Rekordversuch: Fliegende Kirschkerne und eine Diesellok am Seil

Datum11.07.2026 20:17

Quellewww.zeit.de

TLDRIn Speyer zogen 111 Menschen erfolgreich eine 111 Tonnen schwere Diesellok mit zwei Waggons 111 Meter weit. Dies war ein Weltrekordversuch. Parallel fanden kuriose Veranstaltungen statt: In Witzenhausen wurde um die Deutsche Meisterschaft im Kirschsteinweitspucken gekämpft, wobei Frederike Brübach mit über zwölf Metern siegte. In Plau am See traten 22 Teams bei der 32. Badewannenrallye an und präsentierten kreative schwimmende Plattformen.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Rekordversuch“. Lesen Sie jetzt „Fliegende Kirschkerne und eine Diesellok am Seil“. 111 Menschen haben gemeinsam eine Diesellok samt zwei Waggons 111 Meter weit an Seilen gezogen. Der kollektive Kraftakt während des Brezelfests in Speyer hat nach Angaben der Organisatoren unfallfrei geklappt. Auch andernorts in Deutschland gab es kuriose Veranstaltungen: Im hessischen Witzenhausen spuckten Hunderte Teilnehmer Kirschkerne um die Wette und in Plau am See kämpften 22 Teams um den Titel der kreativsten "Badewanne".  "In gut zwei Minuten war die Lok im Ziel. Jeder war überrascht, wie schnell das Ganze funktioniert hat", berichtete der Vorsitzende des Verkehrsvereins Speyer, Uwe Wöhlert, der Deutschen Presse-Agentur. Mit dabei waren 19 Teams aus der Region, von Gewichthebern und Ringern bis zu Stadtwerken und Verwaltung. Die Lok und die Waggons zusammen wogen den Angaben zufolge 111 Tonnen. Es gab zwei je 50 Meter lange Seile, die über den Schultern der Teilnehmer lagen. Die 111 Menschen liefen teils im Gleisbett. Es sei niemand gestürzt oder gestolpert, sagte Wöhlert.  Die Organisatoren hatten das Muskelkraft-Event als Weltrekordversuch angemeldet. Geplant ist ein Eintrag beim Rekordinstitut für Deutschland (RID). Ein Notar hat das Geschehen verfolgt.  Ähnlich ambitioniert, aber unter ganz anderen Vorzeichen traten im hessischen Witzenhausen Hunderte Kinder, Frauen und Männer im Kirschsteinweitspucken gegeneinander an. Die Sieger dürfen sich Deutsche Meister in der Disziplin nennen.  Das Reglement sieht vor, dass das Spucken "ausschließlich mit dem bloßen Mund" erfolgt. "Jegliche Hilfsmittel oder Veränderungen am Kirschstein sind nicht gestattet", heißt es dort. Der verwendete Kirschstein muss aus den zur Verfügung gestellten Kirschen stammen. Jeder Teilnehmer hat drei Spuckversuche. Es zählt nicht das erste Aufkommen, sondern der Punkt, an dem der Stein liegenbleibt.  Seit 1985 finden die Deutschen Meisterschaften im Kirschsteinweitspucken schon in Witzenhausen im Rahmen der jährlichen Kesperkirmes statt. Den Titel als Deutsche Meisterin beim Kirschsteinweitspucken verteidigte Frederike Brübach - mit mehr als zwölf Metern. Deutlich bunter ging es in Plau am See (Mecklenburg-Vorpommern) zu, wo sich die Elde wieder in eine Rennstrecke für auffällig geschmückte Boote verwandelte. Bei sommerlichen Temperaturen bis zu 29 Grad traten 22 Teams mit ihren "Badewannen", meist schwimmfähigen Plattformen, gegeneinander an und kämpften unter anderem um den Titel der kreativsten Kreation.  Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der traditionellen Badewannenrallye stellten sich dabei sowohl der Wertung der Besucher als auch einer Jury. Die Rallye fand in diesem Jahr zum 32. Mal statt. Gepaddelt wurde auf einer Strecke von etwa 500 Metern zwischen der Plauer Schleuse und der historischen Hubbrücke. Am Abend sollten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dann noch ausgezeichnet werden. © dpa-infocom, dpa:260711-930-370879/1