Datum12.07.2026 01:34
Quellewww.zeit.de
TLDRDie iranischen Revolutionsgarden haben Warnschüsse auf ein Schiff abgegeben und es in der Straße von Hormus gestoppt, da es die maritime Sicherheit gefährdet habe. Sie behaupten, das Schiff habe Aufforderungen ignoriert und eine nicht genehmigte Route befahren. Die Straße von Hormus bleibt vorerst geschlossen. Iran droht den USA mit Vergeltung bei weiteren Angriffen und warnt vor ausländischer Einmischung bei der Routenplanung. Ein US-Beamter bestätigte den Raketenbeschuss eines Handelsschiffes.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Warnschüsse abgegeben“. Lesen Sie jetzt „Irans Revolutionsgarden: Straße von Hormus geschlossen“. Die Marine der Iranischen Revolutionsgarden (IRGC) hat nach eigenen Angaben Warnschüsse auf ein Schiff in der Straße von Hormus abgegeben und dieses gestoppt. Das Schiff habe die maritime Sicherheit in der Meerenge gefährdet, teilten die Revolutionsgarden über ihren Kanal Sepah News auf Telegram mit. Demnach hätten zuvor mehrere Schiffe versucht, eine nicht genehmigte Route zu befahren und Aufforderungen der Revolutionsgarden ignoriert, ihre Route zu korrigieren. Infolge dieses Vorfalls werde die Straße von Hormus bis auf weiteres und bis zum Ende der US-amerikanischen Eingriffe in der Region geschlossen bleiben, hieß es in der Mitteilung weiter. Die Durchfahrt sei verboten. Sollte der "Aggressor" neue Angriffe gegen den Iran starten, hieß es an die USA gewandt, werde man mit weiteren Angriffen auf "feindlich Stützpunkte" in der Region reagieren. Die US-Regierung äußerte sich zunächst nicht offiziell zu dem Vorfall. Ein US-Beamter bestätigte jedoch dem gut vernetzten Journalisten Barak Ravid, dass die Revolutionsgarden eine Rakete auf ein Handelsschiff abgefeuert hätten, das versucht habe, die Straße von Hormus zu passieren. Das Schiff sei getroffen und schwer beschädigt worden. Die Revolutionsgarden hätten zuvor erklärt, keine "ausländische Einmischung" bei der Festlegung von Schiffsrouten in der Straße von Hormus dulden zu wollen, hieß es in der Mitteilung der IRGC-Marine weiter. Eine solche Einmischung würde ein entscheidendes Vorgehen von iranischer Seite nach sich ziehen. © dpa-infocom, dpa:260711-930-371154/1