Rentenreform: SPD-Kandidat in Sachsen-Anhalt kritisiert Rentenpläne

Datum12.07.2026 10:53

Quellewww.zeit.de

TLDRDer sachsen-anhaltische SPD-Spitzenkandidat Armin Willingmann kritisiert die Pläne der Bundesregierung zur Rentenreform, insbesondere die geplante Abschaffung der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren. Auch Manuela Schwesig lehnt die Vorschläge der Alterssicherungskommission ab. Die Kommission empfiehlt zudem, Renten langsamer steigen zu lassen und einen Kapitalstock aufzubauen, um Geld zu sparen. Willingmann betont, dass viele Menschen, gerade in Ostdeutschland, auf die abschlagsfreie Rente nach langer Erwerbstätigkeit vertraut hätten.

InhaltDer sachsen-anhaltische Spitzenkandidat Armin Willingmann hat sich gegen die Abschaffung der abschlagsfreien Rente ausgesprochen. Auch Manuela Schwesig ist kritisch. Der SPD-Spitzenkandidat in Sachsen-Anhalt, Armin Willingmann, hat sich im laufenden Wahlkampf deutlich gegen zentrale Rentenpläne der Bundesregierung gestellt. "Mit dem Vorschlag der Alterssicherungskommission, die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren abzuschaffen, habe ich ein echtes Problem – und zahllose Menschen gerade in Ostdeutschland auch", sagte Willingmann den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Viele hätten jahrzehntelang gearbeitet und sich darauf verlassen, nach 45 Beitragsjahren ohne Abschläge in Rente gehen zu können. Auch Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin und SPD-Spitzenkandidatin Manuela Schwesig hatte sich zuvor kritisch geäußert und abgelehnt, das von der Kommission empfohlene Rentenpaket ohne Änderungen umzusetzen. Die Alterssicherungskommission empfiehlt neben der Abkehr von der abschlagsfreien Rente für besonders langjährig Versicherte, Renten künftig langsamer steigen zu lassen als das Lohnniveau, um Geld zu sparen. Langfristig soll zudem ein Kapitalstock aufgebaut werden, der die gesetzliche Rente ergänzen soll. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.