Datum12.07.2026 14:04
Quellewww.zeit.de
TLDRBei der traditionellen Pferdewallfahrt in Etzelsbach erhielten 150 Pferde den kirchlichen Segen. Rund 2.500 Gläubige nahmen teil. Die Tradition, die bis ins 16. Jahrhundert zurückreicht und vermutlich auf eine Pferdeseuche zurückgeht, findet jährlich im Juli statt. Görlitzs Bischof Wolfgang Ipolt spendete den Segen. Weniger Pferde als erwartet kamen aufgrund der Wärme.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Tradition“. Lesen Sie jetzt „Segen für die Pferde bei Wallfahrt in Etzelsbach“. Bei der traditionellen Pferdewallfahrt im katholisch geprägten Eichsfeld haben am Sonntag 150 kleine und große Rösser den kirchlichen Segen erhalten. Etwa 2.500 Gläubige versammelten sich nach Angaben von Pfarrer Andreas Kruse auf der Wiese vor der Wallfahrtskapelle Etzelsbach, die alljährlich im Juli Schauplatz der Segnung ist. Dabei führen die Pferdehalter ihre Tiere um die Kapelle und erbitten die Fürsprache der Gottesmutter Maria. Diesmal seien weniger Pferde als erwartet zur Segnung gekommen, sagte Kruse. "Für die Tiere war es schon zu warm." Der Görlitzer Bischof Wolfgang Ipolt erteilte den Pferden den Segen. Die Tradition der Pferdewallfahrt ist seit dem 16. Jahrhundert überliefert. Auslöser soll eine Pferdeseuche gewesen sein. Der kirchlichen Überlieferung zufolge hatte ein Bauer beim Pflügen ein Gnadenbild gefunden, das sich noch bis heute in der Kapelle befindet. Von einem Priester gesegnet werden die Pferde laut Pfarrei seit 1978. © dpa-infocom, dpa:260712-930-373595/1