Datum12.07.2026 13:39
Quellewww.zeit.de
TLDRSPD-Spitzenkandidat Armin Willingmann fordert von den Arbeitgebern der Ernährungsbranche ein besseres Angebot im laufenden Tarifstreit. Er betont die Bedeutung der Beschäftigten und kritisiert die weiterhin bestehenden Gehaltsunterschiede zwischen Ost und West. Niedrige Löhne seien kein Wettbewerbsvorteil, sondern erschwerten die Fachkräftesicherung und bremsten die Wirtschaft. Der Streit betrifft rund 3.000 Beschäftigte in 15 Betrieben, die Gewerkschaft NGG fordert eine Angleichung der Ostlöhne.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Tarifstreit“. Lesen Sie jetzt „Willingmann drängt auf bessere Löhne in Ernährungsbranche“. SPD-Spitzenkandidat Armin Willingmann hat im Tarifstreit in der Ernährungswirtschaft ein deutlich verbessertes Angebot der Arbeitgeber gefordert. "Tausende Beschäftigte sorgen jeden Tag dafür, dass unsere Lebensmittel produziert werden. Wer von ihnen Leistung, Verantwortung und Flexibilität erwartet, muss auch bereit sein, diese Leistung angemessen zu bezahlen", sagte Willingmann. Beschäftigte verdienten in Teilen der Branche noch immer bis zu 30 Prozent weniger als Kollegen in vergleichbaren Betrieben im Westen. "Niedrige Löhne sind kein Wettbewerbsvorteil. Sie erschweren die Fachkräftesicherung, schwächen die Kaufkraft und bremsen die wirtschaftliche Entwicklung", so Willingmann. Er wünsche sich in den Tarifverhandlungen ein Ergebnis, das den Beschäftigten eine verlässliche Perspektive biete. Der Tarifstreit in der Ernährungswirtschaft dreht sich seit Monaten um die Angleichung der Ostlöhne an das Westniveau. Die Gewerkschaft NGG und der Verband der Ernährungswirtschaft stehen sich bisher unversöhnlich gegenüber – es kam zu mehreren Warnstreiks in Sachsen-Anhalt. Verhandelt wird für gut 3.000 Beschäftigte in 15 Betrieben. © dpa-infocom, dpa:260712-930-373445/1