Verkehr: Belgien plant Pkw-Maut ab Mai 2027

Datum10.07.2026 22:30

Quellewww.zeit.de

TLDRBelgien plant ab Mai 2027 die Einführung einer Pkw-Maut für alle Fahrzeuge, unabhängig von ihrer Herkunft. Die drei belgischen Regionen haben sich darauf geeinigt, dass die Plaketten online und an Tankstellen erhältlich sein werden. Die Kosten variieren je nach Fahrzeugtyp, wobei Elektroautos günstiger sind als Verbrenner. Kurzzeittarife und Ausnahmen für bestimmte Fahrzeuge sind ebenfalls vorgesehen. Unklar ist noch, ob und wie belgische Autofahrer durch eine Kfz-Steuerreform entlastet werden, was ein Knackpunkt beim gescheiterten deutschen Mautprojekt war.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Verkehr“. Lesen Sie jetzt „Belgien plant Pkw-Maut ab Mai 2027“. Belgien will ab Mai 2027 eine Mautplakette für aus- und inländische Fahrzeuge einführen. Darauf haben sich nach Angaben der belgischen Nachrichtenagentur Belga die drei belgischen Regionen Flandern, Wallonien und Brüssel geeinigt. Die Plakette soll über eine elektronische Plattform, aber auch an Tankstellen gekauft werden können. Die Kosten unterscheiden sich je nach Fahrzeug. Dabei sind Elektroautos mit geplanten 90 Euro im Jahr am günstigsten, während für alte Autos mit Verbrennungsmotor bis zu 125 Euro erhoben werden sollen. Zudem soll es Kurzzeittarife von einem einzelnen Tag bis zu zwei Monaten geben. Ausgenommen werden sollen unter anderem Motorräder und Reisebusse.  Manche Details des Vorhabens sind aber noch nicht geklärt. Zum Beispiel ist unklar, ob und, wenn ja, wie belgische Autofahrer durch eine Reform der Kfz-Steuer entlastet werden. An dieser Frage war auch Deutschlands Vorstoß für eine Pkw-Maut gescheitert. Das Vorhaben war ein Prestigeprojekt der CSU und wurde 2019 vom Europäischen Gerichtshof (EuGH) als rechtswidrig gestoppt. Zentraler Knackpunkt war, dass nur Fahrer aus dem Inland für die Maut voll bei der Kfz-Steuer entlastet werden sollten. © dpa-infocom, dpa:260710-930-367721/1