Datum12.07.2026 11:29
Quellewww.zeit.de
TLDREngland steht dank eines späten Doppelpacks von Jude Bellingham im WM-Halbfinale. Britische Medien loben Kampfgeist, während norwegische Stimmen trotz Dankbarkeit fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen bemängeln. Viele internationale Blätter heben Bellinghams entscheidende Rolle hervor und deuten auf eine historische Parallele mit der Schlacht an der Stamford Bridge hin.
InhaltJude Bellingham führt England ins WM-Halbfinale. In den norwegischen Medien gibt es Ärger über die Schiedsrichter, aber auch Dankbarkeit. Die Presseschau Englands Fußball-Nationalmannschaft steht im Halbfinale der WM. Das Team von Trainer Thomas Tuchel bezwang in der Runde der besten Acht Norwegen mit 2:1 nach Verlängerung. Jude Bellingham drehte die Partie quasi im Alleingang: Er erzielte den Ausgleich mit einer Einzelaktion und am Ende den Siegtreffer in der 93. Minute. Sein Spiel begeistert nicht nur die britischen Medien, doch die jubeln natürlich besonders laut – etwa in der Daily Mail: "War es schön? Nein. War es angenehm? Nicht wirklich. Aber spielt das überhaupt eine Rolle? Nicht im Geringsten. Doch wieder einmal hat diese englische Mannschaft ihren Kampfgeist bewiesen und bei diesem Turnier ein großartiges Ergebnis erzielt." Auch der Guardian lobt den britischen Kampfgeist: "England musste hart kämpfen, hatte zeitweise Glück, gab aber einfach nicht auf, und letztendlich machte sich ihre Kaderbreite bemerkbar. Es wird gefeiert, aber nicht überschwänglich: Alle sind völlig erschöpft." The Sun hebt Jude Bellingham aufs Podest: "Jude Bellingham wird erneut zum Helden, als er mit einem brillanten Doppelpack die Three Lions ins WM-Halbfinale schießt. Gerade als man dachte, es sei das Ende der Reise, gehe der Weg des Ruhms weiter." Die norwegische Verdens Gang, das reichweitenstärkste Medium des Landes, verabschiedet die Mannschaft mit Dankbarkeit: "Danke für die Feier! Norwegens WM-Abenteuer endet nach Drama. Mehrere fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen prägen das Viertelfinale zwischen Norwegen und England in Miami, das sich zu einem wahren Krimi entwickelte." Auch der Aftenposten zeigt sich dankerfüllt: "Sie werden über Generationen hinweg in Erinnerung bleiben. Der Schmerz ist unermesslich. Aber die Weltmeisterschaft war alles andere als normal. Danke fürs Mitfiebern, es war eine großartige Zeit!" Das Fazit im öffentlich-rechtlichen Rundfunk NRK: "Unglaubliches WM-Drama: Norwegen scheidet nach Verlängerung gegen England aus." Die französische L'Équipe bejubelt den Doppeltorschützen: "Bellingham rettet das Königreich. Die Three Lions zitterten und litten, gingen aber letztlich als Sieger hervor und erlösten sich." Ähnlich wie die spanische Marca: "Der mächtigste Wikinger ist Jude. Die britische Royal Navy versenkte das Schiff Viking." Auch die spanische Tageszeitung AS ist von Bellingham begeistert: "Nicht einmal Haaland kann einen Bellingham aufhalten, der den Ballon d'Or im Visier hat." Der Blick in der Schweiz notiert: "England ringt tapfere Wikinger in der Verlängerung nieder." Während die argentinische Página 12 den Überblick behält: "Die Mannschaft des deutschen Tuchels zerstört den Traum von Haalands Norwegen. Ein Doppelpack von Bellingham bringt England unter die besten Vier." Mit historischer Übersicht schreibt die Tageszeitung Clarín in Buenos Aires: "960 Jahre sind vergangen, seit England den Vormarsch der Wikinger in der historischen Schlacht an der Stamford Bridge gestoppt hat. An diesem Samstag in Miami fiel das Ergebnis erneut zugunsten der Briten aus. Mit einem Ball statt Äxten und einem Ticket für das WM-Halbfinale als Preis beendete die Mannschaft von Thomas Tuchel den nordischen Traum."