Datum10.07.2026 21:18
Quellewww.zeit.de
TLDRStefan Evers wird neuer Spitzenkandidat der Berliner CDU, nachdem Kai Wegner aufgrund von Widersprüchen zu seinem Krisenmanagement zurücktrat. Evers sieht eine schwierige Aufgabe, ist aber bereit, Verantwortung zu übernehmen und die Partei mit Geschlossenheit und Fokus auf Sachthemen wieder nach vorne zu bringen. Die endgültige Entscheidung über seine Spitzenkandidatur und die kommissarische Landesvorsitzendenrolle fällt der CDU-Landesvorstand.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Personalwechsel“. Lesen Sie jetzt „Evers sieht schwierige Aufgabe als neuer CDU-Spitzenkandidat“. Der designierte neue Spitzenkandidat der Berliner CDU für die Wahl im September, Finanzsenator Stefan Evers, will seine Partei im Wahlkampf wieder nach vorn bringen. Die CDU werde bis zur Wahl am 20. September viel erreichen können, wenn sie sich geschlossen, motiviert und mit Blick auf das Wesentliche präsentiere, sagte er am Abend nach einer Sitzung der CDU-Kreisvorsitzenden. "Ich bin bereit, diese Verantwortung zu übernehmen." Er freue sich, dass sich die Kreisvorsitzenden sehr geschlossen hinter ihn gestellt hätten, so Evers. Er übernehme die Spitzenkandidatur und kommissarisch auch den CDU-Landesvorsitz in einer ausgesprochen schwierigen Situation. Endgültig über die Spitzenkandidatur entscheidet der CDU-Landesvorstand voraussichtlich am Montag. Am Nachmittag hatte der Regierende Bürgermeister Kai Wegner angekündigt, dass er seine Spitzenkandidatur für die Berliner CDU aufgibt. Er zieht damit Konsequenzen aus einer monatelangen Debatte um falsche Angaben über sein Krisenmanagement nach einem großen Stromausfall im Januar nebst einem Tennismatch. Dies hatte den Wahlkampf der CDU zunehmend belastet, große Unruhe in der Partei und zuletzt Rückzugsforderungen aus den eigenen Reihen zur Folge. Als Regierender will der 53-Jährige bis zur Wahl am 20. September und der Bildung eines neuen Senats danach im Amt bleiben. "Wir arbeiten, wir machen Fehler", so Evers, der Wegner für seine "erfolgreiche Arbeit" dankte. "Wenn ein Punkt erreicht ist, an dem die Diskussion über Fehler aber den Blick auf das Wesentliche verstellt, dann muss man sich gemeinsam darüber klar werden, wie schaffen wir es, dass wir in dieser Stadt wieder über das sprechen, worauf es ankommt." Für die CDU gelte es nun, den Blick nach vorn zu richten. © dpa-infocom, dpa:260710-930-367590/1