Datum11.07.2026 04:00
Quellewww.zeit.de
TLDRDer Taxifahrer Muhammad A. erhält am 28. Juli 2025 die Rettungsmedaille des Landes Baden-Württemberg für sein mutiges Eingreifen bei der Mannheimer Amokfahrt im März 2025. A. stoppte den Täter, indem er dessen Auto blockierte und so ein größeres Blutbad verhinderte. Innenminister Manuel Hagel lobte seinen selbstlosen Einsatz, bei dem er sich selbst in Gefahr brachte. Die Auszeichnung wird für Rettungstaten unter Lebensgefahr verliehen. Bei der Amokfahrt wurden zwei Menschen getötet und 14 verletzt.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Auszeichnung“. Lesen Sie jetzt „Mannheimer Amokfahrt: So ehrt das Land Taxifahrer als Held“. Für sein mutiges Eingreifen bei der tödlichen Amokfahrt in Mannheim im März 2025 erhält der Taxifahrer Muhammad A. am Dienstag, 28. Juli, die Rettungsmedaille des Landes Baden-Württemberg. Innenminister Manuel Hagel (CDU) werde die Auszeichnung in Mannheim vornehmen, teilte eine Sprecherin des Innenministeriums mit. A. stoppte den Täter am 3. März 2025, indem er dessen Auto mit seinem Taxi blockierte. Er habe "hier größten Mut bewiesen und mit seinem selbstlosen Einsatz ein noch größeres Blutbad verhindert", sagte Hagel. "Er hat sich selbst in Gefahr gebracht, um andere zu retten." Als Zeichen der Anerkennung und des Dankes werde er deshalb mit der Rettungsmedaille ausgezeichnet. Bei dem Termin wird laut Stadt unter anderem Oberbürgermeister Christian Specht (CDU) anwesend sein. Die Rettungsmedaille kann nach Angaben des Innenministeriums an Menschen verliehen werden, die unter besonders schwierigen, mit Gefahr für das eigene Leben verbundenen Umständen andere aus Lebensgefahr gerettet haben. Nach früheren Angaben des Ministeriums wird die Ehrung rund fünfmal im Jahr verliehen. Bei der Amokfahrt am 3. März 2025 wurden zwei Menschen getötet und 14 weitere verletzt. Der Täter, ein damals 40-jähriger Deutscher aus Rheinland-Pfalz, fuhr mit seinem Auto gezielt mehrere Passanten in der Fußgängerzone an. Das Landgericht Mannheim verurteilte ihn unter anderem wegen zweifachen Mordes zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe und ordnete die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus an. © dpa-infocom, dpa:260711-930-368204/1