Datum11.07.2026 07:59
Quellewww.zeit.de
TLDRUS-Präsident Trump droht dem Iran mit „vollständiger“ Zerstörung, sollte das Land einen Anschlag auf ihn planen. Er kündigte an, dass das US-Militär bereit sei, auf solche Pläne mit massiven Raketenangriffen zu reagieren. Diese Drohung erfolgt angesichts einer Warnung Israels vor einem konkreten Ermordungsplan des Iran gegen Trump. Die US-Regierung erhält häufiger solche Warnungen, wobei die israelische Nachricht spezifischer war.
InhaltDonald Trump reagiert auf Hinweise, dass der Iran einen Anschlag auf ihn plant. Das US-Militär sei bereit, das Land zu vernichten, drohte der US-Präsident. US-Präsident Donald Trump hat dem Iran im Falle eines Mordanschlags auf ihn mit "vollständiger" Vernichtung gedroht. "1.000 Raketen sind scharf gemacht und auf die Islamische Republik Iran gerichtet", schrieb Trump online. "Und Tausende weitere würden unmittelbar folgen, sollte die iranische Regierung ihre weltweit geäußerte Drohung wahr machen, den amtierenden Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika – in diesem Fall mich! – zu ermorden oder einen entsprechenden Versuch zu unternehmen." Die entsprechenden Befehle seien bereits erteilt worden, schrieb Trump. "Das US-Militär ist bereit, willens und in der Lage, über einen Zeitraum von einem Jahr – mit der Option auf Verlängerung – sämtliche Gebiete des Iran vollständig zu vernichten und zu zerstören." Trump reagiert damit auf eine Warnung Israels vor iranischen Plänen zu seiner Ermordung. Demnach habe die Führung in Teheran den Plan erst kürzlich ausgearbeitet, berichteten der Sender CNN und das Wall Street Journal unter Berufung auf ungenannte Quellen. Die US-Regierung habe derlei Warnungen zuletzt häufig erhalten, wie CNN unter Berufung auf einen US-Beamten berichtete. Die Warnung aus Israel sei aber neu und habe auch einen konkreten Anschlagsplan beinhaltet, hieß es. Details zu dem Plan waren zunächst nicht bekannt. Ein anderer US-Beamter sagte CNN zufolge zuvor, die Warnung könne auch ein Versuch sein, Einfluss auf Trumps Entscheidungen im Irankrieg zu nehmen. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte zuletzt für einen deutlich härteren Kurs gegenüber der Regierung in Teheran plädiert und war darüber mit Trump aneinandergeraten. Der US-Präsident hatte auf dem Rückflug vom Nato-Gipfel in Ankara nicht wie erwartet die neue Air Force One benutzt und damit Spekulationen über Sicherheitsrisiken angeheizt. "Ich bin die Nummer eins auf der Todesliste des Irans", sagte er später.