Datum11.07.2026 04:52
Quellewww.spiegel.de
TLDRSatellitenbilder deuten auf Reparaturen an Irans Atomanlagen hin, insbesondere im Komplex Parchin, wo verdächtige Aktivitäten auf Beschädigungen durch Einschläge hindeuten. Laut Forschern könnten diese Reparaturen im Zusammenhang mit der Wiederaufbereitung von Anlagen zur Entwicklung von Atomwaffen stehen. Während die IAEA keine Auffälligkeiten in Isfahan, Natans und Fordo meldet, gibt es Anzeichen für Aktivitäten an weiteren Anlagen, die mit der Entwicklung von Nuklearwaffen und Raketen in Verbindung gebracht werden. Iran hatte sich im Rahmenabkommen verpflichtet, auf die Entwicklung von Atomwaffen zu verzichten und den "Status quo" seines Nuklearprogramms beizubehalten.
InhaltDass Iran keine Atomwaffen entwickeln kann, ist das erklärte Hauptziel von US-Präsident Trump. Doch Forscher sehen auf Satellitenfotos Hinweise darauf, dass Teheran beschädigte Nuklearanlagen wieder instand setzt. Satellitenbilder legen Forschern zufolge die Vermutung nahe, dass Iran Anlagen für die Entwicklung von Atomwaffen wieder aufbaut. Entsprechende Aktivitäten seien in den vergangenen Wochen etwa an dem Militärkomplex in Parchin zu sehen gewesen, wie das auf Nuklearthemen spezialisierte Institute for Science and International Security berichtet . Iran steht im Verdacht, an dem Standort Sprengvorrichtungen für Atomwaffen zu entwickeln. Den Forschern zufolge war die Anlage zu Beginn des Krieges mehrfach getroffen worden. Nachdem Satellitenbilder anfangs Aufräumarbeiten zeigten, mehrten sich demnach in den vergangenen Wochen Hinweise auf dauerhafte Reparaturen. Dazu zählen mehrere Betonmischer und andere Vorrichtungen, um die Einschlaglöcher dauerhaft zu versiegeln. Zu sehen sind die wenige Tage alten Satellitenfotos bei CNN . Zur Verfügung gestellt wurden die Satellitenbilder vom Sender CNN, der sie in Zusammenarbeit mit dem Institut auch selbst analysierte. Bei der nach Einschätzung der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) wichtigsten Lagerstätte für Uran, Isfahan, gebe es hingegen keine verdächtige Aktivität, berichtete CNN . Gleiches gelte für Natans und Fordo. Die drei Anlagen waren bereits im Sommer vergangenen Jahres von den USA bombardiert worden. US-Präsident Donald Trump hatte mehrfach betont, seine Regierung überwache die Standorte seither akribisch. Hinweise auf Reparaturen gibt es laut CNN noch an weiteren Anlagen, die mit der Entwicklung von Atomwaffen und ballistischen Raketen in Zusammenhang stehen sollen. Dazu zähle die Einrichtung in Pickaxe Mountain, in der tief unter der Erde an den nuklearen Fähigkeiten gearbeitet werden soll. In den vergangenen Wochen war demnach zu sehen, wie mehrere Lkw in die Tunnel hinein- und wieder herausfuhren. Teheran hatte sich in einem Rahmenabkommen mit den USA für ein Ende des Krieges verpflichtet, bei seinem Nuklearprogramm den "Status quo" zu halten. Zudem verpflichtete sich Iran, auf die Entwicklung von Atomwaffen zu verzichten.