Rekordhitze in Frankreich: Eiffelturm und Louvre schließen wegen hoher Temperaturen früher

Datum11.07.2026 16:29

Quellewww.spiegel.de

TLDRAufgrund einer Rekordhitze in Frankreich haben berühmte Sehenswürdigkeiten wie der Eiffelturm und der Louvre ihre Öffnungszeiten verkürzt. Der Wetterdienst hat die Hitzewarnung verschärft, und in einigen Gebieten gilt die höchste Warnstufe Rot. Touristen wird an Orten wie Mont-Saint-Michel sogar geraten, ihren Besuch zu verschieben. Paris bietet jedoch Abkühlung durch drei Freibäder in der Seine.

InhaltDas extreme Wetter in Frankreich setzt Einheimischen und Touristen weiter zu. Zwei der beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Paris nehmen hitzefrei. Der Wetterdienst Météo France verschärfte seine Hitzewarnung für das Land. Wer auf den Eiffelturm steigen will, muss in den kommenden Tagen womöglich früher aufstehen. Auch beim weltberühmten Museum Louvre in Paris sollten sich Touristen rechtzeitig anstellen. Angesichts der historischen Hitzewelle in Frankreich wurden am Samstag bereits ab Mittag keine neuen Besucher mehr in den Eiffelturm gelassen. Um 16 Uhr schloss man die Pforten. Ob die Einlasszeiten auch in den kommenden Tagen verkürzt werden, war zunächst noch nicht bekannt. Der Louvre schließt von Mittwoch bis Samstag um 16 Uhr statt bisher 18 Uhr. Das historische Gebäude sei auf den Klimawandel unzureichend ausgelegt und gegen Ende des Tages staue sich die Hitze in manchen Bereichen an, teilte das Museum mit. Der Mont-Saint-Michel in der Normandie riet Touristen wegen der Hitze sogar, ihren Besuch aufzuschieben, berichtete Sender France Info. In den engen Gassen auf der Felseninsel sorgten Temperaturen von bis zu 37 Grad für erschwerte Bedingungen für Besucher. Vor Ort wurden zusätzliche Kräfte des Roten Kreuzes und des Zivilschutzes eingesetzt, um Touristen beizustehen, die angesichts der Wetterlage gesundheitliche Probleme bekommen. Der Wetterdienst Météo France verschärfte seine Hitzewarnung für das Land am Nachmittag abermals. Am Mittwoch gilt demnach in 58 Departements die höchste Warnstufe Rot und in 31 Departements die Warnstufe Orange. Nahezu flächendeckend ist Frankreich damit in gravierendem Umfang von der Hitzewelle betroffen. In Paris gibt aber auch Abkühlung. Seit diesem Wochenende darf wieder in drei Freibädern in der Seine geschwommen werden. Bis zum 30. August sind die drei den Sommer über eingerichteten Bäder geöffnet. Im vergangenen Sommer öffneten die Freibäder in dem Fluss erstmals – und rund 100.000 Badegäste tauchten in der Seine ab. Eines der Bäder befindet sich sogar in unmittelbarer Nähe des Eiffelturms, eines unweit der Kathedrale Notre-Dame und eines in Nähe der Nationalbibliothek. Die Rekordhitze hat in Frankreich auch eine neue Debatte über Klimaanlagen entfacht. Wie die Franzosen ihre Prioritäten überprüfen, lesen Sie hier .