Datum12.07.2026 06:47
Quellewww.zeit.de
TLDRDer Mord am rechten Aktivisten Charlie Kirk in Utah 2025 wird juristisch aufgearbeitet. Die Staatsanwaltschaft fordert die Todesstrafe für den mutmaßlichen Täter Tyler Robinson und geht von einem politischen Motiv aus. Eine Vorverhandlung prüft die Beweislage. Gleichzeitig bereitet sich die AfD in Sachsen-Anhalt auf mögliche Regierungspositionen vor, gestützt auf hohe Umfragewerte und ein konkretes 100-Tage-Programm, ungeachtet der Einstufung des Landesverbandes als rechtsextrem durch den Verfassungsschutz.
Inhalt2025 wurde der Maga-Aktivist Charlie Kirk ermordet, dem Täter droht die Todesstrafe. Gibt es genug Beweise für einen Hauptprozess? Und: Das 100-Tage-Programm der AfD Vergangene Woche begann mit der fünftägigen Vorverhandlung die juristische Aufarbeitung des Mordes an dem einflussreichen rechten Aktivisten Charlie Kirk. Der US-Amerikaner war am 10. September 2025 bei einem Debattierevent an der Utah Valley University durch einen Schuss getötet worden. Kirk war ein zentraler Unterstützer Donald Trumps und spielte durch seine Popularität auf Social Media eine Schlüsselrolle dabei, junge Wähler für Trump zu begeistern. Der mutmaßliche Täter Tyler Robinson wurde eineinhalb Tage nach der Tat festgenommen. Die Staatsanwaltschaft geht von einem politischen Motiv aus und fordert nun die Todesstrafe. US-Korrespondentin Juliane Schäuble war bei der Vorverhandlung, bei der es um die Frage ging, ob die Beweislage überhaupt für einen Hauptprozess ausreicht, vor Ort. Im Podcast berichtet sie, welche Beweise gegen den Tatverdächtigen vorgebracht wurden und wie es nun weitergeht. Knapp zwei Monate vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt bereitet sich die AfD auf eine mögliche Regierungsübernahme vor. Der Verfassungsschutz stuft den Landesverband der Partei als "gesichert rechtsextrem" ein. In Umfragen liegt die AfD mit 41 Prozent vorn. Weil SPD, BSW, Grüne und FDP an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern könnten, ist sogar eine absolute Mehrheit der AfD möglich. Nachdem die Partei im April bereits ihr Regierungsprogramm beschlossen hatte, präsentierte Spitzenkandidat Ulrich Siegmund nun ein konkretes 100-Tage-Programm für die ersten Wochen einer möglichen Regierung. ZEIT-Politikredakteur Tilman Steffen erklärt bei Was jetzt?, was die AfD vorhat und wie realistisch die Pläne sind. Und sonst so? Träumen oder ewig leben? Moderation und Produktion: Helena Schmidt Mitarbeit: Christina Felschen und Maximilian Renzikowski Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.