Datum12.07.2026 03:00
Quellewww.zeit.de
TLDRDeutschvorlaufkurse sind in Hessen verpflichtend für Kinder, die vor der Einschulung nicht ausreichend Deutsch sprechen. Ziel ist die Vorbereitung auf den Schulunterricht durch intensive Sprachförderung. Die Kurse finden in Schulen oder Kitas statt und werden nach hessischem Vorbild ab 2028 auch in Bayern und Nordrhein-Westfalen eingeführt. Hamburg und Baden-Württemberg setzen das Modell bereits um.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Bildung“. Lesen Sie jetzt „Was sind Deutschvorlaufkurse?“. Deutschvorlaufkurse sind in Hessen für alle Kinder Pflicht, die vor ihrer Einschulung nicht über ausreichende Deutschkenntnisse verfügen. Mit der intensiven Sprachförderung sollen die angehenden Schulanfänger aufs Lernen vorbereitet werden. Nur Kinder mit gutem Deutsch können dem Unterricht folgen - so die Überzeugung hinter dem Angebot. Die Vorlaufkurse liegen in schulischer Verantwortung und finden in der Grundschule oder Kindertagesstätte statt. Aktuell 95 Prozent der Kinder schaffen danach den Sprung in die erste Klasse, die anderen werden vom Unterricht zurückgestellt und lernen weiter Deutsch. Im Schnitt nehmen je Vorlaufkurs sieben Kinder mit durchschnittlich acht Wochenstunden an der Deutschförderung teil. Bei größeren Gruppen wird die Stundenzahl erhöht. Nach Angaben des hessischen Kultusministeriums folgen ab 2028 auch Bayern und Nordrhein-Westfalen dem hessischen Modell. Bereits zuvor hatten Hamburg und Baden-Württemberg nachgezogen. © dpa-infocom, dpa:260712-930-371243/1