Datum10.07.2026 20:10
Quellewww.spiegel.de
TLDRDer Teppich von Bayeux, ein über 950 Jahre altes Stickereimeisterwerk, ist erstmals seit seiner Entstehung nach England zurückgekehrt und wird im British Museum ausgestellt. Das UNESCO-geschützte Werk, das die normannische Eroberung Englands 1066 darstellt, ist unter strengen Sicherheitsvorkehrungen nach London transportiert worden. Diese historische Leihgabe zwischen Frankreich und Großbritannien, die von September 2026 bis Juli 2027 zu sehen sein wird, unterstreicht die freundschaftlichen Beziehungen beider Länder, trotz Bedenken von Restauratoren bezüglich des fragilen Zustands des Teppichs.
InhaltDer Teppich erzählt in 58 Szenen mit mehr als 600 Figuren und rund 500 Tieren die Geschichte der normannischen Eroberung Englands im Jahr 1066. Nun wurrde das fragile Meisterwerk unter strengen Sicherheitsvorkehrungen nach London gebracht. Der berühmte Teppich von Bayeux ist erstmals seit seiner Entstehung vor fast 1000 Jahren wieder in England. Das mehr als 950 Jahre alte Meisterwerk des Mittelalters ist in der Nacht zum Freitag unter strengen Sicherheitsvorkehrungen im Londoner British Museum eingetroffen. Der rund 70 Meter lange und äußerst fragile Wandteppich wurde in einer speziell gesicherten Transportkiste nach London gebracht. Eigentlich gehört das UNESCO-geschützte Werk dem französischen Staat. Von September 2026 bis Juli 2027 wird es nun im British Museum ausgestellt. Frankreich und Großbritannien hatten die Leihgabe bereits im vergangenen Jahr vereinbart. Der Teppich erzählt in 58 Szenen mit mehr als 600 Figuren und rund 500 Tieren die Geschichte der normannischen Eroberung Englands im Jahr 1066. Er gilt als eines der bedeutendsten Bildzeugnisse des Hochmittelalters und wurde seit 1983 im Museum der französischen Stadt Bayeux aufbewahrt. Die Ausleihe war nicht unumstritten. Restauratoren und Kunstexperten hatten vor dem Transport gewarnt, weil der Teppich als äußerst empfindlich gilt und Schäden befürchtet wurden. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bezeichnete die Leihgabe in einem Gastbeitrag für die Zeitung "The Times" als Ausdruck der engen Freundschaft zwischen beiden Ländern. Der Direktor des British Museum, Nicholas Cullinan, sprach nach dem erfolgreichen Transport von einer "gewaltigen Leistung" der beteiligten Teams.