Datum12.07.2026 04:14
Quellewww.zeit.de
TLDRDie FIFA hat den umstrittenen Ausgleichstreffer Englands gegen Norwegen (1:1) verteidigt. Trotz Beschwerden der Norweger, dass der Ball ein Kameraseil berührt habe, verweist die FIFA auf Ball-Sensordaten. Diese zeigten keine Berührung und somit keine Änderung der Flugbahn an. Ein solcher Vorfall hätte zu einem Schiedsrichterball geführt. England erreichte nach dem Sieg das WM-Halbfinale.
InhaltJude Bellinghams Treffer zum 1:1 löst Diskussionen aus. Die Fifa verweist auf vorliegende Daten des Sensors im Ball. Demnach gab es keine Berührung mit dem Kameraseil. Der Fußballweltverband Fifa hat Stellung zum umstrittenen Ausgleichtreffer der Engländer im WM-Viertelfinale gegen Norwegen (2:1 nach Verlängerung) genommen. Die Daten würden nicht belegen, dass der Ball vor dem Treffer von Jude Bellingham (45.+2 Minute) zum 1:1 ein in der Luft gespanntes Kameraseil berührt und dadurch seine Flugrichtung verändert hätte, teilte der Verband bei X mit. Der Sensor im Ball habe keinen Ausschlag angezeigt. Norwegens Torhüter Ørjan Nyland war nach dem englischen Ausgleich sofort zum Schiedsrichter gerannt und hatte nach oben gedeutet – vergeblich. Sein Abstoß war bei Englands Anthony Gordon gelandet. Dieser hatte dann Bellinghams Treffer vorbereitet. Die Skandinavier beschwerten sich beim französischen Unparteiischen Clément Turpin und sagten, der Ball hätte in der Luft ein Kameraseil berührt. In diesem Fall hätte es Schiedsrichterball geben müssen. Stattdessen zählte das Tor. Nach Einschätzung des früheren Fifa-Schiedsrichters Mark Clattenburg hätte der VAR eingreifen und die Szene überprüfen müssen. "Wenn der Ball ein Objekt berührt, das nicht zum Spielfeld gehört, muss das Spiel unterbrochen werden", sagte er im US-Fernsehsender Fox. England steht nach dem 2:1 gegen Norwegen zum ersten Mal seit 2018 im Halbfinale der Fußballweltmeisterschaft.