Datum11.07.2026 20:30
Quellewww.zeit.de
TLDRDer Grünen-Politiker Janosch Dahmen hat seine frühere Wehrdienstverweigerung zurückgezogen und sich als Reservist gemeldet. Wegen der veränderten Sicherheitslage nach dem russischen Angriff auf die Ukraine sieht er die Notwendigkeit einer neuen Verteidigungsbereitschaft. Dahmen tritt zudem innerhalb der Grünen für einen allgemeinen Gesellschaftsdienst und regelmäßige Auffrischungsdienste ein, um die Last auf mehrere Generationen zu verteilen und die Wehrhaftigkeit zu stärken.
InhaltDer Grünen-Politiker zog seine frühere Wehrdienstverweigerung zurück. Er begründet das mit der veränderten Sicherheitslage seit dem russischen Angriff auf die Ukraine. Der gesundheitspolitische Sprecher der Grünen Janosch Dahmen hat seine frühere Wehrdienstverweigerung zurückgezogen und sich als Reservist der Bundeswehr gemeldet. In einem Interview mit dem Spiegel begründete der 44-Jährige diesen Schritt mit der veränderten sicherheitspolitischen Lage seit dem russischen Angriff auf die Ukraine. Der studierte Mediziner sagte, seine Überzeugung, keinen Menschen töten zu wollen, bestehe zwar fort, die Rahmenbedingungen seiner Gewissensentscheidung hätten sich jedoch verändert. Es könne nicht allein Aufgabe anderer sein, Deutschland und die liberale Gesellschaft zu verteidigen. Laut Spiegel wirbt Dahmen auch innerhalb der Grünen für einen neuen Umgang mit der Bundeswehr und spricht sich für einen allgemeinen Gesellschaftsdienst von sechs bis zwölf Monaten nach der Schulzeit aus. Dieser könne wahlweise bei der Bundeswehr, in Hilfsorganisationen, im Bevölkerungsschutz oder in sozialen Einrichtungen geleistet werden. Und auch für einen Auffrischungsdienst spricht sich Dahmen aus: "Jeder sollte beispielsweise alle sechs Jahre für sechs Wochen zurück in den jeweiligen Bereich gehen. Wir können es nicht nur der jungen Generation zur Aufgabe machen, für Wehrhaftigkeit und Resilienz zu sorgen", sagte er. Auf ihrem Bundesparteitag in Hannover hatten die Grünen im November beschlossen, die Musterung für junge Männer verpflichtend machen zu wollen, hielten darüber hinaus aber an der Freiwilligkeit fest. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.