Datum12.07.2026 07:52
Quellewww.spiegel.de
TLDRFrankreich leidet unter der dritten Hitzewelle, mit Temperaturen bis 39 Grad. Eiffelturm und Louvre verkürzen ihre Öffnungszeiten. Die neunte Etappe der Tour de France wird erstmals wegen Hitze gekürzt. In 24 Départements gilt höchste Warnstufe Rot, in 59 die zweithöchste Orange. Trotz Hitze soll der Zugverkehr weitgehend normal laufen, jedoch werden Intercity-Verbindungen in den heißesten Stunden gestrichen. Feuerwerke am Nationalfeiertag wurden vielerorts abgesagt.
InhaltEiffelturm und Louvre machen früher dicht, die Etappe der Tour de France wird verkürzt, es fahren weniger Fernzüge: Frankreich schwitzt und richtet sich auf die dritte Hitzewelle in Folge ein. Frankreich ächzt unter der dritten Hitzewelle in zwei Monaten: Beliebte Touristenattraktionen in Paris verkürzten ihre Öffnungszeiten. Statt um Mitternacht schließe der Eiffelturm am Samstag und Sonntag wetterbedingt schon um 16 Uhr, teilte der Betreiber auf seiner Webseite mit. In der französischen Hauptstadt stieg das Thermometer am Samstag auf knapp 37 Grad. Für Sonntag rechnet der französische Wetterdienst Météo-France mit Temperaturen bis 39 Grad im Südwesten des Landes und um 38 Grad in Zentralfrankreich. Erstmals in der Geschichte der Tour de France wurde wegen Hitze die Etappe am Sonntag gekürzt. Das Louvre-Museum, zu dessen zahlreichen Exponaten die Mona Lisa gehört, öffnet bis einschließlich Montag ebenfalls nur bis 16 Uhr, das Musée d'Orsay schließt bis Mittwoch jeweils vorzeitig um 17 Uhr. Die Organisatoren der Tour de France kündigten an, die eigentlich 185,5 Kilometer lange neunte Etappe am Sonntag werde wegen der hohen Temperaturen um 30 Kilometer gekürzt. Der Gewinner der Samstagsetappe, der Belgier Tim Merlier, begrüßte die Entscheidung, da es seit Beginn der Tour jeden Tag über 35 Grad heiß gewesen sei. "Es ist eindeutig ein Kampf, zwischen den (Unterstützungs-)Wagen Wasser, Eis und Getränke zu bekommen." Zu Beginn der Sommerferien galt in 24 Départements im Zentrum und Westen des Landes und damit in gut einem Viertel Frankreichs die höchste Hitze-Warnstufe Rot. Der Wetterdienst Météo-France rief wegen der dortigen drückenden Hitze zu "absoluter Wachsamkeit" auf. Für 59 Départements wurde immerhin die zweithöchste Hitze-Warnstufe Orange ausgerufen. Eine Karte des Wetterdienstes mit den Warngebieten finden Sie hier . Am Sonntag soll in 13 weiteren Départements die höchste von insgesamt vier Hitze-Warnstufen gelten. Nur einige Départements im Süden des Landes bleiben von der aktuellen Hitzewelle, die noch bis Mitte kommender Woche anhalten soll, verschont. Wegen der Sommerferien und des französischen Nationalfeiertags am Dienstag sind derzeit sehr viele Menschen im Land unterwegs. Die französische Bahngesellschaft SNCF versicherte, trotz der Hitze werde es einen "normalen" Schnellzug-Verkehr geben. Am Wochenende sollten demnach 3700 TGV-Züge fahren. Während der heißesten Stunden des Tages werde aber jede dritte Intercity-Verbindung gestrichen. Wegen der starken Trockenheit und erhöhter Brandgefahr wurde in zahlreichen Städten das Feuerwerk am Nationalfeiertag abgesagt. Die erste Hitzewelle dieses Jahres hatte es in Frankreich bereits Ende Mai gegeben, eine zweite folgte Ende Juni. Auch damals schlossen der Eiffelturm und der Louvre vorsorglich bereits am Nachmittag. Europa stöhnt bei Hitze – doch in Ägypten oder Marokko sind 40 Grad keine Eilmeldung wert. Dort gilt: nicht kämpfen, sondern klug anpassen. Fünf Tipps aus Nordafrika.