrere Monate kostenlos zur Verfügung gestellt. Ziel ist, zu zeigen, dass auch im ländlichen Raum weniger Autofahren möglich ist, ohne auf den Pkw komplett zu verzichten. Erste Erfahrungen zeigen eine positive Entwicklung, mit Anbietern, die sich begeistern und über eine eigene Anschaffung nachdenken. Ein ähnliches Experiment in Friedrichsdorf führte schon bei zwei Dritteln der Teilnehmenden zu dauerhaften Umstellungen.

KI in der Politik: Ministerien und Kanzler setzen KI für Recherche- und Hilfsaufgaben ein

www.zeit.de29.06.2026

Mehrere deutsche Ministerien, darunter das Bundeskanzleramt, nutzen KI für Recherche- und Hilfsaufgaben bei der Vorbereitung von Reden. Politiker wie Friedrich Merz, Lars Klingbeil und Johann Wadephul betonen, dass ihre Texte maßgeblich eigenständig verfasst werden, auch wenn KI punktuell unterstützt. Im Gegensatz dazu gerieten Digitalminister Karsten Wildberger und Ministerpräsident Mario Voigt in die Kritik, da KI offenbar stärker für die Texterstellung genutzt wurde.

Angriffe in Afghanistan: Pakistan meldet Tötung vieler Extremisten in Afghanistan

www.zeit.de29.06.2026

Pakistan hat als Reaktion auf einen Anschlag in Karachi mit Luft- und Bodeneinsätzen Ziele in Afghanistan angegriffen. Nach Angaben Pakistans wurden 29 "Extremisten" getötet, darunter Mitglieder der pakistanischen Taliban. Die Angriffe richteten sich gegen Verstecke in den afghanischen Provinzen Paktia, Paktika und Kunar. Afghanistan hat sich dazu nicht offiziell geäußert; ein lokaler Sender berichtete von über 30 Toten und 100 Verletzten auf afghanischer Seite. Seit letztem Herbst kommt es zu wiederholten Angriffen beider Länder.

Kriminalität: Mordprozess gegen Palliativarzt geht nach Geständnis weiter

www.zeit.de29.06.2026

Ein Palliativarzt steht in Berlin wegen Mordes an zwölf Patienten vor Gericht. Nach einem überraschenden Geständnis wird der Prozess fortgesetzt, wobei die Psychiatrie die Schuldfähigkeit des Angeklagten beurteilen soll. Der 41-Jährige wird der Staatsanwaltschaft zufolge aus niederen Beweggründen und Heimtücke in 15 Fällen angeklagt. Die Ermittlungen in weiteren 76 Fällen laufen parallel.