www.spiegel.de16.01.2026
Der designierte US-Botschafter Billy Long sorgte mit einem als Scherz gemeinten Kommentar, Island könne der „52. US-Bundesstaat“ werden, für Empörung. Eine Petition fordert seine Abweisung, da viele Isländer dies als respektlos empfinden. Long, der später um Entschuldigung bat und erklärte, es sei nur ein Witz gewesen, löste damit nicht nur Ärger in Island aus, sondern verstärkt auch die Spannungen zwischen den USA, Grönland und Dänemark.
www.zeit.de16.01.2026
Nach dem Bruch der Koalition zwischen SPD und BSW strebt die Brandenburger CDU Koalitionsverhandlungen mit der SPD an. Der Landesvorstand hat einstimmig für Gespräche gestimmt, um das Vertrauen der Bürger zurückzugewinnen. CDU-Chef Jan Redmann betont, dass die Anliegen der Brandenburger im Mittelpunkt stehen müssen und stabile Mehrheiten erforderlich sind. Ministerpräsident Dietmar Woidke hatte zuvor die gescheiterte Kooperation mit BSW verkündet.
www.spiegel.de16.01.2026
Julija Tymoschenko, ehemalige ukrainische Regierungschefin, steht wegen Korruptionsverdachts im Fokus, da sie angeblich Abgeordnete bestochen haben soll. Ein Gericht hat eine Kaution von über 660.000 Euro festgesetzt und ihr Reiseverbot auferlegt. Das Nationale Antikorruptionsbüro wirft ihr vor, das Abstimmungsverhalten in der Obersten Rada beeinflussen zu wollen. Tymoschenko bestreitet die Vorwürfe als politisch motiviert und plant, gegen die Gerichtsentscheidung vorzugehen. Bei einer Verurteilung drohen ihr bis zu zehn Jahre Haft.
www.zeit.de16.01.2026
Kanzleramtschef Thorsten Frei (CDU) fordert angesichts steigender Sicherheitsbedrohungen mehr Befugnisse für den Bundesnachrichtendienst (BND). Er schlägt vor, den BND aktiv in die Verteidigung einzubinden, um nicht nur Informationen zu sammeln, sondern auch präventive Maßnahmen zu ergreifen, wie das Stören feindlicher Kommunikationssysteme. Frei möchte zudem die rechtlichen Grundlagen modernisieren, damit der BND auch inländische Sicherheitsverhältnisse besser überwachen kann. Dies steht im Einklang mit dem Koalitionsvertrag zur Stärkung der nationalen Nachrichtendienste.
www.zeit.de16.01.2026
Im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes in Nordrhein-Westfalen kündigte die Gewerkschaft Verdi an, die Warnstreiks auszuweiten, da in der zweiten Verhandlungsrunde keine Einigung erzielt wurde. Bereits mehr als 1.000 Beschäftigte beteiligten sich an ersten Streiks, unter anderem an Unikliniken. Verdi fordert eine Einkommenssteigerung von sieben Prozent oder mindestens 300 Euro für über 920.000 Tarifbeschäftigte. Die nächsten Verhandlungen sind für den 11. bis 13. Februar angesetzt.
www.zeit.de16.01.2026
Robbie Williams hat sein neues Album "Britpop" überraschend drei Wochen früher veröffentlicht. Der 51-Jährige begründet die Entscheidung mit der langen Wartezeit und dem Wunsch, endlich sein 13. Studioalbum zu präsentieren, das erste seit sieben Jahren. Die Veröffentlichung war ursprünglich für Oktober 2025 geplant, doch die Konkurrenz von Taylor Swift führte zu einer Vorverlegung. Williams hofft auf Platz 1 der britischen Albumcharts, um die Beatles in der Anzahl der Nummer-Eins-Alben zu übertreffen. Konzerte in Deutschland sind ebenfalls geplant.
www.spiegel.de16.01.2026
Das Album der Woche ist "The Demise of Planet X" von Sleaford Mods. Die Band experimentiert mit Gästen und neuen Grooves, was zu einer gewissen Verweichlichung des aggressiven Sounds führt. Jason Williamson reflektiert in seinen Texten eigene Zweifel und die Konsumgesellschaft. Neben der Hauptkritik an toxischer Männlichkeit und politischen Themen werden auch vielseitige musikalische Einflüsse spürbar. Weitere erwähnte Künstler sind Sunniva Lindgård und die deutsche Indie-Allstargruppe The Morning Stars, sowie der Oscar-prämierte Daniel Blumberg mit seinem neuen Soundtrack.
www.spiegel.de16.01.2026
Die Sleaford Mods experimentieren auf ihrem neuen Album "The Demise of Planet X" mit groovigen Sounds und Gastmusikern, was zu einer Verweichlichung ihrer sonst rohen Energie führt. Sänger Jason Williamson reflektiert über gesellschaftliche Missstände, während er gleichzeitig eine gewisse Resignation an den Tag legt. Unterstützt werden sie von bekannten Künstlern wie Gwendolyne Christie und Aldous Harding. Die Band zeigt eine neue Pop-Sensibilität, bleibt aber ihren kritischen Themen treu. Das Album wird von der Kritik als stark bewertet.
www.zeit.de16.01.2026
Die Brandenburger SPD hat den Beschluss gefasst, Koalitionsverhandlungen mit der CDU aufzunehmen, nachdem die bestehende Koalition mit der BSW gescheitert ist. Der Landesvorstand möchte damit die Herausforderungen im Bundesland gemeinsam angehen. Ministerpräsident Dietmar Woidke erklärte die SPD/BSW-Koalition für gescheitert. Die Verhandlungen sollen unter der Leitung unterschiedlicher Arbeitsgruppen stattfinden, die jeweils spezifische Themen wie Industrie, Bildung und Infrastruktur behandeln. Die Entscheidung folgt auf erfolgreiche Sondierungsgespräche zwischen SPD und CDU.
www.zeit.de16.01.2026
Die Berliner CDU fordert ein entschiedenes Vorgehen gegen den wachsenden Linksextremismus, der als sicherheitspolitische Bedrohung angesehen wird. In einem Beschluss wird gefordert, linksextreme Strukturen zu zerschlagen, deren Netzwerke offenzulegen und entsprechende Organisationen rechtsstaatlich zu verbieten. Zudem soll die Sicherheitsstruktur von Landesverfassungsschutz und LKA verbessert werden. Hintergrund sind extreme Gewaltakte wie ein Brandanschlag, der zahlreiche Menschen betraf. CDU-Generalsekretärin Ottilie Klein kritisiert die Untätigkeit der Linkspartei und der Grünen.
www.zeit.de16.01.2026
US-Präsident Donald Trump äußert Bedenken über die mögliche Ernennung seines Wirtschaftsberaters Kevin Hassett zum neuen Chef der Federal Reserve. Hassett galt als Favorit, könnte jedoch Trump's Wunsch nach Zinssenkungen unterstützen. Die aktuelle Amtszeit von Fed-Chef Jerome Powell endet im Mai, und Trumps Kandidat muss vom Senat bestätigt werden. Powell steht unter Untersuchung wegen Renovierungskosten, was ihm und zukünftigen Nominierungen Probleme bereiten könnte und Trumps Einfluss auf die Fed in Frage stellt.
www.zeit.de16.01.2026
In Brandenburg an der Havel plant eine Initiative, die Ampelsymbole für Fußgänger durch einen Mops, inspiriert von Loriot, zu ersetzen. Die Stadt hat bereits ein Denkmal für den Humoristen, der dort geboren wurde, aufgestellt. Das Projekt soll privat durch Spenden und Crowdfunding finanziert werden, um das Stadtbild zu bereichern und die Identität zu stärken. Die Initiatoren suchen den Kontakt zu den Erben Loriots und wollen alle rechtlichen sowie gestalterischen Aspekte klären, wobei eine Entscheidung mindestens eineinhalb Jahre dauern könnte.
www.spiegel.de16.01.2026
Berlins Bürgermeister Kai Wegner hat die Entscheidung zurückgenommen, die "Kaffeewette" zugunsten der Kältehilfe abzulehnen. Ursprünglich hatte er Bedenken hinsichtlich möglicher Korruptionsvorwürfe geäußert. Nach einer genaueren Prüfung durch die Senatsverwaltung für Finanzen durfte die Aktion, die zur Unterstützung obdachloser Menschen dient, nun doch stattfinden. Die "Kaffeewette" ruft Bürger seit 2019 dazu auf, Kaffeepackungen zu spenden und erhält bei erfolgreicher Sammlung zusätzliche finanzielle Unterstützung. Wegner unterstützt die Initiative und wünscht den Bezirken viel Erfolg.
www.spiegel.de16.01.2026
Mika Vermeulen, ein österreichischer Wintersportler, enthüllt im Podcast "Skirious Problems", dass Skispringer beim Messvorgang betrügen, indem sie Plastilin in ihre Unterwäsche stecken, um einen größeren Schritt zu simulieren. Dies führt zu einem vorteilhafteren Schnitt des Skianzugs und damit zu besseren Leistungen. Vermeulen, der auf Skilanglauf umgestiegen ist, kritisiert die weit verbreitete Betrugsmentalität im Skispringen, wo Disqualifikationen oft als Folge gezielter Täuschungen erfolgen.
www.spiegel.de16.01.2026
Der österreichische Wintersportler Mika Vermeulen enthüllt im Podcast "Skirious Problems" Betrug im Skispringen, bei dem Athleten Plastilin in ihre Unterwäsche stopfen, um einen größeren Schritt zu simulieren. Dies führt zu einem Vorteil in der Luft durch einen besser passenden Skianzug. Vermeulen behauptet, dass Betrug im Skispringen weit verbreitet ist und disqualifizierte Sportler absichtlich betrügen. Er hat sich vom Skispringen abgewandt und konzentriert sich nun auf den Skilanglauf, ohne jedoch die Relevanz des Themas dort zu diskutieren.